Unterschied Swing, Shuffle, Triplet Feel

  • Also ich finde die Diskussion Rund um das Swing/Shuffle-Gedöns total interessant.


    Bei der aktuellen Challenge kann man ein Shuffle spielen, aber genauso ganz normale Achteln spielen. Es gibt dazu auf YouTube auch ein Groove-Beispiel. Das Playalong scheint ganz beliebt zu sein.


    Und Achtel grooven auch.

  • Bei der aktuellen Challenge kann man ein Shuffle spielen, aber genauso ganz normale Achteln spielen.

    Mal davon abgesehen, dass es hier nicht um die Challenge geht:


    Du meinst Achtel auf 70 bpm, richtig?

    Achtel auf 140 würden gegen die anderen Instrumente anspielen, die ja mit Achteltriolen unterwegs sind.


    Und man kann da auch noch ganz andere triolische Sachen spielen, ohne Shuffle.

  • Swing ist typischerweise eine abgespeckte Version von Shuffle (wobei Swing musikgeschichtlich zuerst da war), meistens auf dem Ride gespielt. Dabei werden die triolischen Zählzeiten von 1+3 ausgelassen. Klingt dann wie "ding ding de ding ding de ding ding de ding".

    Swing muss nicht exakt triolisch gespielt werden und ist dehnbarer.

    Du denkst das zu sehr vom Schlagzeug aus.

    Die Phrasierung der Achtel ist immer triolisch.

    Da wird nix abgespeckt. Lediglich im Mikrotiming einzelner Musiker kann das variieren und je schneller die Viertel, desto binärer fühlt es sich an. Hab ich aber schonmal geschrieben.

    Im Hinterkopf laufen immer die Achtel-Triolen mit. Wenn du dir Saxophon Transkriptionen anschaust, wird die unterschwellige Rhythmik auf einmal sichtbar.


    Bei Shuffle Grooves wird die erste Triole im Päckchen genauso kurz gespielt wie die dritte und ein Shuffle Groove kann auch auf der 16tel Ebene stattfinden.

    Swing swingt immer auf der Achtel Ebene und die ersten beiden Triolenachtel bilden die 1, die dritte die +.


    Aber nochmal, weil es scheinbar immer noch nicht klar zu sein scheint:


    Musiktheorie hat keinen Anspruch auf Evidenz. Es ist rein beobachtend und man muss es immer aus der Praxis und den aktuellen Entwicklungen heraus betrachten.


    Randbemerkung:

    Das Wort Shuffle kann in verschiedenen Ländern, Jahrzehnten, Szenen oder Stilrichtungen durchaus abweichende Bedeutungen haben.

    Shuffle ist halt auch eine Spielart im Techno, bzw. in der aktuellen Popmusik nochmal ganz was anderes.

  • Die uns heute bekannte Swing-Begleitung auf dem Ride wird vor allem Kenny Clarke zugeschrieben, und das passierte erst ab den 30ern bis in die 40er, also zeitlich etwa mit dem Maximum der Popularität von Swingorchestern.

    Ende 19. Jahrhundert hat sich das ganze aus Funeral Marschkapellen und Ragtime Kompositionen entwickelt. Swing mit dem Bass auf den Vierteln hat sich dann in Tanzsälen entwickelt. Bis in die 50er war es völlig üblich als Kontrabassist auch noch Sousaphon/Tuba spielen zu können, für draußen quasi. Ab den 50ern konnte man den Bass zumindest mikrofonisch etwas stützen, so dass der halbe Puls mit Slap in den Bands nicht mehr notwendig war, so dass die ersten Bassisten auch freier spielen konnten und auch mal solierten.

    Das ist für die Entwicklung des Swing nicht unerheblich, siehe Scott LaFaro und Paul Motion, die ein viel luftigeres Feeling haben als Slam Steward von Slim & Slam.


    Beispiele:

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  • Bei Shuffle Grooves wird die erste Triole im Päckchen genauso kurz gespielt wie die dritte und ein Shuffle Groove kann auch auf der 16tel Ebene stattfinden.

    Swing swingt immer auf der Achtel Ebene und die ersten beiden Triolenachtel bilden die 1, die dritte die +.

    Beziehst du dich hier jetzt auf die Melodieinstrumente? Also "swingt" z. B. das Saxophon dann in der Regel durch eine lange und eine kurze Note? Sozusagen:

    2 gebundene Achtel + 1 einzelne Achtel?

    Gilt das dann auch für die Zählzeiten 1 und 3, wo im klassischen Swing das Ride ja eine komplette Viertel lang klingt?


    Und dann beim Shuffle würde das Saxophon den ersten Ton abstoppen, damit die mittlere Triolennote wirklich eine Pause ist?


    Sehr spannend...

    Four on the floor sind zwei zu viel.

    SONOR Vintage Series: 20", 22" BD; 14" Snare-Drum; 10", 12", 13" TT; 14", 16" FT

    PAISTE 2002, 2002 Big Beat, 602 Modern Essentials, PstX

    Gigs: 23.01.26 Markthalle Freiburg, 21.03.26 Heimathafen Lörrach, 09.05.26 KiK Offenburg, 19.06.26 Haferkasten Kenzingen, 19.09.26 Mehlsack Emmendingen, 03.10.26 Private VIP Gig, 31.10.26 Durbacher Hof Offenburg, 21.11.26 Bierakademie VS, 28.11.26 Heimathafen Lörrach mit >> Blackwood Mary

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  • Du denkst das zu sehr vom Schlagzeug aus.

    Lies doch einfach mal die Fragestellung am Anfang des Threads und die nachfolgenden Beiträge. Dann weißt du, dass es hier um's Schlagzeug geht.


    Deine Ergänzung ist ja informativ. Aber deine Einleitung beinhaltet schon wieder einen Vorwurf.


    Hier noch mal zum Nachlesen:


    Triplet Feel ist doch "dam - - di-dam - - di-dam - - usw.

    Ist das beim Swing und beim Shuffle nicht genau so?

    Was macht den Unterschied? Nur die restliche Instrumentierung und der Gesang? Oder macht der Drummer da etwas anderes…


    Weiß doch jeder was gemeint ist.

    Deshalb auch ziemlich egal, wie schon selbst festgestellt.

    Auch wieder so ein unnötiger Kommentar. Ich habe Lexi was erklärt, das ihm auf die Sprünge helfen soll. Mir liegt nämlich was daran, dass er nicht bei jeder Challenge mit Abstand Bummelletzter ist, sondern vielleicht mal eine passendere Performance (nett genug formuliert?) spielt.


    So von wegen "moralischer Kompass" ...


    Und mehr sage ich hier nicht mehr dazu. Wegen mir braucht hier keiner Popcorn auszupacken.

  • Triplet Feel?

    Feel setzt immer voraus dass man anders zählt als man es hört vgl. double time feel oder half time feel zu echtem double oder halftime. Da ich den Begriff zum ersten Mal so höre, gehe ich davon aus, dass damit gemeint ist, dass man triolisch phrasiert, auch wenn es binär notiert ist.

  • Deine Ergänzung ist ja informativ. Aber deine Einleitung beinhaltet schon wieder einen Vorwurf.

    Da bin ich mir jetzt nicht so sicher, Marius. So eine Aussage "du denkst zu sehr..." habe ich durchaus schon von Lehrern und Dirigenten gehört. Liest sich hier vielleicht ein wenig schroff, aber muss nicht auch so gemeint sein.

    Finde die Diskussion hier echt spannend und fände es schade, wenn es eskaliert, weil was missverstanden wird. 🙏

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