Wie gesagt, ich hab im Studio nur einen einzigen Tonmann erlebt, der das nicht gemacht hat. Der hat gleich drei Overheads über das Set gehängt und damit noch viel mehr Phasenschmutz erzeugt, als mit es 2 Overheads möglich ist.
Beiträge von nils
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Laufzeitdifferenzen in allen Ehren, aber bei der Snare finde ich den Ausgleich unverzichtbar. Da Snares ein breites Frequenzspektrum haben, fallen die Kammfilter entsprechend deutlich aus.
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weil die Overheads auch nicht den selben Abstand zur Snare haben müssen
Das sehe ich anders. Eines der Hauptziele bei der Platzierung der Overheads ist der identische Abstand beider Mikros zur Mitte der Snare. So gut wie alle Tonleute, mit denen ich gearbeitet habe, messen das aus, alleine schon, um die Snare im Mix nachher wirklich in der Mitte zu haben. Hab ich im Studio nur einmal anders gesehen und die Produktion war dann auch nicht gut.
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Die Phasendrehung beim Snaremikro war ein guter Tipp! Aber auch sonst sehr viele schöne Details!
Dass man mit der Phasendrehung was erreichen kann, ist klar, aber es ist eine sehr ungenaue Methode, da geht nämlich noch mehr. Man hat zwar wegen der Laufzeitdifferenz zwischen den Signalen ein Phasenproblem, ABER die Phasendifferenz beträgt in der Regel nicht genau die 180 Grad, die man aber mit der Drehung auf die Snarespur bringt.
Meine Empfehlung ist eher, zuerst die Laufzeitdifferenz zwischen den Overhead-Spuren und der Snarespur auszugleichen. Dafür muss man nur die Snarespur um etwa 3 ms nach vorne ziehen. Wenn man weit genug aufzoomt, kann man auch erkennen, ob der Anschlag dann in Phase oder gegenphasig ist. Wenn sie gleichphasig liegen, ist man hier schon fertig. Sollte er gegenphasig sein, ist die Phasendrehung natürlich der Weg.
Die Alternative wäre, die Schlagzeugspuren zu alignen (wobei man da u.U. auch noch Phasendreher braucht).
Meine Rede.
Finde aber sehr cool, dass Simon das nicht macht. Das zeigt einfach, dass es nicht unbedingt nötig ist und auch anders geht.
Anders heißt in dem Fall, dass er zwar die korrekte Diagnose stellt, aber bei der Behandlung unscharf vorgeht. Aus meiner Sicht ist das ohne Not am Optimum vorbei. Ich verstehe, dass er aus der Zeit der analogen Musikproduktion kommt, wo man den Laufzeitausgleich nicht machen konnte und die Phasendrehung schon das Ende der Möglichkeiten darstellte. Aber die Welt hat sich weiterentwickelt.
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Doch, bis in die 70er gab es Sets ohne Standtom im Handel.
Ich hatte mal ein Yamaha Stage Custom aus den 1990ern oder frühen Nullerjahren, das kam mit 10-12-14 als Racktoms. Das 14er war mit einer Muffe am Beckenstativ befestigt. Aber es waren immerhin 3 Toms.
… wir sind zum Teil selbst schuld: mein Bruder hat sich ein 16er ST zur Bassdrum umgebaut.
Die Größe ist sowohl für Kinderschlagzeuge als auch für reduzierten Transportstress interessant.
Ich nutze auch gern ein 16 Floortom als Bassdrum. Bisher allerdings mit dem JG-16 Adapter, also reversibel. Außerdem hab ich 4 Stück von den Dingern, da herrscht so schnell kein Mangel.
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Mein Basser sagt gerne "Auf meinen Bass aus Tropenholz, bin ich ganz besonders stolz!".
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Es würde jedenfalls beim Ampel-Alarm-"Bling-Bling"-Contest gut gegen das Set hier bestehen. https://spaundrums.com/en-de/products/custom-6pc-black-tolex
Alter!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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Krass! Ich hatte in den 1980ern mal ein Pearl Tom in rosa, aber nicht in neon.
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Für all jene, die noch ungeübter im Bereich Jazz und Swing als ich sind,
Swing ist so garnicht mein Genre, ich kann das maximal für ein paar Takte simulieren, danach fällt auf, dass ich das nicht kann.
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Mein alter Mazda 3 ist ja in etwa VW Polo Format und muss die gesamt Backline der Band plus die Mitmusiker aufnehmen. Da wird's schon mal eng, klappt aber meisten trotzdem irgendwie.
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Knallen mit Rimshots herauskitzelt
Ja, das ist meine Baustelle.
Aber wenn es das ist, brauche ich keine neue Snare. 
!!! Man "braucht" eigentlich fast nie eine neue Snare, es sei denn, die alte ist irreparabel kaputt. Wer stimmen kann und dazu noch passende Felle wählt, bekommt idR was er/sie sucht.
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"Ich bekomme immer mal wieder Feedback bei unseren Gigs, dass die Snare nicht genug knallt"
Ich war im Sommer bei einem Gig einer lokalen Band, wo die Snare tatsächlich kaum zu hören war. Das hat mich insbesondere deshalb sehr gewundert, weil ich das Bühnenset am Vortag noch höchstselbst gestimmt hatte. Als ich den Tonmenschen fragte, was da wohl los sei, sagte er "Der hat deine eigene Snare mitgebracht". Ok, das erklärt es zumindest teilweise.
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Der Kick bei Bassdrums ist ja meistens mehr das Auftreffgeräusch des Beaters und weniger der Einschwingvorgang (die Transiente) selbst.
Der wichtigste Hinweis für die höhere Energieaufnahme eines schlafferen Fells ist der schlechtere Rebound. Wenn der Stick/Beater weniger Energie zurückbekommt, MUSS das Fell mehr Energie aufgenommen haben. Schließlich gilt der Energieerhaltungssatz immer noch.
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es spricht dafür, dass man mit stärker gespannten Fellen neben mehr Rebound auch lautere Transienten bzw. mehr Attack und "Knall" bekommt.
Nein, gerade das nicht. Wenn schlappere Felle mehr Energie aufnehmen als straffe, dann muss diese Energie ja irgendwo hin: sie wird in Schallenergie umgewandelt. Am besten hört man das bei einer Bassdrum. Je schlapper das Schlagfell, desto klarer und härter der Kick.
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nils hab ich vermutlich falsch formuliert; ich meinte welche mit coating; klingen die nicht gedämpfter? Ich hatte an die Evans HD Dry gedacht, auch wenn mir der Klang in Aufnahmen weniger gefällt als bei anderen Fellen, aber da hat man evtl. die wenigsten Obertöne, die wieder dazu kommen, weil alle verfügbaren Aufnahmen mit close miking sind?
Du solltest bedenken, dass Obertöne wichtig sind, um im Mix durchzudringen. Obertöne sind nicht der Feind. Ohne sie klingt es am Ende pappig und geht im Gesamtsound unter.
Der Unterschied zwischen einer Nahmikrofonierung und einem Raummikro wird natürlich bleiben.
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was spräche gegen eine (Stahl-)Kugel, die aus definierter Höhe auf das Fell fällt und deren maximale Rückkehrhöhe gemessen wird.
Das könnte ein Ansatz sein. Man müsste sicherstellen, dass die Masse der Kugel der rotierenden Masse eines auftreffenden Sticks entspricht, damit die Kugel nicht zu schwer und damit zu träge ist.
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Darüber hinaus könnte man die Spektren der Transienten und des Sustains auch noch getrennt voneinander anschauen. Ich komme da mit meinen Mitteln allerdings an Grenzen. Glaube, da funktioniert dann was mit dem Analyzer nicht ganz, bei so einer kurzen Time Selection.
Die Frage der Gesamtmenge der übertragenen Energie ist auch noch ungeklärt. Um diese zu bestimmen, müsste man eine Vorrichtung haben, die den Schlag ausführt und die Winkelgeschwindigkeit des Sticks auf dem Hinweg zum Fell konstant bereitstellen und die Winkelgeschwindigkeit auf dem Rückweg messen kann, um daraus die an die Trommel abgegebene Energie zu bestimmen.
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Ich vermute, dass andere, von Haus aus gedämpfte Felle schon besser sein werden.
Remo Emperor sind doppellagig und haben daher bereits eine eingebaute Dämpfung. Noch mehr Dämpfung gibt es bei Pinstripe und PowerStroke 4 sowie den ähnlich gebauten Fellen anderer Hersteller.
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Und wenn ich meinen Ohren vertraue, dann nehme ich das sogar anders herum wahr. Dann klingt das Sustain in der "warmen Zone" für mich etwas kürzer als in der "flachen Zone".
Wie nehmt ihr das wahr?Ehrlich gesagt hatte ich mir bisher noch keine Gedanken dazu gemacht, welche Richtung der tonalen Differenz das Sustain evtl. stärker verkürzt als die andere.
Systematisch betrachtet ist ja die flache Zone nur die genaue Umkehrung der warmen Zone.
Nimmt man also eine Trommel mit unterschiedlich gestimmten Fellen, muss man sie nur umdrehen und von der anderen Seite anspielen, um von der warmen in die flache Zone zu wechseln und zurück. Insofern sollte die Sustaindauer bei exakt identischer tonaler Differenz auch wenigstens in etwa* gleich sein, sofern dieselbe Energiemenge zugeführt wird.
Genau hier wird es interessant: wie viel Energie überträgt der Stick auf das straffer gespannte Fell im Vergleich zum weicher gespannten Fell? Ohne nachgemessen zu haben wäre meine Einschätzung, dass weicher gespannte Felle bei identischer Schlagstärke mehr Energie aufnehmen. Das schließe ich aus dem geringeren/schlechteren Rebound, den man bei weicheren Fellen gegenüber strafferen Fellen hat. Mein Erwartung wäre dann, dass das Sustain bei identischer Auftreffgeschwindigkeit (=identische Bewegungsenergie des Sticks) des Sticks in der warmen Zone etwas länger ist, als in der flachen.* : Es könnte neben der Energiemenge auch noch eine Rolle spielen, wo diese Energie ins System gegeben wird, also ob die Störung (Schlag/Stoß) des Systems auf der weicheren oder der strafferen Seite erfolgt. Diesen Einfluss zu quantifizieren wäre sicher spannend. Darüber hinaus könne bei der Wahrnehmung des Sustains noch das Spektrum eine Rolle spielen. Da dieses sich zwischen warmer und flacher Zone unterscheidet, könnte hier auch noch ein Hörphänomen hineinspielen.
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Macht man das so heute überhaupt nicht mehr?
Eher nicht, weil der Spaßfaktor doch ziemlich gering ausfällt. Jahrelang nur kleine Trommel - da hätte ich sicherlich bald wieder aufgehört.