Beiträge von martinelli

    Über das Ding (Cooler Master X-Throne) kann ich jetzt keine Spezifikationen finden, aber die Idee ist ja schon mal gut, Kopfhörer-Verstärker und Shaker allesamt in den Sitz zu integrieren. Wäre interessant zu sehen, wie leistungsstark und rauscharm die Verstärkung ist und wie lange man mit dem Stuhl als Sitz glücklich ist - und ... was das wieder kostet.

    Nur für den Fall, dass meine neue Erfahrung bzgl. raschelnder Snare-Teppiche anderen helfen kann:

    Problem

    Mein Snare-Teppich raschelte bei vielen Schallquellen mit. Besonders beim 12er Tom unmittelbar neben der Snare, aber auch bei anderen Trommeln und sonstigen Instrumenten im Raum. Das Nachrascheln kam sogar beim Anschlagen der Snare selbst: Es klang so, als schaukele sich der Teppich nach verklungenem Snare-Schlag nochmals erneut auf. Um die lange Suche kurz zu machen:

    Lösung

    Der Anschlag der Snare versetzte das Schlagfell am Tom in Schwingung. Nachdem die Snare verklungen war, war das Tom-Fell noch fröhlich am Schwingen und setzte den Snare-Teppich erneut in Bewegung. Das passierte auch, wenn ich das Tom (ungedämpft, Emperor oben, Diplomat unten, kleines Kosmetik-Pad drinnen) etwas höher oder tiefer stimmte. Ich habe das Tom-Schlagfell jetzt leicht gedämpft (1 Moongel entsprechend) und der Spuk ist vorbei. Es ist für mich ein ganz guter Kompromiss.


    M.

    1. Im Live-Betrieb reißen einen die Mitmusiker manchmal mit, sodass man einfach lauter spielt als beim Üben oder Proben. Beim Üben und Proben mit meiner früheren Hardrock-Band habe ich mit meinen 1A-Stöcken auch nicht sanft gespielt, sondern so, dass es gut klang. Aber beim Gig haben mich die zwei sehr lauten Gitarren-Türme irgendwie dazu verleitet, lauter als nötig zu sein. Meine Gelenke blieben schmerzfrei, aber Blasen gab es immer - und immer nur live; nie in den Proben. Check doch mal, ob Du in der Live-Umgebung nicht (unnötigerweise) lauter spielst, als in den Proben.
    2. Sound-Check: Spielst Du vielleicht schon beim Sound-Check zu laut? Dann wird man Dich entsprechend wenig verstärken und Du musst während des Programms genauso laut spielen musst, damit Du (Monitor) und das Publikum (PA) Dich hören.
    3. Rimshots: Wenn man beim Rimshot genau trifft, muss man ihn nicht so laut spielen. Zudem drücken viele Leute den Stock runter, statt ihn wenigstens etwas zurückfedern zu lassen. Das kann Aua in Handgelenk, Ellenbogen und Schulter geben.
    4. Traditional Grip hat nach wie vor meine Sympathie, aber bei lauter Rockmusik hat die linke Seite da schon was auszuhalten; egal, wie korrekt und in welcher Ausführung man ihn anwendet. (Nach 20 Jahren Traditional-Erfahrung weiß ich, wovon ich spreche.) Jaja, der Donati kann ganz laut und bei Lang hat das auch funktioniert, aber das kann bei Dir und mir ins Auge (oder ins Gelenk) gehen.
    5. Pedale / Kniekehle: Sitzt Du vielleicht sehr tief? Ich würde die Sitzposition mal deutlich erhöhen, sodass der Oberschenkel auf jeden Fall zum Knie hin abfällt.

    M.

    mit Tablet und dann als pdf


    hier mal ein Beispiel

    Es werden viele von uns sich damit beschäftigt haben, den Ablauf für das Schlagzeug (oder auch andere Instrumente) im Textformat zu erfassen. Bei mir gab es da Anleihen aus dem Nashville Number System, aber viele selbsterdachte Konventionen. Handschriftlich geht das gut und digital mit Einschränkungen.


    Obwohl ich mittlerweile fast alles per Noteflight ins 5-Linie-System setze, finde ich die Idee des Textformates nach wie vor gut. Erstens für Nicht-Notenleser und zweitens wenn man singen soll und primär viel Text in gut lesbarer Schriftgröße braucht.


    Ob sich die Idee lohnt, einen Standard zu entwickeln? Das Ziel wäre, dass mit Text-Software erstellte Seiten auch für andere selbsterklärend sind. Darüberhinaus könnte man Zeichen vereinbaren, die Interessierte nach kurzer Anleitung auch gut verstehen und nutzen können. Darüber denke ich schon lange nach. Im Drummerforum ließe sich ja vielleicht ein kleines „Komitee für eine einfache Drum-Chart-Syntax” bilden, wenn Interesse besteht.


    M.

    Schon schlimm genug, dass die meistens Designs eher auf Rentnerbands abzielen und nicht auch den Nachwuchs im Blick haben.

    Was meinst Du mit Design? Form? Abmessungen? Oberflächengestaltung?


    Physik und Logik setzen bei Form und Abmessungen Grenzen. Bei den ovalen Bassdrums haben die meisten Felle nicht gepasst und das North-Design fanden selbst Kinder nach ein paar Jahren Kacke. Bei den Kesseldurchmessern gibt es schon alles und bei den Kesseltiefen kommt und geht alles. Bei der Oberfläche („Finish”) sind Unmengen von Farbtönen bereits im Angebot. Bei Farbverläufen und abgedrehteren Oberflächen denken Designer ganz sicher an den Nachwuchs, aber das ist und bleibt Geschmacksache: Was der Eine Teenie toll findet, hält der Vater des Anderen für „auf Rentnerbands” gemünzt.


    Wenn das so wichtig ist und, weil es offenbar primär ums Aussehen geht, dann kauft halt irgendwas und lasst es mit dem Lieblings-Motiv oder dem Eigenentwurf des jungen Trommlers folieren. Das kann man auch selber machen oder günstig machen lassen.


    Die Forderung nach neuem Design - was immer das sein soll - nur um des "neuen" Willens kann ich übrigens nicht nachvollziehen. Was soll das denn werden und wozu soll das gut sein? Das Trauminstrument ernstzunehmender Nachwuchs-Schlagzeuger, -Geiger, -Pianisten oder -Gitarristen sieht nicht viel anders aus, als die Spitzeninstrumente von der Generation davor - evolutionär optimiert halt. Ich habe mal die Geige von Ilva Eigus angesehen: Wie kam es, dass das Mädel mit so einem Rentner-Design durchgehalten hat?


    M.

    Was ist der Unterschied zwischen CL und Pro K?

    Die Farbe.


    Wenn ich eine Billig-Lösung gewollt hätte, wäre es bei mir übrigens keinesfalls der Rockboard HA1 geworden. Meine Anforderungen waren: Einfach; robust; kabelgebunden; Netzteil statt Batterien; Lautstärke-Reserven; optional weitere Eigenschaften. Der Fischer „In Ear Amp 2” war eine gute Entscheidung, allerdings suchst Du ja was billiges. Bei meiner Recherche kam in der Preisklasse nur Behringers „Powerplay P1” in Betracht.. Bei ca. 60 EUR inkl. passendem Netzteil könnte das einen Test wert sein.


    M.

    Bzgl. How to Play Along with Records (by Ari Hoenig):

    um was es jetzt genau im video geht, muss ich mir noch mal genau geben,

    Darum, wie man bewusst eine Aufnahme hört und was man dann so alles zu ebendieser Aufnahme spielen/üben kann.


    Es ist schon ein bisschen lustig weil anachronistisch, dass der gute Mann noch eine Stereo-Anlage, CDs und sogar Audio-Kassetten im Hintergrund hat. Das macht seine Aussagen und seine Vorführungen aber nicht schlechter. Gefällt mir sehr gut.


    M.

    Die Opel-Limousine (2-Türer) fuhr die Bassdrum beim kleinen Hochzeitsgig auf dem Beifahrersitz mit, aber für Veranstaltungen mit der ganzen Band hatte die eine Anhängerkupplung und es gab große Anhänger (für Schlagzeug, PA & Licht) vom günstigen Vermieter um die Ecke.

    Beim Schrägheck-Carina II habe ich den Rücksitz hinter dem Fahrer ausgebaut und im Keller aufbewahrt, damit ich den Rücksitz leichter umlegen konnte. Ich weiß nicht, wie es ging, aber wir sind tatsächlich mit zwei Musikern und folgender Ausstattung zu einem entfernten Gig gefahren: Schlagzeug (22-14-12-13-16), Teppich, Keyboard m. Stativ, Verstärker, 2 Boxen, Gitarre, Flöte, Verkabelung.

    Danach gab es aber dann nur noch Kombis für mich.

    M.

    Da hat schon vor 20 Jahren ein Guter was gesagt, was sich mit meinen Erfahrungen deckt:

    „Zum Aufnehmen, live oder bei Proben geht sowas [14" Crash] unter oder kaputt.” (Original von Matzdrums )


    Das habe ich mir gemerkt, weil mein sauer erspartes K-Custom bei mir zwar nur unterging, aber als der Nachbar mal auf meiner Kiste gespielt hat war es dann auch kaputt.


    M.

    Was bei mir seit Jahren und bei anderen Leuten seit Jahrzehnten funktioniert, darfst Du gerne für Quatsch halten.

    Zu Deiner Studiotechnik und/oder Deinem Hörvermögen kann ich nichts sagen. Experten haben das aber für Dich überprüft und deutlich hörbare Ergebnisse geliefert.

    Kann man von diesen Experten auch Vergleichsaufnahmen anhören? Nenn doch mal Namen. :)


    Es gibt auch selbst ernannte Experten, die den Klimawandel als Verschwörungstheorie bezeichnen. Nachweisen können die das natürlich nicht.

    Meine Güte... such' selber!

    Wenn Du Blake Paulson nicht kennst oder ihm nicht glaubst, macht vielleicht Don Lombardi (sozusagen Mr. DW) auf Dich Eindruck - der verrät auch den Trick mit dem Bein umdrehen, um im Notfall Sustain loszuwerden.


    M.

    [...]

    Also ich halte das für Quatsch und ich wüsste auch keine logische physikalische Erklärung dafür.

    Was bei mir seit Jahren und bei anderen Leuten seit Jahrzehnten funktioniert, darfst Du gerne für Quatsch halten.

    Zu Deiner Studiotechnik und/oder Deinem Hörvermögen kann ich nichts sagen. Experten haben das aber für Dich überprüft und deutlich hörbare Ergebnisse geliefert.

    Ich denke, dass das angewinkelte Bein als eine Federung wirkt. [...]

    Diese „Federung” sorgt dafür, dass nicht so viel Energie an den Fußboden abgeführt wird.

    Um ein gutes Sustain zu erreichen, hat man die Trommeln so gut vom Boden (bei Hänge-Toms vom Stativ) mittels Gummifüßen entkoppelt und die Formgebung der Trommel-Beine - ob der Akustik oder der Statik wegen - tut ein übriges. Der Sound verschwindet also nicht mehr im Boden, sondern bleibt an der Trommel. Man könnte physikalisch wenigstens teilweise von einer Reflexion am losen Ende sprechen. Das kann hier und da gewünscht sein bzw. ein Problem lösen.


    Wie auch immer: Ich kann sagen, dass es das Problem (seinerzeit) für mich gelöst hat und ich nicht überrascht war.


    Für die ernsthaft Interessierten jenseits von „Quatsch, Esotherik, Geldmacherei” gibt es mittlerweile ein (auch schon wieider 6 Jahre altes) Video, in dem Blake Paulson (mir durch seine „Drumset Coordination” bekannt) im Studio allerlei durchprobiert. Der Titel ist leicht irreführend, denn es kann ja auch sein, dass man ganz viel Sustain haben will, aber das sei ihm verziehen. Hier also: Why Are Straight Floor Tom Legs Better?


    M.

    Mein 14" Floor macht jedenfalls immer Schwierigkeiten bei der Live-Abnahme...


    Du kannst das Problem über die Stand-Tom-Beine in den Griff bekommen.

    Einfach: Gummifüße von einem Bein oder von allen Beinen entfernen, damit der verchromte Stahl direkt auf dem Boden steht.

    Noch besser: Gerade Stand-Tom-Beine kaufen.

    Steigerung: Bei den geraden Stand-Tom-Beinen den Gummi abziehen.


    Hintergrund:

    Es gab doch diesen alten Cowboy-Trick, wenn es dröhnt, einfach ein Standtom-Bein umzudrehen - eventuell auch alle drei - damit es von Stand-Tom ohne jede Biegung (und auch ohne Gummifuß) gerade auf den Boden zeigt. Da ich dafür zu hoch sitze, habe ich mir halt drei gerade Beine gekauft; weiß aber nicht wo. Sie liefen irgendwie unter „vintage”. Das waren also praktisch verchromte, gerade Rund-Stahlstangen. Auf das Ende war ein recht harter, kugeliger Gummifuß aufgesteckt. Den kann man abnehmen oder drauf lassen, weil er sowieso nicht gut federt (und das ist dem Zweck förderlich).


    Einziger Nachteil: Stand-Toms stehen besser mit Beinen, die unten auseinander gehen. Aber sound-technisch wirken die geraden Beine Wunder.


    Mein anderer Tip wurde m.W. schon genannt: Oben Remo Emperor (doppellagig, klar) und unten Diplomat (dünn, klar); dann gut stimmen.

    Wenn es sein muss, noch ein Dämpfungsring drauf, dann ist aber wirklich Papp-Sound. So würde ich ohne Abnahme nie klingen wollen. Bei der Befellung / Dämpfung kann ich sogar die normalen Beine wieder anschrauben.


    M.

    Hat man einmal richtig Geld für einen (neuen) Satz Becken und vermutlich der Big Four ausgegeben, dann plagt das Gewissen, wenn man den nicht spielt.

    Da bin ich allerdings emotionslos. Wer zur Musik passt, darf in den Proberaum und zu den wenigen Gigs. Beispiel: Aus guten Grund hatte ich vor Jahren einen großen Satz Paiste 2oo2 neu gekauft, aber die sind jetzt ein bisschen zu laut / durchschneidend und bleiben zugunsten von Istanbul Mehmet (classic und Session) daheim. Verkaufen will ich die 2oo2 (und andere ungenutzte Perlen) allerdings nicht, weil man ja nie weiß, wie sich der eigene Geschmack und die Projekte ändern werden.

    Braucht man wirklich 4 verschiedene Ride´s und 3 Hihat´s.

    Nee. Räusper. Zum Spielen nicht, aber wo andere Lokomotiven und Münzen sammeln, sind es bei mir 10 Rides und 8 Hi-Hats geworden.


    M.

    Manches Flatride, also ohne Glocke, und auch nicht viel gehämmert, liegt beispielsweise auch bei einer UVP von über 900 euro.

    Obwohl da die Glocke als Arbeitsschritt optisch schon mal am auffälligsten weg fällt. Nur als Beispiel

    Die Glocke ist zwar nicht arbeitsintensiv, aber ja, 900 EUR kommt einem schon sehr viel vor. Andererseits ist der Anteil an Handarbeit höher als oft angenommen. Und gerade da (aber auch bei Material, Betriebskosten, Investitionen, Vermarktung/Vertrieb) schlägt die Inflation zu.

    Beispiel: Als die Firma Istanbul und ich noch jung waren, konnte ich mir deren 20" Dry Ride zu 715 DM nicht leisten. Wende ich auf den Preis eine geringe Inflation (2%) an und konvertiere in EUR, dann wäre der Preis jetzt 760 EUR. So gesehen sind Becken heute viel günstiger; auch die von anderen Herstellern.

    Es gibt heute im mittleren Preissegment viele verdammt gute, bezahlbare Becken, Trommeln und andere Instrumente. Für Liebhaberei und Sammler-Leidenschaft muss es ja auch Objekte geben - ob ein 900-EUR-Flatride oder das:

    Da steht übrigens:
    „Wird sehr wahrscheinlich Stockspuren und Fingerabdrücke vom damaligen Beckentester Armand Zildjian enthalten.”

    Na dann ist der Gebraucht-Look ja auch erklärt ... und damit ist die Scheibe für echte Sammler Kult-Objekt und Schnäppchen zugleich. Wenn datt man nicht die ungewaschenen Patschen vom Meisinger-Praktikanten waren.


    M.