Sinnvoll wäre es m. E., sich selbst vorab einzwo Fragen zu stellen (und zu beantworten), z. B. "Wie viel Zeit kann / möchte ich investieren?" und "Was will ich erreichen?". Danach kann man einfacher halbwegs sinnvolle Antworten versuchen zu finden. Und du kannst mit den Antworten im Kopf auch sinnvoller üben bzw. deine Zeit am Set verbringen.
Thema "Was will ich erreichen [und ist das realistisch]?" - in die Champions League wirst du nicht mehr aufsteigen. Bevor du dich evtl. frustest *, wäre es entspannter, sich darüber klar zu sein. Spaß haben (alleine oder mit Band) ist dagegen immer drin. Kommt dann drauf an, wie du den für dich definierst.
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Selbst ein ganz normaler Wirbel
Einen sauberen Wirbel hinzubekommen, ist z. B. für die meisten eine Lebensaufgabe, erfordert zumindest mal seeehr viel Übung. Dieses Ziel würde ich mir mit 60 nach 20 Jahren Pause nicht mehr unbedingt stecken bzw. als Zwischenmarkierung setzen (je nach dem natürlich, wie viel zu vor der Pause schon konntest). Fakt ist leider auch, dass die Feinmotorik und Geschicklichkeit im Alter leider abnimmt (hatte ich gerade auch erst das Gespräch von mit einem Profi in dem Alter; er merkt das ziemlich sagte er).
Und noch eine Anekdote: Hier ist mal einer an seiner Schlagtechnik verzweifelt und wollte ganz gezielte, ins Detail gehende Hilfestellung dazu. Es schien klar, dass er es "ernst meinte", schon viel versucht und geübt hat und ambitionierte Ziele hatte. Da er nicht weit weg wohnte, bot ich ihm an, mir das mal live anzusehen. Er kam vorbei und er war lange nicht so fortgeschritten, wie man anhand seiner Fragen annehmen konnte. Wir laborierten dann längere Zeit an Bewegungsabläufen, Stickhaltungen etc. herum. Irgendwann fragte ich ihn, wie lange er denn so übt täglich und wo er hin möchte. Antwort war, dass er zum Üben gar keine Zeit hätte und höchstens ein Mal wöchentlich 15 Min. etwas auf seinem Set daddelt ...