Beiträge von Der Dührssen

    Auch hier, analog zum anderen Thread, weil ich das so einfach nicht stehen lassen möchte:
    Was du beschreibst ist eine faule Pappnase.

    Ein geschäftstüchtiger Lehrer wird alles daran setzen, die intrinsische Motivation seiner Schüler:innen zu erhöhen und dafür zu sorgen, dass sie langfristig am Ball bleiben, sich verbessern und durch ihre positiven Erfahrungen auch andere davon überzeugen, sich bei ihm anzumelden. Was du gerade vermutest, würde genau das Gegenteil bewirken. Langweiliger, sich immer wiederholender Unterricht führt zu Frustration und letztendlich zur Kündigung.

    Wenn ich als Lehrer erreiche, dass sich meine Schüler:innen immer intensiver mit dem Instrument auseinandersetzen, werden sich immer weitere, komplexere Themengebiete eröffnen die dafür sorgen, dass ich meinen Schülerstamm langfristig erhalte.

    Erklär mir doch mal bitte, wie z.B. ein sechsjähriger Stumpen in einer Punkband landen soll. Du siehst das gerade glaube ich zu sehr aus der Sicht eines Erwachsenen, aber an Grundlagenarbeit mit Kindern und Jugendlichen gibt es so so viel mehr zu erarbeiten, was sich nicht mal eben in ein paar Wochen abarbeiten lässt.

    Ehrlich gesagt sehe ich das auch nicht bei Erwachsenen, die vorher keinerlei Berührungspunkte mit aktivem Musizieren hatten.
    Zum Spielen in einer Band gehören etliche Softskills, die man als Lehrer mitbegleiten kann.
    Ein Instrument zu lernen ist eine endlose Reise und ich habe bisher keinen Schüler gehabt der den Unterricht mit der Begründung beendet hat, am Ziel angekommen zu sein.

    Irgendwie ignorierst du in deiner These nämlich die Tatsache, dass den meisten Menschen irgendwann nicht mehr reicht, die selben Beats zu spielen, dass sie sich musikalisch weiterentwickeln und ihren Horizont erweitern wollen, über kurz oder lang vor individuellen Herausforderungen stehen die ein Lehrer durch seinen Erfahrungsschatz schnell angehen kann...you get the point.

    Konkretes Beispiel? Schüler von mir, sehr engagiert und motiviert, seit zwei Jahren bei mir.
    Erstes Jahr: Grundlagenarbeit, Technik, Notenlehre und Gehörbildung (mehr oder weniger das, was du aufzählst).
    Deiner Theorie nach wäre hier jetzt Schluss und er könnte gehen.
    Jetzt hat der Kerl aber vor einem Jahr ne Band gefunden und auf einmal sind Bandproben ein Thema. Recording, Songwriting, Gig-Organisation, Marketing, Booking, In-Ear-Monitoring rücken in den Vordergrund - kein Problem, hin und wieder gibt's dann eben auch einen Ausflug in diesen Bereich.
    Dann möchte er natürlich neben der Band auch weitere Stilistiken entdecken - zack, arbeiten wir aktuell halt mal an einem Bigband-Arrangement, üben Swing, Comping, Kicks und Vorbereitungen.
    Und das wird eben so weitergehen - und manchmal machen wir auch mal wieder einen Schritt zurück, schauen uns alte Sachen an, aber eben mit verbesserter Technik und Artikulation.

    Bezogen auf den "Otto-Normal-Schüler" ohne Ambitionen, den du grade erwähnst:
    Zuerstmal ist es als Lehrer mein Ziel, die Ambitionen zu schüren und die Person soweit abzuholen, dass sie von sich aus schon Bock bekommt, mehr zu lernen als nur das bare minimum.
    Oft kommen gerade Erwachsene aber gar nicht zum Üben und brauchen (deren Worte) den Unterricht, um überhaupt am Ball zu bleiben weil sie wissen, dass ihnen einmal die Woche jemand in den Arsch tritt und Übefortschritte überprüft. Und das Mindeste, was ich als Lehrer in dieser Situation machen kann ist eben, einen Übeplan mitzugeben, die Stunde so gut es geht zu nutzen um Input zu geben und eben die Motivation hochzuhalten.


    An der Stelle komme ich mir jetzt als "geschätfstüchtiger Lehrer" ehrlich gesagt nicht vor wie jemand, der andere gezielt zurückhält. Das ist nicht mein Anspruch und das würde vor allem auch mir selber so keinen Spaß machen. Und letztendlich würde mir gerade das langfristig auf die Füße fallen, wenn diese Art zu Unterrichten eben meiner Reputation schadet - ich denke, da spreche ich für den absoluten Großteil meiner Kolleg:innen mit.

    Falls du mal einen Lehrer hattest, der dir diesen sehr negativen Eindruck vermittelt hat, tut mir das jedenfalls sehr Leid.

    Klingt nach einem Fall für New Breed von Gary Chaffee. Wenn du das Buch nicht kennst, schau da mal rein.


    Das Konzept dahinter ist, über verschiedene „Systeme“ (Groove-Gerüste) Leseübungen zu spielen, in der Regel mit der Bass.


    Du kannst dir natürlich eine x-beliebige Leseübung aus irgendeinem Buch (oder selbst aufgeschrieben) nehmen und da mal deinen Verschieber + Backbeat drüber legen. New Breed hat insgesamt 5 Level an Leseübungen auf je einer Doppelseite, die sukzessive aufeinander aufbauen. Das macht den Einstieg leichter, finde ich.


    Und über die könntest du eben deinen Dreierberschieber mal spielen. Dann hast du am Ende eigentlich (zumindest in Bezug auf die Bass) alle Möglichkeiten durchprobiert.


    Wenn du richtig was für dein Geld haben willst, kannst du, statt die Seiten am Stück durchzuspielen, auch einfach jeden Takt eine Runde durchspielen bis sich die Hihatfigur wieder auflöst.

    Rein interessehalber: nutzt jemand, der das Sonor-Set zu teuer findet, z.B. ein aktuelles iPhone, fährt nen Sportwagen, trägt Designeruhren oder Markenklamotten?

    Nein, wobei definiere Markenklamotten. Da muss man eher Gucci mit dem hier gezeigten Sonor vergleichen.

    Wenn man es ganz genau auf der selben Ebene vergleichen will, ja. Mir ging es eher so ums Prinzip an sich.


    Beispiel: Meine Nike AirMax kosten Liste 150€. Sind die jetzt sechsmal so gut wie die Deichmannsneaker für 25€? Bzw. sind die Produktionskosten sechsmal so hoch? Vermutlich nicht, aber für die Ästethik, die Marke und das Image sind eben viele bereit, den Aufpreis zu zahlen.


    Aber letztendlich ja, muss man so ein Drumset als Luxusartikel sehen. Das kauft sich ja keiner um damit den nächsten Kneipengig zu spielen. Das landet am Ende bei Liebhabern, Sammlern oder (ohne das jetzt abwertend zu meinen) Fanboys.


    Und die gibts ja eben fast in allen Bereichen, und für die sind dann eben u.a. auch diese Produkte vorgesehen. Plus die Promo, die man an sich damit bekommt.


    Lego fällt mir da übrigens, wo ich „Fanboys“ tippe, noch ein mit seinen exklusiven Sets, die mittlerweile ein zigfaches teurer sind als andere Klemmbausteinhersteller mit besserer Qualität. Wer den Held der Steine nicht kennt…Kleine Empfehlung an der Stelle 8)

    Ich hab da so eine Idee:


    Brauchen wir vielleicht einen "Schöne und spannende Dinge aus Kleinanzeigen"-Thread?


    Dann hätten wir diesen Thread etwas ordentlicher mit richtigen Händler-Angeboten und die ganzen Mini-Schnäppchen und anderes Zeug könnte man dann im neuen Thread posten. Gleichzeitig könnte man im neuen Thread auch manch Frage zur Identifikation eines vermeintlichen Schnäppchens posten.

    Dafür gibts doch jeweils schon Threads, oder nicht?


    Würzburg: Lackiertes Pearl Export plus Taylor Hawkins Snare samt b20 Beckensatz für 250€.


    https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/pearl-export-set-gretsch-taylor-hawkins-snare/3244495046-74-7701?utm_source=copyToPasteboard&utm_campaign=socialbuttons&utm_medium=social&utm_content=app_ios

    Rein interessehalber: nutzt jemand, der das Sonor-Set zu teuer findet, z.B. ein aktuelles iPhone, fährt nen Sportwagen, trägt Designeruhren oder Markenklamotten?


    Verstehe die Diskussion nicht so ganz. Das ist doch wie bei allen anderen Konsumgütern auch ein rein ideeller Preis den man bezahlt, weil man Bock auf die Marke oder die Exklusivität hat und nicht, weil Kosten und Leistung im linearen Verhältnis zueinander stehen.


    Wenns mir um den EK und ein faires P/L-Verhältnis geht, reicht mir bis an mein Lebensende ein Basix Custom.

    Oder im übertragenen Sinne ein Opel Corsa, eine Casio-Armanduhr, das Hemd von Aldi und ein Xiaomi-Handy.

    Habe meine während Corona gefasste Idee, doch auch mal in die Welt der Saiteninstrumente einzutauchen, nun dann doch erstmal final verworfen. Die Zeit und so.


    Daher gebe ich folgende Dinge ab:

    Fender Jazzbass Fünfsaiter - 679€

    Akustikgitarre Keiper - 39€


    Infos könnt ihr den Anzeigen entnehmen. Aufgrund der Größe bitte nur Abholung in Egelsbach/Offenbach/Rodgau.

    Ein bisschen Kleinkram, bzw. ein altes VOX-Cabinet aus den 60ern, oder auch ein E-Gitarren-Hardcase hätte ich auch noch.

    Mh, ganz ergebnisoffen gefragt, auf die Gefahr hin dass das etwas vom Thema abweicht: Ist das denn wirklich so, also geht diese Schere wirklich auseinander?
    Nach meinem Empfinden war es eigentlich schon immer so, dass massentaugliche, gefällige Musik für den breiten Markt maximal glattpoliert, unkompliziert und möglichst wenig kontrovers war und "Szene-Musik", mit einem gehobeneren musikalischen Niveau, in den Charts eher die Ausnahme war.


    Mal so als Beispiel: Selbst Toto waren damals bis zur IV eher eine Nischenband und galten (ohne Witz) in Rezensionen als "steril" und "Musikerband ohne Seele". Erst mit der IV gelang der kommerzielle Durchbruch und selbst hier - und wir reden hier bei Rosanna und Africa von Songs, die quasi dem Drummingweltkulturerbe angehören - waren die Chartplatzierungen für eine Band dieser Art zwar ein enormer Erfolg, im Vergleich zur "glattgebügelten" Konkurrenz jetzt aber auch nicht überdurchschnittlich.
    Klar hattest du vermutlich schon eine große Dichte an sehr guten Studiomusikern, die über Bands wie Foreigner, Steely Dan etc. weit oben vertreten waren - aber du hattest eben auch Madonna, Abba (nicht, dass die schlecht gewesen wären) und weitaus mehr noch glattgebügelteren, aus musikalischer Sicht eher belanglosen Krempel. Hier mal die deutschen Albumcharts vom Juni 1982


    Einen John Coltrane hat man damals auch von der Bühne gebuht - heute kommste im Studium an Giant Steps eigentlich nicht mehr vorbei.
    Frank Zappa, Weather Report, King Crimson...ich glaube, solche Beispiele, in denen die langfristige musikalische Bedeutung bei weitem nicht in Relation zum damaligen kommerziellen Erfolg steht, gibt es für jeden Zeitabschnitt unserer Popgeschichte.


    Wobei man natürlich schon sagen muss, dass der Turbokapitalismus der Musikindustrie schon auch seine Spuren hinterlässt, gerade in Verbindung mit Social Media:
    Die Aufmerksamkeitsspanne der Hörenden wird immer kürzer (und damit auch die Songs, denen Raum zur Entfaltung fehlt), durch technischen "Fortschritt" und KI hast du ganz andere Produktions- und Vermarktungsmöglichkeiten, auf Studiomucker bist du fast gar nicht mehr angewiesen, sich allein als Full-Band zu finanzieren ist schon schwierig genug; Clicks, Reichweite und Umsätze pendeln immer extremer in Richtung der Major-Artists und im Grunde sind Verkaufszahlen auch überhaupt nicht mehr repräsentativ. Und auf der anderen Seite will man im Extremen immer weiter, schneller, höher, um irgendwie noch herauszustechen, weil alles davor irgendwie schon gesagt wurde.


    Gleichzeitig finde ich, hast du so (also durch moderne Medien) aber auch die Möglichkeit, progressiven Bands einen größeren Markt zu verschaffen. Klar, in direkter Relation ist das immer noch Nische, aber in totalen Zahlen kommt da ja auch ordentlich was zusammen: Selbst ein Xavier Ware mit seinem gottlosen Gechoppe spielt den Krempel eben vor 10.000 Leuten in der Frankfurter Festhalle.
    Und irgendwo auf dem Weg zum reinen Musikergefrickel gibt es ja immer noch Zwischenstufen. Sei es ganz aktuell Sleep Token, Snarky Puppy, oder schon seit etwas längerem Porupine Tree, Tool, Opeth, Muse, Radiohead - immer natürlich abhängig davon, wo man persönlich seinen Sweet Spot aus Anspruch und Hörbarkeit legt, und was man als kommerziell erfolgreich einordnen möchte.

    Meiner liegt schlagzeugtechnisch übrigens ziemlich genau hier.


    Kein Problem darin sehen, wenn jemand in einem Fachforum fragt, wer sich "die Scheiße länger als 30 Sekunden anhören kann", von "Generation Schneeflocke" sprechen wenn genau dieser Ton angesprochen wird (den du ja offenbar noch als "sachliche Kritik" einordnest) , aber selber Schnappatmung bekommen wenn gegendert wird. Und dann natürlich die "Man darf ja heute überhaupt nichts mehr sagen"-Nummer ziehen, weil man sich offenbar in der eigenen Freiheit eingeschränkt fühlt, wenn andere auf den eigenen Sprachgebrauch hinweisen.

    Wieso kommt sowas eigentlich immer nur von Leuten, die meinen, Beleidigungen unter dem Deckmantel konstruktiver Kritik zu rechtfertigen?Kleiner Tip: Du darfst im Rahmen des Grundgesetzes sagen was du willst. Aber leb damit, wenn andere das anders sehen und ansprechen.

    Wenn ihr das DF auf die Art und Weise füllen wollt bitte. Aber dann habt ihr hier in ein paar Jahren wirklich Facebook-Niveau, weil es den ganzen "Schneeflocken", die sich offensichtlich im Gegensatz zu Euch mit Sprache und Empathie auseinandersetzen und auf einen gewissen Grad an Anstand Wert legen, verkrümelt haben.

    Ich denke, da kann man am Ende wieder eine Grundsatzdiskussion draus machen. Feiert man an der Stelle den Skill und die Kreativität, oder stellt man Songdienlichkeit und Musikalität (im Sinne der Allgemeinverträglichkeit) in den Vordergrund? Etwas plakativ und verallgemeinert ausgedrückt: Es hat ja schon seinen Grund, wieso quasi sämtliche Schlagzeugvirtuosen, die man auf der Welt so kennt, mit ihrer eigenen Mucke in kleinen 200er-Klitschen spielen und ihre Brötchen mit Jobs verdienen müssen, bei denen sie größtenteils nicht mehr machen als Backbeat zu spielen, aber dann halt Stadien füllen.


    Es gibt eben einen Unterschied zwischen Gefälligkeit und musikalischem Anspruch. Und der Sweetspot dieser beiden Faktoren ist vermutlich äußerst subjektiv und abhängig davon, was man eigentlich grade sehen/hören möchte - und ich denke am Ende muss man differenzieren zwischen Promovideos, in denen halt mal ordentlich rumgerödelt wird und dem echten Leben, in dem die Musik im Vordergrund steht.

    Völlig fair, in dem Kontext ab einem gewissen Punkt auszusteigen und zu sagen "Boah nee, ist nicht meins". Aber ich fand es einfach sehr schade, mit welcher Intensität hier draufgekloppt wird, wenn ein Forumsmitglied einfach nur voller Begeisterung einen Drummer vorstellen möchte. Ich seh' da irgendwie den Sinn nicht. Wem soll das denn etwas beweisen, wem ist damit geholfen? Wir haben hier eine Struktur, anders als auf Social Media, in der man sich ausführlich, sachlich und ohne irgendwelche Algorithmen, die polarisierende Inhalte hervorheben, austauschen kann. Das ist ein riesen Privileg - das man sich aber auch ganz schnell kaputt macht, wenn Leute irgendwann aufhören, Neuentdeckungen zu posten weil ihnen der Spaß daran vergeht.

    Sehr cool, würd ihn auf jeden Fall auch gern mal live sehen!

    Was machste denn nächsten Monat? 4.12. spielt er mit Bilmuri in Dübendorf, zusammen mit Bad Omens und The Ghost Inside.
    Falls du die Mucke magst, ist das ein super Line-Up. Bad Omens ziehen mittlerweile leider schon sehr stark die TikTok-Kiddie-Fraktion, aber TGI ist unfassbar gut - zumal es auch sehr beeindruckend ist, Andrew wieder live trommeln zu sehen, nachdem er bei einem Bandbusunfall vor einigen Jahren sein rechtes Bein verloren hat.

    Was hier schon wieder zusammengeschrieben wird…und vor allem in was für einem Ton?!

    Scheinbar ist es ebenso wie der „Shredder-Zirkus“ Mode, einen unfassbar guten Musiker nach ein paar Sekunden abschätzig in eine Schublade zu stecken. Schade, dass sich der Trend des oberflächlichen negativen Rumgestänkers, wie man es von Facebook kennt, auch hier langsam Bahn bricht.


    Ich durfte den Typen letztes Jahr mit Bilmuri als Support für Sleep Token in der Frankfurter Festhalle sehen und war sowohl von ihm selber als auch der Band, die ich vorher überhaupt nicht auf dem Schirm hatte, sehr positiv überrascht.


    Ein unfassbar hohes Niveau, tolle, kreative Ideen, und insgesamt sehr coole Musik, die am Ende überhaupt nichts mit den 1, 2 Show-Off-Videos zu tun hat.


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    Er hat übrigens ein paar Gigs komplett mit Drumcam mitgeschnitten. Wirklich sehr, sehr beeindruckend, auf welchem Niveau und mit welcher Spielfreude er da sein Zeug runterspielt:

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    "Bargeld ist Freiheit" funktioniert ja nur unter der Bedingung, dass du jederzeit die Kontrolle über dein Geld hast.

    Primär geht es eher darum, dass du mit Bargeld zumindest noch ein gutes Stück freier im Sinne von anonym bleibst, z. B. wann du was wo wie oft kaufst. Ein großer Nachteil (bei zweifellos auch vielen Vorteilen) der Digitalisierung ist, dass man zunehmend gläsern, berechen- und auswertbar wird.


    Und natürlich sollte man eine größere Reserve Bargeld zuhause haben. Eben genau für den Fall, dass Systeme ausfallen oder sonstwas ist. Empfiehlt m. W. sogar das BBK.

    Gehe ich grundsätzlich ja absolut mit. Ich hab meinen Notgroschen auch kurzfristig abrufbar und versuche ja auch nicht, auf dem Wochen- oder Flohmarkt mit VISA zu zahlen. Schon klar.
    Mir ging es nur um solche sehr verkürzten und pauschalisierenden Darstellungen, die ich in der Form eben für einen Trugschluss halte.
    Beim einkaufen anonym bleiben - und Datenschutz allgemein - schön und gut. Aber wie viele zahlen konsequent bar, nutzen aber trotzdem Smartphones, Facebook, WhatsApp, Google und all die anderen Datenkraken die weit, weit über das Konsumverhalten hinaus in unsere Privatsphäre eindringen, worüber sich aber dann irgendwie doch die wenigsten Gedanken machen? Mir fehlt da irgendwie eine gesunde Verhältnismäßigkeit. Ich meine, wie wichtig ist es am Ende, dass meine Bank nicht weiß, dass ich Mozzarella nur kaufe wenn er reduziert ist oder ich trotz exorbitanter Preise bei Baumkuchen schwach werde, wenn gleichzeitig quasi jede Meta-App trackt, wann ich mich wo mit wem über was unterhalte, wen ich so kenne (oder kennen lerne), welchen Tagesablauf ich habe, was mich privat beschäftigt - du weißt, was ich meine?


    Damit will ich es meinerseits aber auch mit dem OT belassen - sorry für den kleinen Schwenk :S

    Hier in Bayern lagern wir Geld nicht unterm Kopfkissen, sondern haben tatsächlich schon so Sachen wie Bankkonten.
    Mal nicht albern werden, Kollege.

    Das war zu 100% ernst gemeint. "Bargeld ist Freiheit" funktioniert ja nur unter der Bedingung, dass du jederzeit die Kontrolle über dein Geld hast. So zumindest verstehe ich den Hintergrund der Äußerung. Bzw. ansonsten, also wenn ich davon abhängig bin dass ein Automat mir das Geld auch ausspuckt wenn ich es brauche...wo bleibt da dann die Freiheit? Kollege VollNormal brachte eine potentielle Kontosperrung ins Spiel. Und das kann ja eben in einem Szenario, in dem eine Regierung am Rad dreht, auch normale Banken treffen. Also literally das ist vor knapp 10 Jahren innerhalb der EU ja schon passiert. Daher ja meine Frage, wie konsequent sich Leute für so einen Fall absichern, wenn ihnen auf der Argumentationsgrundlage digitale Zahlungsmittel suspekt sind.