Ich fange mal an, meine Becken-Geschichte auszubreiten, die aber beim ersten Anlauf bestimmt nicht vollständig sein wird.
Vor 20 Jahren, als ich mein erstes Set (Pearl ELX in blue mist) zulegte, mussten es natürlich Paiste 302 Messingscheiben sein. Es dauerte nicht lange, da mussten es doch "echte" Bronzescheiben sein. Damals war gerade Anatoljan angesagt und ich testete bei einem Händler. Ich entschied mich für die Baris-Serie. Das Ride war die Power-Version und ließ sich definitiv nicht crashen. Als HiHat musste es die Bertram Engel Signature sein, weil in meinen Ohren (damals) HiHats hell und spitz klingen mussten.
Nach und nach kamen noch Wuhan-Chinas in 14" und 18" dazu sowie ein 8" Ufip-Splash, was ich nicht unbedingt gesucht habe, aber im Laden (PPC Hannover) derart schwach gemacht, dass ich es unbedingt mitnehmen musste - gegen reguläre Bezhalung natürlich.
Dann kam kein unerwarteter "Bruch" in meinem Lebenslauf, so dass ich tatsächlich (nach ca. 7 Jahren) den ganzen Krempel wieder verkauft habe.
Erloschen ist das Trommelfeuer natürlich nicht, so dass ich 2015 wieder von vorne anfing. Im Laden (wieder PPC Hannover) habe ich mich nach ausführlicher Spielprobe über eine Istanbul Mehmet Legend Dark HiHat 14", ein K-Ride 20" und AAX Studio-Crashes in 16" und 18" gefreut. Da man ja immer ein Splash in der Kollektion haben sollte, wurde dieses Set um ein HHX-Splash 7" und ein AAX-Aero-Splash 10" ergänzt.
Auf einem lokalen Scheunen-Flohmarkt entdeckte ich 2016 dann zufällig ein altes Sonor Set von 1965. Dafür brauchte ich natürlich noch Becken. Ich bestellte beim Thomann blind ein Istanbul Mehmet Samatya-Set und finde es heute noch klasse!
Wo wir beim großen T sind: 2018 entdeckte ich beim belanglosen Stöbern ein Tama Club Jam in Aqua-Blue (oder so ähnlich), was ich nur aufgrund der Optik umgebhend bestellte. Was braucht man dazu? Becken. Es sollte ein Minimal-Set nur mit (ancrashbarem) Ride und HiHat werden. In der Gebraucht-Börse hier im Drummerforum entdeckte ich ein Sabian Artisan Vault Light Ride 20". Ein ganz neuer Sound mit viel mehr Wash als ich es jemals hatte. Eine passende HiHat (Sabian Legacy 14") fand den Weg aus dem Thomann Schnäppchenmarkt zu mir.
Kürzlich war ich im Becken-Kaufrausch und legte mir - haben ist besser als brauchen - ein Zultan Rock Beat Ride 20" medium und Millenium B20 Crashes in 14" und 18" zu.
Defnintiv stehe ich auf eher "dark"-HiHats. Die Bertram Engel habe ich tatsächlich noch nie vermisst. Das Ufip-Splash schon! So ein geiles Teil habe ich bis jetzt noch nicht wieder gehört.
Crashes mag ich auch eher "dunkel", wobei die AAX gegen die Samatya eher "schlank" daher kommen. Die Millenium-Dinger sollen einen leicht trashigen Bereich abdecken.
Das Vault macht mit mittigem Wash Spaß, wogegen das K zwar zurückhaltender, aber mit deutlicherem Ping und klarerer Glocke punkten kann. Das Samatya klingt dagegen wie ein Amboss, aber trotzem gut. Richtig Alarm kann man mit dem Zultan machen, wobei ich von den vier Testexemplaren das mit Abstand "dunkelste" behalten habe.
Ach ja: Für alle Fälle habe ich noch einen Paiste 201-Satz (ergänzt um ein Meinl MCS 18") auf Lager, aber nicht in Gebrauch.
Neuerdings darf ich bei einem lokalen Songwriter (http://www.gayamusic.de) das Schlagzeug bedienen. Auf seinen (alten) Studioaufnahmen (eingespielt von gekauften Profis) klingen die Becken eher "hell", so dass ich für den Übungsraum dort einen Paiste PST7-Satz gewählt habe. Das ganze ist aber noch so frisch, dass ich bisher einmal darauf gespielt habe. Mir war und ist klar, dass diese Becken eine ganz andere Kategorie als meine "dunklen" sind. Aber das soll ja auch so sein. 