Beiträge von Marcus

    Noch eine Theorie:


    Man muss ja Rimshots nicht zwangsweise "volle Power" ausführen, es genügt schon, mit leichtem Schlag Fell und Rim gleichzeitig zu treffen, um die gewünschte höhere Lautstärke zu erreichen. (Hierbei entfällt auch der Effekt des nach unten gedrückten Rims bzw. des kurzzeitig höher gespannten Fells.)
    Dies lässt die Vermutung zu, dass es sich bei unserem Phänomen um ein ähnliches, wie bei einer angeschlagenen Stimmgabel handelt, die, z.B. auf eine Tischplatte gedrückt, ihre Schwingungen an diesen weiterleitet und somit das Ganze lauter klingen lässt.
    Analog hierzu könnte man sich doch vorstellen, dass das Fell seine Schwingungen über den Stock an Rim-Spannböckchen-Kessel etc. weitergibt und dadurch den Rimshot-Effekt erzeugt, oder? ?(


    Gruß
    Marcus

    Zitat

    Ich denke auch, dass marcus da recht hat.


    Danke, aber je länger ich darüber nachdenke und je mehr ich hier lese, denke ich, dass er doch nicht Recht hat. ;(


    Es gibt ja auch noch die Methode des "Stickshots", bei dem ein Stick auf Fell und Rim abgelegt wird und mit dem anderen auf den liegenden Stock geschlagen wird.
    Hierbei ensteht ja auch ein ähnlich lauter Sound wie beim Rimshot, ohne dass ein Stick peitschenartig auftrifft o.ä.
    Es liegt wohl einfach daran, dass das komplette System "Snare" stärker in Schwingung versetzt wird, als beim normalen Schlag auf's Fell, allen voran Kessel und Rim.
    Hinzu kommt beim normalen Rimshot der von Fit angesprochene Effekt des kürzer schwingenden Fells.


    Gruß
    Marcus

    ich schätze weil die kraft sich nicht passiv übers fell auf den kessel, sondern direkt auf ihn auswirkt, in kombination mit fellschwingung die die nötige luft in bewegung setzt die den schall des hart getroffenen kessel überträgt...


    Bei einem Rimshot schlägst du aber nicht auf den Kessel, sondern auf den Rim, der nicht direkt mit dem Kessel in Verbindung steht. ;)


    Meine Theorie:
    Ein Holzstick ist elastisch und wird bei einem Schlag auf den Rim schlagartig durchgebogen, d.h. dass der Stickbereich jenseits des Rims peitschenartig in sehr spitzen Winkel, also nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit einem hohen Anteil des Schafts, auf das Fell trifft. Deshalb ist auch nicht wurscht, wo der Stick auf den Rim trifft. Jeder Stick hat einen Punkt, wo das Verhältnis zwischen Sticklänge vor und hinter dem Rim optimal ist.


    Gruß
    Peter Lustig


    Zitat

    Dabei wird ein großer Anteil dieser Energie bereits in Wärme umgewandelt


    Jetzt weiss ich auch, warums es in unserem Proberaum nach ein paar Nummern immer so warm wird...



    Zitat

    mechanischer Schall

    :thumbup:

    Hallo Pete,


    ich besitze sowohl eine alte 14x8 mit Pseudoparallelabhebung und langem Teppich, als auch eine neue, 14x3,5 Free Floating mit der Standardabhebung. Beide haben Messingkessel.


    Da ich mit der Teppichjustage bei der Pseudo lange Zeit Probleme hatte, habe ich, genau wie Niop, auch hier den gleichen Teppich wie bei neuen FF-Generation mit Schnüren montiert und die Pseudo sozusagen umgangen.


    Ergebnis:
    Die optimale Teppichspannung zu finden ist bei der Pseudo zugegeben einfacher, soweit man den Teppich vorher gut justiert hatte. Auch bei hoher Teppichspannung wurde das Reso nicht abgewürgt.
    Die Teppichansprache kommt mir jetzt etwas kürzer vor, und logischerweise ist auch duch die aufliegenden Endplatten das Reso etwas gedämpft, was ich aber nicht als großen Nachteil empfinde.
    Zudem klingt der SN1420I Teppich brillianter als der alte.


    Der neue SR-1000F Glide Lock Strainer ist im Vergleich zur alten Ausführung ein Quantensprung, was Verarbeitung und Funktionalität angeht. Da beide Seiten eine Sperre haben, kann sich während des Spiels nichts mehr lösen (was zumindest bei mir ein Problem war). Als Klemmschrauben für die Schnüre dienen kurze 4-kant-Schrauben, die man mit dem Stimmschlüssel lösen bzw. festziehen kann. Der Teppich ist mit Schnüren an den 45° abgewinkelten Klemmen befestigt. Der sehr gut verabeitete Pearl-Teppich liegt satt auf dem Reso auf und raschelt nicht nach.


    Gerne würde ich ihn auch an meinem alten FF-Modell montieren, was aber aufgrund der geänderten Befestigung am Alu-ring nicht ohne weiteres möglich ist.


    Gruß
    Marcus

    Zitat

    Ansonsten verknalle ich mich grad in die Paiste RUDE-Serie. Hab davon aber noch nie ein Ride angespielt.


    Mein Liebling ist ein 22" RUDE Ride/Crash ;)


    Warum?
    Weil es für mich das perfekte Allround-Ride ist.
    Am Rand kann man es zu Balladen spielen, ohne nervigen Ping, mit einem sanften Grundrauschen.
    Etwas weiter weg vom Rand nimmt das Rauschen zu, unter dem der Ping aber niemals untergeht.
    Je weiter man Richtung Glocke kommt, umso hochfrequenter wird das Rauschen. Setzt man dann noch mehr den Schaft ein, wird es fast schon ohrenbetäubend. An der gleichen Stelle mit der Stockspitze gespielt hast es aber einen sehr erdigen Ping.
    Die Glocke selbst ist sehr präsent ist, aber nicht so aufdringlich wie z.B. ein Mega-bell-Ride.
    Auf der Kante gespielt kommt der Namenszusatz "Crash" zum Vorschein.
    Kurzum: Man kann es leicht in jede beliebige Richtung steuern.
    Man darf sich allerdings nicht vom ständig vorhandenen Grundrauschen beeindrucken lassen, weil man den auf Aufnahmen oder aus einigen Metern Entfernung nicht mehr wahr nimmt. Ohne das Rauschen würde allerdings eine wichtige Komponente fehlen.


    Ich habe fertig!

    ok, dann nochmal:


    -Generell sind alle 3 hochwertige Becken
    -das 21" Z ist eigentlich ein reinrassiges Metal-Becken mit klarem Ping und sehr lauter Glocke
    -das 20" Avedis ist ein beliebtes Allround-Becken, wäre aber für Metal weniger geeignet
    -das 22" Paiste liegt igrgendwo dazwischen. Du kannst es sowohl im Metal, als auch in seichteren Gewässern einsetzen


    -> Nimm das 22" Paiste 2002 und wenn's dir nicht gefällt, kriegst du es zu einem guten Kurs in ebay wieder los

    Ist es DAS hier?


    Ist das für einen 4-jährigen nicht zu groß?
    Von meinem 5-jährigen Neffen weiss ich, dass er bei diesen Standardgrößen entweder nur Bassdrum, nur Hi-hat oder nur Snare "spielen" kann. Für alle drei zusammen reicht einfach die Reichweite noch nicht aus.
    Vielleicht wäre ein Set in Kindergrößen für's Erste die bessere Wahl...?


    Gruß
    Marcus

    Jetzt verstehe ich das Problem besser.
    Im grunde handelt es sich ja um 2 Einsäulenmaschinen, die zu einer verschmolzen sind, d.h, dass sowohl die linke, als auch die rechte Wellenhälfte nur ein Festlager haben und sich in der Mitte ein gemeinsames Lager teilen. Je mehr Spiel in diesem mittleren Lager ist, umso mehr wackeln die Beater (blaue Pfeile).
    Deshalb sollte ein Zusammenrücken der beiden äusseren Lager ein bisschen Abhilfe schaffen, also so, wie ich es weiter oben beschrieben habe. Ganz eliminieren kannst du das Spiel allerdings nicht.

    Wenn ich richtig verstanden habe, kannst du die Welle(n) mitsamt dem Beater nach links/rechts verschieben, richtig?
    Vermutlich ist einfach nur die Distanz zwischen den Lagern zu groß.
    Wenn du die beiden Schrauben 1-4 im Bild 1 etwas löst und dann die Lager (2) nach innen drückst (danach Schrauben wieder festziehen), könnte der Spuk schon vorbei sein. Aber nicht zu feste nach innen drücken, sonst wird's schwergängig.
    Good Luck!


    P.S. Bei den älteren Modellen war das bedeutend besser konstruiert ;)


    Und warum das Ding "Stealth" heisst, wird wohl ewig ein Rätsel bleiben...



    Na, weil es einem von der Bühne her nicht direkt in die Augen springt wie normale Racks.
    Oder weil Fledermäuse schon des öfteren dagegengeknattert sind.


    ...oder,
    weil du es einfach nur hin stealth?
    weil es irgendwie gestealtht aussieht?
    weil man es wohl aufgrund seiner wenigen Vorteile wohl niemals auf einer Bühne sehen wird?


    Ich weiss es nicht...

    Ich finde, das Ding gehört in die Kategorie "Dinge, die die Welt nicht braucht".
    Wenn einer ein 3-piece-set spielt, braucht er sowas eh nicht, weil er mit herkömmlichen Ständern auskommt.
    Wenn einer soviel Zeugs am Set haben will, dass ein Rack in Frage kommt, kauft er sich ein richtiges Rack.
    Ich sehe auch keine Notwendigkeit, die Snare auf diesem Stummel zu montieren, weil selbst bei Doppelfußmaschinen genug Platz für einen normalen Snareständer bleibt, dessen Beine man zur Not eben nicht komplett aufklappt.
    Ebenso entfällt ein für mich der Vorteil des schnellen Aufbaus, da die Positionen der einzelnen Rackteile erst wieder gefunden werden müssen.
    Platzsparend transportieren lässt sich das ganze wahrscheinlich auch nur dann, wenn man mindestens mal die Beine und/oder die Querverstrebungen löst.
    Und warum das Ding "Stealth" heisst, wird wohl ewig ein Rätsel bleiben...

    Wenn man zum Beispiel mit einem Fuß zwei schnelle Schläge hintereinander spielen will (die Technik dafür ist ja jetzt mal egal), ist es dann besser, wenn die Feder sehr gespannt ist, weil bei nicht stark gespannter Feder ist der Widerstand ja nicht so groß (bei stark gespannter Feder ist man ja schneller, aber mehr Widerstand)?


    Oder?


    Im Prinzip schon, aber:
    Generell würde ich dir raten, den Beater auf Fellmitte einzustellen und die Feder dann nur so stark zu spannen, dass der Beater dadurch gerade so in seine Ausgangsstellung zurück gezogen wird, d.h. in Nullstellung nicht nach hinten weg kippt.


    Für 2 schnelle, aufeinander folgende Schläge solltest du den ersten einen Hauch tiefer, d.h. mit dem Fuß ein paar cm weiter weg vom Beater auf dem Pedal ansetzen. Den zweiten platzierst du wieder etwas weiter vorn unmittelbar auf das zurückfedernde Pedal. (Hab ich das jetzt richtig erklärt? ?/ ) Man kann sich das vielleicht wie einen kleinen Step nach vorne vorstellen. Ist die Feder zu Lasch gespannt, merkst du das an einem zu langsam zurückfedernden Pedal. Ist sie zu hart gespannt, "klebt" das Pedal an der Schuhsohle und du kriegst diesen Step nach vorn nicht hin. Hier ist eben ein bisschen Fingerspitzengefühl gefragt.


    Gutes Gelingen,
    Marcus

    Na, wenn das alles ist, würde ich mir auch keine Sorgen machen.


    Ich dachte anfangs auf dem 3. Bild deines ersten posts einen umlaufenden Riss in der 11-Uhr-Position zu erkennen, aber da scheint ja alles in Ordnung zu sein.
    Wenn es mein Becken wäre, würde ich dieses verbliebende, halbe Originalloch eine passende Buchse oder Kupferniete einsetzen und danach den Riss vergessen.
    So belassen würde ich es nicht...


    Gruß
    Marcus

    Servus Meister!


    Ich hatte vor einiger Zeit ein ähnliches Problem, hierbei handelte es sich um ein 18" Crash mit ca. 8cm umlaufendem Riss knapp unterhalb der Kuppe. Ein Profi-Schweisser hat damals versucht, das Ding hartzulöten, was aber daran scheiterte, dass sich der dünnere Teil des Beckens, also unterhalb des Risses, durch die Hitzeeinwirkung nach oben wölbte und somit kein Lot aufgebracht werden konnte.


    In deinem Fall könnte das evtl. funktionieren, weil sich der Riss in der Kuppe, d.h. in einem Bereich mit hoher Materialstärke befindet, der zudem weniger Einfluss auf den Klang des Beckens hat.
    Über die Haltbarkeit einer solchen Reparatur kann ich dir leider keine Auskunft geben. Die Chancen auf Erfolg dürften aber bei einem Ride höher sein, als bei einem Crash.


    Gruß
    Marcus

    Wenn dein Rude demnächst noch wie ein Rude aussehen soll, lass die Finger davon!
    Auch im Paiste Reiniger sind Schleifpartikel, die die typisch grün-braune Färbung für immer wegrubbeln. Sieht zwar im ersten Moment gut aus, nach 2 Wochen wird das Teil aber total stumpf.
    Wenn's denn unbedingt sein muss, nimm für die Rudes Wasser und Spülmittel.


    Beispiele gibts hier:
    22" Ride/Crash, oben geputzt, unten nicht


    20" China, 20 Jahre alt, nie geputzt

    Zitat

    Während des Schlagzeugspielens wird der Körper ständig Vibrationen und Erschütterungen ausgesetzt.


    Das sehe ich nicht so.
    Hättest du geschrieben, dass "Während des Schlagzeugspielens die Felle, Kessel, Becken etc. ständig Vibrationen und Erschütterungen ausgesetzt werden" würde ich voll zustimmen.
    Es mag sein, dass z.B. bei Rimshots die eine oder andere Vibration in den Fingern zu spüren ist, aber spätestens am Handgelenk sollte Schluss sein, so empfinde ich es zumindest.
    Denkbar wäre auch ein knallhart gespanntes Snarefell, welches den Stock mehr in Schwingung versetzt als umgekehrt, was wiederum als unangenehm empfunden wird. Hier würde ein dickerer, schwerere Stock helfen.


    Dass du die Erschütterungen bis in den Kopf spürst, ist wirklich seltsam. Hast du das mal einem Arzt erzählt?
    Wäre es evtl. denkbar, dass das ganze eher ein akutisches Problem ist, d.h. die Geräusche unterbewusst als Erschütterung wahrgenommen werden?


    Sehr strange das Ganze....

    Fetzlav
    er muss keine Schraube 1-1 lösen, weil die beiden Lager in Halbschalen sitzen, die er schon geöffnet hat und somit den Sechskant schon in den Händen hält.


    @cerberus
    Ich habe zwar keine Cobra, aber die billigere Version 200.
    Bei der ist die Memory-Cap einfach aufgesteckt und kann abgezogen werden. Darunter befindet sich eine Schraube, nach deren Lösen man den Speedoring abziehen kann.
    Generell sind die Teile auf dem Sechskant entweder aufgesteckt und dann geklemmt oder eben mit einer kleinen Inbusschraube gesichert.



    P.S.
    Ich sehe auf der Ex-zeichnung von fetzlav noch eine Schraube 6-1. Die hält den Speedoring und muss natürlich raus...