Ich meinte mit Genie auch nicht, dass er ein geniales, unverkennbares Vermächtnis erschaffen hat, aber - natürlich in unterschiedlichen Ausprägungen - ist das einfach was, das die Rockmusiker-Karriere ausmacht. Viele große Namen haben auch eine dunkle Seite oder einen faden Beigeschmack. Trotzdem haben sie mehr oder weniger Kultur und deren Subkulturen mit erschaffen oder zumindest geprägt. Oder einfach nur entscheidend betrieben.
Mit Ginger Baker kenne ich mich nicht so gut aus, weil ich mich generell mit Cream nicht auskenne, bei Sunshine of your love hört es schon auf. Nicht mein Ding.
Aber mindestens Drogenabhängig waren sie doch wenigstens zeitweise fast alle. Und irgendwelche Eskapaden gab es immer, die auch Kritik zulassen.
Manchmal denke ich, dass das eine irgendwie vom anderen profitiert. So ein ADHS-Ding. Hölle los im Kopf, aber irgendwie auch eine fruchtbare, kreative Hölle. Auf Kosten von Abstinenz und Impulskontrolle...
Nun habe ich aber gelernt, dass dieser Fall in Bezug auf seinen nachhaltigen musikalischen Wert kontrovers ist, dass dieser bei weitem nicht den Impact eines Ozzy Osbourne oder Freddy Mercury hatte, war mir aber bewusst. Die spinnen, die Briten.
