Becken - Overhead vs. Einzelabnahme

  • An die Ton-Leutchen hier.

    Ich sehe bei großen Gigs, fast nur noch Einzelabnhame der Becken. (Abnahme von unten)

    Scheinbar nicht konsequent für jedes kleine Splash...


    Ich frage mich

    1. Wie trennt man das auf (z.B. ein Mic für zwei Crashes??)
    2. Welche Mics werden hierfür benutzt
    3. Was ist der generelle Vorteil
    4. Wie ist es mit Einschreuung von Tom's
    5. Macht das jemand von Euch? :/
    6. Dankeschön :saint:
  • Ich sehe bei großen Gigs, fast nur noch Einzelabnhame der Becken. (Abnahme von unten)

    Darf ich fragen, bei welchen?

    Habe testweise mal das Taylor Swift und Rammstein Live-Drum-Rig gegoogelt und da wird klassisch mit Overheads und Einzelmics an Hihat und Ride gearbeitet.

  • Ich bin weder Ton-Leutchen noch Ton-Leuchte ;) aber ich mache das im Proberaum so für die Inear-Abnahme (also nicht für Live oder Recording). Grund ist einfach, dass ich nur Tom-Mikros übrig hatte und dann festgestellt habe, dass es erstaunlich gut funktioniert. Habe aber nur unter der Hihat und dem Ride ein Mic, die Crashes kommen immer durch.

  • An die Ton-Leutchen hier.

    Ich sehe bei großen Gigs, fast nur noch Einzelabnhame der Becken. (Abnahme von unten)

    Scheinbar nicht konsequent für jedes kleine Splash...


    Ich frage mich

    1. Wie trennt man das auf (z.B. ein Mic für zwei Crashes??)
    2. Welche Mics werden hierfür benutzt
    3. Was ist der generelle Vorteil
    4. Wie ist es mit Einschreuung von Tom's
    5. Macht das jemand von Euch? :/
    6. Dankeschön :saint:

    zu jeweils

    1. Möglichkeiten, Varianten, Gründe, gibts da viele, um mal nur wenige, zu nennen, Aufbauten, die Teils sogar von der Händigkeit widerrum abhängen,

    Platz für unterschiedlichste Dinge.


    2. ganz unterschiedlichste Mikrofone, teilweise lassen dadurch gezielt sogar, zwei Klappen (Instrumente) mit Einem Fangen (nicht immer unbedingt gleichzeitig

    angespielt die Instrumente betreffend, das hängt auch teils wieder mit der Orchestrierung ab.


    3. Von generellen Vorteilen, würde ich nicht sprechen wollen, wie vieles im Leben, hat auch das zwei Seiten.

    Der Weg ist das Ziel, mit entsprechenden fachlichen Grund - Hintergrundwissen lassen sich, da gewisse

    Vorteile als auch Nachteile herauskristallisieren, das sollte zumindest zu Erfolgversprechenden Versuchen

    animieren und auch zu dementsprechenden Ergebnissen. Stichwort eigene Kreativität - "Versuch macht Kluch"

    Gründe Für als auch Wider gibt es eine Menge.


    4. siehe mitunter auch unter 1. 2. bei gleichzeitiger Ein- oder Anspielung, evtl. mit entsprechenden Mittel Möglichkeiten hantieren.


    5. imho Sicherlich - manche werden gesteinigt dafür, soll auch Fälle gegeben haben wo mit "häme" u.ä. reagiert wurde.


    6. Bitteschön



    Größe ist ja mal nur erst ein Wort. Das kommt darauf an wie man es genau definiert.

    die Umgebung betreffend , den Raum , die Bühne, die Mitmusiker, die Besucherzahl,

    das aufgefahrene Drumherum, etc.pp. . Dem kann man auch gemischt gesehen unterschiedliche Gewichtung

    der Auswahl beimessen.


    Viel Erfolg und gutes Gelingen in mehrerlei Hinsicht.

    und


    Schöne Grüsse


    edith: hierzulande sieht man es mehr und mehr in Kommen so zumindest auch mein Eindruck, warum erst verspätet im vergleich zu

    Anderswo ?, .....aber btw. das ist ein anderes Thema und in anderen Bereichen ja auch nicht anders.

    ich höre immer du musst, du brauchst.....ist "modern", "out", "in", "trendy" und so....
    ich mach`s wie`s mir passt, schei.. auf die Säue, die laufend sinnbefreit durch
    die Dörfer getrieben werden.



    2 Mal editiert, zuletzt von orinocco ()

  • Nach unterschiedlichen Recording- und Live-Erfahrungen unter Berücksichtigung einschlägiger Meinungen - Angaben ohne Gewähr ...


    Becken klingen auf Overheads immer besser und unaufdringlicher als nah aufgestellte Mikros. Üblicherweise werden nur Stützmikros an Becken aufgestellt, die auf den Overheads zu kurz kommen und/oder die eine tragende Rolle in der Performance und im Bandmix spielen. In den meisten Fällen fängt das bei der Hi-Hat an, geht weiter über das Ride bis hin zu Effektbecken, die im Gesamtmix eher untergehen.


    Live kommt es aber auch sehr auf die jeweilige Situation an. Wenn bspw. nur die Hi-Hat im Gesamtmix zu leise ist, reicht auch ein Mikro an der Hi-Hat.

    Im Regelfall stellt man aber trotzdem erstmal 1-2 Overheads auf und ergänzt dann weitere Beckenmikros.


    Bei Recording zerfällt das Schlagzeug ohne Overheads sehr schnell. Das klingt dann schnell künstlich und zerfasert. Kommt natürlich auch auf den angestrebten Sound an, aber die Tendenz besteht definitiv.


    2024 war ich mit einer Band auf Tour, die statt Overheads "Underheads" benutzt hat, aus verschiedenen Gründen. Das kam dann schon Stützmikros an einzelnen Becken gleich. Ich hatte das dann mal im Studio nachgebaut, weil mich interessiert hat wie das klingt. Und das Ergebnis war im Vergleich zu Overheads sehr ernüchternd. Der Tontechniker der Band meinte auch, dass ihm Overheads eigentlich lieber wären. Aber wenn die Becken wegen 5 Gesangsmikros auf der Bühne sowieso kaum verstärkt werden müssen oder durch Übersprechen auf Tom-Mikros sowieso zu laut sind, ist das dann auch nicht mehr so wichtig.

  • Zitat

    2024 war ich mit einer Band auf Tour, die statt Overheads "Underheads" benutzt hat, aus verschiedenen Gründen. Das kam dann schon Stützmikros an einzelnen Becken gleich. Ich hatte das dann mal im Studio nachgebaut, weil mich interessiert hat wie das klingt. Und das Ergebnis war im Vergleich zu Overheads sehr ernüchternd. Der Tontechniker der Band meinte auch, dass ihm Overheads eigentlich lieber wären. Aber wenn die Becken wegen 5 Gesangsmikros auf der Bühne sowieso kaum verstärkt werden müssen oder durch Übersprechen auf Tom-Mikros sowieso zu laut sind, ist das dann auch nicht mehr so wichtig.


    IMHO: Vorsichtig ausgedrückt.

    ich weiss nicht, ob und wie man Gewisse Gegebenheiten/Umstände (im Wahrsten _sinne des Wortes),

    Speziell auch die Umgebung RÄUME betreffend, so einfach Wo anders

    für einen Wirklich Aussagefähigen Vergleich heran ziehen kann, und auch ob so eine Nachbildung Realisierbar ist.

    vor allem wie Sinnvoll.


    edit:. allein der Vergleich Studio vs. Live ( das Wort Tour fiel) ?

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    Einmal editiert, zuletzt von orinocco ()

  • Guten Morgen,


    bin auch kein Toni, aber schreiblustig.


    Ich habe das auch schon bei großen gigs gesehen.


    Meiner Meinung ergibt es sich auch nur dort als sinnhaft, denn grundsätzlich klingt ja ein akustisches Instrument stets mit etwas Abstand am besten. Alles andere ist immer ein Kompromiss.


    zu 1) keine Ahnung. Wird das irgendwo gemacht? Ich glaube nicht.


    zu 2) weiß ich auch nicht, kleine sind es in der Regel


    zu 3) bessere Kanaltrennung


    zu 4) kommt darauf an, wo die so herumhängen, auch hier soll ja Abstand hilfreich sein.


    zu 5) ich glaube nicht. Ich jedenfalls habe keine so großen Gigs, wo man auf so eine Idee kommen könnte


    Dort, wo ich es zuerst gesehen habe, hat man auch die Trommeln mit dem May-System beglückt.

    Der Klang in der ohnehin nicht klangfreudigen Halle war so mittelmäßig. Dieselbe Schießbude mit demselben Bedienpersonal in einem kleineren Rahmen mit konservativer Mikrofonierung klang besser.


    Grüße

    Jürgen

  • Tee Time,


    zu 5) ich glaube nicht. Ich jedenfalls habe keine so großen Gigs, wo man auf so eine Idee kommen könnte

    ach sag doch so WAs nicht.

    "Sag Niemals Nie" hies es mal irgendwo


    ich muss mal Ausdruck " gig " - rescherschieren, ob da Kammer-, jetzt mit oder bsplw. ohne jazz auch dazu zählen könnte.

    Und obs da evtl. eine nach ISO vorgeschriebenen Deckenhöhe (als nur ein Beispiel) über Qualitäts - Management

    überprüfte Verordnung für gibt.

    Aber trotzdem Vorsicht denn mit Musikerpolizei ist immer auch zu rechnen.


    Auch was Verfahren angeht, wie schon gesagt hängt das (die) Zeugs auch Anzahlmässig an unterschiedlichsten Stellen,

    wie schon gesagt lässt sich u.U. gleich doppelt vereinnahmen.


    l,g, Grüsse auch zurück

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  • grundsätzlich klingt ja ein akustisches Instrument stets mit etwas Abstand am besten. Alles andere ist immer ein Kompromiss.



    Das kommt drauf an, kommt drauf an, was man erreichen will.

    Eine Snare mit wenigen cm mikrofoniert klingt wie eine Snare auf kurze Distanz klingt.
    Eine Snare mit 5m Abstand klingt halt wie die Snare im Raum klingt.
    Eine Akustikgitarre klingt nah mikrofoniert auch schöner als mit Raummikro.


    Becken nah mikrofoniert macht Sinn, wenn zb. ein Ride zu leise ist, nicht genügend Ping hat um es über die OHs abzubilden.
    Ob man da jetzt von oben oder von unten rangeht, ist wohl eher die Philosophie des Technikers, vielleicht mit dem Ansatz, sich

    dadurch weniger Einstreuung einzufangen. Das Becken klingt oben und unten gleich, im Gegensatz zur HH.


    Ob man jetzt wirklich jedes Becken zusätzlich mikrofonieren muss, besonders live, erschliesst sich mir nicht.
    Durch die richtige Beckenwahl und gut plazierte OHs sollte es reichen. Ausser man heisst Terry Bozzio.


    Ich habe auch noch kein Setup gesehen wo das gemacht wird und ganz auf OHs verzichtet wird.

    Experte in Dingen, von denen ich keine Ahnung habe.

  • .....und das auch nicht auf jedem "Acker" gleich.


    So ein Galgenähnliches Gestell, würde mich z.B. stören wenn ich den im Hintergrund laufenden "Porno",

    auf der Leinwand sehnen wollte.

    Und die netten Menschen die einen Getränke welcher Art auch immer reichen, tun sich mitunter auch leichter beim durchkommen.

    ich höre immer du musst, du brauchst.....ist "modern", "out", "in", "trendy" und so....
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    die Dörfer getrieben werden.



  • Kurze Anmerkung:


    Nach meinen Erfahrungen klingen Becken oben oder unten abgenommen IMMER unterschiedlich. Bei Hi-Hat und Ride habe ich da für mich auch noch keine klar favorisierte Position, wobei ich momentan wieder eher zur Abnahme von unten tendiere. Wohlgemerkt sind das dann aber nur Stützmikros, die die Overheads und ggf. Übersprechen von anderen Mikros (z.B. Hi-Hat auf dem oberen Snare-Mikro) ergänzen. Crashbecken klingen von unten abgenommen m.E. aber fürchterlich.


    Bei Trommeln entspricht der mit dynamischen Mikros nah abgenommene und ggf. mit mehr oder weniger "Badewanne-EQ" bearbeitete Sound schon eher der verbreiteten und "modernen" Klangästhetik.


    Für die Beckenmikrofonierung und auch für Overheads sind Kleinmembran-Kondensator-Mikros aus mehreren Gründen am verbreitetsten. Bauart-bedingt bilden die den Frequenzgang sehr neutral ab, meistens auch den erweiterten Höhenbereich, sind sehr Transiententreu und vergleichsweise günstig.

    Die beiden erst genannten Eigenschaften führen aber auch dazu, dass sie die "Schärfe" von Becken aus nächster Nähe auch sehr genau einfangen. Und Becken aus nächster Nähe klingen nun mal meistens eher scharf und aufdringlich, vor allem in der Nähe der Kuppe / Glocke.


    Live ist Becken-Mikrofonierung je nach Größe der Bühne und Location sowieso oft nebensächlich. Becken setzen sich sowieso viel einfacher in einem Bandmix durch als z.B. Bassdrum und Toms und der Direktschall von der Bühne ist sowieso erstmal vorhanden. Dann fangen Gesangsmikrofone i.d.R. auch sehr viel vom Schlagzeug ein, durch typische Präsenzbetonungen vom Mikro meistens auch besonders viel Becken. Weiter geht's mit Tom-Mikrofonen, die ohne Gates je nach Set-Aufbau und Position auch sehr viel Becken einfangen können. Steht beim Floortom z.B. direkt das Ride, ist das Mikrofon am Floortom ohne Gate auch gleichzeitig ein Ride-Becken Mikro.


    Und abgesehen von Präsenz- bzw. Höhenbetonungen ... rückt man dem ganzen dann noch mit einem Kompressor zu Leibe, macht das die Becken unterm Strich noch lauter, weil ein normaler Kompressor eher auf die tiefen Frequenzanteile reagiert.

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