MiniDisc Recorder nötig ?

  • Hi,


    ich hab schon oft gehört das man vom Mischpult nicht gleich zum Laptop geht sondern zuerst über einen MiniDisc Recorder aufnimmt.
    Nun die Frage, warum man das macht ? Ich überlege derzeit mir auch einen zu kaufen, jedoch deshalb weil ich keinen Laptop besitzte.


    Ich habe nie einen MD Player gehabt, deshab würd ich gern wissen wie das funktioniert, werden da die Songs als Dateien gespeichert, oder ist eine MiniDisc genauso aufgebaut wie die alten Audio Kassetten ?


    Und wie bekommt man die dann auf den PC...


    mfg Casis

  • Zitat

    ich hab schon oft gehört das man vom Mischpult nicht gleich zum Laptop geht sondern zuerst über einen MiniDisc Recorder aufnimmt.
    Nun die Frage, warum man das macht ?


    Ich würde mal sagen: Weil nicht jeder Bock hat sich nen Computer in den Proberaum zu stellen. ;)


    Zitat

    Ich habe nie einen MD Player gehabt, deshab würd ich gern wissen wie das funktioniert, werden da die Songs als Dateien gespeichert, oder ist eine MiniDisc genauso aufgebaut wie die alten Audio Kassetten ?


    http://de.wikipedia.org/wiki/MiniDisc

    Das ist fein beobachtet!

  • Also bei Wikipedia steht nicht wirklich was darüber wie man dann die Audiodaten auf den PC bekommt.
    Ich hab zwar einen PC im Proberaum, jedoch gehts mir ziemlich auf den Geist wenn ich den immer einschalten muss nur um eben die Aufnahme mitlaufen zu lassen, das ist eigentlich der Grund warum ich mir einen zulegen möchte.
    Wie ist das mit der Qualität ? Ist diese gleich gut wie die des PCs oder schlechter ?


    mfg Casis

  • hm meiner war noch analog,... also Echtzeitübertragung.


    Gibt allerdings auch welche mit 2-4 facher Übertragungsgeschwindigkeit....
    kann dazu aber nichts sagen. Eventuell einfach mal die verschiedenen Hersteller Homepages abchecken.
    Die Qualität der MD is genial.


    doc

    was ? leiser spielen ? warum ? ^^

    Einmal editiert, zuletzt von Doclike ()

  • minidisc-recorder sind eben einfach "sicherer" als ein computer! bei einem computer kann es bei nicht einwandtfrei konfiguriertem system vorkommen, dass z.b. nach 35 min der virenscanner damit beginnt deine festplatte auf viren zu durchsuchen. bei einer aufnahme kann das ganze dann schnell nach hinten losgehen.


    die songs auf einer mini-disc werden ähnlich einem datei-system wie auf diskette abgelegt. deshalb kannst du auch nachträglich editieren. komprimiert werden die audiodaten dabei via ATRAC.
    ein auslesen mit einem computer ist nicht möglich; du musst also nach der aufnahme die einzelnen lieder (oder auch die ganze md) wieder mit deinem rechner aufnehmen. ohne "verluste" durch AD/DA-wandler geht das ganze, wenn du mit der digitalen schnittstelle arbeitest (im consumer-bereich nennt sich das ganze "optischer/(evtl. auch coaxialer) digitalausgang; im audio-bereich nennt man es SPDIF).
    früher gab es zwar "md-laufwerke" für computer und man dachte daran, die gut bewährte floppy durch die md zu ersetzen. allerdings handelte es sich dabei um md-data-discs die wiederum nicht mit den md-audio-discs kompatibel waren!
    z.b. laufen viele der heute noch erhältlichen md-mehrspur-recorder nur mit den md-data-discs!
    neuere md-recorder besitzen allerdings die möglichkeit via usb direkt auf die md des md-players zuzugreifen. erfahrungen habe ich aber bisher keine gemacht!


    oft begangener fehler bei md-aufnahmen: viele nehmen live einfach den audio-mix aus dem mischpult, der eigentlich für die PA gedacht ist, auf. handelt es sich bei dem live-gig nicht um ein "groß-event", so unterscheidet sich dieses signal sehr stark von dem audiosignal, welches man als zuschauer üblicherweise hört. auf gut deutsch: in einem kleinen club wird v.a. viel gesang, akustische gitarren, usw. auf die PA gemischt, während laute signalquellen (schlagzeug, amped guitares, amped basses, bläser, usw.) nur geringfügig der PA beigemischt werden. folge: auf der MD hört man dann den gesang und die akustischen gitarren, während der rest oft untergeht!
    umweg: entweder das FOH-pult bietet einen separaten matrix-mischer (an dem kann dann über den matrix-out-mix ein spezielles signal für den md-recorder gemischt werden), oder man stellt zwei gute micros im raum auf, geht über gute vorverstärker schließlich an den md-recorder. der letztgenannte weg wird häufig praktiziert, da dann auch das live-feeling inkl. zuschauer mit auf der aufnahme ist.


    viel spass

  • Danke für die ausführliche Antwort !


    Zitat

    neuere md-recorder besitzen allerdings die möglichkeit via usb direkt auf die md des md-players zuzugreifen.


    Kann man dadurch auf die Daten direkt zugreifen oder muss man auch hier nochmals aufnehmen ? - Wie ist das mit der optischen Übertragung ? Wie USB oder ebenfalls wie bei einem normalen Audiokabel nur halt optisch ?

  • wie gesagt habe ich bisher keine erfahrungen mit den neueren modellen der usb-basierten md-recorder gemacht.
    als die md-recorder noch in den anfangsschuhen steckten, bot sony ein modell an, welches man mit hilfe eines rechners analog ipod + computer synchronisieren konnte. damals extrem teuer und so gut wie nie verkauft.
    nun habe ich vor vielleicht einem halben jahr in der produktpalette von sony gesehen, dass es md-recorder gibt, die sich via usb synchronisieren lassen. - allerdings habe ich keine ahnung wie es funktioniert und bisher hatte ich solch ein ding auch noch nicht in der hand...daher keinerlei erfahrung!
    am besten mal sony-webseite besuchen und recherchieren.


    generell bei den älteren modellen:
    optische übertragung läuft so ab, dass du computer und md-player via optischem kabel verbindest. voraussetzung dafür ist natürlich, dass dein computer einen optischen digitaleingang besitzt (auch als SPDIF-eingang bezeichnet). danach wird analog der alten schule 1:1 übertragen; sprich md-player spielt ab und computer nimmt auf. danach hast du die audio-files auf deinem rechner; dauert eben seine zeit und ist meiner meinung nach nicht mehr up-to-date!


    diese variante hat den vorteil, dass du nur eine AD-wandlung während der aufnahme hast. grundsätzlich sind die AD/DA-wandler am PC und am MD nicht wirklich hochwertig und bei mehrfacher wandlung bekommst du dann schnell "hörbar schlechtere" ergebnisse.


    so wurde z.b. früher der kopierschutz bei CD's umgangen, die man nicht am PC abspielen konnte! einfach den CD-player via optisch oder coaxialem SPDIF an den rechner...dort aufnehmen und voila! 1:1 die info's von der CD ohne zwischengeschaltete AD/DA wandlung!

  • Ich habe mir einen relativ neuen USB-MD von Sony besorgt - ist für meine Zwecke völlig ungeeignet, da Sony solche Kopierschutz-Paranoia hat, dass ich selber aufgenommene MD´s nicht per USB auf den PC gekriegt habe :(


    Also die alte >Methode<: Line In bei der Soundkarte, Windows auf Recorder konfigurieren, mit Recording-Software (z.B.)
    http://www.nch.com.au/recordpad/index.html
    aufnehmen und als .wav oder .mp3 speichern... evtl. nachbearbeiten - CD brennen - feddisch.

    “If you end up with a boring miserable life because you listened to your mom, your dad, your teacher, your priest, or some guy on television telling you how to do your shit, then you deserve it.”
    Frank Zappa (1940-1993)

  • Minidisc ist super-praktisch im Handling und hat seit vielen Jahren eine gute bis sehr gute Soundqualität erreicht. Insbesondere für Bandproben-Aufnahmen das praktischste und unkompliziertes Medium was ich kenne. Unter anderem weil man mit einem Tastendruck (ok, 2) schlechte Takes löschen kann und wieder allen Restplatz der Disc ohne jegliche Einschränkung oder Wartezeit sofort zur Verfügung hat.


    Mancher wird sich womöglich mit Schrecken an die Markteinführung mit klangtechnisch schwacher erster Atrac-Generation Anfang der Neunziger erinnern, als die überhastet auf den Markt gebrachten Minidisc-Geräte, Verrisse bzw. Total-Verrisse in mehreren Hifi-Zeitschriften erlebten. Aber das ist Geschichte. Selbst viele günstige Consumer-Geräte unserer Tage klingen!


    Das große Manko ist die Langzeit- bzw. Betriebsstundenhaltbarkeit oder genauer: die Lebenserwartung der Lasereinheit!


    Über meine eigene vernichtende Erfahrung mit der Langlebigkeit von Minidiscrekordern (oder den horrenden Reparaturkosten des Auswechselns der Laser-Schreib-Leseinheit bzw. ihres Trägers die nicht selten über 100 Euro, meist weit! darüber liegt) will ich garnicht berichten.


    Ich liebe die Minidisc-Technologie in Sachen Handling und Kompaktheit über alles. Würde nur jedem, der auf Minidisc setzen will bzw. jetzt noch einsteigt, unbedingt zum Neukauf eines Gerätes und dem individuell zu vereinbarenden verlängern der Garantie (inklusive Fachkraft-Arbeitsstunden) raten. Dieser etwaige Mehrpreis macht Sinn!


    Ganz wichtig: die seit Jahren Ebay flutenden "So Nie"-Geräte, mit dem lapidaren Hinweis "Top-Zustand, kleiner Mangel, Gerät nimmt Minidisc nicht mehr an, bzw. wirft die Disc gleich wieder aus oder liest das TOC-Verzeichnis nicht mehr, sicher schnell zu reparieren" sind in überwiegender Mehrzahl absolute Schrottgeräte mit ebenjener irreparablen Lasereinheit, die nicht mehr auf ihre benötigte Leistung kommt. Diesen "Ebay-Geräten" ist mitnichten durch eine Säuberung des Einzugsschlittens oder der Lasereinheit beizukommen. Das wollen manche Verkäufer suggerieren. Nein, wie gesagt, das Problem ist der Exitus des Lasers!


    Und das Fatale... ein heute noch 100% funktionierendes Gerät (insbesondere die berühmten "nur 25 Betriebsstunden"... und im Hintergrund auf dem Ebay-Bild erahnt man schon einen Stapel mit 50 + X beschrifteten Minidiscs), kann morgen, bzw. wird womöglich spätestens übermorgen schon völlig hinüber sein.


    Warum auch immer weiß ich nicht... aber die CD-Player-typische Dejustierung oder das schrittweise Nachlassen der Laserleistung, was sich dort meist in höherer Fehlerrate oder springender CD wiederfindet... ist bei Minidisc kurioserweise sehr selten der Fall. Hier gibt es oft nur funktionieren oder Totalausfall! Und dieser Totalausfall tritt bei den Minidisc-Lasern bedauerlicherweise eher unerwartet früh, nach vergleichsweise wenigen Betriebsstunden auf.


    Die Lebenserwartung eines durchnittlichen Tapedecks (historisch immerhin das weitverbreitete Vorgängermedium ;)) ist wesentlich höher.


    Ein Schelm wer bei Ebay über Monate mal verfolgt wieviele Modelle mit 3-stelliger Produktgerätenummer sich von stets demselben Hersteller finden, die alle kurioserweise die Minidiscs nicht mehr lesen.


    Fazit:
    a.) Besser kein Gebrauchterwerb!
    b.) Bei Neukauf nicht um den Preis sondern um eine Garantieverlängerung feilschen und diese im Kaufvertrag schriftlich genaustens festhalten!


    Es ist ein offenes Geheimnis, dass es nur sehr wenige Hersteller der Minidisc-Technik gibt. Meines Wissens sogar nur Sony und Sharp, insofern beziehen alle (oder fast alle) anderen Anbieter ihre Minidisc-Laser von ....


    Warum man eine in Sachen Theorie und Handling so geniale Produktidee so "Kurzzeitbehaftet herstellen läßt" ist für mich ein ungelöstes Rätsel...


    edits: Schreibfehler ein Stück weit eliminiert

  • interessant zu erfahren...


    nochmals zur alten >methode<: wenn man mit der qualität und dem endgültigen ergebnis zufrieden ist, scheint das auch die billigste lösung zu sein. wichtig bei derartigen transferaktionen ist v.a. das korrekte aussteuern der einzelnen quellen. MD-player nicht zu leise, so dass am input-gain der soundkarte so gut wie nicht mehr nachgeregelt werden muss...dann lauteste passage am MD-player suchen und nochmals feinregulieren. dann aufnehmen und am schluss das file normalisieren.

  • vielen dank für die vielen info's, ich hätt nämlich schon auf einen md player bei ebay gebietet, doch ich werds lieber sein lassen und ein paar Euro mehr in ein neues Gerät stecken, muss nur noch ein geeignetes finden, das auch nicht unbedingt sehr teuer ist, da mir die "alte methode" sowieso reicht und ich nicht unbedingt eine profi qualität brauche.


    Könnt ihr mir vielleicht ein paar Geräte empfehlen die lang halten und sehr gut sind ?


    //edit:
    irgendwie find ich im Internet keine kleinen Minidisc Recorder mehr(außer welche um die 330€). Kann man die nur mehr bei Sony oder Sharp direkt bestellen - wo ich aber dort auch keine finde... ?
    kA vielleicht bin ich auch blind ?(

    3 Mal editiert, zuletzt von Casis ()

  • Ich hab auch einen NetMD-Player und ein MD-Autoradio von Kenwood. Damals waren die MDs den MP3-CDs bzw. MP3-Playern generell noch ziemlich überlegen in Bezug auf Datenspeicherung und Handling. Sony hat zwar seit 2 Jahren mit der HiMD auch eine MD mit 1 Gigabyte Speicherkapazität im Produktportfolio, doch heute würde ich nicht mehr zur MD greifen. Es ist einfach ein mechanisches Speichermedium (bewegliche Teile, Laser-Abtastung, rotierende Magnetdisk,...) und damit im Nachteil zu den auf Flash-Speicher basierenden aktuellen MP3-Playern. Und selbst festplattenbasierte Player dürften eine bessere Performance abgeben.


    Keine Ahnung, ob die im professionellen Bereich (Tonstudio) verwendeten Geräte wesentlich besser sind, aber mein Autoradio spielt z.Bsp. seit einiger Zeit bei manchen MDs die Tracks nicht mehr vollständig ab, oder überspringt ganze Track-Gruppen und zeigt dabei den falschen Titel an, und lauter solcher kleiner Macken.


    Wie gesagt, früher, als die mobilen MP3-Geräte noch nicht so weit entwickelt waren, war MiniDisc für mich die richtige Lösung. Inzwischen bin ich jedoch davon überzeugt, dass z. Bsp. ein iPod, einer dieser Creative Zen Player, oder sonstige Player mit Aufnahmefunktion eine bessere Funktionalität bieten. Hier kann man dann auch sicher sein, dass die Aufnahmen ohne DRM produziert werden, und dass man diese dann auf den heimischen Mac oder PC laden und abspielen kann, ohne Sonder-Spezial-Programme.



    Edith sagt, dass "MP3-Player" im Zusammenhang mit eigenen Aufnahmen natürlich eher die Player bezeichnet, die im Flac, Apple Lossless oder einem anderen verlustfreien Format aufnehmen können.

  • Zitat

    Original von Drumstudio1
    Minidisc ist super-praktisch im Handling und hat seit vielen Jahren eine gute bis sehr gute Soundqualität erreicht. Insbesondere für Bandproben-Aufnahmen das praktischste und unkompliziertes Medium was ich kenne.


    Einspruch: ich hab mir jetzt den Edirol R9 zugelegt - aufnehmen in CD-Qualität und ab in den PC über USB.


    Allgemein bin ich (Erstinstrument Keyboards) von PC-Lösungen im Livebetrieb völlig weggekommen. Zu empfindlich, zu hohes Ausfallrisiko, zu teuer um ein Bier drüberzukippen, zu aufwendig bis die Treiber alle betriebssicher laufen, temperaturempfindlich, empfindlich bezüglich verseuchtem Bühnenstrom, mechanisch zu unstabil für die Bühne.


    Entweder ich schneide die Gigs auf einem 8-Spur Adat mit - hierzu krieg ich teilweise Subgruppen vom FoH-Pult. Jetzt wird der eine oder andere sagen "da kann man aber dieses oder jenes Tom nicht einzeln mit Effekten versehen" - richtig. Braucht aber für einen einfachen Mitschnitt eh niemand, und wenn der Mixer seinen Job gut macht ist die Qualität bereits recht brauchbar. Gemischt wird dann über ein gutes altes Analogpult und ein, zwei 19" Effekten und gut is. Mastermaschine ist dann der R9, der ansonsten als I-Pod, Analog-Platten-Überspieler oder als alleinige Recordereinheit für Stereo-Mitschnitte dient.

  • Ja, völlig korrekte Ansätze. Sowohl von Corryn als auch HR!


    Das doofe ist nur, dass bislang kaum MP-3 oder SD- bzw. Flashcarten-aufnahmetaugliche Geräte jenseits der Lilliput-Größe existieren. Die wenigen besseren Geräte sind bislang gleich immens teurer.... und sind eher für Korrespondenten, Outdoor-Broadcast oder "Bootleg-Ersteller" konzipiert. Und integrieren sich auch optisch keinesfalls in Hifianlage oder meinetwegen Studio- oder Proberaum-Setups. Das Edirol R-09 und erstrecht die Superedlen Marantz und Fostex-"Card-Recorder" die ja noch früher erhältlich waren, sind sicher alle "rattenscharfe Rochen".


    Ich persönlich hoffe aber endlich auf einen "Card-Rekorder" im Hifi-Baustein-Format zum Consumerpreis im Sinne eines "Tapedecks" mit schönem großem beleuchtetem Display und guter Bedienbarkeit, analoger (Mikroeingang) wie digitaler Aufnahmemöglichkeit auf den Markt kommen. Solche Bausteine sind überfällig!


    Aber ihr habt recht, schon jetzt braucht streng genommen kein Schwein mehr Minidisk! Man muß nur leider gegenwärtig noch deutlich tiefer in die Geldbörse langen. Time will tell

  • Zitat

    Original von Corryn
    Inzwischen bin ich jedoch davon überzeugt, dass z. Bsp. ein iPod, einer dieser Creative Zen Player, oder sonstige Player mit Aufnahmefunktion eine bessere Funktionalität bieten. Hier kann man dann auch sicher sein, dass die Aufnahmen ohne DRM produziert werden, und dass man diese dann auf den heimischen Mac oder PC laden und abspielen kann, oder Sonder-Spezial-Programme.


    Welcher Zen kann denn in wav stereo 44,1 oder 48 kHz aufnehmen, und welcher ipod kann überhaupt aufnehmen?
    Ich hab nur einen Festplatten-Player gefunden der in 48kHz wav aufnehmen kann, das ist der Trekstor Vibez. Leider ist meiner noch nicht da, sonst könnte ich sagen ob der Line-In auch was taugt. Gibt's bei manchem Media Markt noch für 199€ mit 12 GB.


    Das Problem bei MD war früher die ATRAC-Komprimierung. Wegen den paar Leuten die den Rückweg von MD auf PC mehr nutzen, hat Sony das nicht integriert, der Markt war einfach zu klein.


    Bei den neuen Hi-MDs (MZ-RH10 und MZ-RH910) kann man vom MD auf PC ziehen, zwar braucht man die Sony Software, aber es geht jetzt. Ist somit immer noch fast die günstigste Lösung mit sehr guter Qualität, wenn man auch noch einen normalen mobilen Player will. Anstonsten die Kartenschreiber von Edirol, M-Audio, Zoom oder Marantz, letzere drei gar mit zwei XLR-Mikrofoneingängen.



    Zitat

    Original von HR
    Allgemein bin ich (Erstinstrument Keyboards) von PC-Lösungen im Livebetrieb völlig weggekommen. Zu empfindlich, zu hohes Ausfallrisiko, zu teuer um ein Bier drüberzukippen, zu aufwendig bis die Treiber alle betriebssicher laufen, temperaturempfindlich, empfindlich bezüglich verseuchtem Bühnenstrom, mechanisch zu unstabil für die Bühne.


    Ist das nicht etwas zu viel Hysterie? Es gibt doch genug Leute die live Laptops einsetzen, sei es für Aufnahme oder Wiedergabe. (OK, das mit dem Bier drüber kippen in schlechten Locations sehe ich sein...)



    Zitat

    Original von Drumstudio1
    Und integrieren sich auch optisch keinesfalls in Hifianlage oder meinetwegen Studio- oder Proberaum-Setups.


    Das ist natürlich ein Killerargument.


    Wobei, kennst du den schon?
    http://www.thomann.de/de/marantz_pmd_560.htm
    Soll der im Studio schlecht aussehen?


    Als Hifi-Baustein wird sowas nicht so schnell kommen denke ich, welche "Consumer" braucht das denn schon? Der kauft sich eher so ne Media Box, die per WLAN/LAN am PC angebunden ist, oder gleich noch ne Festplatte drin hat.

    Ich hätte auch so gern ein Hobby...

  • Zitat

    Original von 00Schneider
    Ist das nicht etwas zu viel Hysterie? Es gibt doch genug Leute die live Laptops einsetzen, sei es für Aufnahme oder Wiedergabe. (OK, das mit dem Bier drüber kippen in schlechten Locations sehe ich sein...)


    Nunja, beim Live Einsatz meiner Native-Instruments B4 hatte ich tierische Probleme damit, daß mein Laptop dauernd meinte seine USB-Schnitte abzuschalten und ich hab´s trotz langem Hin und Her nicht geschafft, das System wirklich stabil zu halten. Dazu kommt die eingeschränkte Case- und Racktauglichkeit.


    Zweites Beispiel: wir wollten kürzlich einen Livemitschnitt machen mit einem dieser Firewire-Pulte (ein Phonic war´s glaub ich, den wir direkt an den Direct Outs fom FoH hatten) - außer Rauschen war nix drauf obwohl es zuhause lief. Und wir glauben normalerweise NICHT an Voodoo ;)


    Natürlich kann man PC´s erfolgreich einsetzen, keine Frage. Aber ich persönlich bin nicht bereit mich auch nur einen Nachmittag lang mit irgendwelchem Treiber-Gedöns zu befassen (d.h. mir fehlt die Zeit, Job mit 50h/Woche und 3 Kinder, da bin ich froh daß ich überhaupt noch zum Musikmachen komm...). ich steh einfach auf Plug and Play-Lösungen.

  • Zitat

    Das ist natürlich ein Killerargument.


    Ich weiß, das ist für viele überhaupt kein Argument :].
    Aber ich brauche was handfestes gerade bei Bandproben. Die Lilliputknöpfe von den Mini-MP3 Playern/Recordern kann ich nicht aus der Distanz schnell mit dem Drumstick steuern. Mit den Minidisc Hifi-Bausteinen sind die leicht im Techniksetup integriert und super Komfortabel bedient. Ich habe bewußt nur von meiner Erfahrung gesprochen. Das andere mit geschickteren! Fingern auch Kleinstgeräte bedienen können weiß ich... hahaha.


    Zitat

    Wobei, kennst du den schon?
    http://www.thomann.de/de/marantz_pmd_560.htm


    Bei mir geht der Link nicht, aber das Teil gab es vor einiger Zeit auch beim Store und anderen. Feines Teil - rattenscharfe Optik, stimme ich Dir 100 % zu. Aber der kostet leider wie erwähnt einiges. Lange Zeit für 700.- Euro :(
    Aber der Hinweis von Dir ist wichtig und richtig, denn ich denke die Preise für die Kiste werden fallen. Ich schaue noch mal. Für viele war lange Zeit neben dem tollen Handling auch der niedrige Preis von Minidisc-Decks ein riesen Argument. Gerade seit der "Schlußphase" als "So NIE" alles versucht hat Minidisc doch noch zum digitalen Rekorder-Format No.1 zu machen, bewegen sich die Preise für Einstiegs-Minidisk-Decks zwischen und 199.- und 149.- Euro. Aber natürlich: spricht die Langelebigkeit gegen Minidisc. Das habe ich versucht auszuführen - im Handling superfein - aber mit sehr begrenzter Lebenserwartung und unsäglichen Reparaturmodi die faktisch die meisten Kunden zum Neukauf eines weiteren Minidiskrekorders zwingen.


    Zitat

    Soll der im Studio schlecht aussehen?


    Sorry, da wurde ich mißverstanden oder habe das nicht gut ausgedrückt...
    Auch der 570 ist toll. Dieselbe beeindruckende Optik und schwer zu verfehlende Tasten. Ich bezog mich auf schnelle, praktikable Anwendbarkeit, Proberaum oder Hifianlagen kompatible Optik inklusive großer Tasten für Tatterkreise wie mich und günstigen Preis. ich denke das ist nicht zuviel gefordert: denn viele Minidisc-Bausteine boten all diese Optionen.


    Zitat

    Als Hifi-Baustein wird sowas nicht so schnell kommen denke ich, welche "Consumer" braucht das denn schon? Der kauft sich eher so ne Media Box, die per WLAN/LAN am PC angebunden ist, oder gleich noch ne Festplatte drin hat.


    Ich bin da nicht so pessimistisch. Die Cardreader-Funktion wird im Consumerbereich schon nachweislich von dutzenden Bausteinen unterstützt (darunter nicht nur No-Names sondern auch viele namhafte Firmen), DVD-Player, Receiver, Kompaktanlagen etc. Schon seit ca. 2 Jahren tut sich da sehr viel. Ich hoffe somit wirklich noch auf einen Budget-Rekorder.
    I´ll keep you informed ;)

  • @Drumstudio
    trotz deiner Bedenken gegenüber Gebrauchtgeräten bei MD-Playern. Ich hab zwei "transportable" MD-Player von Sharp, beide deutlich älter als 5 Jahre und trotzdem nie gemuckt oder Probleme beim Toc-Reading. Das zweite Gerät habe ich mal gebraucht gekauft, kostete ca. 30 DM (!) in der Bucht. Wenn du ein Neugerät mit Garantie bevorzugst, ok, aber für den Preis bekommst auch 10 gebrauchte funktionierende ... und die können alle gar nicht innerhalb deiner Garantiezeit kaputt gehen. :)


    lg
    Psycho

    Einmal editiert, zuletzt von Psycho ()

  • Hallo Psycho,


    damit habe ich gerechnet ;).
    Auch Dein Standpunkt macht in sich logisch Sinn und Dein Hinweis wird manchem helfen bzw. einleuchten.

    Das muß jeder selbst Entscheiden. Den Sharp-Hinweis finde ich sowieso gut. Nur bieten die seit 8 oder 10 Jahren in Deutschland leider keine Hifi-Decks mehr an. Es war eine spannende Zeit, als sie mehrere Jahre in den neunzigern Atrac-technisch Sony noch den Stinkefinger zeigten bzw. jahrelang audiotechnisch in Sachen Klangqualität immer eine Atrac-Generation vor Sony lagen.


    Das muß jeder selbst abwägen. Meine persönliche Empfehlung lautet eben nur: wenn man jetzt noch (das Medium neigt sich ja dem Ende seiner Marktphase) ins Minidisc-Format einsteigt, würde ich! ein Neugerät kaufen mit deutlich verlängerter Garantie.


    Natürlich kannst Du auch für 149.- (oder meinetwegen 199.- bei 3 oder 4 Jahren Garantieverlängerung, wie ich es heute machen würde) alternativ mehrere Decks gebraucht kaufen. Aber 10 bekommst Du dafür nicht. Die Decks die als 100% funktionstüchtig angeboten werden gehen eher selten unter 60.- pro Stück weg. Und wie gesagt ich beziehe mich auf REKORDER und zwar nicht im Lilliput-Format. Ein Player im Proberaum macht ja ohnehin für Aufzeichnung keinen Sinn ;).


    Natürlich sind die portablen Geräte oft günstiger zu finden. Da hast Du recht... aber die kommen wegen meinen tatterigen Wurschtfingern für mich leider nicht in Frage und auf die bezog ich mich nicht. (M)ein persönliches Problem.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!