Beiträge von 3OakDrums

    Saugut ! Kannte ich beide Nicht !

    ...und erweitere meine Buchliste nochmal um ein paar tolle Afro-Cuban Titel:


    Habe den Titel noch mit Begleitcassette...wohl der Klassiker.


    stretta-image-217628-0.webp?v=1773192003


    Ebenfalls eine Klassiker und super empfehlenswert, WEIL: Der Bassist hier gleich mit "erzogen" wird.


    Funkifying the Clave: Afro-Cuban Grooves for Bass and Drums: (incl. CD) (Manhattan Music Publications)


    Mein Favorit allerdings ist von Maria Martinez, weil sie alle gängigen Grooves, je Kapitel direkt als spielbare Grooves präsentiert in 3-2/2-3 Rumba- bzw. Son-clave und inkl HiHat clave beats. Kein langwieriges Folkloregedusel, straight to the point ! Letzteres ist zwar mit einigem Abstand letztlich doch super interessant, aber am Anfang kam ich damit am besten zurecht, weil schon die Spielerei kompliziert genug ist...und man nicht erst Percussion und Geschichte studieren will..

    Afro-cuban Coordination for Drumset: The Essential Method And Workbook :  Martinez, Maria: Amazon.de: Bücher


    Neben all den Noten hier auch (aus meiner Sicht) wichtige und tolle Musik dazu. Hier eine Auswahl die ich super gut finde (sind aber auch Afro-Brasilianische Sachen drin...etwas anderes Thema:


    An introduction to Latin jazz in 20 records — The Vinyl Factory
    From fierce Cubop to Afro-Puerto Rican fusion. Few musical influences that have played such a significant and consistent a role in jazz as those of Latin…
    www.thevinylfactory.com

    ...und ich werfe mal die Randsportart Vibraphon in diesen Nischenmarkt rein...


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    Gary Burton mit Chick...

    Bin echt beeindruckt, wie erwachsen und reflektiert Ihr Leute hier mit der Art und Weise der Kommunikation umgeht !

    (Wollte Olivers Thread nicht mit noch meiner Einlassung versauen...da wurde alles und richtig schon gesagt).


    Wenn man beobachten muss, wieviel Mist Leute in soziale Medien mehr oder weniger anonym über Leuten abwerfen und wieviel davon auch in der analogen Welt (Politik und Gesellschaft)

    davon auch noch ankommt, bin ich wirklich dankbar für diese reife und reflektierte Diskussion !


    DANKE !

    Ich denke das ist tatsächlich für ganz viele Leute ein Riesenproblem mit dem Genre, das vereinfacht gesagt "gut" oder "schön" zu finden. Denn nicht jeder wächst im bildungsnahen Haushalt auf, wo Papi halt mal 'ne Runde Coltrane zum Sonntagstee reinwirft... Ich habe wirklich Jahre gebraucht, um solche Platten genießen zu können.

    Mein Vater hat Lionel Hampton, Duke Ellington und diese Garde rauf und runter gehört, ich wurde also ausführlich damit konfrontiert, aber bis heute klingt das für mich nach regellosem Gedudel. Und da reden wir noch nicht mal von BeBop oder Free Jazz.

    gut...ok, manch einer ist halt einfach nicht erziehbar ;) ...aber ich hab' irgendwann sehr viel gehört, und komme mit der Harmonik gut klar und das geht mir auch nicht auf den Zeiger...auf den geht mir dann dafür jetzt meine Family&Friends ...rasten natürlich alle komplett aus, wenn ich sowas kulturell wertvolles reinwerfe...verstehe ich einfach nicht...

    Parker, Davis, Corea bilden für mich eine der wichtigsten innovativen Linien im "Jazz".

    Da wird ein ganz ganz großer leider immer wieder vergessen:

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    ...in meiner "Verengung" vergesse ich noch ganz viele. Wenn Du aber siehst welche Kaliber aus den Bands dieser Leute rausgewachsen sind...Mingus hatte ich mit der Perspektive noch nicht auf dem Radar

    Das Thema "mögen" ist aber auch nochmal ein guter Punkt:


    Ich konnte da aber mal gar nix mit anfangen als mir einst einer E.S.P. von Davis in die Hand gedrückt hat. Harmonisch/melodisch alles irgendwie bäh und quietsch...wenn dann soliert wurde hab' ich nur noch Bahnhof verstanden....unmöglich dem Ablauf ohne Zählen oder 100% Konzentration zu folgen...eigentlich ein katastrophaler Start in eine Beziehung ;-).


    Ich denke das ist tatsächlich für ganz viele Leute ein Riesenproblem mit dem Genre, das vereinfacht gesagt "gut" oder "schön" zu finden. Denn nicht jeder wächst im bildungsnahen Haushalt auf, wo Papi halt mal 'ne Runde Coltrane zum Sonntagstee reinwirft... Ich habe wirklich Jahre gebraucht, um solche Platten genießen zu können. Heute hab ich (leider) mit dem meisten Rock/Pop Zeugs den Kaffee komplett auf, weil ich da nur noch Klischee höre...


    Denn wenn Du da nix drin siehst außer irgendwie intellektuell "wertvoll" ists auch extrem schwer da Aufwand reinzuwerfen, um sich das zu erarbeiten.

    Ein Stück das ich auch ganz grossartig finde, ist All Blues von Miles Davis. Ein 12 Bar-Blues in 6/8.


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    Ja tolle Platte auch insgesamt..später E.S.P. Miles Smiles, Nefertiti, Bitches Brew...


    Auch seine Biographie wirklich lesenswert...50 shades of how to use the word "Motherfucker" ;)


    Miles: The Autobiography


    Parker, Davis, Corea bilden für mich eine der wichtigsten innovativen Linien im "Jazz".

    Habe noch nicht verstanden, wie man einen Ton an den Drums hält. Also mit Bindebogen. Das erreicht man durch die Stimmung?

    Im übertragenen Sinne.

    Beim Jazz ist das Schlagzeug in der Regel viel resonanter und man lässt die Trommeln eher ungedämpft. Auch der Beater bleibt nicht auf dem Schlagfell. Das Sustain ist quasi das binden der Töne.

    Das sehe ich nicht so...das IMHO nix mit sustain oder echtem "binden" was zu tun. Da bin ich nun auf der Praktikerseite: Du empfindest (weiß ist irgendwie eine Scheißschwurbelformulierung) den Puls einfach anders. Wenn Du mal eine klassische medium slow swing Nummer neben eine Rock- oder Funknummer legst (von mir aus gleiche BPM) ist das Feel komplett anders auch wenn Du in beiden nur Viertelnoten spielst...dafür brauchst Du nix shufflen oder Swingpatterns...


    Wenn Du das Feel "verstanden hast" spielst Du's anders und es klingt dann auch anders...dafür muss Dich auch kein Jazzguru Güteklasse A in Freilandhaltung kultivieren...auch wenn das sicher eine interessante Erfahrung ist.

    Die Fachbegriffe, die hier oft genannt werden (binär, …) erschlagen mich. Ich habe in den 80er und 90er Jahren sehr viel Jazz gespielt, aber solche Wörter sind damals nie gefallen. Und ich habe wirklich mit einigen bekannten Jazz- Musikern gespielt.

    Für den Jazz als Drummer interessieren mich die Noten von einem Melodie- Instrument. Hier kann ich mitlesen und die Phrasierungen erkennen. Ansonsten sollte die Rhythmusgruppe eine Einheit bilden. Das wichtige in jeder Band, egal ob Jazz oder Rock ist das aufeinander hören! Das ist viel wichtiger als technisch perfekt zu spielen!

    Und was das Timing betrifft: Für mich ist das wichtigste bei einer Nummer, inwieweit man sie antreibt, indem man nach vorne geht, oder auch z.B. laid back spielt.

    Egal, wie die Theorie ist, eine gute Band erkennt man am Zusammenspielen. Lauter Solisten bringen nichts.

    Nö, brauchse auch alles nich (und wissen die meisten auch nicht und machen trotzdem gute Musik), weil davon das was Du lieferst ja nicht automatisch besser wird. Aber in fast allem gibt es trotzdem auch interessante Facetten, die für manchen einfach interessant sind...


    Denke das vermischen wir vllt. leider zu oft in den Diskussionen. Es ist ja weder das eine noch das andere richtig, amtlich, zulässig...und das eine disqualifiziert das andere nicht und steht sich ja auch nicht gegenüber. Gibt halt Leute, die Kaffeemaschine erst mal auseinander schrauben, weil sie wissen wollen wie das Ding funktioniert und andere einfach nur eine Kaffee genießen wollen...

    Danke für die Klärung ! Habe das so für mich nicht rationalisiert, aber eine interessante Erklärung Perspektive !

    OK, got it (glaub' ich) ! Verstehe ich das so z.B. wenn ich reine Viertel spiele "denke/fühle" ich die im Swing Kontext irgendwie "gedehnt" auf 2 und 4 als "Zielzählzeiten". Quasi wie ein walking bass und weniger gleichgewichtete Viertel . Denke das ist was Du meinst ?!

    Bitte beachten, dass es auch um Phrasierung geht. Beim Schlagzeug ist oft alles kurz notiert, das ist aber zum Thema Swing nicht richtig. Die crochet note wird gehalten.

    ...da hast Du mich jetzt intellektuell abgehängt..zugegeben vllt. auch keine Kunst, aber Pls advise ! Ich kenne das Thema Phrasierung zwar auch (also im Grunde eine andere "Gewichtung" abhängig vom Notenwert oder Darstellung...vielfach völlig unbeachtet).

    Ja, oder? Swing wird gerade notiert und mit Swing Feel überschrieben. Er ist zwischen ternär und binär angesiedelt, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Korrekt (IMHO) und so erklärt es auch John Riley (Art of Bop Drumming): In den Jazz Standards wird (sofern Swing angegeben ist) klassischer Weise aus einem 8tel Raster ein triolisches Raster (2 Achtelnoten werden in eine Triole übersetzt deren mittlere Triolenachtel fehlt (ich kenne die als sog. "crotchet note") dann bleibt die Note auf der Zählzeit und die sog. "skip note" über...damit kommt dann formal ein Shuffle zustande auf den dann die aufgeschriebenen Achtelnoten zugeordnet werden). Die 8tel werden also "swung" interpretiert (oder auch nicht...oder auch anders "swung", denn es gibt ja zum Glück kein "Beautiful-Big-This-Way-Only-Law"...aber sicher eine allgemein akzeptierte Konvention) bzw. die Offbeatachteln werden dann auf die "Skip notes" geschoben.


    Das ist schlicht eine Vereinefachung, um das Triolengedöns nicht meterweise mitschreiben zu müssen.

    Werfe auch mal ein paar gute Lehrbücher Rein:

    Agostini, Dante - Méthode de batterie vol.4


    Damit habe ich mal angefangen. Da sind ein paar Seiten drin mit denen man schon mal ein ganz gutes Vokabular hat, um einzusteigen.

    Die Soli hinten sind schon ziemlich advanced und auch etwas "bookish"/akademisch.



    John Riley The Art of Bop Drumming Schlagzeug Lehrbuch Noten mit Download Code - Bild 1 von 2


    John Riley ist einfach ein Top-Educator. Das Buch vermittelt recht umfassend die Basics und bring tolle Playalongs an den Start.

    Er stellt das immer auch in den Kontext der bekannten Spieler.


    Beyond Bop Drumming (Buch & CD): (incl. CD) (Manhattan Music Publications)

    ...die Fortsetzung. Bleibt leider bei der Frage, wie man Broken Time entwickelt etwas vage.

    Die beiden großen Soli darin geben aber viel Stoff und Inspiration das für sich zu entwickeln.

    Auch hier super Playalongs.


    drummerforum.de/attachment/47514/


    Auch das Buch ist super. Ein Sammelsurium seiner Modern Drummer Beiträge (IMHO mal ein interessantes Projekt die Jazz-Drumming Artikel aus MD mal zu konsolidieren...)


    drummerforum.de/attachment/47511/

    Das Buch verpackt die Basics in gut verdaubare Häppchen, wie ich finde. Eher für den Einsteiger aber so strukturiert, dass man schön Stück für Stück abarbeiten kann


    Advanced Techniques for the Modern Drummer: Vol. 1

    Der Klassiker von Jim Chapin...gutes Buch sicher aber IMHO letztlich sehr altmodisch und v.a. 16tel basiert.


    The Drummer's Complete Vocabulary As Taught by Alan Dawson

    Super Spannend ! Dawson hat ja in Berklee gelehrt und die Methodik ist meiner Meinung nach z.B. in New Breed oder anderen Büchern übernommen worden. Im wesentlichen der Ansatz wie man aus Rhythmusnotationen (z.b. Syncopation Seite 38...warum gerade die, weiß kein Mensch ;) motivisch Jazzgrooves entwickelt...im Grunde super praxisnah und musikalisch.


    Weiterhin sein berühmt berüchtigtes "Rudimental Ritual"...in allen Facetten eine Lebensaufgabe an sich...


    The Art of Modern Jazz Drumming

    Erwähne ich, weil es schon sehr lange auf dem Markt ist. Hat mich aber methodisch nicht angesprochen...



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    Technisch etwas old school aber schon etwas ausführlichere Transkriptionen (die für einen ernsthaften Jazzdrummer unvermeidlich sind).


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    Von Davis auch dieses Werk, das ganz interessant ist und auf spielen in der Jazz form abzielt.


    Cover - 648px hoch


    Auch ein Klassiker zum Thema Playalong und Formspiel...

    Swing muss nicht exakt triolisch gespielt werden und ist dehnbarer.


    Ich bin kein Musikwissenschaftler, aber das halte ich für eine Fehlannahme. ;)

    Zumindest was die Implikation der obigen Gegenüberstellung, ein Shuffle müsse immer exakt triolisch gespielt werden, betrifft. Denn einen Shuffle kann man deutlich entshuffelt, richtung binäre Achtel oder andersrum zum geraden Sechzehntelpaar verschoben, spielen. Zumindest mache ich das dauernd so.

    Ich denke m_tree liegt hier richtig: Schaue mal in Agostini's Volume 4...dass steht der Geheimnisumwobene Satz : "To be interpreted" unter den verschiedenen Swing Patterns (und das hörst Du ja auch auf entsprechenden Aufnahmen). Langsame tempi können und werden auch als 16tel-triolen, oder normale 16tel in der skip-note interpretiert....im uptempo werden die zwangsläufig glatt gebügelt bis Du nur noch 8tel hast und man eigentlich nicht mehr von skip-note sprechen kann...und sicher alles beliebig dazwischen.


    ...schwierig ist halt "drin" zu bleiben und nicht aus der Unterteilung zu fallen, die Du reingegeben hast.

    Ohne mir jemals gross einen akademischen Kopp darum gemacht zu haben, reimte ich mir mal zusammen, dass der Shuffle sich wahrscheinlich aus dem ursprünglichen Slowblues (durchgehend gespielte Hihat) ergab

    Ohne mir jemals gross einen akademischen Kopp darum gemacht zu haben, zweifle ich auch an dieser Annahme, der Shuffle war ja schon da, ehe irgendein Drummer sich über die Umsetzung am Set, wie wir es heute kennen, Gedanken machte. Wann man begann, die durchgespielte Hihat zu verwenden, weiß ich nicht. Aber da man Papa Jo Jones nachsagt, die Bearbeitung der Hihat mit Sticks "erfunden" zu haben (die wiederum Vorbild für die Einführung eines Ride-Cymbals gewesen sein soll), dürfte das zunächst auch zu Beginn der 30er im Swing-Kontext gewesen sein.


    Mir wird gerade immer klarer, dass es eigentlich völlig sinnlos ist, die Begriffe Swing und Shuffle aus Drummerperspektive definieren zu wollen. Da überschätzen wir Drummer unsere Bedeutung imho gewaltig ;)

    Wir -bzw natürlich unsere Urahnen - haben lediglich versucht, die jeweiligen Stile mit dem verfügbaren Instrumentarium gut klingen zu lassen, was uns anscheinend ganz gut gelungen ist.

    ...zumal das ja im realen Leben statt gefunden hat: Da ist ja nicht DER "magic moment"...vllt. hat einer mit der Rhythmik rum gespielt....einer hats aufgegriffen...vllt. hat auch ein Bassist oder Pianospieler gesagt "mach doch mal da mal so...". Der Feel ist aber kulturell eindeutig afrikanischen Ursprungs (selbst wenn es ein weißer am Ende eingeführt hätte). Analog Jazz Diskussion das Meiste entsteht im Kontext und das wenigste dürften irgendwelche "Edison/Einstein-Momente" sein....


    Ich erinnere ein Interview mit Wayne Shorter mit der Frage was er bei der Aufnahmesession zu "Miles Smiles" im Zusammenhang mit der Bedeutung dieser Platte. Seine Antwort war einfach: "Du stehst nicht morgens auf, gehst ins Studio und denkst 'Heute schreibe ich Musikgeschichte'".

    Also ich kenn die Geschichte so...es begab sich zu einer Zeit als verlauste Seefahrer aus Europa, dieses Amerika entdeckt haben und sich dann (genau wie heute zu fein waren selbst was zu arbeiten) sind 2 Sachen passiert:


    1. Wurden alle indigenen entweder mit irgendwelchen Seuchen, oder (wenn das nicht mehr hinreichte) einfach mit Waffen umgebracht

    2. Dann mussten ja Leute her, die richtig was arbeiten konnten...dann fuhr man nach Ostafrika und hat die Leute da nach Amerika "geschafft"


    In eben jenem "Amerika" traf also pentatonische melodic und ternäre Rhythmik auf Dur, Moll und Marschmusikartige, binär-rhythmische "Klassik" .

    Irgendwann haben sich diese Afrikaner also die Hardware und ein bisschen Software angeeignet und wer sich in Ruhe Mollpentatonik und klassische Stufenakkorde anschaut, wundert sich nicht mehr warum da auf I,IV,V nur Dominantseptakkorde auftauchen. Das Getrommel ganz anlog eine Übertragung afrikanischer Rhythmik auf Orchesterhardware...dann irgendwann Bürgerkrieg und Militärkapellen (in guter europäischer Tradition), Ende mit Krieg, Hardware übrig...Mensch wollen ja unterhalten werden.... Blues...Swing...und irgendwo dazwischen hat sich einer überlegt wie man Bembe, Nanigo oder sonstige Folklore Nanigo massenkompatibel und etwas "weißer" anmalen kann....und das Pattern mit eher 16tel "skip-note" ward auf die Welt geworfen. Danach wurde das ganze weniger europäsch zackig sondern etwas breiter afrikanisch triolisch...ursprünglich...danach der ganze andere Mist (siehe Jazz Challenge und assoziierte Debatten...wie "was ist Jazz").


    Ansonsten haben die Kollegen (insb. Todd Bishop zeigt auf ein Interview mit Kenny Clarke....der hats sicher nicht "erfunden"....hat aber wohl historische Kenntnis) hier sich schon dran abgearbeitet :


    https://www.drummerworld.com/forums/index.php?threads/where-did-the-skip-note-in-jazz-come-from.65263/


    Kenny Clarke on the invention of the ride cymbal - CRUISE SHIP DRUMMER!
    …and modern drumming in general, excerpted from Ed Thigpen’s Kenny Clarke interview in the Feb. 1984 Modern Drummer. I originally posted this last year on the…
    cruiseshipdrummer.com


    Kenny Clarke - Jazz Pioneer by Ed Thigpen
    © Introduction.
    cerra.substack.com


    und da hat sogar einer drauf richtig promoviert :

    https://digital.library.unt.edu/ark:/67531/metadc1505181/m2/1/high_res_d/CLARK-DISSERTATION-2019.pdf


    ...wenn Du denkst Du bist irre, kommt einer um die Ecke der noch einen drauflegt ;)