Guten Morgen,
ich selbst hatte mal 7 Jahre Pause. Allerdings war ich da noch jünger und bin auch jetzt noch U60, auch wenn ich mich sowieso eher Ü75 fühle und aktuell sogar Ü85.
Was meint ihr, die Zähne zusammenbeissen oder die Sticks gleich zum Brennholz geben?
ich finde, dass man als Erstes mal die Extreme vergessen sollte.
Weder das Zusammenbeißen der Zähne (führt zu Krämpfen und Dentin-Abrieb) noch das Verbrennen von Gegenständen (führt zu Feuerwehreinsätzen) ist zielführend, egal welches Ziel, es sei denn, es ginge um Katastrophe als Ziel.
Als ich wieder anfing, war mein Übepensum auf 20 Minuten täglich beschränkt, also nicht mehr. Erst nach einem halben Jahr war ich dann ungefähr wieder auf dem Stand von vor 7 Jahren.
Wenn ich einen Wirbel spielen will, muss ich den üben. Und da ich ja als ursprünglicher Rocker auf solche Feinheiten nicht so sehr geachtet habe und sie mir als nunmehriger Orchesterochse ständig um die Ohren gehauen werden, darf ich den Scheiß dauernd üben. Und in den letzten 20 Jahren hatte ich keine Pause. Gerade da ich ja meine, alles können zu müssen, muss ich ständig filtern, was ich wirklich üben will, denn da bleibt nicht viel übrig in der kurzen Zeit bis die Pedale zu glühen anfangen und der Hocker sich in den Allerwertesten bohrt.
Ich würde auch erst mal einen Übeplan machen:
1. wohin soll es führen?
Stones-Cover-Kapelle, Feuerwehr-GrillundSauf-Kapelle, Tool-Tribute-Band, Glenn-Miller-Cover-Big-Band, NDW-Nachspielverein, Kiss-Malerwerkstatt-Combo ... es gibt viele Möglichkeiten, manche sind etwas überambitioniert.
2. wie übe ich?
Ich bin ein Freund des Planes. Geübt wird, was man nicht kann und (!) was man können will oder muss. Und ein bisschen Spaß muss auch sein.
Wenn es etwas werden soll, braucht man Zeit und zwar (nahezu) täglich. Einmal in der Woche im Proberaum bei Brezel und Bier bringt nix außer dickem Bauch.
3. wer kontrolliert und korrigiert das Ganze?
Nur im eigenen Wohnzimmer daddeln ist schön, aber nicht auf Dauer, wenn man besser werden will. Gerade, wenn es wohin führen soll, macht es Sinn, eigene Schwächen von außen beurteilen zu lassen: Unterricht.
Grüße
Jürgen