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Bernie

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1

Mittwoch, 24. September 2003, 13:32

Polyrhythmik

Sehr beeindruckend finde ich die Jazzrock-Polyrhythmik, die sich in den 70er Jahren etablierte. Ich denke an Stücke wie "Nyctophobia" von Alphonse Mouzon oder "Solarization" von Billy Cobham. Michael Walden hat auch diese Technik gespielt. Später auch Simon Philips, Dennis Chambers und andere.
Weiß jemand, welcher Drummer erstmals diese Technik einsetzte/erfand? War es Cobham beim Mahavishnu Orchestra? Schönen Gruß!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bernie« (24. September 2003, 14:49)


ModHolle

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3

Mittwoch, 24. September 2003, 14:49

Polyrhythmik

Ich nehme mal an, da hat sich irgendein Afrikaner vor ein paar tausend Jahren überlegt, er und seine Kumpels könnten ja mal versuchen, nicht immer genau das gleiche zu trommeln und haben dabei die Polyrhythmik erfunden.

:rolleyes:

Holle
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Crusada

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4

Mittwoch, 24. September 2003, 14:53

Polyrhythmik= in bestimmer Reihenfolge auf irgendwas kloppen...das kommt von den Buschtrommlern...die sollten unser aller größte Vorbilder sein :D
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Bernie

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5

Mittwoch, 24. September 2003, 15:01

Sorry, ich habe mich vielleicht etwas unklar ausgedrückt.
Natürlich gab es Polyrhythmen bereits vor etlichen 100 Jahren. Ich meine aber hier die sehr schnell gespielten Patterns auf HiHat, Bassdrum und Snare. Ein etwas bekannteres Beispiel hört man im Song "Vital Transformation" vom Mahavishnu Orchestra. Am besten mal www.musicline.de öffnen und als Interpret Mahavishnu Orchestra eingeben und CD "The Inner Mounting Flame" wählen. Dann kann man sich die ersten 30 Sekunden vom Titel 5 vorspielen lassen.

Marcus

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6

Mittwoch, 24. September 2003, 15:05

Es wäre zwar ein bemerkenswerter Meilenstein für unsere Zunft gewesen, aber die "Erfindung" der Polyrhythmik ist mit Sicherheit nicht auf einen der o.g. Zeitgenossen zurückzuführen.
Polyrhthmik findest du unter anderem in zahlreichen klassischen (=uralten) Kompositionen, wie auch in vielen ethnischen Musikrichtungen.

Gruß
Marcus
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Bernie

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7

Mittwoch, 24. September 2003, 15:13

Ich rede hier von der Einführung der Polyrhythmik im Jazzrock und meine keine Buschtrommler, Klassiker oder ähnliche. (Diese Bemerkung ist nicht abwertend gemeint. Aber ich denke, es war für das konventionelle Drumset ein Riesenschritt nach vorne.)

catastrophy

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8

Mittwoch, 24. September 2003, 16:17

@bernie
ist denn das so schwer zu begreifen? ?(
das hat keiner der modernen drummer erfunden, sondern viele haben es einfach übernommen, weil man diese rhythmen in sehr vielen verschiedenen musikbereichen (in z.t. sehr alten kompositionen) finden kann.
es sind nicht die andern user, die deine frage falsch verstehen..... die frage ist insofern schwachsinn, dass man sie nicht beantworten kann...
das einzige, was man mit sicherheit sagen kann ist, dass nicht der gute billy die polyrhythmik entdeckt hat...
noch viel weniger als kolumbus amerika;)
per i tuoi larghi occhi, per i tuoi larghi occhi chiari...

00Schneider

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Mittwoch, 24. September 2003, 16:25

Zitat

Original von catastrophy
noch viel weniger als kolumbus amerika;)

Eben. Durch Kolumbus wurde Europa aufmerksam auf Amerika, es gab also doch noch irgendwo ein entferntes Land.

In sofern ist die Frage nicht ganz schwachsinnig, vielleicht war Cobham im Jazz-Rock der Erste der es so einsetze. Und auch wenn er nicht der erste war, dann wurden andere darauf vielleicht erst durch ihn aufmerksam.

Rabb hat die Freehand Technik auch nicht erfunden, aber jeder denkt an ihn wenn er Freehand hört. ;-)
Einer will immer mehr.

Bernie

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10

Mittwoch, 24. September 2003, 17:54

Hallo Mr. Katastroph! Einfach richtig lesen lernen und nicht aufregen. Hier ist die Rede von konventionellen Drumsets. Wir reden hier von JAZZROCK. Ist das denn so schwer zu verstehen?

Crusada

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11

Mittwoch, 24. September 2003, 18:33

@Bernie: Auf HiHat,Snare,etc übertragen sind Polyrhythmiken immer noch Polyrhythmiken...da gibts nur einfach ein biißßchen mehr Möglichkeiten.
Die Polyrhythmik an sich wurde sicherlich auch entdeckt und nicht erfunden...den es ist etwas Immaterielles...ein Auto kann man erfinden, oder ein Rad... Einstein hat die Relativitätstheorie auch nicht erfunden sondern entdeckt(sofern sie stimmt und nicht doch frei erstunken, erloggen ist)...Fazit: Es gibt erste Entdecker(Cobham ,etc.) einiger Techniken(teilweise bewußt ,andere unbewußt)... als man die Sache genauer erforscht hatte gab man ihnen einen Namen...so läuft das heute noch ganz genauso..
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Bernie

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12

Mittwoch, 24. September 2003, 18:43

Hallo Crusada, interessanter Aspekt! Allerdings bin ich der Meinung, dass Rhythmen nicht immer entdeckt sondern auch durchaus erfunden werden können. Die Reihenfolge bestimmter Schläge ist doch - wenn auch entfernt - vergleichbar mit der Reihenfolge von Worten.
Ein Gedicht wird doch auch vom Schriftsteller erfunden und nicht entdeckt. Oder sehe ich das falsch?

catastrophy

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Mittwoch, 24. September 2003, 18:53

jau bernie, so wirds wohl sein. diese "polyrhythmik technik" ist schon was tolles :D oder steht da etwa nicht mehr "technik", wenn ich richtig lesen lerne?
außerdem:

Zitat

Wir reden hier von JAZZROCK. Ist das denn so schwer zu verstehen?

seit wann ist ein mensch "wir"? oder spricht da irgend jemand anders von jazzrock? die anderen reden von polyrhythmik?

Zitat

Einfach richtig lesen lernen und nicht aufregen

Vielleicht liegts ja auch an der fragestellung...??? Also ich weiß nicht ;) ....
Aufregen? Nene. Keine Angst! Das sieht ganz anders aus :P
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Crusada

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Mittwoch, 24. September 2003, 19:08

Könnte man so sehen aber... ein Gedicht besteht meist aus vielen Worten, die in sinnvollem Zusammenhang gebracht werden... Worte sind erstmal keine Erfindung sondern kommen aus dem Wortschatz einer Sprache-->diese widerum entwickelt sich im Laufe von vielen Jahren(die meisten Sprachen zumindest)..hier kann auch von keiner Erfindung sprechen...
man spricht ja von Gedichte schreiben oder verfassen...ich würde weder von einer Entdeckung als auch einer Erfindung ausgehen , denn wie oben genannt, wird hier aus dem vorhandenen(nicht neues, also keine Erfindung) Wortschatz anhand des Gehirns Worte in sinnvollen Zusammenhang gebracht... ..dasselbe geschieht ja beim Schreiben von Songs oder dem Interpretieren der Musik,Stimmungen....
Kann man nun einen Rythmus erfinden? Ich denke das ist Interpretationssache...von der einen Seite gesehen gibts es jeden Rythmus, der jemals gespielt (oder eben nicht gespielt) schon...ein 4/4-Takt wurde irgendwann zum 1.Mal gespielt...aber derjenige hat ihn nicht erfunden, weils ihn ja schon gibt...er hat ihn entdeckt oder?....oder man kanns eben so sehen wies du geschr.hast: Rythmus->bestimme Schlagreihenfolge->der 1.Spieler ist der Erfinder.... aber eigentlich gibts den Rythmus schon er wurde nur noch nicht gespielt...wie du siehst ist das Auslegungssache...
..so genug gelabbert...
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Sebomaniac

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Mittwoch, 24. September 2003, 22:25

Meint ihr sowas wie "5 gegen 4" trommeln ??? Also mit z.B. der einen Hand 5 Schläge und in der gleichen "Zeit" 4 mit der andern ???
Solche Backbeatdreher wie z.B. Vinnie oft spielt (Sting - ten summoners Tales - Munificient 7, St. Augustin in Hell ? )

Aufklärung bidde !!

Dange !

Greeetz

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Donnerstag, 25. September 2003, 12:47

unter polyrhithmik versteht mann/frau im allgemeinen die gleichzeitige verwendung von 2 oder mehreren rhythmischen figuren. die "backbeatdreher" von vincent c. basieren auf einer anderen idee. munificent 7 ist ein ganz lustiges beispiel. im endeffekt spielt vinnie einen "normalen" 4/4 oder 8/8 takt. steht jetzt der song in z.b. 7/8 dreht sich der beat im 2 takt und in takt 3 landest du wieder auf der eins. sehr schöne beispiele dafür findet der geneigte höhrer auch auf vinnies soloscheibe. die ist allerdings auf stretch-records (chick coreas label) erschienen und platte kaufen füttert mehr oder weniger direkt die scientology. deshalb ist hier brennen ausnahmsweise erlaubt ;-)


stay tuned

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Donnerstag, 25. September 2003, 12:55

Zitat

Original von Sebomaniac
Meint ihr sowas wie "5 gegen 4" trommeln


Vom Begriff her wäre das dann polymetrisch, weil Du in der gleichen Zeitspanne (Taktlänge) einmal 5 und einmal 4 trommelst.

Holle
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Sebomaniac

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Donnerstag, 25. September 2003, 13:12

@matzdrums

Ja, danke, es ging mir hier eher um die Definition, also um Bedeutungsfindung des Wortes Polyrhytmik......

Was der guter Herr C. da (und auf seiner Soloscheibe, die ich schon 1 Woche nach Release hatte :D ) ist/war mir klar, is ja nich sooo schwierig.... ;)

ICh wusste nur nicht ob man jetzt sowas z.B. als Polyrhythmik bezeichnet !!!

Danke nochmal...

Greeeetz

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19

Freitag, 17. Oktober 2003, 15:57

Wenn ich die Eingangsfrage nach lesen der übrigen Beiträge richtig verstanden habe willst Du wissen, ob Cobham einer der ersten war?
Ich würde mal sagen -im Zusammenhang mit dem Thema Jazzrock-: Harvey Mason, Al Foster usw. und wer sonst noch bei Bitches Brew sich die Ehre gegeben hat gelten als "Erfinder" der in den Jazzrock eingebrachten Polyrhytmik.

Und das ist immer noch gaaaanz weit hergeholt...

Nimm nur mal Buddy Rich als Beispiel: frühe Aufnahmen im Bebop/Cooljazz-Style zeigen reichlich Beispiele auf... und manchmal waren die Bigband-Sounds nur knapp an den 70er Jazzrocks-Figuren vorbei. Ersetze mal die E-Guitar durch Bläser, lege ne leicht geänderte Grundfigur drunter und schon ist der Unterschied marginal...

Heglandio

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20

Sonntag, 26. September 2004, 22:15

Interessant für alle nicht Wissenden:

http://www.justchords.com/theory/polyrythm.html