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slo77y

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Registrierungsdatum: 13. Juni 2005

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1

Samstag, 9. Juli 2011, 12:45

Wie haue ich richtig auf ne Trommel ?

Hi!

Ich weiss das Thema klingt müßig... aber bereitet mir Kopfzerbrechen!

Mir fällt bei sehr vielen Drummern die ich im Studio aufnehme, und ganz besonders bei mir auf, dass vermeintlich gleichlaute Snareschläge in der Lautstärke sehr stark varriieren.. (bis zu 10db oder so)

Ich glaube das hat maßgeblich damit zutun, dass man sowas als Drummer beim spielen aufgrund von psychoakustischen Effekten sehr schlecht merkt und daher nur sehr schlecht ein Bewusstsein dafür entwickeln kann. Ich spreche damit den im Kopf eingebauten "Limiter" an, der so ab ca 100db greift... Man meint wenn man selber spielt viel eher, dass Snareschläge gleichlaut wären, weil alles was zu laut ist einfach vom Kopf her runtergeregelt wird... Kennt man ja, setzt man sich mal ohne Gehörschutz ans Set sind selbst Snareschläge ohne Wumms schon richtig laut...

Dazu kommt, dass es mir extrem schwer fällt die Snare immer EXAKT gleich zu treffen, sodass die Schläge alle sehr ähnlich klingen.


Wer meint er hätte das nicht muss sich mal unter anständigen bedingungen Aufnehmen.... Das Phänomen hat so gut wie Jeder Drummer, den ich bisher aufgenommen hab... Ich kenne in meinem Bekanntenkreis einen, der das nicht hat; und der klingt logischerweise auf jedem Kit wie Gott. Aber der spielt auch seit 15 Jahren jeden Tag..



Grosse Preisfrage: Gibt es da irgendwelche gezielten Übungen das wegzubekommen? Mir fällt auf, Geschwindigkeit spielt eine grosse Rolle... Beim dicken HalfTime Part knallt die Snare auf einmal relativ gleichlaut, weil man da viel Zeit zum ausholen hat und immer so hart drauf knüppeln kann, dass der Kessel sein Lautstärkemaximum erreicht. ("natürliche Komprimierung") Danach schneller Doubletime Part.... die Lautstärke der Snare sinkt um die Hälfte ab...


Ich versuchs aktuell einfach damit, mein gesamtes Spiel zu verleisern, um dann auch in schnellen Passagen genug Kraftreserven zu haben um einen gleichlauten Snareschlag zu spielen... so richtig Spass macht das aber nicht..


Hat da irgendjemand fruchtbare Tipps für mich, was man da machen könnte, was man gezielt üben könnte... Evtl auch Stimm/Fell/Kessel Empfehlungen... irgendwas?

Besten Dank!
sieg natur.

st4rr

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  • »st4rr« ist männlich

Registrierungsdatum: 20. Mai 2007

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2

Samstag, 9. Juli 2011, 13:06

Ich hab zwar keine Tipps, kann aber von den selben Problemen berichten. Vor allem die Rimshots sind bei mir extrem unterschiedlich. Nicht unbedingt von der Lautstärke her, sondern eher vom Klang.

Sehr interessantes Thema übrigens ;)
Neid ist die aufrichtigste Form von Anerkennung!

  • »trommelfrosch« ist männlich

Registrierungsdatum: 28. Oktober 2004

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3

Samstag, 9. Juli 2011, 13:14

das ist für mich auch immer wieder ein grosses thema ... ich versuch, beim üben nicht alleine auf die snare zu hören, sondern auch darauf zu schauen (!!!), wie weit ich aushole ... und hoffe, dass das irgendwann in´s gefühl übergeht :whistling:

bei sehr sensiblen parts (am besten noch mit rimshots) versuche ich, nur aus dem handgelenk zu spielen ... der moeller auf die kante macht zwar laune, ist aber irgendwie streuungsanfälliger :D ... für mehr power greife ich lieber den stock weiter hinten und eher mit ringfinger/kleinem finger als drehpunkt

grüssle

Charmaquest

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  • »Charmaquest« ist männlich

Registrierungsdatum: 13. August 2010

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4

Samstag, 9. Juli 2011, 13:15

Ich denke auch hier heißt die Devise: üben, üben, üben ("der spielt auch seit 15 Jahren jeden Tag..). Und zwar gezielt auf die Dynamik und die Präzision beim Spielen. Allerdings weiß ich nicht obs wirklich das Ziel sein sollte das alle Schläge immer gleich klingen, nicht umsonst sind bei aktuellen VST-Drum Libraries alle Schläge einer Dynamikstufe in mehreren Versionen dabei, weils sonst schnell nach Maschinengewehr-Salve klingt. Bzw. kenne ich durchaus Drummer die da technisch sehr fit sind, dafür aber einfach nicht lebendig klingen.
Was aber wirklich ein technischer Mangel ist, wenn bestimmte Schläge je nach Kontext auf einmal leiser werden (Double-Bass Passagen), weil man mit dem Kopf zu sehr mit der schwierigen Fußarbeit beschäftigt ist. Das kann man IMHO nur kompensieren in dem man die Füße auf eine höhere Geschwindigkeit trainiert, so dass die langsameren Originaltempi dann entspannter ablaufen können. Zumindest sind das meine Erfahrungen vom Bassspielen, gerade beim schnellen Slapping mit Doppelanschlägen muss man technisch drei Stufen schneller sein, damit man die Technik im Ernstfall im Originaltempo locker drauf hat. Sonst ist man zu verkrampft, Timing und Dynamik gehen flöten.
"I've got a fever, and the only prescription is more cowbell!" - Bruce Dickinson

freak-928

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  • »freak-928« ist männlich

Registrierungsdatum: 25. November 2005

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5

Samstag, 9. Juli 2011, 13:15

Das bemerke ich auch (oder besser meist mein Leher). Da hilft es nur gezieht an der Technik, Rebound,.. zu arbeiten. Das am besten mit einem
Lehrer weil man sowas selber beim spielen, üben weniger merkt. Ich hohle z.b. verschieden weit aus mit dem Händen und abgesehen von der Lautstärke
"eiert" es dann auch ein wenig.

Sowas kann aber auch von verschieden stark abgenützen Sticks kommen.
Mitleid bekommt man geschenkt,
Neid muß man sich erarbeiten.

groovinHIGH

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Registrierungsdatum: 29. November 2010

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6

Samstag, 9. Juli 2011, 13:19

Grosse Preisfrage: Gibt es da irgendwelche gezielten Übungen das wegzubekommen? Mir fällt auf, Geschwindigkeit spielt eine grosse Rolle... Beim dicken HalfTime Part knallt die Snare auf einmal relativ gleichlaut, weil man da viel Zeit zum ausholen hat und immer so hart drauf knüppeln kann, dass der Kessel sein Lautstärkemaximum erreicht. ("natürliche Komprimierung") Danach schneller Doubletime Part.... die Lautstärke der Snare sinkt um die Hälfte ab...


Ich versuchs aktuell einfach damit, mein gesamtes Spiel zu verleisern, um dann auch in schnellen Passagen genug Kraftreserven zu haben um einen gleichlauten Snareschlag zu spielen... so richtig Spass macht das aber nicht..

Hi, eigendlich hast du es schon richtig erfasst. Man könnte den zusammenhangzwischen power und speed als so ne art fallende Kurve darstellen.
Geringer speed und hohe power und hoher speed geht mit wenig power einher. Das ist sowas wie ein Naturgsetz, denn beim schneller spielen müssen die sticks näher am fell kleben, damit man das tempo halten kann. Deshalb ist das langsame spiel leiser zu gestalten schon recht sinnvoll.

Ich würde mal sagen, dass es auch ein stück weit Übung ist langsam, leise und druckvoll gleichzeitig mit Spass spielen zu können. Generell würde ich aber sagen, dass es mit technik zu tun hat. Generell braucht man bei gut eingeprägten Bewegungsabläufen weniger energie, weil sie dann effizient sind und man die reserven dann in die Power stecken kann. Ich merke das bei mir, wenn ich am tempolimit spiele...dann krieg ich die stöcke nicht so leicht weg vom fell.
Ein paar monate später klingt das gleiche tempo viel besser und die stöcke haben mehr "lift" und damit gehts auch Lauter....energie die man am anfang immer verschwendet um ineffiziente schläge auszugleichen.

Damit kann man zwar nicht den Grunsätzlichen Zusammenhang zwischen Power und Speed umdrehen, aber man kann so die Kurve flacher abfallen lassen.

vielleicht hilfts... LG

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »groovinHIGH« (9. Juli 2011, 13:22)


  • »drumrumköln« ist männlich

Registrierungsdatum: 22. Oktober 2006

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7

Samstag, 9. Juli 2011, 13:47

Zu einem großen Teil wirds ganz einfach mit Spieltechnik/Bewegungsabläufen zu tun haben.
Balance zwischen den beteiligten Extremitäten. Nutzende Übung wäre vielleicht : Hände und Füße spielen alle gleich laut ( bzw. auch sehr leise) Viertel. Nun spielt eine Extremität der freien Wahl einen dynamischen Anstieg von beispielsweise pp nach mf über einen Takt und geht dann im nächsten Takt in möglichst der gleichen Dynamikstufung wieder zurück. Darauf folgt dann die nächste usw. Kann man auch über mehrere Takte ziehen. Man kann auch mit der crescendo/decrescendo (bzw. umgekehrt) Extremität jeweils in eine subdivision wechseln usw. Der Kreativität an persönlichen Herausforderungen sind keine Grenzen gesetzt.

Sowas kann in einer gewissen Geschwindigkeits-Range sicher Gutes bewirken.

Im Highspeed-Bereich ist eine gewisse Lautstärke, die man zuvor im "halftime" erreicht hat, vielleicht nicht zu halten, aber da könnte man ja versuchen, die Lautheit im "Halftime" zu drosseln, so dass insgesamt ein ausbalanciertes Ganzes entsteht. (wenn denn musikalisch gewünscht)

Eine andere Übung wäre vielleicht auch noch, Grooves in mehreren Dynamikstufen im mehrtaktigen Wechsel zu spielen. Vier laut, vier leise..., man kann dann auch noch "Mittel" dazunehmen..usw

Venom_z

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  • »Venom_z« ist männlich

Registrierungsdatum: 10. Mai 2009

Wohnort: Karlsruhe

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8

Samstag, 9. Juli 2011, 15:05

Zur Übung: Ich denke auch, dass die Streuung, wie trommelfrosch erwähnte, größtenteils mit dem Muskelgedächtnis zu tun hat.
Oft wird das was in den ganzen Lehrbüchern, zwischen den Zeilen steht, vernachlässigt, zB. die Wichtigkeit von langsamem Spiel und auch das Üben von Dynamik. Wenn man das nicht gezielt übt und sozusagen die beteiligten Parameter, Stockhöhe, die verwendete Kraft und den Ort des Aufpralls damit nicht konsistent(er) macht, bleibt das halt blurry! Da hilft nur, genau das, was du gerade machst, auch wenn man meistens die Tendenz hat höha, schnella, weita! Ich glaube man wird echt gut belohnt, falls man diese Kontrolle besitzt und das mental als vollkommen gleichwertiges Spiel zu empfinden....ohne leise, gibt's auch kein laut, das gleiche gilt für's Tempo -> Spannung, Frische etc....

Zum Psycho-Akustik-Teil: Ist natürlich mal ne gute Frage, warum man das nicht merkt. Mein Laiengedanke dazu: Wenn man bedenkt, dass der Frequenzbereich einer Snare, ja genauso wie die Sprache in den Mitten angesiedelt ist, also so 1-4 kHz sag ich mal, und man sich die Fletcher-Munsen-Kurvenschar anguckt, sieht man, dass in dem Bereich, das Gehör am sensibelsten ist. Tiefere oder höhere Frequenzen benötigen einen viel höheren Schalldruck, um als gleichlaut wahrgenommen zu werden.
Macht ja auch aus evolutionstechnicher Sicht Sinn, dass die Menschen auf den Frequenzbereich der Sprache am sensibelsten ansprechen, so etwas holzschnittartig : "Uga, Uga, Urulla": Translation: "Ja, Digger, der Löwe kommt und will uns alle alle fressen, lauft ma weg!" Wenn dann die anderen, dieses akustische Ereignis innerhalb des restlichen Sounds der Steppe, der so abgeht, nicht hätten hören können, wären wir vermutlich nicht so weit gekommen.
Will heißen, dass der Limiter-effekt, wie du schreibst, sich ja viel schneller aktivieren müsste, was die Snare angeht. Ich weiß allerdings nur vom Limiter, der die inneren Haarzellen im Ohr schützt, falls der Schalldruck zu laut wird.
Ob der damit zusammenhängt oder irgendwelche Maskingeffekte, oder wie oder was: keinen Schimmer!

PS: Wobei da ist irgendwie ein Denkfehler drin. 100 dBSPL sind physikalisch natürlich immer 100 dBSPL, das macht also immer das gleiche am Ohr. Und Fletcher-Munson ist ja nur, wie wir's subjektiv empfinden...hm.

Gruß
Venom_z

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Venom_z« (9. Juli 2011, 15:19)


Unas

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  • »Unas« ist männlich

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9

Samstag, 9. Juli 2011, 15:09

Wenn alle Schläge gleich laut sein sollen, dann Trigger dran und Dynamik aus. Der Rest ist handgemacht und ich kenne auch kaum einen Trommler, wo WIRKLICH jeder Schlag exakt gleichlaut ist.
Sehe da kein großes Problem bei.
Jag bryr mig inte om du förstår det här.

Ralli Son

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  • »Ralli Son« ist männlich

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10

Samstag, 9. Juli 2011, 15:10

bei mir ist es so:

wenn die schwarze Farbe von meinem Promark 707 auf den Gussreifen meiner Snare abfärbt, bin ich mit dem Sound zufrieden. Viele sagen zwar: boah, is dat laut, aber da mach ich keine/ selten Kompromisse. Netter Nebeneffekt: wenn der schwarze Ring vom Stick auf den Rim trifft, haut man mit der Spitze (fast immer) automatisch in die Mitte.
& Immer schön gleichmässig ausholen, dann wirds was.

alexx

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  • »alexx« ist männlich

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Wohnort: waldshut

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11

Samstag, 9. Juli 2011, 15:22

klingt das nicht zu steril wenn sich jeder snareschlag gleich anört?
ich denke die dynamik kommt genau durch das, dass sich die snareschläge in KLEINER weise sich unterscheiden?!

mc.man

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  • »mc.man« ist männlich

Registrierungsdatum: 25. August 2007

Wohnort: Ahlen

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12

Samstag, 9. Juli 2011, 15:24

Ich spreche damit den im Kopf eingebauten "Limiter" an, der so ab ca 100db greift...


Wenn das das Problem ist, dann müsste doch ein gescheiter Gehörschutz für Abhilfe sorgen.
Gruß vom Mc.Man
auch bei Myspace

HOHK

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  • »HOHK« ist männlich

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13

Samstag, 9. Juli 2011, 16:05

Geiles Thema (und so individuell)... 8)

Ich bin gerade in Bremen wegen Breminale - hier kann man, was gleichmäßge Lautstärke angeht, tolle Unterschiede studieren.
Beispiel: In einem Zelt war am Mittwoch das Motto "Hölle und Teufel" oder so ähnlich. Da stellte sich die Frage nach der gleichmäßgigen Lautstärke nur für die Kondition. Mit Nachlassen derselben reduzierte sich das je nach Konstitution. Was den Sound dieser Veranstaltung angeht, slo77y, hättest Du wahrscheinlich einen gepflegten Kackreiz verspürt.
Ich muss dann oft an meinen Vater denken der gesagt hätte: "Na ja - besser, als wenn sie alten Frauen die Handtasschen klauen!"

Ein Zelt weiter war der Sound wunderbar und der Drummer beherrschte alle Faccetten von Dynamik. Der war so schlau, mit der Lautstärke unten anzufangen und hatte dadurch einfach mehr Bandbreite. :D

Insofern würde ich auch mal mutmaßen, dass die Beherrschung von gleichmäßiger Lautstärke eine Frage des Übens über lange Zeit ist. Da bist Du technisch ja ausreichend equipt, um das zu kontrollieren.

Apropos Breminale:
Wer sie nicht kennt, glaubt das einfach nicht, was da abgeht - ohne Eintritt, ohne Agressionen, ohne komatöse Suffköppe und das bei Zuschauermassen bis unter beide Arme.
Dann das Musikprogramm: vielfältig und für jeden etwas geboten, ohne anbiedernden Mainstream; ich finde das einmalig.
Und eine andere Besonderheit: Seit drei oder vier Jahren wird dort Bier in Flaschen verkauft!
Ich habe zuerst gedacht, die spinnen, aber: Das Bier wird ohne Pfand verkauft und eine ziemlich professionell arbeitende Sammlercrew, die sich aus der Bremer Obdachlosenszene rekrutiert, sammelt alle leeren Flaschen quasi "auf eigene Rechnung" blitzschnell auf. Nach der Veranstaltung habe ich nicht eine Flasche auf dem Gelände gesehen und auf dem Heimweg nur eine kaputte auf der Straße.

Da möchte ich glatt sagen: Ich bin stolz, ein Bremer zu sein!

.

groovinHIGH

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Registrierungsdatum: 29. November 2010

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14

Samstag, 9. Juli 2011, 16:41

Ich glaube man wird echt gut belohnt, falls man diese Kontrolle besitzt und das mental als vollkommen gleichwertiges Spiel zu empfinden....

Find ich sehr schön ausgedrückt! ;) =)

  • »trommelfrosch« ist männlich

Registrierungsdatum: 28. Oktober 2004

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15

Samstag, 9. Juli 2011, 16:49

Wenn alle Schläge gleich laut sein sollen, dann Trigger dran und Dynamik aus. Der Rest ist handgemacht und ich kenne auch kaum einen Trommler, wo WIRKLICH jeder Schlag exakt gleichlaut ist.
Sehe da kein großes Problem bei.


ich denke nicht, dass es um absolut identische pegel geht, sondern um diese kleinigkeiten wie z.b. den einen schlag nicht genau in die mitte zu treffen, oder den einen schlag nicht genau so knackig als rimshot zu treffen (oder blöderweise nur rim ohne shot ;( )... das sind so ausreisser die ich auch nicht gerne bei mir selbst höre ...

  • »openwater« ist männlich

Registrierungsdatum: 10. Juni 2011

Wohnort: Karlsruhe

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16

Samstag, 9. Juli 2011, 16:50

Ich gebe zu bedenken, dass normalerweise (bei einem akustischen Instrument) eine Veränderung der Lautstärke auch mit einer Veränderung der Klangfarbe einher geht ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »openwater« (9. Juli 2011, 16:54)


abbot

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Registrierungsdatum: 4. Januar 2010

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17

Samstag, 9. Juli 2011, 17:45

Wenn alle Schläge gleich laut sein sollen, dann Trigger dran und Dynamik aus. Der Rest ist handgemacht und ich kenne auch kaum einen Trommler, wo WIRKLICH jeder Schlag exakt gleichlaut ist.
Sehe da kein großes Problem bei.


ich denke nicht, dass es um absolut identische pegel geht, sondern um diese kleinigkeiten wie z.b. den einen schlag nicht genau in die mitte zu treffen, oder den einen schlag nicht genau so knackig als rimshot zu treffen (oder blöderweise nur rim ohne shot ;( )... das sind so ausreisser die ich auch nicht gerne bei mir selbst höre ...

:pinch: genau :P aber geht es da nicht um den pegel bei aufnahmen? bei mir ist es genau umgekehrt. ich denke die ganze zeit: auweia, wie hört sich das wohl an? aber nachher ist es doch einigermassen brauchbar. :whistling: aber wie auch immer. für mich ist die erzeugung und kontrolle von geräuschen ein grosser teil beim schlagzeug spielen. draufreinschlagen kann jeder. aber spielen ist etwas anderes. man muss dazu auch immer wieder ausprobieren. z.b. experimentiere ich gerade mit der hilfe von ein paar tips von groovinHIGH an meinem rechten fuss herum, um die nuancen besser auszuarbeiten. und das dauert. aber solche sachen machen es aus. sonst verweise ich auch gerne auf den post von Venom_Z.

groovinHIGH

Mitglied

Registrierungsdatum: 29. November 2010

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18

Samstag, 9. Juli 2011, 18:45

bei mir ist es genau umgekehrt. ich denke die ganze zeit: auweia, wie hört sich das wohl an? aber nachher ist es doch einigermassen brauchbar. :whistling: aber wie auch immer. für mich ist die erzeugung und kontrolle von geräuschen ein grosser teil beim schlagzeug spielen. draufreinschlagen kann jeder.
Auch ein schöner post. Erkenne ich mich voll und ganz drin wieder. Ich finde schlagzeuge klingen von Natur aus schäußlich. Wenn man es aber versteht die Mühlen so zu behandeln, dass sie mit einem arbeiten, dann klingen sie auf einmal wunderbar. Am ende klingt die Aufnahme sogar besser als man vorher dachte. Das ist ein sehr belohnendes gefühl. Deshalb versuche ich auch immer dem sound einer aufnahme nahe zu kommen...ohne elektronisches gepushe. Natürlich nur, wenns eine gute aufnahme ist :D

juan-roos

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  • »juan-roos« ist männlich

Registrierungsdatum: 22. April 2009

Wohnort: Fernwald

Endorsements: ddrum, Murat Diril Cymbals

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19

Samstag, 9. Juli 2011, 18:46

Für die Studioarbeit empfehle ich mit mirkrofoniertem Set zu üben, da der Sound aus dem Kopfhörer nunmal direkt vom Mikro stammt, also unmittelbar an der Soundquelle abgenommen wird. Wenn ich grooves übe spiele ich diese meistens bei konstantem Tempo 15 min am Stück, über mehrere Tage. Wenn der Groove nach den ersten Minuten anfängt zu laufen, konzentriere ich mich danach auf die einzelnen Instrumente und Gliedmaßen und versuche diese von den Bewegungsabläufen und dem Sound zu optimieren. Wenn man so etwas eine Zeit lang übt stellt sich der Körper mit den Wochen und Monaten auf diese optimierten Bewegungsabläufe ein, wo wir wieder beim so genannten Muskel Gedächtniss wären. Desweiteren empfehle ich nicht nur auf dem Pad Pattern,Rudiments etc. zu üben sonder diese auch gleichermaßen auf der Snare durchzuführen um sein Gehör zu schulen.
Ich hoffe das hilft einigermaßen bei deinem Problem. :thumbsup:
Grüße
Juan

joerchtee

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Registrierungsdatum: 30. Januar 2004

Wohnort: OHA harz

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20

Samstag, 9. Juli 2011, 19:28

Ich gebe zu bedenken, dass normalerweise (bei einem akustischen Instrument) eine Veränderung der Lautstärke auch mit einer Veränderung der Klangfarbe einher geht ;)
Das denke ich auch, ich zb kenne nicht viele "mixer" die sich mal die mühe gemacht haben sich hinter's schlagzeug zu stellen um zu hören wie es der spieler hört, das ist m.e. ein grosses problem.
Denn hinter'm set klingt's ja teilweise dramatisch anders als drei meter davor, so - muss jetzt meinen kleinen ins bettchen bringen danach gehts weiter

:sleeping: