Beiträge von streichelzeuger

    Nee, das steht für Open Sound Meter ^^ Open Sound Meter


    Das ist eine zweikanalige FFT-Analyse, d.h. man vergleicht damit immer zwei Signale miteinander. Hauptanwendung ist das Einmessen von Beschallungsanlagen. Man spielt eine beliebige Musik über die PA ab, und füttert die Software in Realtime mit zwei Signalen. Einmal das Originalsignal, wie es in die PA hineingeht (also am Eingang des Systemprozessors, Frequenzweiche o.ä.) und zum anderen das aufgenommene Signal eines Messmikrofons im Raum. Man braucht also kein dediziertes Testsignal wie Rosa Rauschen, um den Frequenzgang eines Systems zu ermitteln.


    Hier im konkreten Fall würde man unmodifizierten Preamp gegen modifizierten Preamp testen. Oder halt zwei Tests nacheinander durchführen: Originalsignal gegen Original-PreAmp, Originalsignal gegen modded-PreAmp.

    Ich würde, um eine ernsthafte Wiederholbarkeit/Vergleichbarkeit herzustellen, und Einflüsse spielerischer Performance auszuschließen, ganz ohne Mikrophone testen, sondern den Preamp mit vorgefertigten Signalen durch eine DI-Box hindurch füttern. Nur eine eite des Preamps modifiziert, die andere im Original


    Dann das ganze mit Software wie SMAART (teuer) oder OSM (free) auf die Unterschiede in Impulsantwort, Frequenzgang, Phasenlage etc analysieren.

    Auch meine Antwort ist leider keine richtige -

    um hier eine vernünftige Aussage über die Qualität der XDrum-Felle machen zu können, müsste man erst mal wissen, was man mit einem bestimmten XDrum-Fell nun konkret vor sich hat, um anständig mit den Markenprodukten vergleichen zu können. Leider finde ich keine Thickness-Angaben zu XDrum im Netz, und damit wird der Hersteller für mich schon uninteressant.

    Dicke und Anzahl der Schichten machen den Ton eines Felles nun mal maßgeblich aus - soll ich die Foliendicke für ein paar EUR Ersparnis zum Markenprodukt nun erraten, oder einfach - I feel lucky - einfach mal ein Los der Fell-Lotterie ziehen?


    Ich merk schon, ich bin nicht die Zielgruppe für dieses Zeugs :)

    Ausgegliedert aus dem Galerie-Thread von Oliver Stein - Gruß Uli (mc.mod)




    Sehr schöne Aufnahmen, das Schlagzeug und seine Einzelquellen sind richtig schön breit aufgezogen. So einen Raum müsste man haben, naja, und die KM184 :)

    Zur Fachsimpelei zwischen ORTF und EBS will ich dann aber auch noch was schlaumeiern:

    EBS ist ja nach dem guten Eberhard Sengpiel benannt, der damit offenbar eine "einfaches" Setup für Anfänger erfinden wollte, bei dem der Aufnahmewinkel von tatsächlich mit dem optisch sichtbaren Winkel zwischen den Mikrofonachsen übereinstimmt. Der Aufnahmewinkel ist bei ORTF und EBS ja fast gleich, im Unterschied ist der Anteil der Laufzeitstereophonie bei EBS etwas höher als bei ORTF.


    Auf der alten Website von Sengpiel gibt es hierzu einen Stereo-Rechner, der einem bei gegebenen Öffnungswinkel und Mikrophonbasis (Abstand zw. den Mikros) den resultierenden Aufnahmewinkel berechnet.


    Visualisierung aller Stereo-Mikrofonsysteme mit zwei Mikrofonen in Äquivalenzanordnung - Visualisation des Stereosystems - Aufnahmebereich Audio zwei Mikrofone Aufnahmewinkel Laufzeitdifferenz Pegeldifferenz Mikrofon Visualisator Visualization Orchesterwinkel Winkel Klangkörper XY MS - sengpielaudio Sengpiel Berlin


    Da man sich damit für die jeweilige Drumkit-Breite und Overhead-Höhe dann einfach sein eigenes System mit gewünschtem Aufnahmewinkel als Startpunkt ausrechnet, und von dort ausgehend finetunen kann, braucht man die Standardsysteme (wie ORTF, NOS, XY; AB, DIN, RAI etc) dann eigentlich kaum noch.


    An dem Idealziel, also daß einem

    - weder alle Klangquellen des Kits an die äußeren Ränder der Stereobasis wandern

    - noch daß das Drumkit schmal und mittig im Stereofeld sitzt,

    ist man durch das Ausrechnen schon im ersten Wurf näher dran als nach stundenlangem Experimentieren mit willkürlichen oder auch altbewährten Stereo-Setups.

    Ich denke, mit den von dir anvisierten Kits, zu ungefähr den Preisen, wie hier angegeben, gehst du schon in die richtige Richtung. Von dieser Einsteiger- bis unterer Mittelklasse tummelt sich einiges im Markt, und man kriegt da mit frischen Fellen immer einen anständigen Sound raus, bei dem man auch gerne spielen mag. Vielleicht solltest du dich auf "coole" Marken konzentrieren, auch wenn das deinem Sohn derzeit noch nicht wichtig ist. So doof es ist, könnte auf die gefühlte Zufriedenheit mit dem Kit ja doch langfristig positive Auswirkungen haben.


    Objektiv wichtig ist nur, daß nichts kaputt ist, also keine Risse in den Kesseln, oder daß die einzelnen geleimten Holzlagen des Kessels auseinandergehen, der Kessel oder der Spannreifen verbogen und nicht mehr rund sind oder sowas. Die Schrauben müssen halt gängig sein, und weder eingerostet noch "abgedreht"

    Bei den typischen Kits, die nur im trockenen Heim rumstanden und selten bis nie auf-(abgebaut und transportiert wurden, ist normalerweise nichts zu befürchten. Die abgerockten Dinger dagegen, bei denen der Flugrost schon die undrehbaren Stimm-Schrauben verrät, und der muffige Geruch von Feuchtigkeits- und Schimmelschäden zeugt, die erkennt man sofort. Die sollte man vorbeiziehen lassen, wenn man sich nicht gerade als Restaurateur beruflich neu erfinden will...


    Ihr solltet nach dem Kauf noch Budget auf der Seite haben, um evtl. einen bequemen und nicht quietschenden Hocker zu kaufen, sowie auf jeden Fall neue Felle, die machen einfach den größten Teil des Sounds aus. Bei Kits, die im gebrauchten Zustand noch mit so Billig noname-Fellen (Remo UX gehört leider auch in diese Kategorie) verkauft werden, weiss der Kenner auf Anhieb, warum (so oft der originaltext in Kleinanzeigen) "..selten gespielt, weil das Interesse unseres Sohnes leider nicht dauerhaft war.."


    Vielleicht kann euch euer Drumlehrer zu Fellen beraten - ich würde sagen fürs heimische Spiel dürfen gerne doppellagige Rock-Felle her, und für die Kickdrum gerne ein vorgedämpftes Fell. Gar nicht mal, weil der Sohnemann zuhause so einen Krawall machen soll, sondern wegen der Haltbarkeit (wenn z.B. der ahnungslose Nachbarjunge brutal reinlangt, bevor man eingreifen kann), und weil ohne umgebenden Bandkontext die etwas obertonärmeren, "trockener" klingende Felle angenehmer klingen, und mehr der typischen Erwartungshaltung entsprechen. Schöner "Knack" beim draufhauen, tiefer Grundton-lastiger Ausklang, und möglichst wenig "boinggg" (letzteres will nämlich der typische Anfänger gar nicht hören, kommt aus dem Standard-Billigfell leider aber genau so raus)


    Ja, und dann Becken. Ich würde die Becken, die bei so einem Kit dabeisind, halt erst einmal mitnehmen, oft aber klingen die bei Billigteller grauslig und dann schreit es nach Ersatz. Wenn man tiefer in das Hobby einsteigt, gibt man für die Becken oft das meiste Geld aus (im Vergleich zu den anderen Komponenten eines Schlagzeugs), und hier sind die Unterschiede zwischen den Becken, sowohl preislich als auch finanziell, schon krass.

    Während man aus billigen (aber intakten) Kesseln mit guten Fellen für vertretbares Geld immer einen anständigen Sound zaubern kann, kosten gute Becken leider fast immer gutes Geld (Schnäppchen möglich, aber erfordert Zeit und Geduld, und ein bisschen Fachwissen). Obendrein kaufen viele Anfänger, die falschen Becken. Oftmals viel zu dicke und laute, die man auch ordentlich hauen muss, damit der gewünschte Klang rauskommt - Becken, die auf einer 50m breiten Bühne gut kommen, aber eben nicht im heimischen Übungsraum, und auch nicht beim ersten Konzert in der Schulaula. Tatsächlich kann ich hier nur zu dünneren und leichteren Serien raten - außer natürlich der Sohn will regelmäßig von weit hinterm Ohr ausholend die Stadien füllen ;)


    Wenn die Wohnsituation ein normal lautes Schlagzeug übrigens nicht zulässt, dann kann man auch noch über Low-Volume-Becken und Mesh-Felle nachdenken. Da fehlt einem natürlich die Urgewalt, die für viele ja die eigentliche Anziehungskraft zum Schlagzeugspiel ist. Ob das was für euch ist, kommt also drauf an, wie die Motivation deines Sohnes gestrickt ist.

    Ich muss zugeben, daß ich mit Onboard-Soundkarten noch nie versucht habe, Recordingsachen anzustellen, die irgendwie Latenzrelevant wären.

    Weil man mir immer eingetrichtert hat, daß mit Onboard-Sound - trotz Asio4All - das eben nie so richtig Latenzarm wird.


    Man muss ja korrekterweise sagen, daß jede Soundkarte ihre eigene Latenz hat, und daß der ASIO-Buffer dazu ja noch obendrauf kommt. Zusammengenommen wird dies wird dann zur, ich nenne sie mal "Systemlatenz". Über die ASIO-Buffer reden immer alle, über die "Hardwarelatenz" wird dagegen gerne geschwiegen, oder sie wird per marketingsprech als "Near-zero-latency" oder so was umnebelt.


    Ein UI24r (ich habe auch einen, super Kiste übrigens) hat z.B. hat für sich genommen, durch all die Busse, Effekte, Matrix etc durch von vorneherein 3.2ms Latenz vom analogen Input zum analogen Output. Da der Signalabgriff zur USB-DAW ja im UI24 sehr "früh" im Signalweg stattfindet ist, also vor dem ganzen processing und den internen Routingmöglichkeiten, würde ich vermuten, daß im Einsatz als USB-Interface knapp unter 1ms Latenz von der Hardware hinzukommt - beim Aufnehmen. Und dass der Rest der Latenz, also übern Daumen so 2ms, halt dann bei der Wiedergabe über das UI24, wenn du einen DAW-OUT in einen Kanalzug des UI24 patchst.

    Bei der internen Soundkarte sinds vermutlich eher dutzende von Millisekunden, wenn nicht gar schon im zentelsekundenbereich. Leider egal, welche Marke auf dem Laptop-Gehäuse steht. Ich schreibe diesen Post hier auf einem Surface Pro (Tablet). Mit der internen Soundkarte komme ich da ebenfalls auf keinen grünen Zweig.


    Wenns dich aber tröstet - wenn du jemanden mit einem aktuellen Mercedes kennst, der die größte Burmester Werks-Stereoanage drin hat, mit all dem DSP-Audio Gedöns - schick den mal ins Autokino. Angesichts von einer Audiolatenz von über einer Sekunde, eher so zwei sekunden, kommt derjenige geläutert von allem Benz-Fandom und zudem als Fan von Stummfilmen wieder zurück. Bild und Ton liegen da so weit auseinander, das geht gar nicht mehr. Latenz interessiert bei Consumer-Zeugs, auch echt teurem, halt offenbar keinen, leider.

    Hallo und willkommen im Forum.


    L80-Becken habe ich vor ein paar Monaten ebenfalls für mich fürs zuhause Üben entdeckt. Hätte ich dieses löchrige Zeug vorher schon gekannt, hätte ich vielleicht nie ein E-Dum-Kit gekauft.

    Naja, jetzt wo beides da ist, übe ich daheim tatsächlich abwechselnd auf einem leisen akustischen, und auf dem gummielektrischen Gerät.

    Alpine Musicsafe hatte ich früher auch schon mal, die sind schonmal sehr gut. Ich bin allerdings seit Jahren mit Elacin ER-15 unterwegs, das sind angepasste Stöpsel vom Hörgeräteakustiker mit recht linearen 15dB Filter-Einsätzen. Klanglich etwas klarer, insbesondere vom Tragekomfort aber der Hammer. Ich habe schon mal nach Bandproben vergessen, die rauszunehmen, und bin dann so nach Hause gefahren...


    Solche Memory-Schaumstöpsel, wie diese Bilsom, Ohropax, oder wie sie alle heißen, klingen meiner Ansicht nach zu dumpf, um damit Musik zu machen. Ich würde über den Daumen gepeilt schätzen, daß die so 25dB im Mittel/Hochtonbereich wegmachen, und da kommt man an die physikalischen Grenzen, weil der menschliche Schädel auch nur auf dem gleichen Niveau dämpft, d.h. dann kommt halt immer noch der vornehmlich mumpfige Tieftonanteil durch, der einfach die Schädelknochen durchschreitet. Wobei - ohne es böse zu meinen - je nach Musikrichtung, Beckenserie und Schallpegel brauchts vielleicht genau diese Dämpfung ;)


    Was von cymbal65 ja angemerkt wurde - In Ear Monitoring ist auch eine gute Lösung. Zunächst mal machen auch die einfachen IE-Stopsel wie Shure 215 oder Sennheiser IE40 PRO mit den richtigen Memory-Schaumstoff-Tips und ordentlich eingeführt und getragen schonmal ziemlich gut "zu", ich würde sagen, nicht ganz auf dem Level von Ohropaxen, aber auf jeden Fall mehr als die 15dB eines ER-15 Gehörschutzes oder Alpines Music Safes.


    Und dann kann man sich ja vorsichtig auf dem IEMS ein Signal vom Mischpult zufügen (insofern eins da ist natürlich), and ab dem Punkt wird es zwar technisch aufwändig (ist ja nun nicht in jedem Probenraum der Welt gleich jede Quelle mit Mikrofonen und DIs abgenommen), aber sehr luxuriös. Wenn man das einmal gewöhnt ist, will man es nicht mehr missen..

    Das erinnert mich an ein Rob Brown Video, wo es darum ging, wie man zum Einzählen das richtige Tempo findet.

    Der gute Mann sagte "learn the fucking lyrics!". Die Erklärung - wenn man den Text nachsingen kann, kriegt man automatisch das Gefühl fürs richtige Tempo, fürs richtige Feeling. Sein Tip war, sich vor dem Einzählen eines Songs kurz im stillen eine Phrase aus dem Song selbst vorzusingen.

    Bei mir funktioniert das super, ich habe immer in meinen Setlists eine "Texthilfe" stehen, zum verläßlichen Tempo-finden und einzählen.

    Was (leider) recht aufwändig ist, mich in Bezug auf meine Hauptband aber gut durch die probenlose Coronazeit brachte, ist eine Multitrack-Aufnahme der Bandprobe.

    In den letzten Proben vor der Zwangspause hatte ich zufällig mein Digitalmischpult in den Probenraum gestellt, primär eigentlich um mich an mein damals neues IEM-Zeugs zu gewöhnen. Ich habe alle Instrumente meiner Band abgenommen, und natürlich auch mein Kit, recht einfach mit 2xOverheads, Kick und Snare, und dann zwei verschiedene Mixe für die Proberaum-PAund mein IEM erstellt.


    Da mein Pult (Soundcraft UI24r) direkt auf USB-Stick Multitrackaufnahmen machen kann, waren die Aufnahmen ein unkompliziertes Nebenprodukt dieser Aktion. Ich habe die Multitrack .wav-Files später, daheim, auf meinem PC gemischt, ganz normal in Reaper, der DAW-Software meiner Wahl, und dann meiner Band in die WhatsApp-Gruppe bzw. ins Band-Share - wir nutzen OneDrive - gestellt.

    Jeder Musiker, der wollte, konnte dann einen "Mix-Minus" von mir erhalten, also einen Alternativ-Mix, wo das jeweilige Instrument des Musikers stummgeschaltet ist. Der Sänger erhielt also eine Version ohne Gesang, ich als Drummer eine Version ohne Drums etc. Wegen Übersprechen hört man das jeweilig "stumme" Instrument trotzdem noch ein ganz klein wenig durch, aber zum Üben als "Playalong" ist das Instrument praktisch "weg", stört also nicht.


    Ich bin gerade frisch in einer Jazz/Weltmusik-Band neu eingestiegen, den Damen und Herren dort droht in den nächsten Wochen ein ähnliches Schicksal wie meiner anderen Band ;) Mir geht das bei Starts und Endings ähnlich, und ich brauche da eine Gedächtnissstütze...

    Mir fält im Proberaum meiner Band immer auf, wie ich eigentlich mit dem linken Fuß so mitwippe - dort steht mein Kit auf einem selbstgebauten Podest aus Presspan, und das wippt schon erkennbar mit :/ weiss nicht so recht wie sehr ich dem Teil traue.. ist glücklicherweise nur 10cm hoch.

    So ähnlich ist das bei mir auch. Meine Crashes (K custom Dark) sind auch recht dünn und leicht, was man beim Spielen auch spürt - sie bewegen sich (schwingen) mehr als schwerere, und man spürt, wie sie - in sich - leicht gegen den Stick nachgeben, dieses "butterige" Gefühl. Diese leichte (elastische natürlich) Verformung ist es ja auch , mit der einem das Becken ab einem bestimmten Punkt haptisch zurückmeldet und sagt "jetzt reicht es aber".

    L80 Becken fühlen sich auch so ähnlich an.

    Im Vergleich mit "solideren" Becken also schon ein etwas "delikates" Feel.

    Ich spiele in unserem Probenraum auch auf einem MDF-Podest, welches der Bandleader netterweise erbaut hat. Hintergrund - der Proberaum ist bei ihm zuhause im Keller, und die Entkoppelung dient der Rücksicht auf seine Familie.


    Da ist ein Unterbau drunter, aber dieser ist grenzwertig "grobmaschig" vom Unterbau her. Wenn ich nicht genau oben auf einem der Unterbau-Balken drauf sitze (die jeweils ein einen Meter auseinander liegen - drei Balken bei 2m Breite), dan schwingt mein ganzer Körper schon mit dem wippen des Hihat-Fußes mit...

    Was soll ich erst sagen - Ich habe mich letzte Woche bei meiner ersten Bandprobe nach eineinhalb Jahren am EIGENEN Schlagzeug fremd gefühlt =O

    Am heimischem E-Kit ist aus Platzmangel alles zwar von der Anordnung her gleich, aber deutlich kompakter aufgebaut, als am akustischen.


    Als linkhändiger Open Hand Spieler muss ich an fremden Kits immer etwas leiden, aber mit eigenem HiHat+Stand+Snare+Hocker+FuMa gehts dann schon.


    Schlimmer ist manchmal der Sound, irgendwie bin ich früher in Proberäumen gefühlt IMMER so schrecklichen Tempotaschentuch- und Gafferorgien über den Weg gelaufen, plus in der Bassdrum nicht nur ein Kissen, sondern gefühlt gleich die ganze Matratze....

    Das Cabria aus Bremen spricht mich persönlich an. Kann nix dafür, bin halt selber ein Premier-Spieler https://www.drummerforum.de/at…9507-das-kleine-rote-jpg/

    Wenn dir das nicht zuviel getue ist, könntest du die mitgelieferte MCS-Becken ggfs. dann weiterverkaufen, und damit deinen Endpreis übers runterhandeln hinaus noch weiter reduzieren. Oder behalten, für das Angstszenario "ich stelle mein Kit für ein Konzert mit mehreren Bands und der andere Drummer hat seine Becken daheim vergessen"


    Beim Hamburger Premier Elite scheint keine Snare dabei zu sein, die käme preislich noch obenauf.

    Hallo Heiko,


    bei der Budgetplanung würde ich grundsätzlich schon einmal den Preis für neue Felle geistig "zur Seite" legen, weil diese Investition bei den allermeisten Neu- und Gebrauchtkäufen noch zusätzlich anfällt. Ebenso - die Vokabel "Wiedereinstieg" suggeriert mir ein gewisses Lebensalter - würde ich auch den Kauf eines guten Hockers anraten, den du am besten selber vorher beim Fachhändler probesitzt.


    Vom Rest - ich würde mal sagen, dann hast du noch so 1600 EUR Budget übrig - würde ich zweidrittel zu eindrittel in die Becken investieren. D.h. ca. 1000 EUR für schönes Blech, den Rest, also so 600EUR in ein gutes gebrauchtes Drumset mit Hardware. (Das ist halt so mein Geschmack - Top Becken mit Mittelkasse Drums)


    "Schönes Blech" definiere ich als alles jenseits der Einsteiger- und Intermediate-Serien. Konkret in den Seriennamen der großen Hersteller gesprochen (kein Anspruch auf Vollständigkeit, lasse mich gerne verbessern und ergänzen) Zildjian A, A custom, K, K custom. Paiste 2002 oder 602, Sabian AA, AAX, HH, HHX, Meinl Byzance und aufwärts. In diesen Serien kosten neue Komplettsets so um die 1000 EUR rum.

    Ich habe mal ein tip top (fast un-) gebrauchtes Set 2002er für 600 EUR erstanden. Weil doch eher die Beginner- und Intermediate- Sachen auf ebay Kleinanzeigen kursieren, findet man solche Sets nicht oft, aber immer mal wieder. Mein Eindruck ist, daß bei Einzelbecken mehr Rides und HiHats angeboten werden, vielleicht hauen die Leute die Crashes einfach öfter kaputt?

    Ein großer Teil meiner musikalischen Entwicklung ist davon beeinflusst worden, dass irgendwer mich bat, was bestimmtes zu spielen, worauf ich selbst vielleicht nie gekommen wäre.

    So ist es mir vor ca. drei Jahren ergangen, als ich (eigentlich seit Jahren gar nicht spielend) in einer Swing-Band aushelfen sollte. Auweia, das hat ein paar Wochen ganz schön geknarzt, als ich mir das draufschaffen musste...