Welche E-Drum Becken haben das "realistischste" Spielgefühl?

  • Einen wunderschönen guten Tag!
    Ich besitze ein Millenium Transformer E-Drumset mit den dazugehörigen Becken (14"er MPS-600 Becken).


    Die Becken ( ...und das ist jetzt was ganz neues ;) ) find ich vom Spielgefühl her jetzt nicht sooo toll, weshalb ich über einen Wechsel nachdenke.


    Deswegen wollte ich Euch mal fragen, ob es zwischen den verschiedenen E-Drum Becken starke Unterschiede gibt oder ob ich mich einfach mit abfinden muss, dass es in dem Bereich eben noch extrem hapert und man das Gefühl von "echten" Becken einfach nicht bekommt.

  • Moin moin, von Alesis gibt es Becken die Akustischen sehr nahe kommen (Surge heißen die), allerdings habe ich diese noch nicht angespielt.
    Von Pearl gibt es auch welche, die sehen aus wie Becken mit durchsichtiger Plastik-Schutz-Hülle.
    Die werden sich allerdings in höheren Preissegmenten befinden.

  • Also 400 pro Becken ist dann doch ziemlich heftig, vor allem da mein Drumkit ja jetzt auch nicht sooo "highend" ist ;)


    Ja, ich hab schon an einem akustischen Drumset gespielt, würd' ich auch gern standardmäßig spielen, aber das geht leider mit meiner Mietwohnung nicht konform.


    Habt ihr vielleicht auch praktische Erfahrungen mit den Roland-Becken zum Beispiel?
    Ich mein Unterschiede beim Ansprechen der Trigger, etc... klar da werden die sich schon unterscheiden, aber beim Spielgefühl? Das sind ja im Prinzip auch "nur" Plastikbecken.


    Dass sich die Alesis und Pearl Becken schon anders spielen dürften, leuchtet ein, da das ja (so wie ich das verstanden hab) im Prinzip akustische Becken sind?
    Nur wie verhält es sich bei denen mit der Lautstärkeentwicklung?

  • An meinem Roland Td-12 benutze ich als Ride ein Yamaha PCY155. das gibt es etwas günstiger auch eine Nummer kleiner.
    Die Becken haben für mich mit Abstand das beste Preis-Leistungsverhältnis: Vernünftige Größe, saubere Ansprache, leise (wobei das relativ ist), sehr angenehm zu spielen und dazu noch in einem realistischen Preisbereich.

    "Just beat the devil out of it." - Bob Ross

  • Hallo,


    habe mir ein Alesis Surge als Hihat Ersatz besorgt. Leider war es nur ein Ein-Zonen Becken, insofern kann man es vergessen, da es somit nicht mal zwischen Edge und Bow unterscheiden kann. selbst wenn es das könnte finde ich die Lautstärke gruselig. Da muß man die PA schon voll aufreissen oder Kopfhörer mit Schallschutz benutzen (zumindest die Nachbarn).


    Nun ist es ein zweites Crashbecken geworden, ich würde vom Kauf des Surge abraten.


    CY-15 als Ride ist schon super, bin mir aber nicht sicher, welche Becken anderer Hersteller in welchem Umfang vom Millenium unterstützt werden.


    Insgesamt ist das Gefühl echter Becken bei den ganzen Gummipads nicht voll gegeben, Es geht aber nicht nur um Anschlag und Rebound an sich. Auch die Bewegung des Beckens aufgrund der Massenträgheit spielt eine nicht zu vernachlässigende Rolle im Vergleich zu echten Hihats und Rides.


    Gruß
    Fynn

  • Am besten dürften wohl die teuersten von Roland sein. Jetzt stellt sich halt die Frage ob du bereit bist 400€ für ein Gummibecken zu bezahlen....

    Ich persönlich kann zwischen den wirklich sündhaft teuren -MG und den "normalen" CY-14/CY-15 keinen großen Unterschied feststellen, insofern kann man also schon mal ca. 150,- EUR für's graue Finish sparen.


    Zitat

    An meinem Roland Td-12 benutze ich als Ride ein Yamaha PCY155. das gibt es etwas günstiger auch eine Nummer kleiner.


    Und das funktioniert auch inkl. aller drei Zonen? Ich frage, weil Yamaha doch nur ein Kabel verwendet, während es bei Roland zwei sind.


    Viele Grüße


    Smoerrebroed

  • Und das funktioniert auch inkl. aller drei Zonen? Ich frage, weil Yamaha doch nur ein Kabel verwendet, während es bei Roland zwei sind.


    Nein, mit dem Roland-Modul funktionieren nur 2 Zonen. Kuppe und Rand sind mit dem gleichen Sound belegt. Ride crashen geht also nicht.
    Wie die Kompatibilität mit Millenium-Geräten aussieht, weiß ich nicht.

    "Just beat the devil out of it." - Bob Ross

  • An meinem Roland Td-12 benutze ich als Ride ein Yamaha PCY155. das gibt es etwas günstiger auch eine Nummer kleiner.
    Die Becken haben für mich mit Abstand das beste Preis-Leistungsverhältnis: Vernünftige Größe, saubere Ansprache, leise (wobei das relativ ist), sehr angenehm zu spielen und dazu noch in einem realistischen Preisbereich.


    Dieser Einschätzung will ich mich anschließen. Für reine Plastik/Gummi Becken ist der Preis der Yamaha Cymbals gerade noch so unter dem Level "unverschämt" einzustufen und damit etwas Schmerzfreier als die großen ROLAND Teile. Das Spielgefühl ist einigermaßen erträglich, die Triggerleistungen soweit in Ordnung.


    Besseres Spielgefühl bieten derzeit wohl nur die auch sehr teuren Zildjian gen16 Cymbals. Aber Achtung! Der Sound ist unterirdisch! Bloß nicht kaufen.


    Wie hier schon geschrieben wurde, sind die Alesis Surge Teile Hölle laut im Anschlaggeräusch! Da würde ich auch die Finger von lassen wollen.


    Wenn man davon Abstand halten will hier utopische Preise bezahlen zu müssen, dann bleiben wohl nur die Yamaha Teile als Option übrig. Und sicherlich mit Deinem Millenium Modul nur als 2-way Versionen spielbar.


    Gruß


    Trommeltotti

  • Also ich könnte mir vorstellen, dass die Zildjian Gen16 ziemlich nah an echte Becken rankommen.


    Was zum Teufel ist das für eine Aussage? :thumbdown:
    Vorstellen kann ich mir vieles und du dir offensichtlich noch mehr.
    Ist das auch belegt durch eigenes Wissen, eigene Erfahrung?
    Marketing-Bla-Bla in sogenannten "Fachmagazinen" können wir alle lesen - hilft nur nicht weiter.

  • Hallo,


    Gummi-Kunststoffteller schlagen sich anders an als ein Nudelsieb und dieses wieder anders als ein Bronzebecken.
    Was noch am wenigsten unrealistisch ist, kann ich nicht genau sagen, da hätte ich mal öfter probieren müssen, aber auch die Nudelsiebbecken fühlen sich mehr nach Nudelsieb als nach Becken an. Und für den Preis eines für Unterhaltungsmusikanten brauchbaren Substituts bekommt man offensichtlich ein erstklassiges Original.


    Grüße
    Jürgen

  • Für mich müssen sich E-Becken und E-Trommeln / Pads nicht realistisch anfühlen. Was heißt das überhaupt? Ich gehe doch davon aus, dass Teile, die ich bezahlt habe, auch real sind.
    Ein E-Drum ist nunmal ein eigenständiges Instrument, das sich eben anders anfühlt, als ein Akustik-Schlagzeug. Macht ja nichts. Für mich ist nur wichtig, dass es sich gut anfühlt und angenehm zu spielen ist.
    Ein Trommlerkollege hat mal auf meinen Pd-8 geklöppelt und gesagt, das sei ja Beschiss, weil man aufgrund des Rebounds viel schneller spielen könnte. Aber warum nicht die Vorteile von diesem neuen Instrument nutzen anstatt es ewig mit dem anderen zu vergleichen? Wenn ich die Zildjian Anti Vibe Sticks benutze, fühlt sich das oben genannte Yamaha Pad gut an und macht Spaß.


    Meine Aussagen decken sich natürlich nicht mit dem Wunsch, unterrichtsbegleitend zu Hause auf einem E-Set das A-Set spielen zu üben. Das ist einfach nicht mein Einsatzgebiet.

    "Just beat the devil out of it." - Bob Ross

  • Ich spiele keine E-drums, aber vielleicht hilft dir folgene Erfahrung:


    Ich hab mich mal an ein roland (eine der topserien) drangesetzt und ohne kopfhörer gespielt. Fazit: nicht sonderlich realistisch, aber in ordnung.
    Dann hab ich die Kopfhörer aufgesetzt und beim spielen einen schönen ride sound in die ohren geflöst bekommen und das gleiche beckenpad fühlte sich auf einmal ziemlich realistisch an.


    Fazit: der Kopf gaukelt einem gerne was vor. Testen ist unabdinglich.


    LG

  • Die kritischen Bemerkungen von Fynn finde ich sehr zutreffend!


    Ich spiele zu Hause auch die Mehrzonenbecken von Roland, aber trotzdem muss ich sagen: Gummi ist halt Gummi, die Pads sind träger, man muss viel fester drauf 'kloppen' und der Stick 'klebt' mehr drauf. Vor allem bei der Hi-hat finde ich das unangenehm.
    Auch störend finde ich z.B., dass das Geräusch der Becken-Gummipads so laut ist. Man muss das Modul dann direkt tierisch laut machen, um die Stickgeräusche zu übertönen und im Verhältnis dazu bekomme ich die Bassdrum beim Roland TD sowieso nicht verhältnismäßig lauter.
    Dennoch möchte ich auf mein Edrum nicht verzichten, denn es ermöglicht mir das Üben in einem Mehrfamilienhaus.

  • Hallo,


    man muss viel fester drauf 'kloppen'

    - muss man nicht, wenn das Modul vernünftig eingestellt ist.


    dass das Geräusch der Becken-Gummipads so laut ist.

    - das kommt halt davon, wenn man so feste drauf kloppt ...


    Im Übrigen hat Korki alles gesagt, danke für den tollen Post!



    Gruß, Kai

  • @ CrossStick
    Wenn du dich so gut auskennst: wo (außer den Schiebereglern draußen beim TD 12) kann man denn den Bassdrumsound verhältnismäßig zu den anderen Instrumententeilen erhöhen? (s.o.)
    Ich wäre dir dankbar für eine konstruktive Hilfe, nicht ein bloßes: guck ins Manual. 8o

  • Du kannst für jedes gespeicherte Set die Lautstärke der einzelnen Instrumente über den "Mixer"-Knopf verändern.
    Du könntest auch mal deine Triggereinstellungen überprüfen, eventuell kannst du die Epfindlichkeit des Bass-Pads optimieren.


    Ansonsten könnte dein Problem auch an den Kopfhörern liegen. Erstens weil sie vielleicht zu wenig Bass (also tiefe Frequenzen) widergeben. Dann geht die Bass im restlichen "Lärm" unter. Und zweitens, weil sie vielleicht nach außen zu wenig dämpfen. Wenn dich das Geklopfe auf den Pads stört, dann würde ich nicht versuchen alles lauter, sondern eben die Umgebungsgeräusche leiser zu bekommen. Wenn du Inear-Hörer benutzt, kannst du z.B. einfach einen Lärmschutz-Kopfhörer vom Bau drüber ziehen.

    "Just beat the devil out of it." - Bob Ross

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