Moin zusammen
Wie verhält sich eine runde Gratung an einer Snare aus Holz gegenüber einer spitz geschnittenen? Was macht das klanglich aus?
Ich hatte so etwas noch nie und kann das nicht einschätzen.
Grüsse
Moin zusammen
Wie verhält sich eine runde Gratung an einer Snare aus Holz gegenüber einer spitz geschnittenen? Was macht das klanglich aus?
Ich hatte so etwas noch nie und kann das nicht einschätzen.
Grüsse
Runde Gratung = Weniger Obertöne, etwas wärmer, dunklerer im Klang, sanfterer Attack. (Oft auch als "Vintage-Klang" bezeichnet)
Spitze Gratung = Mehr Obertöne, schärferer Attack, etwas brillianter im Klang. (Oft als "moderner Klang" bezeichnet)
Das ist die Frage, was den Unterschied ausmacht. Meist hat man keine identische Snare mit unterschiedlich Gratungen am Start um eine klare Aussagen über den Effekt zu treffen.
Folgendes beruht lediglich auf meinen Erfahrungen und Eindrücken mit dem Thema Gratungen...
Eine Runde Gratung beeinflusst das Fell direkt, durch mehr Auflage.
Beispielsweise eine 30° verspricht hingegen auch , dass die Trommel weniger Sustain hat und mehr Bauch verspricht. Da geht es wahrscheinlicher weniger um die Auflagefläche und mehr darum wie der Kessel mit dem Fell agiert.
Ich habe eine 13" Snom mit einer runden Gratung oben und einer 30° aber spitzen Gratung unten. Die Gratung habe ich mit dem Umbau der Trommel neu gemacht.
Eine Trommel (Snare) mit einer neuen Gratung auszustatten, nur um eine gezielte (gewünschte) Wirkung zu erzielen muss man sich überlegen, ob man diesen Aufwand betreiben möchte.
Zum einen ist der Unterschied nicht gravierend und der Kessel wird bei einem Wechsel von z.B. 45° auf Rund oder 30° geringfügig kürzer. Meine 13° hat nicht mehr 11° (Standard Sonormass) , sondern irgendwas bei ca. 10, 25°.
Was ich sagen kann, dass man ein Unterschied bemerkt (hört), falls man das gleiche Fell benutzt, es aber im Gesamten eher untergehen wird.
Ich hab mich nur dafür entschieden, um in die Richtung zu gehen, wohin ich mit der Trommel gehen wollte. Mehr Bauch, weniger Sustain. Zumal ich ja auch ein Hybrid habe, zw. Snare und Tom. Mit Snareteppich klingt die Trommel trockener und ohne offener. Damit mir das Sustain nicht abhaut hab ich mich für rund und 30° entschieden.
Dem ist auch so.. beides lässt sich von Klang her gut spielen.
Erwähnenswert wäre noch, dass ich die Snom stellen und hängen kann. Allein das macht sich gravierend im Sustain bemerkbar. Wo wir wieder bei der Frage wären, um wie viel macht eine andere Gratung den Sound anders/besser.
Beitrag #2 beschreibt es gut in kurzform
Danke. Das sind die Beschreibungen die ich von Toms kenne, durch lesen und hören. Ich bin mir nur nicht sicher wie sich das bei Snares verhält, da die ja prinzipiell, durch das dämpfen des Teppichs und dem daraus resultierenden kurzen Ton, anders klingen.
Die Beschreibung liest sich gut. Ich habe da noch ein Restaurierungsprojekt bei dem noch die Gratung gemacht werden muss und überlege nun was für eine.
edit: Bezieht sich auf die erste Antwort von Moe.
Ich bin mir nur nicht sicher wie sich das bei Snares verhält, da die ja prinzipiell, durch das dämpfen des Teppichs und dem daraus resultierenden kurzen Ton, anders klingen.
Möglicherweise ist das der Aspekt, den ich mit Hybrid gemeint habe. Die Trommel fünktioniert auch ohne Teppich gut.
Im Jazz, schubse da den Vintage an, wird oftmals auch ohne Teppich gespielt. Da macht sich eventuell eine rundere Gratung positiv bemerkbar.
Es klingt wärmer, gedämpfter ohne das einem die Obertöne flöten gehen???
In naher Zukunft werde ich eine Snare mir Runder Gratung am Start haben.
Hi,
meine Erfahrungen mit ein und derselben Snare mit 45 Grad und runder Gratung ist folgende:
Größte Vorteile ist:
Die Snare lässt sich viel besser Stimmen und hält das Tuning besser.
Außerdem ist der Stimmbereich, speziell im unteren Bereich, sehr viel größer.
Das Fell hält länger und der Unterschied der verschiedenen Felltypen ist besser hörbar. Das Spielgefühl ist angenehmer.
Der Charakter der Trommel verändert sich nicht so stark (im Gegensatz zu Toms mit runder und spitzer Gratung). Im Gegensatz zu den Toms meine ich, das die Snare sogar etwas heller klingt mit runder Gratung (vielleicht liegt das an der minimal veränderten Fläche des Fells, die schwingt??)
„Störende Obertöne“ sind etwas kontrollierter.
Unter Mikros funktionieren diese Gratungen mMn ganz hervorragend, speziell im Studio.
Ich hoffe das hilft etwas.
VG
André
Ich hoffe das hilft etwas
Ja tut es. Danke.
Da man höchst selten die identische Snare mit unterschiedlichen Gratungen zu hören bekommt, dürfte man als "Nicht-Trommelbauer" kaum direkt vergleichen können.
Ich selbst habe eine Stave-Snare mit beidseits verrundeter Gratung, die mir der Pommes aus Berlin gebaut hat. Mein Wunsch war, eine sensibel ansprechende Snare mit vollem Klang und dezentem Obertonspektrum zu bekommen. Exakt das habe ich bekommen, wobei ich nicht weiß, ob die filigrane Teppichansprache auch mit der runden Gratung zu tun hat, ob sie überhaupt einen Einfluss hat, oder ob sie mit schärferer Auflage vielleicht noch feiner anspräche.
Sollte für dich die Option gerade im Raum stehen, würde ich es einfach mal versuchen. Ich mag den Charakter meiner Snare sehr und empfinde sie definitiv nicht als Fehlkauf. Sehr gut kontrollierbar und selbst leise gespielt nicht dünn im Klang. Definitiv eigenständig, verglichen mit der restlichen Rasselbande.
Fit genau diese Erfahrungen hab ich auch gemacht.
Bei gleichem Fell ist im Vergleich der Ton etwas „tiefer/wärmer“. Das ist total subjektiv. Geht aber in die Richtung, die Moe Jorello beschrieben hat.
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!