Priorisierung Handtechnik

  • Hallo liebes DrummerForum.


    Ich spiele nun seit ca. einem Jahr Schlagzeug und habe aufgrund von Arbeit, Familie usw. nur begrenzt Zeit zum üben.

    Später möchte ich gerne schneller Lieder aus dem Bereich Rock/Metal spielen.

    Gerade versuche ich meine Fingerstrokes zu verbessern. Jetzt ist für mich die Frage auf welche Technik ich mich außerdem fokussieren soll. Moeller / Push-Pull ?!


    Mich würde auch interessieren welche Technik Dave Lombardo nutzt, um das Ridebecken so schnell, gleichmäßig und kraftvoll zu spielen? Hier zwei Videos von ihm:


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    Vielen Dank und allen einen guten Rutsch ins neue Jahr !

  • Hallo

    Ich hab selbst im Zuge schneller zu werden einige Techniken aus dem Blastbeat-Gewerbe ausprobiert.

    Bei Dave sieht das wie Push-Pull oder Open-Closed aus.

    Ich kann jetzt nur von mir sprechen. Ich hab Open-Closed ausprobiert. Fand ich sehr interessant, weil sie so vielfältig ist. Zweier, Dreier oder Vierer lassen sich damit realisieren. Wenn ich schnell, so um die 200, bei normalen Achteln spiele, spiele ich den ganz normalen Whip. Man muss dabei halt selbst etwas flotter werden.

    Inspiriert hat mich das Video Hier.

    Stellt euch das bitte nicht so einfach vor. Das war echt harte Arbeit, bis das flott ans laufen kam.

    Bei mir war es so, dass es ohne Sticks in der Hand beim trainieren erst in die richtige Richtung ging. Für mich war der entscheidende Aspekt, dass ich dafür eigentlich kein Rebounds brauche und ich das überall üben kann.

    Ich habe die Techniken die ich mir mit viel Mühe angeeignet habe natürlich nicht verworfen. Gerade wenn man Figuren, also Gruppieren von mehreren Schlägen spielt, diese gut mit anderen Sachen kombinieren kann.

    Hab da ein Namen > Gordy Knudtson

    Begriffe wie Moeller und co sind natürlich auch interessant. Beruhen meist auf den Grundschlag-Arten. Man kann Ruhr Sticks nach mir schmeißen, wenn ich daneben liege.

    Da du selbst gerade erst ein Jahr spielst, würde ich mich mit sollchen speziellen Techniken nicht zu sehr aufhalten. Nebenbei herlaufen lassen ist ok.

    Grundlegende Dinge sind goldwert und man kann damit Recht flott unterwegs sein. Geduld dabei haben ist sehr wichtig

    Als ich mit Open-Closed angefangen bin hab ich bestimmt ein halbes Jahr gebraucht bis ich das langsam, dabei meine ich wirklich langsam, ans laufen bekommen habe. Wenn du dir Push-Pull anschauen möchtest, dann schau dir Wanja Gröger an.

    Wenn du da einsteigen möchtest, jetzt oder später > Slow-motion an und üb das wirklich auch in diesem Tempo

    Ich wollte das gleich mit meinem maximal Tempo machen > das geht nach hinten los. Es gibt von Wanja ein Video wo er das ganz langsam zeigt. So langsam sollt man das auch üben. Dabei sich die einzelnen Stellungen genau anschauen, also das Video anhalten, und sich selbst korrigieren. Das braucht Zeit und wirklich ne Menge Geduld, aber für mich hat es sich gelohnt. Ich spreche da von diesen Figuren, die wie eine Choreographie ablaufen. Es geht mir dabei nicht um Geschwindigkeit, sonder um einen flüssigen Bewegungsablauf. Es ist wie beim Tanzen. Man kann vor sich hin stolpern oder über dem Boden schweben. Und das macht irre viel Spaß. Ich bin selbst keine helle Kerze auf der Torte, aber das macht echt Gaudie.

    Ein Beispiel> der King-King Pattern in der Führhand. Mit der "richtigen" Choreographie ist der richtig knorke.

    Eins vielleicht noch. Nach einem Jahr kann man nichts erzwingen. Hab Spaß an dem was du tust und vorhast.

  • Ich übe und spiele eigentlich nur Metal und sofern du nicht irgendwann abartig schnelles Zeug spielen willst, sondern erstmal "nur" Slayer, würde ich definitiv empfehlen alles aus dem Handgelenk zu feuern. Trainierte Handgelenke brauchst du spätestens bei den Tom Fills und bis 220BPM kannst du aus den Handgelenken mit sehr hoher Kraft für eine lange Zeit spielen.


    Da führe ich ganz gerne dieses Video an:


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    230BPM und alles aus dem Handgelenk. Nun hat er natürlich deutlich mehr Erfahrung aber das meiste Slayerzeug ist unter 200BPM und dahin kommst du schneller als du denkst. Arbeite einfach gezielt an deinen Handgelenken. Moeller usw. entsteht oft automatisch und wenn man zu früh damit anfängt ohne Fundament, kann das auch einer verkrampften Technik führen.

    Speed ist alles!

  • 230BPM und alles aus dem Handgelenk.

    Das sehe ich so gar nicht. Meiner Meinung nach setzt er die Push-Pull-Technik ein, wobei er die Hände ziemlich locker lässt. Aber dass er aus den Handgelenken schlägt, sehe ich nicht. Man sieht doch, wie die Finger 3-5 die Sticks in Bewegung halten, oder?

    "Ambition is a dream with a V8 engine" - Elvis Presley

  • Das ist schon hauptsächlich aus dem Handgelenk, sagt er auch selbst so. Natürlich spielen bei solchen Tempi auch die Finger mit, die Bewegung kommt aber hauptsächlich aus dem Handgelenk. Push-Pull sehe ich in keinem der hier geposteten Videos. Lombardo spielt ganz normal mit etwas Möller.

  • Da muss ich einmal fragen, da man sich in Lehr-Videos über den Begriff Push-Pull anscheinend nicht so einig ist:


    Bei der Push-Pull-Technik hält man den Stick zwischen Daumen und Zeigefinger, nutzt den Rebound und schubst ihn mit Finger 3-5 nur immer wieder an. Das Handgelenk bewegt sich nicht mit. Ist das so korrekt?

    "Ambition is a dream with a V8 engine" - Elvis Presley

  • Nee, das wird meistens einfach Fingercontrol genannt.

    Bei Push-pull schlägst du zuerst aus dem Handgelenk, „folgst“ dann dem Stick mit sich öffnenden Fingern und zurück geht’s spiegelbildlich: Hand wieder hoch und Finger dabei wieder schließen.

    Das ganze geht auch in sehr kleinen Bewegungen (je schneller desto), sodass man nicht immer alles so eindeutig zuordnen kann bzw. sieht.


    Z. B.:

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  • Danke, und ja, bei höherem Tempo sieht man das nicht mehr so eindeutig. Auf jeden Fall bin ich jetzt schlauer.

    "Ambition is a dream with a V8 engine" - Elvis Presley

  • #3Das ist kein Push-Pull. Er spielt aus den Fingern.

    Und Gordy spielt Open-Closed, kein Push -Pull. Das Pushen macht da eigentlich der Daumen und das Pullen kommt vom Schließen der Hand.

    Das sieht ziemlich gleich aus-sind aber zwei unterschiedlich Techniken.

    Ich hab dazu mal ein Video gesehen (ich suche mal danach) wo man das sehen kann.

    Und Vorsicht mit aus den Handgelenken spielen. Wenn man noch nicht geübt ist, dann kann das irgendwann weh tun.

    Ohne Sticks vorab trainieren. Einfach auf den Oberschenkel. Da läuft man nicht in Gefahr das Handgelenk zu drehen, was man in den Video #3 auch sehen kann.

    2 Mal editiert, zuletzt von Lexikon75 ()

  • Ok, wenn man mal ein umfangreiches Lexikon ;) herausgeben möchte, könnte man die Begrifflichkeiten vllt noch versuchen auszudifferenzieren im Sinne von „inwieweit ist der Daumen involviert (und kann ich dessen Endglied krass beugen)“.

    Was ich bisher so mitbekommen habe, werden die Begriffe aber oft auch synonym verwendet und die Techniken sind m. E. auch sehr verwandt, wenn nicht identisch. Selbst ein gewisser Wanja spielt p-p in langsamem Tempo wie o-c bzw. unterscheidet da offenbar die Begriffe nicht.

    Aber ich kann mich natürlich auch irren bzw. sagt der eine vllt so und die andere halt so. Egal.

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