Einrichten des Unterrichtsraums bzw. Vorstellung meines Kinderschlagzeugs

  • rhythm memory

    Ich leite bisher Grundschulkurse als Orientierungskurs, da leite ich Kinder am Schlagzeug an.

    Ich sehe das ähnlich wie du, auch wenn ich lange EMP gemacht habe und es gerade vertretungsweise mache.


    Danke für den Input.


    Für open hand müsste dann aber das Ride auch links stehen.

    Echt? Das wär mir neu.

    Das Set von Claus Hessler ist ziemlich symmetrisch aufgebaut.

    Ich hab mal mit einem Schüler von ihm gespielt, der hat open hand gespielt, hatte das Ride aber rechts. Der hat dann einfach umgeswitched. Im Sinne des einheitlichen standardisierten Aufbaus wäre das ja auch sinnvoller.

  • "Der hat dann einfach umgeswitched"...ok,da bin ich jetzt raus; kenne ich so nicht. Nach meiner Erfahrung dauert es schon nicht unerheblich lange, bis man mit einer Führungshand bei Rhythmen + Fills das Gefühl erreicht "hey, es groovt". Das mit inks wie rechts hinzubekommen....ich muss wohl mal wieder schauen, was die aktuellen Topleute dahingehend liefern....

  • "Der hat dann einfach umgeswitched"...ok,da bin ich jetzt raus; kenne ich so nicht. Nach meiner Erfahrung dauert es schon nicht unerheblich lange, bis man mit einer Führungshand bei Rhythmen + Fills das Gefühl erreicht "hey, es groovt". Das mit inks wie rechts hinzubekommen....ich muss wohl mal wieder schauen, was die aktuellen Topleute dahingehend liefern....

    Guck mal, das ist der Drummer und da sieht man es recht gut. Beim letzten Stück spielt er links Snare und rechts Ride.

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Einmal editiert, zuletzt von f_luxus ()

  • Kurz geschaut...: Klar, der junge Typ ist talentiert..... Er ist aber schon Rechtshänder?

    Klar, was hat das aber mit open Hand zu tun?

    Reden wir aneinander vorbei?

    Er spielt open Hand und war langjähriger Schüler von Claus Hessler, seit er 16 war soweit ich weiß. Max kann meines Wissens obenrum komplett die Richtung wechseln.

    Das verstehe ich unter open Hand.

    Er spielt ein ganz normales Rechtshänderset nur halt eben nie überkreuz.

  • Ja, wir reden vermutlich aneinander vorbei...........Im Zweifel schießen Messi und Ronaldo den entscheidenden Elfer mit dem starken Fuß, obwohl sie es ja eigentlich auch mit dem anderen könnten....

    Zeige mir Leute aus dem Bereich der virtuosen Schlagzeughelden bis aktuell, die es genau so machen (open handed). Ich kenne Cobham und Philips...

  • Carter Beauford, Claus Hessler uvm.

    Es gibt aber auch jede Menge die überkreuzt spielen.

    Larnell Lewis ist technisch ein Biest und klingt auch sau gut btw. der spielt überkreuzt, auch wenn er eher jazzmäßig viel mit dem Ride führt.

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Das ist halt so eine Glaubensfrage mit open hand.

    Ich finde, dass muss jeder für sich rausfinden.

    Bei Kindern entwickelt sich die Händigkeit eindeutig ab dem 4. Lebensjahr und sollte mit 9 Jahren rum abgeschlossen sein.

    Überkreuzschwäche ist eine Diagnose um Ergotherapie verschrieben zu bekommen.

    Darum geht es mir. Wenn ich bei einem Kind die Händigkeit feststellen will, muss ich ein paar Tests machen. Ball zuwerfen, malen lassen, beim bauen mit Klötzen beobachten etc.

    Mit der rechten Hand links die Zähne zu putzen ist für viele rechtshändige 5jährige noch zu schwer, deshalb hilft man ihnen und putzt nach.

    Das sind 2 verschiedene Baustellen, die aber beide mit der Vernetzung der Hirnhälften zu tun haben.


    Liebe Grüße, Felix

    Einmal editiert, zuletzt von f_luxus ()

  • ok, ich suche jetzt keine belegenden Videos raus....aber von Antinio Sanchez... über Greb... bis Weckl,...und auch die Alten wie Tony Williams, Elvin Jones, Joe Morello....Beauford kenne ich auch, wollte ich aber nicht zu den "üblichen Helden" hinzuzählen. Macht man hier was mit Statistik, wird das ziemlich eindeutig - GLAUBE ich zumindest - vielleicht ist aber "open handed" mittlerweile pädagogisch bewährt?

  • die Alten wie Tony Williams, Elvin Jones, Joe Morello

    Sind Jazzdrummer, die eh selten HiHat Backbeats spielen. Es gibt doch aber sauviele geile Überkreuzer. Steve Gadd um nur ein Beispiel zu nennen.


    Gemini sagt dazu:

    Es gibt keine offizielle, festgeschriebene Statistik darüber, wie viele der „Top 100“ Schlagzeuger weltweit ausschließlich die Open-Hand-Technik nutzen. Schaut man sich jedoch renommierte Listen wie die des Rolling Stone oder von Drumeo an, zeigt sich, dass Open-Hand-Spieler eine deutliche Minderheit bilden – schätzungsweise liegt ihr Anteil bei etwa 5 % bis 10 %.

    Obwohl die Technik ergonomische Vorteile bietet (kein Überkreuzen der Arme, bessere Erreichbarkeit der Toms), hat sich das überkreuzte Spiel historisch als Standard etabliert.

    Bekannte Open-Hand-Spieler in Top-Listen

    Unter den einflussreichsten Schlagzeugern finden sich einige prominente Vertreter dieser Technik:

    | Schlagzeuger | Bekannt durch | Besonderheit |

    |---|---|---|

    | Billy Cobham | Mahavishnu Orchestra | Einer der Pioniere und „Väter“ der modernen Open-Hand-Technik. |

    | Simon Phillips | Toto, The Who | Spielt ein symmetrisches Kit und führt fast ausschließlich mit links. |

    | Carter Beauford | Dave Matthews Band | Berühmt für sein extrem flüssiges Open-Hand-Spiel auf einem Rechtshänder-Set. |

    | Mike Mangini | Dream Theater | Hat beide Körperhälften technisch nahezu perfekt angeglichen (Ambidextrie). |

    | Danny Carey | Tool | Nutzt Open-Hand-Elemente oft, um komplexe polyrhythmische Strukturen zu spielen. |

    | Gene Hoglan | Strapping Young Lad | Bekannt im Metal-Bereich für sein kraftvolles Open-Hand-Spiel. |

    Warum sind es so wenige?

    * Tradition und Lehrmethoden: Die meisten Schlagzeuglehrer und Lehrbücher basieren auf dem überkreuzten Spiel.

    * Set-Aufbau: Standard-Schlagzeuge sind seit Jahrzehnten für das überkreuzte Spiel (Hi-Hat links, Snare mittig) optimiert.

    * Lerneffekt: Da die meisten Menschen eine dominante rechte Hand haben, ist es am Anfang intuitiver, den Takt (Hi-Hat) mit der starken Hand zu führen.

    Ein wichtiger Unterschied: „Echte“ vs. „Hybride“ Spieler

    Man muss unterscheiden zwischen Schlagzeugern, die permanent Open-Hand spielen (wie Simon Phillips), und solchen, die es nur für bestimmte Passagen oder Grooves nutzen, um mehr Freiheit auf dem Kit zu haben. Viele moderne Top-Drummer (z.B. Claus Hessler oder Thomas Lang) beherrschen beide Wege perfekt, um die Limitierungen der schwachen Hand aufzuheben.


    Das ist genau mein Empfinden. Ich bin vielleicht weniger in der Drummer Content Blase 🤷‍♂️

  • Auf die paar Leute, die du jetzt nennst (Philips und Cobham hatte ich selbst gennant-... ) gibts zig x zig neue Leute, die exakt nicht "open-handed" unterwegs sind. Das lässt sich für interessierte Leute leicht übrerprüfen. Ich hab null Ambition, das hier zu beweisen..

  • drumrumköln ich bin doch genau der Meinung, dass die Mehrzahl nicht open Hand ist. Ich finde das Thema etwas überschätzt ehrlich gesagt. Ich persönlich finde es ist eine mögliche Variante, mehr nicht.


    Die Drummer die ich geil finde sind bis auf Carter Beauford ausnahmslos überkreuzt-Spieler.

  • drumrumköln ich bin doch genau der Meinung, dass die Mehrzahl nicht open Hand ist. Ich finde das Thema etwas überschätzt ehrlich gesagt. Ich persönlich finde es ist eine mögliche Variante, mehr nicht.


    Die Drummer die ich geil finde sind bis auf Carter Beauford ausnahmslos überkreuzt-Spieler.

    Ich finde es insofern wichtig, als das man Anfängerkinder vor "komischen Ideen" schützen sollte...es gab schon "Lehrer" die meinten, "ok, das Set steht eben so und es gibt ja "open handed"....

  • drumrumköln ich bin doch genau der Meinung, dass die Mehrzahl nicht open Hand ist. Ich finde das Thema etwas überschätzt ehrlich gesagt. Ich persönlich finde es ist eine mögliche Variante, mehr nicht.


    Die Drummer die ich geil finde sind bis auf Carter Beauford ausnahmslos überkreuzt-Spieler.

    Ich finde es insofern wichtig, als das man Anfängerkinder vor "komischen Ideen" schützen sollte...es gab schon "Lehrer" die meinten, "ok, das Set steht eben so und es gibt ja "open handed"....

    Siehst du das bei meinem Set so?

    Ich hab die HiHat genau mittig von der Snare, so dass sie bequem spielbar ist, egal wie rum.

    Hast du meine Posts dazu gelesen, in denen ich das begründe? Hast du verstanden dass ich unterscheide zwischen mit links führen und "Körpermitte überkreuzen"?

    Meine Idee mit der mittig aufgebauten HiHat basiert darauf, dass ich seit ca. 10 Jahren Kinder am Schlagzeug anleite, in Musikkursen.

    Im Idealfall, können Sie nach 2-3h aufgeteilt Billie Jean mitkloppen, was den Kindern tierisch Spaß macht. Ich habe diese ersten Schritte bei bestimmt 100 Kindern begleitet und hab mir das nicht mal eben so überlegt.


    Bisher hat mich lediglich nils Einwand nachdenklich gemacht, dass der Fuß abgelegt werden sollte um das gleich von Anfang an zu trainieren. Was für mich aber dagegen spricht, ist dass das am Anfang nur ablenkt.


    Bei der Gitarre fange ich mit Leersaiten an (nur die starke Hand wird benötigt) um überhaupt mal Töne rauszubekommen und die so wichtig Bindung ohne Frust aufzubauen.

    Das ist DER Wichtigste Faktor für den Lernerfolg, gefolgt von realistischer Selbsteinschätzung des Schülers.

    Ohne eine gute Bindung kann ich aber auch nicht sicherstellen dass der Schüler sein Selbstbild bzgl. seiner Leistung am Instrument Richtung Realität korrigiert, wenn das mal in Schieflage gerät.

    Ein Schüler der sich selbst unterschätzt ist dabei genauso blockiert, wie ein Schüler der sich permanent überschätzt.

    Das ist alles Teil meiner pädagogischen Expertise, die mich bei solchen Überlegungen immer begleiten. "You can't unsee it" wenn man diese Dinge einmal verstanden hat.


    Die Anfangsphase beim Unterrichten hat eine ganz eigene Dynamik, in der ich als Lehrer dafür Sorge tragen muss diese gesunde Bindung aufzubauen. Ewiges rumnörgeln an der Technik des Schülers ist erfahrungsgemäß ein Bindungskiller.

    Deshalb will ich gewisse Hindernisse am Anfang in den ersten Monaten aus dem Weg räumen. Ab der ersten Stunde gibt es bei mir Erfolge, die man auch den Eltern präsentieren kann.

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Z.B. dass der Schüler das mitklatschen kann.


    Vielleicht hilft das ja dem ein oder anderen meine Überlegungen zu verstehen.

  • ich bin der Meinung man kann Kindern gerade im Einzelunterricht durchaus beibringen so zu spielen, dass einem nicht die Ohren wegfliegen.

    Ich zitier mich mal eben selbst. Wie regeln die Lehrer hier das mit den Anfängern?

    Drumstudio1 du bist doch ein alter Hase und nachdem wie du dich als Lehrer präsentierst doch auch "Team Bindungsarbeit". Ich hatte ein bisschen gehofft, du würdest dich in dem Thread äußern 😂

  • Nö...ich bin hier quer eingestiegen und habe meine Punkte gemacht. Du scheinst zum Thema eine Menge Fragen zu haben...ob sich das alles im Internet beantworten lässt, keine Ahnung. Viel Erfolg jedenfalls!

  • Du scheinst zum Thema eine Menge Fragen zu haben...ob sich das alles im Internet beantworten lässt, keine Ahnung.

    Im Gegenteil. Der TS hat bereits die meisten Fragen für sich beantwortet. JETZT ging es nur noch um Kleinigkeiten, und die Position der HH ist dabei in den Fokus gerückt.


    f-luxus: Ich wünsche dir viel Erfolg! Ich finde es gut, dass du deine eigenen Erfahrungen mit einfließen lässt und nicht auf "Das wurde immer so gemacht" beharrst.

    "Ambition is a dream with a V8 engine" - Elvis Presley

  • Interessante Diskussion! Hier im Forum ging's schon öfter darum. Das Thema hatte mich vor ein paar Jahren sehr beschäftigt.


    Der standardisierte Aufbau mit Überkreuz-Spiel hat einige klare Vorteile:

    • Hände und Füße sind jeweils auf einer Körperseite eher verknüpft als "überkreuz". Daher fallen z.B. Achtel-Grooves i.d.R. leichter, wenn die Bassdrum und die Achtelnoten auf der Hi-Hat beide mit der "rechten Körperseite" (also rechter Fuß und rechte Hand) gespielt werden.
    • Der standardisierte Aufbau in Kombination mit klassischem Überkreuz-Spiel ermöglicht es, Grooves auf der Hi-Hat und dem Ride immer mit den gleichen Handsätzen spielen zu können.
    • Ein einheitlicher Aufbau hat in Situationen mit stationären oder zumindest von mehreren Drummern genutzten Schlagzeugen in Musikschulen, Vereinen, Proberäumen, auf Bühnen usw. einen großen Vorteil. Linkshänder, die nur auf einem gespiegelten Aufbau zurechtkommen, müssen so immer eine Extrawurst machen.


    Ich rate dazu, gleich am Anfang zu erörtern, "wie rum" angefangen wird zu spielen. Denn die führende Hand flexibel (für Wechsel von Hi-Hat / Ride) umzuswitchen erfordert im Prinzip erstmal, jeden Groove doppelt lernen zu müssen und es sich unnötig schwer zu machen. Es geht ja irgendwann auch um spielerische Feinheiten / Präzision, Feeling (Groove) und Sicherheit am Instrument. Dass nur ein paar Freaks (nach meiner Einschätzung vielleicht 1%) wie Claus Hessler und wenige andere in ihrer normalen Spielpraxis die HH open-handed mit links und das Ride mit rechts spielen, zeigt nur, dass das ganz sicher nichts für den "Ottonormal"-Spieler ist.


    Open Handed (mit dem Ride bei der Hi-Hat) stehe ich aufgeschlossen gegenüber. Kommt ein Linkshänder so z.B. besser zurecht, ist das meiner Meinung nach einem gespiegelten Aufbau vorzuziehen. Weil es in vielen Situationen hinderlich ist, wenn man nicht auf einem standardisierten Schlagzeug-Aufbau zurechtkommt und erstmal alles gespiegelt umbauen muss. Zumindest, wenn man nicht nur daheim im stillen Kämmerlein spielt.


    Was Rudiment-Übungen im "normalen" Schlagzeugunterricht betrifft, halte ich nichts von den festgefahrenen, konservativen und oft mit der Brechstange durchgeführten Methoden, die erstmal ein paar Jahre nur Rudiment-Drill ohne Schlagzeug (und weitgehend ohne Spaß) machen. Klar sind die grundsätzlichen Rudiment-Spieltechniken sehr wichtig und bilden das Grundgerüst fürs Schlagzeugspielen. Man kann die Rudiments aber auch flexibler und parallel zum Schlagzeugspielen in den Unterricht einbauen.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!