Frage zu Notation

  • Das sind die Stichnoten. Ich vermute hier ein Bigband-Arrangement (?),

    die kleinen Noten zeigen dir die "Tatääs" der Bläser an, die dann gerne

    mitbetont werden dürfen, aber nicht müssen. Mit macht natürlich mehr Spaß :)

    Einmal editiert, zuletzt von KC ()

  • Bei Takt 10 steht drüber "ens. cue" (ensemble cues), das sind also für dich an den drums irrelevante Noten, das sind nur so cues (also Hinweise) für andere Spieler in einem Ensemble (Bläser, Streicher...), damit die wissen, wo man grad is.
    Edit: oder ja, Hinweise für dich, wo die anderen was spielen, in dem Fall. KC war schneller und hats besser beschrieben

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    Don‘t waste your time or time will waste you. (Muse - Knights of Cydonia)

  • Ok, danke. Dann macht die Angabe „Time“ in Takt 11 für mich wieder Sinn. „Time“ sagt mir ja, ich soll spielen wie es ua in Takt 9 notiert ist, optional sind dann die Betonungen auf 1, 2, 2+ sowie 3.

    In Takt 16 sind dann Snare und Füsse nur nochmal ausnotiert weil auf 3+ ein zusätzlicher Snareschlag auftritt (es folgt keine weitere Anweisung zwischen den Takten 11 &16).

    Habe ich das so richtig verstanden/wiedergegeben?

    Blaukraut bleibt Blaukraut & Brautkleid breibt Blaubtkreid

  • Im Prinzip, Takt 9 Betonungen 1+, 3.

    Hängt immer auch etwas vom Song ab.

    Sowie es notiert ist Swing-Pattern mit Four-on-Floor und Snare auf 2 und 4 - so wird

    es oft notiert, hört sich aber dann so gespielt schnell etwas

    "statisch" an. Falls du noch die Stichnoten spielen willst rasch zugeholzt und ist so kaum noch spielbar, dann passt oft besser:

    Swing-Pattern auf dem Ride mit Hihat-Tschick, die Stichnoten

    dann auf der Snare, die notierten Breaks so wie geschrieben...könnte das was werden?

    Wie gesagt, muss vom Song passen, welcher ist es denn?

  • oh ja, Takt 11. Takt 14 hat auch noch eine 1. Aber vom Prinzip hast du es?

    Jaaa, Take the A-Train. Da würde ich den Swing nicht so spielen wie er notiert ist, ganz

    klar den Grundgrovve Ride, HiHat-Tschick und die "Stiche", den Feel auf der Snare mit dem Ensemble.

  • Das tönt sinnvoll für mich. Aber dann hätte man Takt 16 ja besser schreiben können, zB die Stichnoten auf der Snare Line schreiben oder Snare&Füsse weglassen und den zusätzlichen Snareschlag auf 3+ oben mitschreiben können. (?)

    Blaukraut bleibt Blaukraut & Brautkleid breibt Blaubtkreid

  • In Jazz- und Big-Band-Ensembles sind die Schlagzeugnoten, auch wenn sie sehr detalliert ausgeschrieben sind, üblicherweise nicht als verbindlich zu verstehen. Es geht darum die Struktur des Songs festzulegen, aber die Details sind eher als Hinweise gemeint.

  • Ok, aber warum dann der Aufwand? Aber sei’s drum. In Zukunft möchte ich mir das sowieso selber aufschreiben. Dann verbessere ich endlich mein Schriftbild eines Erstklässlers. 😀

    Blaukraut bleibt Blaukraut & Brautkleid breibt Blaubtkreid

  • Oft wird es auch so interpretiert, gemeint:

    Stichnoten optional (wenn man mal eingelesen ist auch schöne Orientierung),

    das Ausgeschriebene dann mit etwas mehr Nachdruck: sollte schon so betont werden - wird schnell bei den Liedenden ersichtlich.

    Ob es dann BD, Crash, Snare oder sonstwas werden soll ist dann wieder etwas freier interpretierbar.

    Wie Two sagt: die Noten als gut gemeinte Orientierungshilfe mit viel Freiheit für die persönliche Interpretation (solange es dem Lied dient).

  • Also für mich sind das typische Staccato-Notierungen. Die habe ich zuhauf in meinen Arrangements für die Bigband. Harte und kurze Betonungen, die mit den Bläsereinwürfen gespielt werden. Die sog. Kicks - und die müssen sitzen. Mein Bandleader legt Wert darauf, dass ich die exakt mitspiele. Weil das den richtigen Drive gibt. Eher habe ich die Freiheit, diese mit Fills einzuleiten, als sie nicht zu spielen.

  • Guten Morgen,


    wie bereits gesagt wurde, sind das sogenannte Stichnoten, die einerseits anzeigen, was das Gebläse so treibt, allerdings nicht nur so zum Spaß, sondern, weil das die akzentuierten Stellen in der ganzen Kapelle sind. Diese sind also mitzuakzentuieren, je nach Kapelle und Geschmack und Fähigkeiten dann mit mehr oder weniger Geschwurbel drumherum.

    Die Viertele bei der Bertha unten würde ich schon spielen, aber eben nicht wie im Rock, sondern "federnd", also zärtlich und leise, insbesondere, wenn ein Kontrabass dabei ist, mit dem sollte das nämlich harmonieren.


    Konkret wäre es als erste Möglichkeit denkbar, in Takt 11 das Becken akzentuiert auf die Cues zu setzen.

    Das wäre eine relativ dezente Interpretation für ein dezentes Orchester.

    In Takt 15 rufen die Drei und die Vier nach einer Einleitung, man kann sie spielen oder das Publikum überraschen, jedenfalls würde ich die Drei und Vier kurz (staccato) mitbetonen und dann in Takt 16 das spielen, was da steht.


    In Takt 1 bis 8 würde ich wahrscheinlich Hi-Hat spielen. Womöglich hat das der Arrangeur auch so geschrieben, dann macht der Wechsel in Takt 9 Sinn.


    Grüße

    Jürgen

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