Beiträge von 3OakDrums

    Habe noch nicht verstanden, wie man einen Ton an den Drums hält. Also mit Bindebogen. Das erreicht man durch die Stimmung?

    Im übertragenen Sinne.

    Beim Jazz ist das Schlagzeug in der Regel viel resonanter und man lässt die Trommeln eher ungedämpft. Auch der Beater bleibt nicht auf dem Schlagfell. Das Sustain ist quasi das binden der Töne.

    Das sehe ich nicht so...das IMHO nix mit sustain oder echtem "binden" was zu tun. Da bin ich nun auf der Praktikerseite: Du empfindest (weiß ist irgendwie eine Scheißschwurbelformulierung) den Puls einfach anders. Wenn Du mal eine klassische medium slow swing Nummer neben eine Rock- oder Funknummer legst (von mir aus gleiche BPM) ist das Feel komplett anders auch wenn Du in beiden nur Viertelnoten spielst...dafür brauchst Du nix shufflen oder Swingpatterns...


    Wenn Du das Feel "verstanden hast" spielst Du's anders und es klingt dann auch anders...dafür muss Dich auch kein Jazzguru Güteklasse A in Freilandhaltung kultivieren...auch wenn das sicher eine interessante Erfahrung ist.

    Die Fachbegriffe, die hier oft genannt werden (binär, …) erschlagen mich. Ich habe in den 80er und 90er Jahren sehr viel Jazz gespielt, aber solche Wörter sind damals nie gefallen. Und ich habe wirklich mit einigen bekannten Jazz- Musikern gespielt.

    Für den Jazz als Drummer interessieren mich die Noten von einem Melodie- Instrument. Hier kann ich mitlesen und die Phrasierungen erkennen. Ansonsten sollte die Rhythmusgruppe eine Einheit bilden. Das wichtige in jeder Band, egal ob Jazz oder Rock ist das aufeinander hören! Das ist viel wichtiger als technisch perfekt zu spielen!

    Und was das Timing betrifft: Für mich ist das wichtigste bei einer Nummer, inwieweit man sie antreibt, indem man nach vorne geht, oder auch z.B. laid back spielt.

    Egal, wie die Theorie ist, eine gute Band erkennt man am Zusammenspielen. Lauter Solisten bringen nichts.

    Nö, brauchse auch alles nich (und wissen die meisten auch nicht und machen trotzdem gute Musik), weil davon das was Du lieferst ja nicht automatisch besser wird. Aber in fast allem gibt es trotzdem auch interessante Facetten, die für manchen einfach interessant sind...


    Denke das vermischen wir vllt. leider zu oft in den Diskussionen. Es ist ja weder das eine noch das andere richtig, amtlich, zulässig...und das eine disqualifiziert das andere nicht und steht sich ja auch nicht gegenüber. Gibt halt Leute, die Kaffeemaschine erst mal auseinander schrauben, weil sie wissen wollen wie das Ding funktioniert und andere einfach nur eine Kaffee genießen wollen...

    Danke für die Klärung ! Habe das so für mich nicht rationalisiert, aber eine interessante Erklärung Perspektive !

    OK, got it (glaub' ich) ! Verstehe ich das so z.B. wenn ich reine Viertel spiele "denke/fühle" ich die im Swing Kontext irgendwie "gedehnt" auf 2 und 4 als "Zielzählzeiten". Quasi wie ein walking bass und weniger gleichgewichtete Viertel . Denke das ist was Du meinst ?!

    Bitte beachten, dass es auch um Phrasierung geht. Beim Schlagzeug ist oft alles kurz notiert, das ist aber zum Thema Swing nicht richtig. Die crochet note wird gehalten.

    ...da hast Du mich jetzt intellektuell abgehängt..zugegeben vllt. auch keine Kunst, aber Pls advise ! Ich kenne das Thema Phrasierung zwar auch (also im Grunde eine andere "Gewichtung" abhängig vom Notenwert oder Darstellung...vielfach völlig unbeachtet).

    Ja, oder? Swing wird gerade notiert und mit Swing Feel überschrieben. Er ist zwischen ternär und binär angesiedelt, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Korrekt (IMHO) und so erklärt es auch John Riley (Art of Bop Drumming): In den Jazz Standards wird (sofern Swing angegeben ist) klassischer Weise aus einem 8tel Raster ein triolisches Raster (2 Achtelnoten werden in eine Triole übersetzt deren mittlere Triolenachtel fehlt (ich kenne die als sog. "crotchet note") dann bleibt die Note auf der Zählzeit und die sog. "skip note" über...damit kommt dann formal ein Shuffle zustande auf den dann die aufgeschriebenen Achtelnoten zugeordnet werden). Die 8tel werden also "swung" interpretiert (oder auch nicht...oder auch anders "swung", denn es gibt ja zum Glück kein "Beautiful-Big-This-Way-Only-Law"...aber sicher eine allgemein akzeptierte Konvention) bzw. die Offbeatachteln werden dann auf die "Skip notes" geschoben.


    Das ist schlicht eine Vereinefachung, um das Triolengedöns nicht meterweise mitschreiben zu müssen.

    Werfe auch mal ein paar gute Lehrbücher Rein:

    Agostini, Dante - Méthode de batterie vol.4


    Damit habe ich mal angefangen. Da sind ein paar Seiten drin mit denen man schon mal ein ganz gutes Vokabular hat, um einzusteigen.

    Die Soli hinten sind schon ziemlich advanced und auch etwas "bookish"/akademisch.



    John Riley The Art of Bop Drumming Schlagzeug Lehrbuch Noten mit Download Code - Bild 1 von 2


    John Riley ist einfach ein Top-Educator. Das Buch vermittelt recht umfassend die Basics und bring tolle Playalongs an den Start.

    Er stellt das immer auch in den Kontext der bekannten Spieler.


    Beyond Bop Drumming (Buch & CD): (incl. CD) (Manhattan Music Publications)

    ...die Fortsetzung. Bleibt leider bei der Frage, wie man Broken Time entwickelt etwas vage.

    Die beiden großen Soli darin geben aber viel Stoff und Inspiration das für sich zu entwickeln.

    Auch hier super Playalongs.


    drummerforum.de/attachment/47514/


    Auch das Buch ist super. Ein Sammelsurium seiner Modern Drummer Beiträge (IMHO mal ein interessantes Projekt die Jazz-Drumming Artikel aus MD mal zu konsolidieren...)


    drummerforum.de/attachment/47511/

    Das Buch verpackt die Basics in gut verdaubare Häppchen, wie ich finde. Eher für den Einsteiger aber so strukturiert, dass man schön Stück für Stück abarbeiten kann


    Advanced Techniques for the Modern Drummer: Vol. 1

    Der Klassiker von Jim Chapin...gutes Buch sicher aber IMHO letztlich sehr altmodisch und v.a. 16tel basiert.


    The Drummer's Complete Vocabulary As Taught by Alan Dawson

    Super Spannend ! Dawson hat ja in Berklee gelehrt und die Methodik ist meiner Meinung nach z.B. in New Breed oder anderen Büchern übernommen worden. Im wesentlichen der Ansatz wie man aus Rhythmusnotationen (z.b. Syncopation Seite 38...warum gerade die, weiß kein Mensch ;) motivisch Jazzgrooves entwickelt...im Grunde super praxisnah und musikalisch.


    Weiterhin sein berühmt berüchtigtes "Rudimental Ritual"...in allen Facetten eine Lebensaufgabe an sich...


    The Art of Modern Jazz Drumming

    Erwähne ich, weil es schon sehr lange auf dem Markt ist. Hat mich aber methodisch nicht angesprochen...



    41bO3kElQxL.jpg



    Technisch etwas old school aber schon etwas ausführlichere Transkriptionen (die für einen ernsthaften Jazzdrummer unvermeidlich sind).


    Cover - 648px hoch


    Von Davis auch dieses Werk, das ganz interessant ist und auf spielen in der Jazz form abzielt.


    Cover - 648px hoch


    Auch ein Klassiker zum Thema Playalong und Formspiel...

    Swing muss nicht exakt triolisch gespielt werden und ist dehnbarer.


    Ich bin kein Musikwissenschaftler, aber das halte ich für eine Fehlannahme. ;)

    Zumindest was die Implikation der obigen Gegenüberstellung, ein Shuffle müsse immer exakt triolisch gespielt werden, betrifft. Denn einen Shuffle kann man deutlich entshuffelt, richtung binäre Achtel oder andersrum zum geraden Sechzehntelpaar verschoben, spielen. Zumindest mache ich das dauernd so.

    Ich denke m_tree liegt hier richtig: Schaue mal in Agostini's Volume 4...dass steht der Geheimnisumwobene Satz : "To be interpreted" unter den verschiedenen Swing Patterns (und das hörst Du ja auch auf entsprechenden Aufnahmen). Langsame tempi können und werden auch als 16tel-triolen, oder normale 16tel in der skip-note interpretiert....im uptempo werden die zwangsläufig glatt gebügelt bis Du nur noch 8tel hast und man eigentlich nicht mehr von skip-note sprechen kann...und sicher alles beliebig dazwischen.


    ...schwierig ist halt "drin" zu bleiben und nicht aus der Unterteilung zu fallen, die Du reingegeben hast.

    Ohne mir jemals gross einen akademischen Kopp darum gemacht zu haben, reimte ich mir mal zusammen, dass der Shuffle sich wahrscheinlich aus dem ursprünglichen Slowblues (durchgehend gespielte Hihat) ergab

    Ohne mir jemals gross einen akademischen Kopp darum gemacht zu haben, zweifle ich auch an dieser Annahme, der Shuffle war ja schon da, ehe irgendein Drummer sich über die Umsetzung am Set, wie wir es heute kennen, Gedanken machte. Wann man begann, die durchgespielte Hihat zu verwenden, weiß ich nicht. Aber da man Papa Jo Jones nachsagt, die Bearbeitung der Hihat mit Sticks "erfunden" zu haben (die wiederum Vorbild für die Einführung eines Ride-Cymbals gewesen sein soll), dürfte das zunächst auch zu Beginn der 30er im Swing-Kontext gewesen sein.


    Mir wird gerade immer klarer, dass es eigentlich völlig sinnlos ist, die Begriffe Swing und Shuffle aus Drummerperspektive definieren zu wollen. Da überschätzen wir Drummer unsere Bedeutung imho gewaltig ;)

    Wir -bzw natürlich unsere Urahnen - haben lediglich versucht, die jeweiligen Stile mit dem verfügbaren Instrumentarium gut klingen zu lassen, was uns anscheinend ganz gut gelungen ist.

    ...zumal das ja im realen Leben statt gefunden hat: Da ist ja nicht DER "magic moment"...vllt. hat einer mit der Rhythmik rum gespielt....einer hats aufgegriffen...vllt. hat auch ein Bassist oder Pianospieler gesagt "mach doch mal da mal so...". Der Feel ist aber kulturell eindeutig afrikanischen Ursprungs (selbst wenn es ein weißer am Ende eingeführt hätte). Analog Jazz Diskussion das Meiste entsteht im Kontext und das wenigste dürften irgendwelche "Edison/Einstein-Momente" sein....


    Ich erinnere ein Interview mit Wayne Shorter mit der Frage was er bei der Aufnahmesession zu "Miles Smiles" im Zusammenhang mit der Bedeutung dieser Platte. Seine Antwort war einfach: "Du stehst nicht morgens auf, gehst ins Studio und denkst 'Heute schreibe ich Musikgeschichte'".

    Also ich kenn die Geschichte so...es begab sich zu einer Zeit als verlauste Seefahrer aus Europa, dieses Amerika entdeckt haben und sich dann (genau wie heute zu fein waren selbst was zu arbeiten) sind 2 Sachen passiert:


    1. Wurden alle indigenen entweder mit irgendwelchen Seuchen, oder (wenn das nicht mehr hinreichte) einfach mit Waffen umgebracht

    2. Dann mussten ja Leute her, die richtig was arbeiten konnten...dann fuhr man nach Ostafrika und hat die Leute da nach Amerika "geschafft"


    In eben jenem "Amerika" traf also pentatonische melodic und ternäre Rhythmik auf Dur, Moll und Marschmusikartige, binär-rhythmische "Klassik" .

    Irgendwann haben sich diese Afrikaner also die Hardware und ein bisschen Software angeeignet und wer sich in Ruhe Mollpentatonik und klassische Stufenakkorde anschaut, wundert sich nicht mehr warum da auf I,IV,V nur Dominantseptakkorde auftauchen. Das Getrommel ganz anlog eine Übertragung afrikanischer Rhythmik auf Orchesterhardware...dann irgendwann Bürgerkrieg und Militärkapellen (in guter europäischer Tradition), Ende mit Krieg, Hardware übrig...Mensch wollen ja unterhalten werden.... Blues...Swing...und irgendwo dazwischen hat sich einer überlegt wie man Bembe, Nanigo oder sonstige Folklore Nanigo massenkompatibel und etwas "weißer" anmalen kann....und das Pattern mit eher 16tel "skip-note" ward auf die Welt geworfen. Danach wurde das ganze weniger europäsch zackig sondern etwas breiter afrikanisch triolisch...ursprünglich...danach der ganze andere Mist (siehe Jazz Challenge und assoziierte Debatten...wie "was ist Jazz").


    Ansonsten haben die Kollegen (insb. Todd Bishop zeigt auf ein Interview mit Kenny Clarke....der hats sicher nicht "erfunden"....hat aber wohl historische Kenntnis) hier sich schon dran abgearbeitet :


    https://www.drummerworld.com/forums/index.php?threads/where-did-the-skip-note-in-jazz-come-from.65263/


    Kenny Clarke on the invention of the ride cymbal - CRUISE SHIP DRUMMER!
    …and modern drumming in general, excerpted from Ed Thigpen’s Kenny Clarke interview in the Feb. 1984 Modern Drummer. I originally posted this last year on the…
    cruiseshipdrummer.com


    Kenny Clarke - Jazz Pioneer by Ed Thigpen
    © Introduction.
    cerra.substack.com


    und da hat sogar einer drauf richtig promoviert :

    https://digital.library.unt.edu/ark:/67531/metadc1505181/m2/1/high_res_d/CLARK-DISSERTATION-2019.pdf


    ...wenn Du denkst Du bist irre, kommt einer um die Ecke der noch einen drauflegt ;)

    Denke nicht, dass da Unterschiede sind. Habe auch in letzter Zeit Felle aufgebraucht die fast unbespielt und vllt.15 Jahre alt waren (Pin-Stripe und Ambassadors).


    Hast Du seit 15 Jahren auch immer das gleiche Set ?

    Beziehe mich aber immer auf die jeweils kompletten Alben:


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Mein Tip hier Cherokee oder Autumn Leaves


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Al Jarreau's 1.


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Mein Tip: Round Midnight

    Interessant auch, dass sich eine Diskussion, die vor allem mit der Ankunft des Jazz-Rock in den frühen 70ern sich so hartnäckig hält...ist das nun Jazz oder schon Funk, oder Rock oder was ist das eigentlich und brauche ich überhaupt eine Einordnung bzw. Schublade ?


    Grundsätzlich ist die Antwort auf die Frage eigentlich egal, wenn ich den Blick auf das Geniessen der Musik richte. Es wird ja nichts dadurch richtg/falsch gut/schlecht weil ich einen Konsens in der Zuordnung in eine Schublade finde (oder darüber streite).


    Will ich aber ein Verständnis entwickeln oder vllt. auch nur wissen, was mich (wenigstens) ungefähr erwartet wenn ich den Namen einer Schublade höre (schon nice zu wissen ob da heute Abend "Experimental Jazz" oder "Club-House" erwartet). Das ist aber eine ganz andere Aufgabe, als eine Ästhetik für sich persönlich zu bewerten oder sich musikalisch auszudrücken.


    Die Zuschreibung ist einzig ein Strukturierungswerkzeug aber mehr eben auch nicht, denn Kunst lebt ja gerade von Schattierungen und auch dem Versuch sich einer Einordnung zu widersetzen.


    Jazz kommt (in meiner Deutung) grundsätzlich aus einem improvisatorischem Ansatz: Die Parkers dieser Welt sind relativ starren Strukturen der Unterhaltungsmusik (Big-Bands) entsprungen und haben überwiegend bekanntes Songmaterial (Great American Songbook) genutzt, um sich darüber musikalisch "auszutoben" gerade auch in der Ablehnung primär unterhalten zu wollen, sondern "Kunst" zu schaffen.


    Das zugehörige Drumming hat sich vereinfacht ja auch so entwickelt: Straight Swung Time -> Semi Broken Time -> Broken Time -> Free -> Fusion (quasi die Läuterung auf der Suche nach Neuem). Jetzt gehst Du her machst einen Snap-Shot, hörst "Alan Holdsworth" und fragst ist das nun Funk ? Rock ? Jazz ?


    Meine Antwort für all jene, die einfach Musik hören wollen: Schublade Legal - Illegal - Scheißegal. Cool oder nicht Cool ist hier die Frage (mir gefällts nicht, was der verzapft hat ;-).


    Wenn ich Holdsworth einordnen will sage ich : Er hat sein Handwerk mit wichtigen Einflüssen und Spielern der Jazztradition entwickelt, seine Musik fußt auf der Idee und Tradition des Jazz von Ästhetik und Improvisation...also nennen wir es Jazz. Das schließt ja nicht aus, dass einer wie Slash hergeht und sich dieser Tradition zuwendet und dann nicht in der Lage wäre etwas zu machen, was man eindeutig Jazz nennen kann.


    Insofern fußt auch die Challenge eindeutig auf der "Schublade" Jazz egal ob dann da einer spielt der das üblicherweise im "Jazz" Umfeld tut, studiert hat oder stumpf ein Swingpattern drübernagelt und sein restliches Leben im Deathmetal verbracht hat.


    (Beipack: Alles nur meine persönliche Meinung,ohne Anspruch auf absolute Wahrheit, die ich vllt. morgen schon wieder komplett über den Haufen werfe ;)

    Und da wir's ja zum Thema Jazz Historie hatten werfe ich mal 'ne Runde Edutainment rein :


    Styles mit gedrumme:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Kurz und Schmerzlos:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Vintage Style 70's

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Britexplosion:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    ...und, ich muss verrückt sein, den schmeiß ich noch nicht hinterdrein ;) :


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Ya Man !


    P.S.: Ergänze den noch weil hier auch nochmal Herkunft des 1-Drop nicht erklärt wird :-)...


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Zählt ein Studium Jazz und aktuelle Musik? 😂✌️

    Du hast Kontrabass studiert, richtig? Keine Ahnung, ob das zählt. Aber ich lese hier gern aufmerksam mit. ;)

    möchte nur der guten Ordnung halber drauf hinweisen, dass der Stammbaum und Hintergründe anderer Musikstile sicher nicht minder komplex ist. Warum da immer Jazz mit einem Studium, mithin also Jazz als was "Akademisches" (implizt im ggs. zu anderen Musikstilen) betrachtet wird, ist genau genommen total willkürlich...nur mal so ;)

    ...bin wahrscheinlich etwas zu spät (habe mir auch die Challenge Beiträge mal alle angehört). IMHO gibt es dar gar nix stilistisch dran zu werten. Man kann nun das eine oder andere besser finden. Völlig legitim. (Ich fand' alle haben einen tollen Job gemacht...insb. Marius sich eine immense Mühe).


    Ich glaube man muss aber schon auch verstehen, dass Musik eben doch auch eine Sprache ist, die Traditionen hat.


    Vllt. auch eine Frage der Definition von Authentizität. Das ist für mich (mittlerweile) nicht (mehr) die Idee zu sagen: Das bin ich der da spielt und der spielt es eben so wie er es spielt, sondern das Ergebnis eines Entwicklungsprozesses, der anerkennt und Kenntnis hat, was die Tradition dieser Sprache ist, um von dort aus qualifiziert damit zu brechen, oder eben in dem Idiom zu bleiben. Darum denkt man erst mal "wow", dass Hape Kerkeling ja schwedisch sprechen kann....bis nun ja man merkt das er das halt eben "faked"...lustig und unterhaltsam ists trotzdem !


    Ich habe im Alternative Rock/Punk/Independent Drumming mal angefangen in Bands Musik zu machen, mich aber lieber mit Funk/Jazz etc. beschäftigt. Das war manchmal gerade interessant oft aber eben komplett unpassend, weil ich mit den Stilbildnern von z.B. Punk einfach keine Ahnung hatte...


    Ich hatte selbst lange die Haltung, solange ich das handwerklich drauf habe ist der Rest einfach von alleine da. Das ist leider Falsch. Darum bin ich mit dem "Einfach Machen" Statement insofern nicht ganz einverstanden (auch wenn das, wie im Grunde alles in der Kunst, legitim ist), es eben impliziert, das was vor uns war und passiert ist schlankerhand ausblenden zu können.


    Also wer "Jazz verstehen" will muss sich mit dieser Sprache beschäftigen und die Arbeit leisten Handwerk und Historie zu lernen, die Innovatoren zu kennen, Transkribieren, nachspielen, dazu spielen...dummer Weise ist jedes Genre für sich schon eine Wissenschaft...und dann: Alles wieder in Brand stecken, alle Regeln brechen und gegen jede beliebige Konvention verstoßen...


    Schaut mal hier :


    Könnte beinhalten: Ein Schwarzweiß-Poster, das einen Baum mit Ästen darstellt, die verschiedene Jazz-Stile repräsentieren. Der Baumstamm ist mit



    Das illustriert vielleicht wieviel alleine in diesem Genre steckt...also lasset uns demütig sein und jenen danken die vor uns da waren !


    Aus der Geschichte lernen !


    Amen !

    ...erst mal vom Sound alles komplett Wumpe. Habe ein altes Gretsch SSB und das hat seine Dings und Dongs aber das geht so in die Richtung Charakter...aber mal ehrlich: Und jetzt ? Die Hardware insb. Tomhalter ist einfach verglw. unpraktisch. Mein 90er Yamaha ist heute so praktisch wie eh und je...no thrill, but works. Mache meine Klamotten vllt. alle 2 Jahre mal sauber und fertig.


    Das ist einfach nur Hype, um Umsätze zu erzeugen. Habe jahrelang Jazzstandards auf nem abefuckten Newsound gespielt...hat funktioniert...wenn's scheiße klingt ist das Problem in der Regel nicht das Zeugs.


    Da sehe ich auch in Richtung Gitarren 0 Unterschied : Der gleiche schwachsinnige Voodoo...da werden dann Custom Shop Modell abgeranzt in den Kühlschrank gesteckt...hören tut das keiner, "angenehmer" drauf spielen iss auch nicht...aber Du bist dann bei Gibson 2000€ mehr los...

    Dann greifst Du Dir ne Ibanez oder oder Squier, machst die Augen zu und merkst genau...nix.


    Da könnte man ja auch gleich glauben, dass eine globale Elite Minderjährige Mißbraucht....total abwegig ;)

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Interessantes Interview mit ihm...