Hohner Exclusive oder doch Sonor??? Hilfe!!!

  • Hallöchen ihr lieben, ich hoffe gar sehr das mir hier jemand helfen kann!


    Vergebens suche ich nach meinem Schlagzeug da ich dieses verkaufen möchte...
    Leider hab ich trotz langer Suche nichts gefunden! Entweder das Ding ist nichts wert oder ur-alt!
    Auf den Etiketten steht Hohner Exclusive made in Germany - die Böcke sind jedoch eindeutig Sonor... mir wurde einst gesagt das beide Firmen mal eine waren aber ich hab keine Ahnung was ich davon halten soll... ausserdem hieß es mal ich solle darauf achten wieviele Böckchen die Floortom hat - acht (bzw.16) an der Zahl aber was heißt das nun wieder???


    12"TomTom
    13"TomTom
    14"Snare
    16"Floor
    22"BD


    Bitte um Rat

  • die Serie, die später bei Sonor als Billig-Linie "Champion" verkauft wurde, war ursprünglich für den Vertrieb über Hohner konzipiert (damals hat sich Sonor noch geschämt solchen billigen Mist anzubieten...), aber Hohner ist halt in sehr vielem unheimlich altbacken bis rückständig - sie konnten ihr Klientel nicht davon überzeugen, daß das Schlagzeug auch zum Akkordeon paßt...
    Deshalb hat dann Sonor den Vertrieb selber übernommen.


    Es gab damals auch das Gerücht, daß Hohner Anteile an Sonor halten würde, aber nix genaues weiß man nicht. Es war ja die Zeit, als Sonor das erstemal richtig Finanzprobleme hatte.

    ..."meine" Musik: Jazz (Big Band bis Free), brasil. Musik, Avantgarde, hin+wieder Klassik ->am Drumset, an den Percussions, am Schlagwerk

  • Das Entscheidende dabei ist, dass eigentlich weder Sonor noch Hohner ist (egal was draufsteht), sondern taiwanesische Billigproduktion Ende der 70er/Anfang der 80er. Im Endeffekt das gleiche wie die gruseligen Pearls und New Sounds jener Zeit.

    "Diese Tapete ist scheußlich, einer von uns beiden muß jetzt gehen."

  • ehhm--- es gab reine "Hohner"-sets. davon habe ich jahrelang eins beklopft. hat jetzt devante. das war eindeutig in der "newsound"-abteilung einzusortieren. der materialmix mit sonorteilen kam später. ich meine mich auch zu entsinnen das die dinger nicht für den deutschen bzw. europäischen markt vorgesehen wae. bevor ich hier quatsch erzähle : sonormuseum.com


    edith : ich schätze der themenstarter meint dieses bzw. ein ähnliches gerät : http://www.sonormuseum.com/198…tional/international.html


    wert : 5 mark.

  • Ich weiß, reine Hohner Sets gab es, nur hab ich zum Glück nie auf so ner Kiste gespielt. Lite-MB bezog sich ja auf die "Champion by Sonor" Sets, die waren ja von Anfang der 80er. Der "Sonor International"-Sondermüll kam erst Ende der 80er. Inwieweit da Hohner bei beiden, oder nur bei einem der Taiwan/Sonor-Deals die Finger mit drin hatte, keine Ahnung. Ich weiß nur eins, in beiden Fällen konnte man auch Brennholz billiger bekommen.

    "Diese Tapete ist scheußlich, einer von uns beiden muß jetzt gehen."

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  • Der Link von matzdrums kommt der sache schon nahe... Die Snare jedoch ist Holz und die Etiketierung ist eine andere!
    Ich werd morgen mal ein paar Fotos reinstellen!


    Da hab ich ja noch richtig Schwein gehabt damals als ich das Ding erwarb!
    Mit nem Satz Zildjian Scimitar die ich heute noch begeistert Spiele hab ich zusammen 50Mark bezahlt...

  • Zitat

    Original von audioslaved
    Und nochmal das Etikett in ein bischen größer!!!


    Einfachster Weg: Knibbel die Aufkleber ab und verkauf die Kiste als Sonor (Exclusive heißt wahrscheinlich, das es ein besseres Set ist als oben genannte, hat ja auch die schönen Sonor Böckchen) oder behalte sie, kann so schlecht nicht sein. Ich kann mich erinnern, das diese wirklich schlechten Hohner/Sonor Drums nicht die original Sonor Böckchen( mit den Schlegeln) hatten, sondern die alten Pearl Böckchen (so ein wenig rhombisch/salinoähnlich in der Form). Die hatten damals alle billigen Japaner/Taiwaner Sets.

  • schaut nach der Performer-Hardware aus?!

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  • Das liebe sonormuseum.com und die Sound-Legenden :)
    Also: Hohner hat sich Anfang der 1990er bei Sonor eingekauft und dieses Hohner-Sonor-Set wurde kurz produziert.
    Vorab wagte Sonor in den 1980ern einen Ausflug nach Taiwan. Dort ließ Sonor dann einfache Tropenholzkessel produzieren, die mit einem matten Graulack
    versehen wurden, sowie auch einfache Hardware-Teile: Tom-Halteböckchen, Bassdrum- und Standtom-Füße, sowie Tomhalterungen im Pearl-Style.
    Auch die Folie war einfache Qualität und recht dünn.
    Der Witz aber: Alles wurde in Deutschland montiert und dem Set wurden auch Performer-Spannböckchen verpasst. Das Ganze hieß dann „Sonor International".
    Zum reinen Sound: Aufgrund der leicht verlängerten Kessel extrem fett und punchy für den damaligen Einsatz im Rock und Pop.
    Ich bin ansonsten Sonor Phonic Purist, aber dem Sound des International tut man hier echt unrecht. Und ich habe tatsächlich auf einem
    International vor wenigen Jahren gespielt.
    Hier soll einmal angemerkt werden: Das International kostete als Einsteiger-Set - wenn überhaupt - ein Drittel des Preises eines Sonor-Phonic.
    Also nicht immer einen Mercedes mit einem Golf hier vergleichen, ok?
    Zum Hohner-Sonor-Set, ich restauriere Eines gerade: Die Kessel: ca. 6-schichtige, durchaus qualitative Pappelholz-Kessel, denen 20 Jahre feuchte Garage nichts anhaben konnten!
    Absolut rund, saubere, feine Holzmaserung, keine Löslösung einzelner Holzschichten und saubere 45-Grad Gratung wie beim Phonic. Ich vermute 'mal, dass die Hohner-Kessel auf den gleichen deutschen
    Maschinen wie die Phonics gefertigt, gebacken wurden. Diese Art Kessel,waren wohl die Vorreiter der Force 1000, die dann aber etwas dünner waren. Die Hardware des Hohner stammt wohl komplett aus Taiwan.
    Der Sound: Auch fett und punchy für Rock/Pop. Nichts zu meckern.
    Zur Hardware: Ja, die Tomhalterungen und Füße im plumpen Pearl-Style sind keine Design-Freude, aber sie erfüllen ihren Zweck. Wie beim Einsteiger-Set Pearl Export, das komischerweise einen
    viel besseren Ruf genießt. Das Kuriose beim Hohner: Man produzierte Stimmböckchen im Phonic-Style, die aber nur nur mit einer Schraube am Kessel montiert wurden und mit einer zusätzlichen Bohrfräsung
    im Kessel dann für einen Stift des Stimmböckchens die nötige Stabilität bekamen. Riesenaufwand, um sich eine Schraube zu sparen. Schwachsinn!
    Fazit: Das International, das Sonor Hohner und später auch das Force 1000 waren preisgünstige Einsteigersets mit einfacher Hardware und sollten nie mit der Qualität der 70er Champions, der Phonics und auch der Mittelklasse Performer verglichen werden, die sehr viel teuerer waren.
    Dennoch waren diese Sonor-Einsteiger-Sets immer noch besser als jedes Pearl-Export aus dieser Zeit.
    Einzige Ausnahme bei Sonor ist das 1980er Sonor-Champion, komplett im Pearl-Style, bei deren Taiwan-Produktion Sonor dann überhaupt nichts zu tun hatte und diese Sets nur eingekauft hatte.
    Dieser Schrott war dann einem einfachen „Newsound" sehr ähnlich. Hier auch ein Hinweis: Newsound brachte auch die Serie Deluxe raus, die hochqualitativ auf der Ebene eines Tama Superstar rangierete.
    Das Sonormuseum.com ist eine geile Info-Seite, aber nicht alles ist so krass negativ, wie dort beschrieben :)

  • mal davon abgesehen, daß Du einen fast 10 jahre alten Thread ausgegraben hast, bringst Du einige interessante Details, aber auch etwas tendeniöses Geschreibe...


    ...u.a. ist das Pearl Export, wie es jahrzehnte produziert wurde, ein ernst zu nehmendes Mittelklasse-Set zu günstigem Preis, das auf jeder Bühne problemlos seinen Dienst tut - und zwar NICHT stilistisch festgelegt, wie die Billig-SONORS aus den 80igern.


    Ok, ich hab gut jammern, ich habe zu der Zeit Superchampion, frühe und späte Phonics gespielt, bevor ich auf die Lite umgestiegen bin.

    ..."meine" Musik: Jazz (Big Band bis Free), brasil. Musik, Avantgarde, hin+wieder Klassik ->am Drumset, an den Percussions, am Schlagwerk

  • Falls es noch jemanden hier intressiert:


    Ich hatte mal so ein Hohner Set in Folie Schwarz. 22, 12, 13, 16. 14er Metallsnare.
    Preis ca. im Jahr 2000 neu im Laden: 250 DM neu im Laden incl. dünner, wackliger Ständer (Hardware).


    Das Hohner drauf steht, hatte mir beim Verkauf geholfen. Die Käuferin kannte Hohner und wollte das sogar im selbstgeschriebenen Kaufvertrag festgehalten wissen: dass das Set auch wirklich von Hohner ist. :D


    Ich müsste auch irgendwo noch Bilder von dem Set haben. An Halbmonde kann ich mich nicht erinnern. Eine Anfrage bei Hohner ergab damals auch keine Spezifikation der verwendeten Hölzer.

  • Moin Sonorfan,


    danke für die Infos und herzlich Willkommen!


    Zu NewSound: die Deluxe waren wirklich gut. Hatte selbst eines, würde sie aber nicht auf Superstar-, sondern eher auf dem Niveau des damals offenbar überarbeiteten Swingstar sehen.


    Grüße, Frank

  • Liebe Leute,


    die Seite sonormuseum.com ist echt eine geile Info-Seite aus den USA, auf der ich echt gern nach Infos stöbere.


    Der Betreiber ist definitiv in „Made in Germany" verliebt.


    Was ich persönlich als Phonic-Set-Bespieler dennoch schade finde, ist, dass viele Theorie-„Experten" generell alle Sonor-Taiwan-Experimente pauschal in die Tonne kloppen.


    Ich hatte mir zum Spaß vor etwa 4 Jahren zwei International-Toms bei ebay für 30 Euro geschossen. Der Sound hat mich dann echt positiv überrascht, obwohl ich vorher schon völlig negativ
    durch sonormuseum.com beinflußt war. Ich habe sie dann zerlegt, auch die Folie abgezogen und seitenmatt lackiert und als Side-Toms verwendet.


    Ich hatte in der Jugend auch mal ein Sonor-Rockers-16er-Standtom mit Plastikböckchen im Ludwig-Style. „Experten" sind und waren auch der Meinung, das wäre nur Brennholz.
    Stimmt aber auch hier nicht.


    Mein Rat: Erst selbst draufklopfen, egal was draufsteht, dann hören und an der Hardware schütteln. Und sich dann ein Meinung bilden.


    Ich selbst habe in den 1980ern jede Menge Schrott gesehen oder musste darauf spielen. :)

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