Rim Click mit rechter Hand

  • Hallo Jungs und Mädels,


    bin über ein Video von Carter Beauford gestoßen indem er einen Reggae Groove spielt.
    An sich gefällt mir das sehr gut und es lässt sich auch einigermaßen spielen.
    Das einzige Problem ist der Rim Click mit der rechten Hand. Ich kriege es nicht gebacken ;(
    Entweder habe ich irgendwie die Finger so um den Stick das nicht der Stick sondern mein Finger auf dem Fell aufliegt. Oder es gibt einen Ton beim Aufsetzen auf das Fell, bevor der eigentliche Rim Click geschieht.


    Hat vielleicht jemand eine Ahnung wie man das richtig anstellt?



    Grüße
    root

  • Hallo,


    @Denied: schau Dir mal das Video an.
    Rim = Rand (meint den Spannreifen)
    Click = Klickartiges Geräusch
    Entsteht durch Anschlagen des Spannreifens bei auf dem Fell aufgelegten Stock.


    Ansonsten:
    Herr Beauford spielt (teilweise) anders herum. Daher in diesem Falle mit rechts.
    Man kann das grundsätzlich alles rechts wie links üben und dann (dann! nicht vorher) spielen.
    Die Lösung lautet daher: (langsam) üben.


    Grüße
    Jürgen

  • gib bei google "Rim Click" ein und gleich der erste Artikel bringt dich weiter.


    @Threadstarter:
    hab mir das Video nicht angeschaut, vermute aber dass es einfach daran liegt dass du das mit der rechten Hand noch nicht gewohnt bist.
    Und der Ton beim Auflegen ist doch nicht so tragisch.
    Weiter hilft dir da nur ÜBEN!


    edit: zu langsam...

  • Das er generell open hand spielt macht hier eigentlich keinen Unterschied. Wenn ich Rim Clicks mit links spiele habe ich das selbe Problem.
    Wie komme ich schnell UND geräuschlos auf die Snare um dann den Rim Click auszuführen. Irgendwie muss der Stick ja bei einem Rim Click schon auf der Snare aufliegen, sonst wäre es eher ein Rim Shot (klingt allerdings nur bescheiden).
    Wenn man nur auf 2 und 4 spielt und die Hand ansonsten auf der Snare aufliegt ist das ja kein Problem.

  • An sich gefällt mir das sehr gut und es lässt sich auch einigermaßen spielen.


    Der Groove an sich ist ja kein Thema. Aber ich frag mich, warum du dir dazu unbedingt Herrn Beauford zu Rate ziehen musst .. so wie der kannst du das nämlich ganz sicher nicht spielen, wenn du schon solche Fragen stellst.


    Zitat von root

    Das einzige Problem ist der Rim Click mit der rechten Hand. Ich kriege es nicht gebacken ;(
    Entweder habe ich irgendwie die Finger so um den Stick das nicht der Stick sondern mein Finger auf dem Fell aufliegt. Oder es gibt einen Ton beim Aufsetzen auf das Fell, bevor der eigentliche Rim Click geschieht.


    Da gibts nur eins: Üben! Oder - sinnvollerweise - mit links spielen .. wüsste nicht, was du für nen direkten Nutzen aus dem "mit rechts spielen" ziehst. Machs doch einfach, wie's für DICH am besten geht.


    Zitat von root

    Hat vielleicht jemand eine Ahnung wie man das richtig anstellt?


    So wie der Herr Beauford das macht, gleicht das schon einer Art Kunst. Das läuft bei dem wie Schmierseife und sieht dazu auch noch gut aus. Das entscheidenste ist aber imho, dass er den Stick quasi fast nur für die Zeit des Rimclics auf die Snare legt und dann wieder anderweitig verwendet. Sieht man selten - die meisten sind dann doch etwas "fauler" und lassen den eher mal ne Zeit länger auf der Snare liegen, gerade bei so eigentlich recht reduziert und zurückhaltend gespielten Reggae Sachen .. den ähnlichen Groove hab ich schon öfters live mit ner Band in nem eigenen Song gespielt - aber natürlich wesentlich reduzierter und mit stärkerer Off-beat Betonung.

  • 1. Du musst die Finger aus dem Weg bringen. Herr B. macht das, indem er Mittel-, Ring- und kleinen Finger anzieht und seitlich (mit den Fingerspitzen) auf den Stick legt und mit diesen plus Daumen den Stick greift. Zeigefinger liegt oben drauf. Er wechselt also regelmäßig aus seinem (großteils) French Grip auf diesen Pseudo-German-Grip. Letzterer ist für das normale Spiel ungeeignet, für seine Art des Rimclick-Spiels aber passend.


    2. Es muss dir gelingen, beide Auflageflächen des Sticks (Schulter auf Rim, Hintern auf Fell) genau gleichzeitig auftreffen zu lassen. Außerdem wäre es nicht schlecht, wenn du dabei auch noch etwas deines Hand- oder Daumenballens mit aufs Fell bringst. Sonst singt die Snare nämlich gerne, weil bei diesem Grip eben keine Finger auf dem Fell liegen, die die Snare dämpfen würden.
    Man kann aber auch bewusst das Stockende zuerst aufkommen lassen und dadurch eine Art Ghostnote spielen. Die Schwierigkeit daran ist hauptsächlich, dass es in time passiert und dass der eigentlich Rimclick noch ordentlich kommt.



    Das Ganze Diese Rimclicktechnik hat übrigens nichts mit open oder crossed handed zu tun.



    edit, zur Ergänzung:
    - Natürlich könnte man das Zeug irgendwie auch crossed spielen. Aber versuch(t) doch mal, jedes mal die linke Hand wieder unter der rechten durchzuwurschteln, um rechtzeitg zu clicken. Zumal die wenigsten diverse Glocken, Jamblocks, Splashes oder gar Toms links ihrer Hihat stehen haben, um mit der Rimclick-Hand das alles in den Groove zu packen.
    - Man sollte den Stick nicht sofort wieder vom Fell heben, weil die Snare sonst die Möglichkeit zum Singen hat. Womit der Rimclick nicht mehr klingen würde.

    Einmal editiert, zuletzt von Oddjob ()

  • Zitat

    .. so wie der kannst du das nämlich ganz sicher nicht spielen, wenn du schon solche Fragen stellst.


    Das steht außer Frage. Es wird vermutlich hier Keinen geben der behaupten könnte so zu spielen.
    Aber es geht auch nicht um das genaue nachspielen. Es geht eher um den grundlegenden Groove.


    Zitat

    Da gibts nur eins: Üben!


    Ich habe mir von Anfang an gedacht das es einen Hacken an der Sache geben muss. ;)


    Zitat

    Oder - sinnvollerweise - mit links spielen .. wüsste nicht, was du für nen direkten Nutzen aus dem "mit rechts spielen" ziehst.


    Richtig, einen direkten Nutzen nicht. Sehr wahrscheinlich werde ich diesen Groove nie "im Einsatz" benötigen. Von daher ist es eher eine willkommene Abwechslung auch mal etwas "andersherum" zu spielen. Schaden kann es sicher nicht. Spiele auch ab und an mal alte Hefte mit vertauschten Händen durch. Ist teilweise sehr lustig über vergleichsweise einfache Stellen zu stolpern.

  • Das macht auch durchaus musikalisch Sinn, den Click mit rechts zu spielen. Er spielt im wesentlichen 16tel hand to hand, und die snare auf 2 + 4. Das würde man auch als "normalen" Snareschlag mit rechs spielen. Im normalen hand-to-hand flow nimmt man als Rechtshänder die Linke ja üblicherweise nur für offbeats.

  • Er spielt im wesentlichen 16tel hand to hand, und die snare auf 2 + 4.


    Das stimmt so nicht. Er führt ganz klar mit der linken Hand, prinzipiell durchlaufende 8tel. Mit der rechten Hand füllt er dann meistens mit 16tel/16tel-Triolen/32tel auf, womit er nicht automatisch wieder mit der rechten Hand auf der Snare landen würde.


    Das macht auch durchaus musikalisch Sinn, den Click mit rechts zu spielen. [...] Das würde man auch als "normalen" Snareschlag mit rechs spielen. Im normalen hand-to-hand flow nimmt man als Rechtshänder die Linke ja üblicherweise nur für offbeats.


    Hiermit hast du natürlich recht. Mit dieser Technik könnte man hand-to-hand Hihat mit Rimclicks verbinden. Was aber in der Theorie plausibler ist, als in der Praxis. Denn ab einem "üblichen" hand-to-hand-Tempo hast du kaum mehr die Zeit, vom normalen Grip in diesen "Rimclick-German-Grip" zu wechseln. Um gleich den Konter vorwegzunehmen: Carter Beauford spielt solche Patterns, dass er genug Zeit für den Gripwechsel hat. Auch wenn das ganze sehr schnell und nach vielen Noten aussieht.



    Üblicherweise? Also ich nehme im Hand-to-Hand Flow die Rechte für Offbeats. Beim vorliegenden Beispiel ist deine Erläuterung aber natürlich absolut korrekt. Andersherum ginge das nur mit einer Sidesnare ...


    Du spielst hand-to-hand mit links geführt (auf einem Rechtshänderaufbau)?

  • root: mit dem Handrücken nach oben und dem Daumen zur Seite gedreht, sollt es gehn, ohne dass die Finger im weg sind.


    mein Problem mit den rimclicks in der rechten Hand ist, dass das Ende vom Stick für den idealen Sound so weit nach unten rutschen sollt, dass er unter der HiHat verschwindet, naja, dort kann man schlecht spielen...


    mfg, Flo

  • Vielleicht wird das, was ich jetzt schreibe, von Schlagzeugprofis als großer Unsinn angesehen und sollte niemals nie nachgemacht werden, aber:
    Ich spiele auch open-handed, also Hihat auf links und Snare auf rechts und manchmal, wenn ich Rimclicks spiele, leg ich den Stick gar nicht auf. Ich halte ihn weiterhin in der Hand fest, ähnlich wie beim "normalen" Schlag auf die Snare aber mit dem Unterschied, dass ich auf den Spannreifen statt auf das Fell schlage. Sicherlich schlage ich bei so einer Art Rimclick nicht so hart und auch in einem anderen Winkel, als bei einem regulären Schlag. Hat bisher gut geklappt, auch bei Liveauftritten. Weder sind mir Sticks dabei gebrochen, noch war die Spielweise zu leise.
    Bietet sich mMn. bei Songs an, in denen schnell zwischen Fell und Rim gewechselt werden muss.

    Die Wahrheit gleicht einem nassen Handtuch. Dir selbst nützt sie nichts, aber du kannst sie jemand anderem um den Kopf schlagen.

  • Hallo,


    erlaubt ist, was gefällt,
    ich habe auch schon einen Jam Block missbraucht, weil ich keine Lust auf die Gymnastik hatte.
    Aber: es klingt alles anders. Und das sollte man sich einfach mal in Ruhe anhören, indem man es ausprobiert und vergleicht.


    Wenn man nicht faul ist, übt man.
    Hilft.
    Leider.


    Grüße
    Jürgen

  • Bei meinen E-Set kann ich mir auch erlauben, nur auf den Rand zu hauen, wenn das "Click" eingestellt ist - aber sonst?


    Andere haben dafür extra ein Pad, o.ä. um draufzudonnern, weil es Ihnen zu mühsam ist, einen "schönen" Rimclick zu erzeugen. Bei meiner alten Gretsch, mit Ihrem krummen Spannring hatte ich das bei den Country-Songs auch nie schön während wechselnder Songs hin bekommen. Nur wenn einer von Anfang an so losging, lag der Stick an einer "hörbar akzeptablen" Stelle. Bei meiner IanPaice klingt das heute schöner.


    Aber nur auf den Rand zu hauen, macht eher nur klack, aber Kissans erster Satz nahm es ja schon vorweg. :D


  • :thumbup: Danke, das ist quasi die Antwort auf diesen Thread!


    Aber nur auf den Rand zu hauen, macht eher nur klack, aber Kissans erster Satz nahm es ja schon vorweg. :D


    :D
    Ich hab ja auch "manchmal" geschrieben. Ich mach es nicht immer so. Aber es gibt ja auch viele Möglichkeiten, mit dem Rim ein, grob gesagt, klackerndes Geräusch zu erzeugen

    Die Wahrheit gleicht einem nassen Handtuch. Dir selbst nützt sie nichts, aber du kannst sie jemand anderem um den Kopf schlagen.

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