Frage zu Yamaha Hip Gig

  • Liebes Forum


    meine Band und ich haben bald einen Gig in einer kleineren/mittleren Location und ich werde mir ein Drumset dafür leihen.

    Da die Bühne nicht allzugroß ist und viel Platz für die Pedalboards der Gitarristen draufgeht, dachte ich, ich nehme mir ein Yamaha Hip Gig (der Verleih hat Yamaha im Angebot)

    (Sound wird abgenommen).


    Wie spielen Indie Rock Musik.

    Bis jetzt habe ich immer auf einem Standardkit gespielt (20-22“ Bd), sowohl beim Proben als auch bei Live Shows.


    Mir gefällt der Look sehr gut, nur ich weiß nicht, ob ich unseren Sound durch die flache Bd und die (wahrscheinlich) eher hohen Toms negativ verändere, bzw, dass ich zu „dünn“ wirke.


    Kann man das mit Tuning bzw. Soundtechnik vorort regeln, oder sollte ich lieber gleich eine normal große Bassdrum besorgen.


    Bin offen für Tipps und Erfahrungen!


    Grüße aus Wien

    Flow

  • Da die Bühne nicht allzugroß ist und viel Platz für die Pedalboards der Gitarristen draufgeht

    Nimm ein normales Set und leih dir andere Gitarristen ;)


    Ich spiele unter anderem auch eine 22x7 Bassdrum und habe gar keinen Streß mit fehlendem Wumms. Selbst unabgenommen klingt die kleine ordentlich bassig, nur eine Spur zurückhaltender als die "großen". 10" und 13" Toms gehen zwar nicht so tief wie 14/18 (irgendwie logisch...), aber mit der passenden Attitude gespielt klingen sie druckvoll genug auch für Rock. Den Rest erledigt die Imagination des Publikums.

  • Da du von einer flachen Bassdrum sprichst, gehe ich davon aus, du meinst das Stage Custom Hip?

    Die alten Hip Gigs hatten ja super tiefe Bassdrums, auf welchen dann die Becken- und Tomarme angebracht wurden.


    Ich würde mir um die 20x08 Kick keine Gedanken machen. Erst recht, wenn alles abgenommen wird.

    Wenn du mal in Richtung Marching Kombos schaust, da sind die Bassdrums auch flach, aber ohne Mics schon gut laut. Klar, da sind die Beater und oft der Kesseldurchmesser größer.

    Aber als Anhaltspunkt passt der Vergleich ganz gut.


    Wenn du dir dennoch zu unsicher bist, und du das Set erst beim Soundcheck das erste mal spielen kannst, könntest du beim Verleih mal anfragen, ob es dort ggf. Kits mit 20x14 oder 22x14 Kick gibt.

    Wenn die Bühnensituation sehr beengt ist, würd ich auf keinen Fall tiefer gehen.

    Sicher gibts hier aber Member, die ein Yamaha Stage Custom hip spielen und direkte Erfahrungen teilen können.

  • Hallo,


    ich verstehe das Problem schon im Grundsatz nicht.


    Bei mir hat noch nie jemand versucht, dort, wo die Bass Drum steht, stattdessen ein Pedalboard hinzulegen.

    Außer einem Kasten Bier, einem toten Opossum oder ähnlich unmusikalischem Beiwerk passt da auch nichts hin.


    Und dass man mit ein paar Zoll ernsthaft (nicht nur psychologisch-esoterisch) mehr Platz auf der Bühne hat,

    halte ich für ein andauerndes Gerücht, das durch dessen steter Wiederholung nicht richtiger wird.


    Musikalisch und haptisch halte ich Veränderungen beim Auftritt, die zuvor niemals geprobt wurden, immer für

    eine nicht so richtig gute Idee. Man hat bei Auftritten ohnehin schon genug Spaß mit Unwägbarkeiten, da muss

    man die nicht auch noch sehenden Auges selbst mitbringen.


    Richtung Marching Kombos s ... als Anhaltspunkt passt der Vergleich ganz gut.

    Der Vergleich hinkt hinten wie vorne.

    Tatsächlich verwendet man dort alle Größen von Bass Drums und hat auch verschiedene Schlägel.

    Praktisch werden die Trommeln üblicherweise aber höher gestimmt als Pop- und Rock-Bass Drums und

    - noch wichtiger - werden sie mit der Hand geschlagen, da hat man mehr Ausholmöglichkeiten und in aller

    Regel auch mehr Kraft. Zu guter letzt tauchen die Dinger dann eher nicht auf kleinen Bühnen auf, denn sie

    erscheinen gewöhnlich im Rudel.

    Nimm ein normales Set und leih dir andere Gitarristen

    Den Rat würde ich ernst nehmen, sollte wirklich jemand behaupten wollen, sein Pedalboard unter die Hängetoms stellen zu wollen.


    Grüße

    Jürgen

  • Der Vergleich hinkt hinten wie vorne.

    Höchstens der Spieler, der Bassdrum. :D

    Ich hab jedenfalls noch keine 22x18 Marching Bassdrum gesehen. 10“-14“ sind da populärer. Teils sogar noch flacher.

    Es ging als Vergleich auch lediglich darum, dass die auch ordentlich Sound produzieren und eben nicht so dünn klingen wie sie teils aussehen. Da hinkt also nix.

    Nimm ein normales Set und leih dir andere Gitarristen

    Beste Empfehlung :D :D :D

    So muss das :D

  • ...Vor allem unterstütze ich hier das Haptikargument: Der Sound wäre für mich auch nur sekundär. Wenn das mikrofoniert wird hast Du da eh kein Kommando drüber. Wenn Du aber z.B. in die Bassdrum eher "reinspielst" dürftest du z.B. an son nem Hipgig-Eimer vermutlich vollelastisch abprallen...gar nicht lustig beim Auftritt nach dem Soundcheck zu merken, dass das ein ungemütlicher Abend wird...auch Abstände, Winkel, Sitzposition sind dann wahrscheinlich nicht wie gewohnt.


    Probe/Audition ok aber Auftritt...Nope !...in der Regel hast Du wie Jürgen schon schreibt mit genug anderem zu kämpfen. Ich würde das was Du steuern/kontrollieren kannst auch kontrolliert lassen...ich würde es also nicht tun !


    Oder Du bist eben der mit allen Wassern gewaschen Oberkönner, der heute Punckrock morgen Bebop spielt und über eine herausragende Kontrolle verfügt und all das schon x mal erlebt hat und letztlich damit klargekommen ist....denke aber dann würdest Du hier aber nicht um Rat fragen.

    "If you don't have ability you wind up playing in a rock band" (Buddy Rich)

  • Moin

    Nur mal am Rande...

    Yamaha Hip Gig (der Verleih hat Yamaha im Angebot)

    >>> (Sound wird abgenommen). <<<

    . . . .
    ... nur ich weiß nicht, ob ich unseren Sound durch die flache Bd und die (wahrscheinlich) eher hohen Toms negativ verändere, bzw, dass ich zu „dünn“ wirke.

    Ääh ... wo war jetzt das Problem? :/


    Ach so, der Guittarrero braucht zu viel Platz, da hilft nur ab & zu mal, beim Getränkewechsel z.B., "ausversehen" auf die Pedale treten ;)

    Mach dir keinen Kopf, das wird schon.


    PS: Wenig Platz erinnert mich an Mausefalle bzw. Rockofen in Bonn, da müssen die Seitenschwinger auf Seite gehen, wenn einer der Gäste auf Klo muss ^^

  • Da die Bühne nicht allzugroß ist und viel Platz für die Pedalboards der Gitarristen draufgeht, dachte ich, ich nehme mir ein Yamaha Hip Gig

    Mein Eindruck ist, dir oder euch fehlt vielleicht die konkrete Erfahrung, was "kleine Bühne" real bedeutet. Wenn von einer kleinen/mittleren Location die Rede ist, erwarte ich keine Stadionbühne, aber ich habe selten erlebt, dass ich keinen normalen 1up 1 down Aufbau hätte realisieren können. Zumal der Fußabdruck des Drummers ja auch bzw. relevant von Becken plus Stativen abhängt.


    Ein Set mit kleiner Bassdrum und kleinen Toms beansprucht nicht automatisch viel weniger Platz, so lange man trotzdem Ride, 2 Crashes und China auffährt. Bei wirklich beengten Verhältnissen müssen ALLE kleinere Brötchen backen und manchmal dafür auch ihr musikalisches Konzept überdenken. Auch muss man ggf den gewohnten Aufbau umorganisieren. Es gibt beispielsweise Bühnen, auf denen die gesamte Band nur nebeneinander aufgereiht Platz findet.

    Ein gemeinsamer Besuch im Vorfeld kann helfen, Möglichkeiten zu eruieren.


    Vor einiger Zeit spielten wir in einer Bar auf 1,5 qm Platz zwischen Tresen und Schaufenster. Ich hatte nur Platz für die flache BD, Snare und Splash (an der Snare montiert), Gitarre und Bass standen mit kleinen Amps in den Auslagen, die Sängerin saß den ganzen Abend auf dem Tresen. Klang definitiv anders als sonst, und vor allem die Nummern mit Tomgrooves haben wir im Vorfeld getestet, ob sie ohne Toms irgendwie funktionieren. Was nicht ging, fiel aus dem Programm, der Rest klang anders, aber gut. Wer erinnert sich an MTV unplugged? Da bekam man die Künstler auch in ungewohntem akustischen Gewand zu hören.


  • Ich würde auch sagen, dass der geringere Platzbedarf bei der Konzeptionierung des Hip Gig wohl gar nicht so unbedingt im Fokus stand. Eher die bessere Portabiliät / Verstaubarkeit bei geringerem Gewicht (?)


    Kann mir, wie ja auch trommla schon schrieb, eigentlich nicht vorstellen, dass sich das Ding aufgebaut mit Becken und allem Klingeling hinsichtlich der Größe jetzt so nennenswert von 'nem regulären Bob-/Jungle-Set (ggf. noch mit einem Becken auf der Bassdrum montiert, so dass man noch 'nen Ständer mehr einspart) unterscheidet...


    VG Johnny

  • Danke für die Tipps.


    Also mich sprichts optisch an (ich bin 193 cm groß und finde das ganz cool, wenn Drummer auf kleine Sets spielen)


    Bei unserem aller ersten Konzert gabs vorort ein Drumset. Es war so ein kleines Sonor, mit 16“ BD.

    Hat mich zuerst ziemlich geschockt, aber ging dann trotzdem.

    Da ich kein eigenes habe, bin ich vieles gewohnt und kann mich anpassen (bin aber alles andere als ein überkönner).


    Ok, wenn die Tiefer der BD nicht viel Einfluss auf den Bühnenbereich hat, dann wirds egal sein. Ich spiele übrigens mit zwei Crashbecken 16“ und 18“, kein Ride.


    Da ich wahrscheinlich zeitlich nicht mehr schaffe es anzutesten, werde ich es kurzfristig entscheiden :)

  • Salut,


    also - ich spiel die Hipgigs sowohl mit der kurzen als auch der langen Bassdrum aber auch die klassische 22x16 Konfiguration. Sofern die Bassdrum abgenommen wird ist es komplett egal welche du spielst, die PA macht den Wumms.

    Ich entscheide meist einfach nur nach Optik…

    Teste das aktuelle Stage Hipgig mit der kurzen Bassdrum mal aus, das Ding mach wirklich Spaß und vor allem der Transport ist echt easy.


    Viel Spaß beim Gig.

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