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MarimbaM

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1

Mittwoch, 16. September 2020, 06:28

Desinfizieren eines Schlagzeugs

Hallo an alle.
Hat jemand eine Ahnung wie ein Schlagzeug zu desinfizieren ist. Ich möchte nämlich in der Schule üben und muss jedes mal danach desinfizieren. Corona lässt grüßen. Logischerweise sollte kein Lack beschädigt werden. Reicht da normales Desinfektionsmittel bzw. reiner Alkohol oder brauch ich was spezielles?
Bitte, wenn ihr Ideen habt, melden.
Mit freundlichen Grüßen
Benedikt
Bleibt gesund

trommla

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2

Mittwoch, 16. September 2020, 07:22

Du kannst auf den Seiten des RKI nachlesen, welche Desinfektionsmittel empfohlen werden. Für Covid19 sollte glaube ich alles geeignet sein, was als begrenzt viruzid bezeichnet wird. Solche Angaben stehen auf der Verpackung.

Das RKI hat im Juli hierzu unter anderem folgendes veröffentlicht und darin eine anlasslose routinemäßige Desinfektion verneint. Wenn die Schule trotzdem darauf besteht, würde ich mir im nächstgelegenen Drogeriemarkt eine Packung Hygienetücher kaufen und damit über die Stellen wischen, die ich mit den Händen berührt haben könnte. Also ggf. Snareabhebung, Spannreifen, Beckenständer die ich verstellt habe, aber sicher keine Kessel. Becken wohl auch nicht, da ich nicht weiß, wie sich Desinfektion und Beckenoberflächen vertragen.

Da aber viele Firmen und Einrichtungen sehr "intuitiv" mit Hygienemaßnahmen umzugehen scheinen, könntest du dich natürlich auch mit diesen RKI Empfehlungen bewaffnet an die Verantwortlichen wenden und fragen, welche Methode sie empfehlen, um die Instrumente nicht zu beschädigen. Könnte mir vorstellen, dass zumindest vernünftige Menschen dann von allzu aufwändigen Aktionen Abstand nehmen, wenn sie schwarz auf weiß lesen, dass das RKI solches gar nicht empfielt.

Nefarion

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3

Mittwoch, 16. September 2020, 07:24

Hallo,
reiner Alkohol ist ein super Lösemittel für allerlei Stoffe.
Wenn du den auch nur einen Tick zu lange auf einer Stelle läst, kann es durchaus sein, dass du den Klarlack angreifen kannst. (ähnlich wie früher acetonhaltige Nagellackentferner Kunstsoffe angreifen).
Handelsübliche Desinfektionsmittel sind häufig eine Mischung verschiedener Alkohole.
Wie genau diese Mischung den Lack angreift, kann ich dir nicht sagen.

Versucht habe ich beides nicht.
Ich könnte mir noch vorstellen, mit einem Desinfektionstuch alles einmal abzuwischen.

Moe Jorello

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  • »Moe Jorello« ist männlich

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4

Mittwoch, 16. September 2020, 13:58

Es gibt inzwischen erste Geräte, bei denen mittels UV-Licht desinfiziert wird. Ob die schon frei erhältlich sind, weiß ich aber nicht.
"You don't have to show off" - Peter Erskine

danyvet

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5

Mittwoch, 16. September 2020, 14:19

Vorweg: ich bin kein corona-Verharmloser, ich arbeite in der österreichischen Gesundheitsbehörde.
Aber: Wirklich notwendig ist das desinfizieren von Oberflächen im nicht-spitalsbereich nicht. Die kontakt-/schmierinfektion ist bei corona eher nicht der übliche infektionsweg und solange du die Sachen nur angreifst und dir nicht die Finger ins Gesicht steckst, und dir vor und nach dem üben die Hände gründlich wäschst und ggf desinfizierst, seh ich keine Gefahr. Das Bewusstsein, die Finger nicht ins Gesicht zu stecken, sollte sowieso in diesen Zeiten bei allen Menschen langsam aber sicher vorhanden sein.
Wenn die Musikschule drauf besteht, müssten die eigentlich ein Desinfektionsmittel hierfür zur Verfügung stellen.
Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3 xxxx Love life, and live! - It's worth it.

“You are never too old to set another goal, or to dream a new dream.” ― C.S. Lewis

Don‘t waste your time or time will waste you. (Muse - Knights of Cydonia)

panikstajan

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6

Mittwoch, 16. September 2020, 15:41

Wenn ihr dort nicht gerade alle mit ein und dem selben Paar Sticks spielt, würde ich da auch nichts desinfizieren. Falls ihr einen Hocker mit einer Sitzfläche aus Leder habt, könnt ihr die ja fürs gute Gefühl mal mit Seifenwasser abwischen zwischendurch.

souldrummer91

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7

Mittwoch, 16. September 2020, 15:45


Vorweg: ich bin kein corona-Verharmloser, ich arbeite in der österreichischen Gesundheitsbehörde.
Aber: Wirklich notwendig ist das desinfizieren von Oberflächen im nicht-spitalsbereich nicht. Die kontakt-/schmierinfektion ist bei corona eher nicht der übliche infektionsweg und solange du die Sachen nur angreifst und dir nicht die Finger ins Gesicht steckst, und dir vor und nach dem üben die Hände gründlich wäschst und ggf desinfizierst, seh ich keine Gefahr. Das Bewusstsein, die Finger nicht ins Gesicht zu stecken, sollte sowieso in diesen Zeiten bei allen Menschen langsam aber sicher vorhanden sein.
Wenn die Musikschule drauf besteht, müssten die eigentlich ein Desinfektionsmittel hierfür zur Verfügung stellen.
Da kann ich dir nur zustimmen! Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass besonders in öffentlichen Musikeinrichtungen bestimmte Hygienekonzepte gelten. Sollte aus unerklärlichen Gründen bei dir keine Desinfektionsmittel bereits bereitstehen, dann achte auf jeden Fall darauf, dass du dir eines mit mindestens 70% Alkohol zulegst. Das kann man sich im Zweifelsfall auch aus Ethanol, Glycerin, Wasserstoffperoxid und Wasser selbst herstellen (gibt verschiedene Anleitungen im Internet). Viel Erfolg!

m_tree

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8

Mittwoch, 16. September 2020, 15:54

Isopropanol ist gut geeignet, denk ich.

Kann mich danyvet allerdings nur anschließen. Bin auch kein Corona-Verharmloser, aber halte das für völlig überzogen. Dann lieber gleich mit Maske gespielt, damit keine Tröpfchen aufs Set fliegen.

Das Corona-Virus überträgt sich direkt über die Atemwege und nicht über Gegenstände. Ich sag nur Bargeld :whistling:

Nefarion

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  • »Nefarion« ist männlich

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9

Mittwoch, 16. September 2020, 15:57


Vorweg: ich bin kein corona-Verharmloser, ich arbeite in der österreichischen Gesundheitsbehörde.
Aber: Wirklich notwendig ist das desinfizieren von Oberflächen im nicht-spitalsbereich nicht. Die kontakt-/schmierinfektion ist bei corona eher nicht der übliche infektionsweg und solange du die Sachen nur angreifst und dir nicht die Finger ins Gesicht steckst, und dir vor und nach dem üben die Hände gründlich wäschst und ggf desinfizierst, seh ich keine Gefahr. Das Bewusstsein, die Finger nicht ins Gesicht zu stecken, sollte sowieso in diesen Zeiten bei allen Menschen langsam aber sicher vorhanden sein.
Wenn die Musikschule drauf besteht, müssten die eigentlich ein Desinfektionsmittel hierfür zur Verfügung stellen.
Da kann ich dir nur zustimmen! Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass besonders in öffentlichen Musikeinrichtungen bestimmte Hygienekonzepte gelten. Sollte aus unerklärlichen Gründen bei dir keine Desinfektionsmittel bereits bereitstehen, dann achte auf jeden Fall darauf, dass du dir eines mit mindestens 70% Alkohol zulegst. Das kann man sich im Zweifelsfall auch aus Ethanol, Glycerin, Wasserstoffperoxid und Wasser selbst herstellen (gibt verschiedene Anleitungen im Internet). Viel Erfolg!

Vorsicht bei Wasserstoffperoxid !!!Peroxide sind teils instabile Verbindungen. Mit den falschen Stoffen vermengt, können diese sich auch mal schalgartig zersetzen (Acetonperoxid (APEX) => hoch explosiv).
Auch Hitzeeinwirkung usw. steigern nicht gerade die Stabilität von Peroxiden.
Nur weil man es sich in die Haare schmiert um sich zu blondieren heißt das nicht, dass ha(a)rmlos ist. (Man wird eher haarlos wenn man es zu lange drauf hat :D ).

souldrummer91

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  • »souldrummer91« ist weiblich

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10

Mittwoch, 16. September 2020, 16:10


Zitat von »danyvet«

Vorsicht bei Wasserstoffperoxid !!!Peroxide sind teils instabile Verbindungen. Mit den falschen Stoffen vermengt, können diese sich auch mal schalgartig zersetzen (Acetonperoxid (APEX) => hoch explosiv).
Auch Hitzeeinwirkung usw. steigern nicht gerade die Stabilität von Peroxiden.
Nur weil man es sich in die Haare schmiert um sich zu blondieren heißt das nicht, dass ha(a)rmlos ist. (Man wird eher haarlos wenn man es zu lange drauf hat ).
Das stimmt wohl, bei der eigenen Herstellung von Desinfektionsmitteln ist auf jeden Fall gut aufzupassen und gut zu recherchieren (aber bin davon jetzt sowieso ausgegangen, dass man nicht einfach die Stoffe wild drauflos mischt). Aber trotzdem gut, dass du nochmal drauf hingewiesen hast!!! Laut WHO muss trotzdem ein 3%-iges Wasserstoffperoxid in die Mischung mit rein, um ein funktionierendes Desinfektionsmittel zu erhalten.

Moe Jorello

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11

Mittwoch, 16. September 2020, 20:17

Zitat

Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass besonders in öffentlichen Musikeinrichtungen bestimmte Hygienekonzepte gelten.
Das ist richtig. Ohne ein entsprechendes, vom Gesundheitsamt ratifiziertem Konzept, das aufzeigt, wie Abstände eingehalten, eine Luftzirkulation stattfinden kann und eine Desinfektion von Instrumenten stattfindet, um das Infektionsrisiko weitgehend auszuschließen ist in der BRD der Betrieb von Musikschulen derzeit untersagt.

Ach ja, hier der Link zu einem der UV-Licht Desinfektionsgeräte-Hersteller...
https://www.hoenle.de/produkte/entkeimun…HxoCD7wQAvD_BwE
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Curby

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12

Mittwoch, 16. September 2020, 20:36

Man kann es auch übertreiben ... dürfte auch super schön für das Instrument sein.

Zitat

Das ist richtig. Ohne ein entsprechendes, vom Gesundheitsamt ratifiziertem
Konzept, das aufzeigt, wie Abstände eingehalten, eine Luftzirkulation
stattfinden kann und eine Desinfektion von Instrumenten stattfindet, um
das Infektionsrisiko weitgehend auszuschließen ist in der BRD der
Betrieb von Musikschulen derzeit untersagt.
Ob die eingehalten werden ist eine andere Sache ;) .
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Moe Jorello

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13

Mittwoch, 16. September 2020, 21:09

Was in der Industrie teilweise getan wird, das kommentiere ich lieber nicht. Nur soviel: Wenn die Prüfkolonne ankommt und die Misstände entdeckt, gibt es RICHTIG Ärger. Dort wo jedoch eine Institution zur Fürsorge gegenüber Dritten verpflichtet ist (soziale Einrichtungen, Bildungseinrichtungen,...) wird sehr wohl geschaut, was da los ist. Ich kenne persönlich diverse Einrichtungen (von der Imbissbude über Restaurants über Muckibude und Handwerksbetrieb bis zur Kita), die wegen mangelnder Umsetzung von Hygienevorschriften/Konzepten vom zuständigen Ordnungsamt dicht gemacht worden sind. Von daher würde ich das nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die Strafen bei nichteinhaltung der Regeln sind inzwischen recht happig - erst recht, wenn vorsätzlich verstoßen wird.
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Curby

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14

Mittwoch, 16. September 2020, 21:18

Die Strafen bei nichteinhaltung der Regeln sind inzwischen recht happig - erst recht, wenn vorsätzlich verstoßen wird.

Ja, das ist eine traurige Entwicklung was hier passiert. Ups, falscher Kommentar.

Zitat

Bitte, wenn ihr Ideen habt, melden.
Habe ich, traue mich aber nicht diese auszusprechen... die Kontrolle ist ja bereits überall :D
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trommla

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15

Mittwoch, 16. September 2020, 21:34

Ohne ein entsprechendes, vom Gesundheitsamt ratifiziertem Konzept (...) ist in der BRD der Betrieb von Musikschulen derzeit untersagt.

Ich denke aber, dass das regional unterschiedlich gehandhabt wird. Klar ist, es müssen Konzepte vorliegen, die auch Überprüfungen standhalten können. Eine Desinfektion ist aber nicht BRD-weit vorgeschrieben. Wir hatten vorgestern die erste Bigbandprobe in der Musikschule, und dort ist lediglich das Desinfizieren der Hände vor und nach der Probe vorgeschrieben, Weiterhin müssen Lüftungspausen stattfinden und Abstandsregeln eingehalten werden. Das Kondenswasser der Blasinstrumente darf ebenfalls nicht im Musikraum entleert werden.

orinocco

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16

Mittwoch, 16. September 2020, 21:37

Ja habz denn no keine Nachrichten gelesen Heute, 3 x feste mit Chlorhexidin gurgeln und dann das Set anhauchen, bis sich der Atem an dem schön Glänzenden Chrom, in optisch Satain umschlägt/ändert.
Das ganze drei mal wiederholen, alle guten Dinges sind drei.

Heisst auch der Mund und Nasenschutz kann dann drei Wochen am sTück getragen werden und dient gleichzeitig als angereicherter Feuchtfilter. :) ;) ;)

Ich empfehle das 0.12 Prudukt aus der Schweiz.
ich höre immer du musst, du brauchst.....ist "modern", "out", "in", "trendy" und so....
ich mach`s wie`s mir passt, schei.. auf die Säue, die laufend sinnbefreit durch
die Dörfer getrieben werden.



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Curby

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17

Mittwoch, 16. September 2020, 21:38

Wir hatten vorgestern die erste Bigbandprobe in der Musikschule, und dort ist lediglich das Desinfizieren der Hände vor und nach der Probe vorgeschrieben,


Mit welcher Begründung? Wer gibt das vor? Hat dieserjenige dafür die Befugnisse? Was passiert, wenn man sich dem widersetzt? Welchen Nutzen soll das haben?
Die beim LIDL wollten mir auch immer damals als da noch die Security stand die Hände desinfizieren ... wollten ...
Hier im Bürogebäude hat irgendeine Firma auf den den öffentlichen Fluren und Toiletten Schilder hingestellt "Max 1 Person, Handdesinfektion Pflicht, etc." ... die haben das natürlich nicht zu bestimmen und das ist auch gut so.
Mein Setup: klick

trommla

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18

Mittwoch, 16. September 2020, 21:43

Das kann man sich im Zweifelsfall auch aus Ethanol, Glycerin, Wasserstoffperoxid und Wasser selbst herstellen (gibt verschiedene Anleitungen im Internet)

Falls es eine behördliche Auflage für die Musikschule gibt, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit darin auch zugelassenes Desinfektionsmittel vorgeschrieben sein und nicht "Schwarzgebranntes". Die Empfehlungen bzw. Rezepturen der WHO beziehen sich meines Wissens nach auf die Herstellung durch Apotheken!!!
Vom selbst panschen kann man m.E. nur abraten.

Moe Jorello

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19

Mittwoch, 16. September 2020, 22:41

Wir hatten vorgestern die erste Bigbandprobe in der Musikschule, und dort ist lediglich das Desinfizieren der Hände vor und nach der Probe vorgeschrieben,


Mit welcher Begründung? Wer gibt das vor? Hat dieserjenige dafür die Befugnisse? Was passiert, wenn man sich dem widersetzt? Welchen Nutzen soll das haben?
Die beim LIDL wollten mir auch immer damals als da noch die Security stand die Hände desinfizieren ... wollten ...
Hier im Bürogebäude hat irgendeine Firma auf den den öffentlichen Fluren und Toiletten Schilder hingestellt "Max 1 Person, Handdesinfektion Pflicht, etc." ... die haben das natürlich nicht zu bestimmen und das ist auch gut so.
Vorgeschrieben wird dies von der jeweiligen Landesregierung über sogenannte Landesverordnungen. Diese werden vor der Umsetzung rechtlich geprüft und Dann vom Kabinett und Landtag beschlossen. Die Frage nach der Rechtmäßigkeit ist damit hoffentlich hinlänglich beantwortet.
Trommla, wenn ihr die eigenen Instrumente mitbringt, müssen diese natürlich nicht extra desinfiziert werden. Bei geteilten Instrumenten, etwa Pianos, ist eine Desinfektion jedoch vorgeschrieben... Derzeit.

Und wenn in deinem Büro jemand Schilder aufstellt, Curby, dann geschieht das auf Basis der Vorhaben der jeweiligen Landesverordnungen und sollte entsprechend beachtet werden.

Und wenn man sich dem ganzen widersetzt, gibt es, wenn es nachweislich Anordnungen ignoriert werden, Bußgelder. Manche Arbeitgeber kündigen inzwischen fristlos bei solchem Fehlverhalten. Denn die können rechtlich mit zur Verantwortung gezogen werden, was sie aber nicht wollen. Aber wir schweifen ab...

Kleiner Tipp an den TO: Wenn Unsicherheit besteht, ob und wie vorgegangen werden soll und was alles erforderlich ist, einfach Mal bei Gesundheitsamt oder Ordnungsamt oder Arbeitssicherheitsberatern nachfragen, die helfen gerne weiter, wenn man freundlich fragt.
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m_tree

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20

Mittwoch, 16. September 2020, 23:12

An einer staatlichen Schule wird es natürlich schwierig, Vorschriften in Frage zu stellen. Ein Schlagzeug wird ja i.d.R. ohne Hautkontakt bedient - eigene Sticks und Spielen mit Schuhen vorausgesetzt ... daher find ich das in dem Fall wirklich fragwürdig.

Noch fragwürdiger finde ich aber, dass du ob der Vorschrift dich selbst drum kümmern musst, wie und mit was du desinfizierst.

Daher noch mal mein Vorschlag: Isopropanol (einfach mal recherchieren)

Dazu ein sauberes Geschirrtuch in Desinfektionsmittel getunkt und drüber gewischt. Oder das Zeug in eine Sprühflasche für Pflanzen gefüllt und danach mit dem Geschirrtuch trocken drüber gewischt. Und ich würde das generell auf die Becken-Oberseiten, die Schlagfelle und ggf. die zu dir gerichteten Kesselseiten beschränken.

Aber ich würde noch den Vorschlag anbringen, mit Maske zu spielen und deutlich machen, dass du deine eigenen Sticks benutzt.

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