Beiträge von Jürgen K

    Guten Morgen,


    ich selbst hatte mal 7 Jahre Pause. Allerdings war ich da noch jünger und bin auch jetzt noch U60, auch wenn ich mich sowieso eher Ü75 fühle und aktuell sogar Ü85.


    Was meint ihr, die Zähne zusammenbeissen oder die Sticks gleich zum Brennholz geben?

    ich finde, dass man als Erstes mal die Extreme vergessen sollte.

    Weder das Zusammenbeißen der Zähne (führt zu Krämpfen und Dentin-Abrieb) noch das Verbrennen von Gegenständen (führt zu Feuerwehreinsätzen) ist zielführend, egal welches Ziel, es sei denn, es ginge um Katastrophe als Ziel.


    Als ich wieder anfing, war mein Übepensum auf 20 Minuten täglich beschränkt, also nicht mehr. Erst nach einem halben Jahr war ich dann ungefähr wieder auf dem Stand von vor 7 Jahren.

    Wenn ich einen Wirbel spielen will, muss ich den üben. Und da ich ja als ursprünglicher Rocker auf solche Feinheiten nicht so sehr geachtet habe und sie mir als nunmehriger Orchesterochse ständig um die Ohren gehauen werden, darf ich den Scheiß dauernd üben. Und in den letzten 20 Jahren hatte ich keine Pause. Gerade da ich ja meine, alles können zu müssen, muss ich ständig filtern, was ich wirklich üben will, denn da bleibt nicht viel übrig in der kurzen Zeit bis die Pedale zu glühen anfangen und der Hocker sich in den Allerwertesten bohrt.


    Ich würde auch erst mal einen Übeplan machen:

    1. wohin soll es führen?

    Stones-Cover-Kapelle, Feuerwehr-GrillundSauf-Kapelle, Tool-Tribute-Band, Glenn-Miller-Cover-Big-Band, NDW-Nachspielverein, Kiss-Malerwerkstatt-Combo ... es gibt viele Möglichkeiten, manche sind etwas überambitioniert.

    2. wie übe ich?

    Ich bin ein Freund des Planes. Geübt wird, was man nicht kann und (!) was man können will oder muss. Und ein bisschen Spaß muss auch sein.

    Wenn es etwas werden soll, braucht man Zeit und zwar (nahezu) täglich. Einmal in der Woche im Proberaum bei Brezel und Bier bringt nix außer dickem Bauch.

    3. wer kontrolliert und korrigiert das Ganze?

    Nur im eigenen Wohnzimmer daddeln ist schön, aber nicht auf Dauer, wenn man besser werden will. Gerade, wenn es wohin führen soll, macht es Sinn, eigene Schwächen von außen beurteilen zu lassen: Unterricht.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Abend,


    ich habe jetzt mal alles durch.

    Auffallend: das Mittelfeld ist extrem breit und auch die offensichtlichen Anfänger schlagen sich gut. Richtig gut sind gar nicht so viele.


    Mein eigenes Zeug habe ich tatsächlich erkannt, aber nur, weil ich weiß, was da wie aufgenommen wurde.


    Bei genau einer Nummer ist mir gleich ein Lied aufgegangen. Musik!


    Viele Leute haben aber auch schlimmes Gerät und spielen besser als es klingt.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Nachmittag,


    "made in" ist ja bei Waren, die zusammengesetzt werden, so eine Sache.

    Scheißegal, wo der ein oder andere Kessel herkommt, möglicherweise sogar aus völlig verschiedenen Orten, gibt es ja noch Zulieferer für die diversen Beschlagteile und dann muss das ja noch irgendwo zusammengeschraubt werden.

    Und wenn man das Ergebnis noch gewinnbringend verkaufen will, muss man Kompromisse machen.

    Kompromisslos gab es zuletzt in den 1980er Jahren. Das war manchen Leuten trotz fantastischem Preisleistungsverhältnis damals schon zu teuer. Und heute ist dank Globalisierung, also faktisch Auslagerung in Billigproduktionsländer die Kompromisslosigkeit nicht mehr darstellbar.

    Ob ein Produkt dann gut oder weniger gut ist, kann man oft nur noch daran erkennen, dass man es ausprobiert, wenn es teurer ist, hat der Markeninhaber vermutlich zuvor schon den Müll getrennt.


    Ich versuche, mich auf qualitativ brauchbares Gerät zu beschränken, das auch eingesetzt wird und letztendlich Freude macht.


    Grüße

    Jürgen

    Guden Nachmittag,


    ich hatte auch schon Decken, Kissen und diverse Textilien in der Trommel, aber festgeklebt habe ich die noch nie.

    Neulich sah ich in der Vereinstrommel aus der Decke noch einen Trommelstock herausragen, der war mal über die Rosette hineingeraten und ja, da sind die Felle auch nicht porös, also blieb er drin, klingt seitdem wollig-holzig-filzig, so wie es sein muss.


    Einmal aufschütteln und dann ist die Bettwäsche wieder frisch. Bei Festinstallation der Trommel wüsste ich noch weniger, wozu man da kleben sollte. Wegen Erdbeben vielleicht?


    Grüße

    Jürgen

    Guten Nachmittag,


    der Sinn der Übung zeigt sich ja jetzt schon:

    der ein oder andere, der glaubte, erfährt nun die Wahrheit.

    Wir können über Profis viel meckern, aber die meisten von uns klingen wie Amateure (bei mir leider auch nicht besser). Und wer meint, an zwei Minuten verzweifeln zu müssen, darf das auch gerne mal einen Profi machen lassen, der lacht sich dabei kaputt. Das ist der Unterschied zwischen Einzeller und Großmeister. Ein bisschen Demut schadet uns allen nicht.


    Zum Trost: es gibt auch Auftrittsmöglichkeiten für nicht so Begabte. Diese nehme ich wahr und das Publikum ist ja meistens auch recht dankbar. Es muss nicht immer Kaviar sein. Und für den Rest hilft Üben oder schön saufen oder einfach mal akzeptieren, dass man in der Vergangenheit nicht (gut) genug geübt hat und sich das halt bemerkbar macht.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Morgen,


    es gibt halt schon alles, nur noch nicht von jedem.

    Wenn ich hier dauern Brass höre, frage ich mich, ob ich im Bläserforum gelandet bin.

    Ansonsten: eindeutig made by Remo, U. S. A., steht doch drauf.


    Grüße

    Jürgen

    keine Neuheit, nur altes Eisen

    Guten Nachmittag,


    also das T-Shirt ist schon mal gut.

    Aber den Fernseher lassen wir das nächste mal aus, da muss ja was unheimlich Interessantes gelaufen sein ...


    Im Ernst: wenn ich die Klöppel da so lose herumliegen sehe, hätte ich Angst gehabt, die mal eben

    versehentlich artistisch irgendwo sonsthin zu feuern nebst perkussivem Extraeffekt.

    Und den Kopfhörer hätte ich mal aufgesetzt.

    Ach ja, da war ja was ...


    - Moment - (kram, such, Kurbel, Fall über Blumentopf, ach, aua, die Tischkannte wird auch langsam rund, uiuiui) ...


    ahle worscht so:

    Kick: klingt sehr hoch* und kicksig. Da fehlt mir ein bisschen der Bums. Ein bisschen Schmackes (Gnadenhall und Volumenanhebung würde ich der doch mal gönnen wollen, zumal die unteren Tenöre ja gerne etwas verloren gehen, wenn noch ein Chor sich dazu gesellt.

    Kleine: auch recht hoch, zarter Anschlag mit Bauch darunter, recht elegant, für einen back beat vielleicht schon fast zu zart? Im Zweifel würde ich noch etwas Schärfe (Chili?) dazu geben, sollte es beim Mix vielleicht zu dezent sein.

    Tom-Toms gefallen mir zusammen und bei Mehrfachschlägen schön rund, bei Einzelschlägen verklingt mir das Kleine ein bisschen schnell.

    Insgesamt gewinnen fast alle Trommeln bei Mehrfachschlägen, sie sind also tendenziell alle etwas trocken. Das kann hinterher vorteilhaft sein, alleine klingt es halt immer ein bisschen einsam.

    Erstaunlicherweise klingt für mich auch die Hi-Hat recht hoch. Das Anschlagsgeräusch dominiert, das Volumen ist dezent-ausgewogen, ein wenig zurückhaltend, fast jazzy. Die anderen Becken haben die gleiche Klangfarbe, ich erkenne sie als ein etwas ganz leicht angebräuntes und mit einer Spur zartem Grasgrün versehenen Gelb, so in etwa der Richtung Sahara bei frischer Brise.

    Wenn man jetzt das Lied kennte?

    Klingt irgendwie nach Mittelstrom-Pop, ich rate mal ...


    ... später.


    Grüße

    Jürgen


    PS

    Den Fisch aus dem Ablageaquarium gab's zu Mittag?

    Studiokantine Bad Schwartau, Mittagstisch heute: Goldie an Waldbeer-Gelee von der Fabrik um die Ecke, dazu Gänsewein lieb perlig?


    *) F#, ca. 90 Hz?

    Gude,


    Danny Carey : mach' Dir keinen Kopp, die Dinger konnte man damals, als es noch Händler gab, auch dort (beim Händler) modifiziert bekommen und dass es Gussreifenfanatiker und -phobiker gibt, das ist ja bekannt. Es kann auch sein, dass in dem ein oder anderen anderen Katalog so etwas jeweils schon mal vom Hersteller als Variante in Betracht gezogen wurde, da müsste ich jetzt aber wirklich wieder ins Bett und den Nachmittag Kataloge lesen, das wäre fatal, weil dann wollte ich wieder ein Signature in Rosenholz und dafür müsste ich erst mal kapital kriminell werden und das wollen wir ja nicht, es reicht ja, wenn ich in der Verwandtschaft da Spätentwickler erleben darf.


    Die geilste (Kleine) Trommel (= Snare Drum, Caisse Claire, Piccolo Casa) der Welt ist und bleibt Horst Links Erbstück, die HLD590.

    Alle, die anderer Meinung sind, sind halt neidisch, weil sie sich das nicht leisten können, das kann am Geld oder am Bruch liegen.


    Grüße

    Jürgen

    Hallöle,


    also ich würde ja gerne so ein Gerät noch für den Gebrauchtpreis von 1985 bekommen, damals als das Sperrgut keiner mehr wollte, aber die waren damals schon teuer und das vollkommen berechtigt, eigentlich hatten sie sogar ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis.

    So etwas gab es seitdem in dieser Qualität nicht mehr. Und man hat es auch gehört.

    Die verarbeitungstechnische Güte würde heute ein Vermögen kosten, das kaum noch jemand bereit wäre zu zahlen. Wir haben ja unser Leib und Leben an China ausgelagert, seit der Pandemie haben wir so ein klein bisschen homöopathisch mitbekommten, wohin das führt.

    Es ist keine Frage: das beste braucht niemand. Es ist aber dennoch das Beste.

    @DannyCarey : Die D 508x hatte genau die Reifen vom Foto, die HLD 588 wurde mit Gussreifen standardmäßig ausgeliefert.


    Grüße

    Jürgen

    Hallöle,


    ich hab da nichts zu meckern.


    Mir fällt immer wieder auf, dass heutzutage das spieltechnische Niveau höher ist als früher (1980er). Wir klangen damals nach vielleicht fünf Jahren nicht besser. Ich also auch nicht.


    Die Musik geht aus meiner Sicht in die Punk-Rock-Ecke, ich finde das immer ganz charmant, besonders schön finde ich den Hintergrundgesang, so spart man sich die Keyboards.


    Für Freunde des Akkuratismus sind Anfängerkapellen und Punk ohnehin nicht geeignet.


    Was mir zur Geschlechtersache oft auffällt: während wir Buben damals uns immer für richtig toll gehalten haben, höre ich da oftmals so eine übertriebene Zurückhaltung und Selbstkritik. Dabei ist es dann so, dass als Ergebnis oftmals etwas herauskommt, was eher auf Angebergefrickel verzichtet und halbwegs sortiert die Nummer durchzieht. Das war bei mir früher oft ganz anders. Heute würde ich die Nummer natürlich auch eher dezent spielen, also grundsätzlich gar nicht anders. Allzu viele Akzente und Fill Ins gehören in die Nummer auch nicht hinein, die soll ja fließen und nicht zerhackt werden.


    Weiter so und rauf auf die Bühne!


    Grüße

    Jürgen


    Edith zur Frage windstar23: wenn man sich das Hierreinstellrecht vorher besorgt hat, ja, ansonsten halt nein.

    Guten Morgen,


    wenn man erst mal über die Farbe diskutiert, dann kann es keine Probleme mehr geben.

    Jeder Jeck ist anders und der eine hat es halt gerne so und der andere anders.

    Mir gefällt die Farbe nicht, die Einlage finde ich dagegen schick, gekauft hätte ich mir natürlich eine andere Marke und andere Größen und natürlich mehr Trommeln und die Becken dazu. Dafür hätte ich die ganzen Autodinger verkauft, in der Stadt hat man eh keinen Platz, die zu parken.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Morgen,


    also mir fällt beim zweiten Teil auf, dass die Introduktion wesentlich energischer gespielt wurde.

    Das könnte daran liegen, dass der Spieler in Vorhersehung des größeren Hupenvolumens gleich mal von Jazz auf Rock geschaltet hat - zumindest am Anfang.


    Ansonsten: ja, den Unterschied hört man, ob man das braucht, muss jeder selbst wissen. Mir wäre der Aufwand zu hoch.


    Grüße

    Jürgen

    Hallo,

    ....probiers Das doch mal


    .....kurz um (umkehrschluss) in einem Satz, wäre eigentlich eine konsquente, gefolgerte berechtigte Frage, auf die Eingangsfrage (Threadüberschrift)

    dann imho eigentlich auch:


    Rechtshänder: Gespiegelter Aufbau ( also dann am Linkshänderset) Und (nicht oder) Open - Handed

    in der Tat, man sollte das mal probieren. Bei mir ist das sogar möglich ohne größere Umbauten.

    Das Ergebnis:

    a) alleine schon dafür, dass die die Hi-Hat üblicherweise mit Links spiele, hat mich einige Extra-Übestunden gekostet.

    b) als ich mal Übungen mit Bass Drum auf dem linken Fuß gemacht habe, da klang das auch so. Ich bin Rechtsfüßer. Wenn ich also Links genauso gut werden will oder gar besser, dann müsste ich extrem viel üben.

    c) die Hi-Hat rechts mit dem rechten Fuß zu treten, geht ja gerade noch, kommt einem aber auch schon komisch vor. Dann noch an der richtigen Stelle und mit der richtigen Dynamik das mit der linken Hand zu koordinieren, ist eine Herausforderung, die was braucht? Ja, ganz viel Üben.

    d) Und selbst bei Tom-Tom-Läufen müsste ich noch etwas üben.


    Alles zusammengefasst: man kann mit Üben jede Schwäche ausgleichen, wenn man viel übt.

    Es ist einfacher und effektiver, die Bude so aufzubauen, dass man nicht ständig Spezialübungen machen muss.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Morgen,


    wenn man bei Rechtshändern davon ausgeht, dass das Set-Up so ist, wie es meistens ist und das auch gut so sei, dann stelle ich mir die Frage, warum Linkshänder Kompromisse eingehen sollen.


    Natürlich gibt es auch Linksfüßer und Leute, die alles Mögliche irgendwie anders machen, ich selbst habe ja auch so meine Marotten.


    Wenn man Rechtshänder "normal" unterrichten will und Linkshänder "anormal" auf offen, offensichtlich, weil dann die linke Hand die Hi-Hat spielt (und vielleicht auch das Ride-Becken), dann sind das zwei verschiedene Konzepte, die nicht zu harmonisieren sind, wenn dann die Tom-Toms ins Spiel kommen. Warum spielen wir die dann doch wieder mit der rechten Hand beginnend? Und wenn der bäbäbäbäbobobobobubububu über die drei Toms fertig geklöppelt ist, ist die linke Hand die letzte 16tel rechts außen gewesen und soll dann eben mal schnell links weiter die 8tel mit der Hi-Hat klopfen? Ja, der Trick mit dem Crash dazwischen, ist schon klar, aber wenn man nur ein Crash hat, stünde das ja traditionell auch eher links.

    Ich selbst habe da für alles eine Lösung, aber ich bin Rechtshänder und wenn ich Linkshänder wäre, dann hätte ich die Bude anders aufgebaut, ich baue sie ja als Rechtshänder auch nicht verkehrt herum auf.


    Der bekannteste Linkshänder sagt ja ganz klar: wenn das Gerät anders aufgebaut ist, kann er es nicht spielen. Seiner Karriere scheint es nicht geschadet zu haben.


    Grüße

    Jürgen

    Hallo,


    also die Alpha-Becken sind gar nicht so schlecht, vor allem aus der ursprünglichen Serienfassung wären die für mich auch heute noch einsetzbar.


    Andererseits würde mich für Glück und Seligkeit derzeit am meisten der Raum interessieren, denn der entscheidet möglicherweise zwischen "klingt irgendwie blechern" und "ah".

    Dass die kommende Bude dann irgendwie ligamäßig nicht zum Blech passt, ist halt merkwürdig, aber auf der Welt gibt es noch ganz andere Dinge, die man nicht versteht oder verstehen will.


    Grüße

    Jürgen

    Mahlzeit!


    Ich würde anbetrachts der Preissteigerungen in der letzten Zeit auch eher davon ausgehen, dass man dafür Geld bekommt.

    Phonic Plus in Mahagoni Furnier sehe ich auch, die Becken dürften bessere Zildjians sein, wenn ich es verkaufen wollte, würde ich für die Kleine Trommel tatsächlich 500 ansetzen, eher mehr, um Verhandlungsspielraum zu haben, für den Kesselsatz plus Hardware würde ich es auch mit 1000 versuchen und notfalls auf 500 heruntergehen, wenn sich das nicht alsbald verkaufen lässt.

    Becken je 200 Euro als VHB, tatsächlich dann an gute Freunde für 150.

    Die Kessel sind natürlich aus Buche, Mahagoni ist nur das Außenfurnier für die Optik.


    Die Bude erinnert mich an ein Set, was ich vor vielen Jahren mal in Südhessen erlebt habe.


    Bei Preisen weiß ich halt nicht so recht, wie viele Käufer es aktuell wirklich gibt.

    Einerseits kostet alles mehr, andererseits halten ja manche den Geldbeutel zu.


    Grüße

    Jürgen