Beiträge von Beeble

    Diese Hutgeschichten bei kommerziellen Veranstaltungen sind eine ziemliche Sauerei.
    Der Veranstalter wälzt das Risiko allein auf die Künstler ab.
    Im besten Fall macht man ihm die Hütte voll und er profitiert vom Umsatz.
    Kommt keiner, hat er weniger Umsatz aber auch keine Kosten für die Künstler.

    In beiden Fällen eine loose/win Situation.


    Ist der Club, die Kneipe selbst Veranstalter, kann er bei der Auswahl der Bands abschätzen, wie voll die Hütte wird.
    Entweder macht er freien Eintritt und finanziert die Gage über seinen Umsatz (oftmals sind dann die Getränke halt teurer)

    Oder er nimmt halt Eintritt, was die Regel ist.

    Das Risiko, wenn auch überschaubar, liegt dann einzig bei ihm. Dann steht es ihm frei noch mit seinem Hut rumzugehen.

    Oder er überlässt es der Band, den Eintritt selbst zu übernehmen. Das ist der Fall, wenn die Bands selbst Veranstalter sind.
    Oder ein sonstiger Veranstalter das Konzert organisiert.


    Bei recht unbekannen Bands, die selbst keine Leute ziehen, bieten einige die Möglichkeit, an einem Tag im Monat
    umsonst zu spielen.
    Da ist dann nur Essen und Trinken frei und der Hut geht rum. Das finde ich fair.


    Besonders in Östereich ist auch das nicht möglich. Da zahlen die Bands an die Kneipe einen Kostenbeitrag.
    Bekommen keine Gage, keine Umsatzbeteiligung, dürfen dann aber mit dem Hut rumgehen.
    Das ist so mit die widerlichste Geschäftspraxis.
    Pay to play gibts hier leider auch.

    Wir bekommen häufig solche Anfragen, ob wir nicht spielen wollen. Das sind dann Veranstaltungen mit eher unbekannten Bands
    und man versucht dann noch ein Zugpferd für kleines Geld zu bekommen.


    Diesen Aushang für die "Hutregeln" finde ich allerdings sehr daneben.

    Da steht der Hut ist Eintritt. Warum nimmt man dann keinen??
    Im Grunde liest sich das wie "wir haben keine Lust unsere Künstler zu bezahlen, wir haben auch keine Lust jemanden an die Kasse zu setzen und euren
    freiwilligen Eintritt engegenzunehmen. Wir wollen euch nur schlecht ins Gewissen reden, damit keiner auf die Idee kommt uns zu hinterfragen"


    In AJZs beträgt der Eintritt oft zwischen 4 und 12 Euro, je nach dem, was man geben kann/will. Dafür kostet das Bier auch nur einen Euro.

    Bei einigen Beiträgen gibt es sehr niederfrequenten Müll, der meinen Sub (auf meiner eingemessenen 2.1 Anlage) in den Wahnsinn treibt. Warum?

    Warum dein auf was immer eingemessener Sub sich in den Wahnsinn treibt, kann ich nicht sagen.
    Ich habe die Beiträge durchgehört und bis runter auf 36Hz höre ich keinen ..sehr niederfrequenten Müll.
    Weder auf den C8 noch auf KH. Und im Spectrogramm auch nicht
    der Bass tummelt sich klar und sauber ab ca. 84 Hz und deine BD ab 44Hz. darunter fällt es sehr schnell um 30dB ab bis 25Hz.
    Da höre ich weder unangenehme Resonanzen noch sonst etwas störendes.

    Und eine Lautheitsanpassung ist doch notwendig, um sich nicht zu sehr subjektiv beeinflussen zu lassen.
    Schon schlimm genug, das nicht alle unter den selben Bedingungen aufnehmen können, da ist eine Lautheitsanpassung doch das mindeste.
    Eine leichte Schadensbegrenzung in Form von klanglich/dynamischen Anpassungen ist auch förderlich für eine bessere Neutralität und gegen
    unterbewusste Präferierung.

    Soweit ich das hier verstehe, geht es um die spielerische Darbietung und nicht um subjektive recording- und Mixdefizite.
    Davon ab, finde ich die Angleichung des doch sehr unterschiedlichen Materials auch recht gut.

    Boa Leute bin grad fasziniert, wie ihr euch in grauer Vorzeit schon mit Aufnahmetechnik auseinandergesetzt habt.

    Damals™, also früher™, waren die Zeiten noch aufregend und die Haare weniger grau.
    Aufnehmen konnte man nur in teuren Studios. Die mit dem teuren Outgear (was man damals noch nicht so nannte, weil es den Begriff "in the box" noch nicht gab)
    Wer es sich leisten konnte, konnte zumindest für den Gegenwert von 3 Monatsgehältern mit einem Tapedeck im PingPongverfahren recht schreckliche Demobänder erstellen. Tascam ab 1979 und später gabs das Fostex. Damit war man der King of Proberaumbunker.
    Wer es sich leisten konnte und dafür vielleicht auf ein Auto verzichtet, hatte noch Kompressoren, EQ und Hall/Delay am Start.
    Homestudios gabs in der Form nicht. Das war wenigen wirklich reichen Musikern vorbehalten. Aber die gingen dann halt zum Profi.


    In diesem Fall war früher halt mal nicht alles besser ;)

    es war Anfang der 80er jedenfalls nicht möglich "echte" samples zu triggern, geschweige denn zu den Drums zu layern.
    Wie gesagt Sampler und Synthies gabs ja schon, aber dann hätte man die in Echtzeit dazu spielen müssen.
    Das ging erst nach der Tonbandära und da auch nicht direkt ab Anfang der 90er.
    Ich bin erstmals zu Cubase SX Zeiten in der Lage gewesen nachträglich zu triggern, allerdings nicht über Hitpoints, sondern nur rein über Midi sehr fummelig mit Triggersoftware der man sehr aufwändig beibringen musste, Transienten zu finden.

    Denn auch wenn es stimmt und die Toms auf dem Album getriggert wurden

    Da ist ganz sicher nicht getriggert worden.
    Das war erst mindestens 15-20 Jahre später möglich.
    Es gab zwar 1980 schon 8 und 12 Bit Sampler zum Preis eines Einfamilienhauses, aber technisch möglich wurde das erst 1994 mit den ersten
    Audioworkstations die dann auch Audio in 16Bit verarbeiten konnten.

    Ebenfalls zum Preis eines Mehrfamilienhauses :)

    Ja, gut Gerald. Das war ja immer das Problem von Tape. Abrieb und Übersprechen und natürlich die Dynamik und ihrem Verlust.
    Für Hobbybands und billige Produktionen wurden fast ausschließlich gebrauchte Bänder genutzt.
    Das galt auch für das 2Track Senkelband.
    Ich hatte leider nie das Vergnügen in einem der teuren und besser ausgestatteten Studios zu recorden.
    Damals war 16 Spur standard und 24 schon Luxus. 2 gekoppelte Maschinen nur was für die ganz großen teuren Produktionen.


    Ich weiß noch, das oft bei größeren und teuren Produktionen die Drums und der Bass extra recordet wurden.
    Doch nicht jedes Studio hatte 2 Maschinen.
    Man war jedoch immer bemüht, das Band so wenig wie nötig zu strapazieren.

    Sehr schön deine beiden Videos.
    Zeigen sie doch den jüngeren, wie abenteuerlich vor 40 Jahren noch die Musikproduktion
    gefahren wurde und mit welchen Tricks man aus den technisch beschränkten Mitteln das maximale rausgeholt hat.

    BTW. ALLE meine Musikkassetten sind mittlerweile Schrott und kaum mehr hörbar.
    Ein altes Senkelband konnte ich dank heutiger Technik aber retten und "restaurieren", remastern wie man heute sagt.


    Ich würde gerne mal eine komplette Produktion auf Band machen.
    Da würden manche heutige Bands sicher ganz schön an ihre Grenzen kommen. :)
    (und ich auch)

    Also entweder ist er Produzent und mischt selbst, oder lässt mischen, oder er ist nur derjenige, der eure eigene Produktion mischt.

    Im ersteren Fall ist er jemand, der weiß was er tut, der sich in eurem Genre auskennt, der besser weiß was eurer Musik, dem Arangement, den Sounds
    gut tut als ihr selbst. Die Zusammenarbeit soll harmonieren und der Produzent hat den größten Einfluss.


    Im zweiten Fall ist er der Techniker, der eure Musik recordet und mischt, ohne sich groß in euren Song einzumischen.
    Dabei geht es nur darum, aus einer Multitrackaufnahme einen gefälligen Stereomix nach eurern Wünschen zu erstellen.
    Zum besseren Verständniss arbeitet man da oftmals mit Refernzsongs.
    Natürlich kann der Mischer sagen das er keine Lust hat, weil entweder die Performance zu schlecht ist, und/oder eure selbst erstellten Aufnahmen
    für ihn zu schlecht sind.
    Umgekehrt geht natürlich auch. Also das ihr ablehnt, weil ihr der Meinung seid, der Mann an der Konsole ist nicht der richtige.


    In der Regel kennt man aber das Studio und die Techniker und wählt sie passend zu seinem Geschmack.
    Ein Studio, welches für seine klassischen Orchesterproduktionen bekannt ist, ist für eine Metalproduktion vielleicht eher ungeeignet.

    Die mittige Snare geht auf Kosten der Ausgewogenheit der restlichen Elemente, vor allem auch der Becken ohne Stützmikros.

    Genau so ist es.

    Ich habe früher die OHs mit selben Abstand zur Snare aufgestellt. Davon bin ich völlig ab.
    Ich stelle die OHs so, das sie das Set, mit Schwerpunkt auf die Becken gut einfangen.

    Ich möchte im Mix auch wenig Snarebleed in den OHs haben. Das ist aber dem Genre geschuldet.
    Bei mehr Dynamik und Natürlichkeit stelle ich die Ohs so, das sie das ganze Set so gut wie es mir möglich ist, einzufangen.
    Das passiert dann aber in einer Höhe von 2-3 Metern in einem dafür akustisch geeignetem Raum

    Dann dienen die close mics wirklich nur als Stütze.
    Aber auch da werden die Snare und die OHs nicht alligned. Eben weil dadurch alles andere "verbiegt" und ich da wirklich keinen Mehrwert höre.


    Das einzige was ich mache, wenn ich die Snare auch unten abnehme (was meinstens nicht passiert), ist eine Phasendrehung oder sogar das Audio zu verschieben.
    Es ist auch so, das eine Phasendrehung nicht immer besser klingt, meistens aber schon.

    Bei mir sitzt mindestens die BD in der Mitte, die Snare darf gegebenenfalls auch of center sitzen.

    Meistens werden zumindest in meinen Bands noch Samples zugemischt, was die Snare in den OHs eh obsulet macht.

    Außerdem bietet mein Mikrofonfuhrpark nicht die nötige Auswahl, die für bessere Ergebnisse nötig wäre.
    Auch bei den Preamps/Wandlern bin ich leider meist festgelegt.

    solange man sich nicht die Finger nach Benutzung desinfizieren muss und das Teil klingt, ist alles gut.

    Farbe, Kratzer, Macken am Set sind mir allerdings Wumpe, solange die Hardware funktioniert, nix wackelt oder klappert.
    Auch wenn ich mich selbst nicht immer dran halte, sollte Chromhardware glänzen und Hochglanzbecken auch hochglänzen.

    Ich mag keine Fingerpatschen auf Becken und keine Fuseln zwischen Rim und Fell.


    Sauberkeit gilt hier auch für Kabel, Bodenbeläge, Mikros. Eben alles was man anfasst.

    Bubinga ist für den Instrumentenbau von CITES II ausgenommen

    Das ist meines Wissens nach nicht richtig. Grundsätzlich ist Tropenholz illegal.

    Ausnahme sind nachweisbare Furniere und Hölzer, die vor 2017 erworben wurden.
    Instrumente die vor 2017 gebaut wurden dürfen gehandelt und verkauft werden (innerhalb der EU)
    Instrumente die ab 2017 gebaut werden, sind illegal.

    -vielleicht kannst du die ensprechende Quelle hier mal verlinken


    Da die "Zertifikate" sämtlich aus korrupten Ländern kommen, zählt das eh wenig.
    Gebaut wird ja immer noch mit Tropenhölzern.


    Auch werden keine Bäume angepflanzt. CITES regelt einzig den Handel.


    Zur ersten Frage ist z.B. die Wellenform aufschlussreich. Zur zweiten das Spektrum,

    Ja, zumindest in ungünstigen Messumgebungen könnte man sicher leicht die Sustainlänge ermitteln.
    Aber ob man anhand eines Sonogramms am Spektrum eines Klangs Rückschlüsse auf Holzsorten schliessen kann und besonders wie sie klingen,

    halte ich doch für sehr optimistisch.

    Es mag Leute geben, die anhand eines Sonogramms Songs erkennen können.

    Aber dort Holzsorten und Klang in einem wenige Sekunden dauerndem Signal zu identifizieren halte ich für nicht möglich.

    Bei der Gitarre ist das Thema Tonholz ja schon wissenschaftlich entmystifiziert.

    Ist zwar nicht direkt auf Trommeln anwendbar, aber einige Gemeinsamkeiten bestehen schon.


    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Unabhängig der Sinnfrage eines solchen Unterfangens, sollte man sich vor allem, wenn man es wissenschaftlich angeht,

    Gedanken machen, wie so eine Messung , wenn sie valide sein soll durchzuführen ist.


    Zum einen sind da zu kalibrierende Messgerätschaften, wie Mikrofon, Mechanik, auch der schalltote Raum gehört dazu.

    Dann muss man die Messunsicherheit, die Fehlergrenzen und die Standardabweichung kennen.

    Das dürften alles schon Punkte sein, an dem alle ausserhalb eines Messlabors scheitern.

    Was erhält man dann am Ende? Im besten Fall doch nur ein Sonogramm mit hoffentlich kleiner Fehlertoleranz.


    "Klang" kann man schlecht aus einem Sonogramm ablesen, vor allem nicht was "besser" klingt.

    Das könnte man dann nur akustisch bewerten, wobei die Abhörbedingungen klar definiert sein müssten und

    jeder über das selbe Abhörsystem hören müsste. Was ja auch nicht möglich ist.
    Das wäre dann aber wieder subjektiv und ganz und gar unwissenschaftlich.


    Im Grunde sind sich ja hier fast alle einig, das Holz den kleinsten Einfluss auf den Klang hat.

    Ist wie bei E-Gitarren, obwohl da wohl ebensoviel Woodoo herscht wie bei den Trommeln.