Swing muss man fühlen. Dafür muss man die Musik –
Jazz - hören. Wenn einem der Kram nicht gefällt, wird
man das kaum hinkriegen. Ein paar Freunde von mir
sind ausgewiesene Rocker. Jazz geht denen am Allerwertesten
vorbei. Swing fühlen? Fehlanzeige.
Swing spielen ist der nächste Schritt. Das hat ersma gar
nichts mit einem bestimmten Instrument zu tun. Eine gute
Jazzcombo reitet auf derselben Welle – und dann swingt's!
Man muss als Drummer auch nicht das Jazzridepattern spielen.
Steve Gadd spielt bei seinem Jazzkram manchmal nur Viertel
auf dem Ride, und zwar so richtig schön holzig. Und es
swingt wie die Hölle! Natürlich auch, weil der Rest, den er oder
die anderen Musiker spielen, auf das Swing-Raster fällt.
Es gibt nicht DAS Swingpattern oder DEN Shuffle. Es gibt
zich Variationen, die sich in Platzierung und Lautstärke der
einzelnen Schläge unterscheiden. Paradebeispiel: Elvin Jones –
Tony Williams. Wo genau die Skipnote platziert wird, ist recht
verschieden und macht auch die Individualität der Trommler aus.
Es gibt Trommler, die spielen die Ridefigur auch bei mittlerem
Tempo aus einer Bewegung. All das macht einen Unterschied.
Und ich finde, es gibt vieles zwischen den Noten und Zeilen, was
man nicht genau benennen kann. Gibt's ja auch in anderen
Bereichen, etwa beim Schreiben oder im Sport: Wenn man im Flow ist…
dann läuft's groovt's swingt's halt.
Der ganze Kram gilt imho ebenso für den Shuffle: Tausend Varianten
von binär übers Niemandsland zu ternär. Eins der besten Vids, das
zeigt, worum es geht, ist imho das!
Das wurde bestimmt alles schon gesagt, jetzt halt auch noch von mir.
fwdrums