Nur BD Mikrofonierung

  • Ein nettes Hallo.


    Für einen (fast) unplugged - Gig (Niveau: Schülerband) möchte ich an meinem Schlagzeug NUR die BD mikrofonieren und verstärken.


    Es ist leider nur eine ganz kleine (18'') deren Wums gerade mal für den Proberaum reicht.


    Vorgestellt habe ich mir, deswegen einen Subwoofer zu leihen, so ca. 300 - 500 W RMS.


    Wir spielen vor ca. 200 Leuten in einer kleinen (!) Stadthalle. Wir hatten das schon einmal gemacht, es war auch zufriedenstellend, lediglich die BD kam praktisch nicht durch.


    Wie erwähnt, über den Sub soll nur die BD laufen. Und dabei bin ich schon bei der nächsten Frage:


    Die beiden Toms kommen auch sehr gut durch - die Floortom schwächelt(e) aber ebenfalls.


    Nun kam mir die Idee, auch die Floortom zu mikrofonieren - ich weß aber nicht, ob deren Frequenzbereich für den SUB schon zu hoch ist.


    Und noch zur Info: Ich weiß ich weiß, ganz mikrofonieren oder gar nicht - so macht man das.


    Komplett mirkrofieren ist aber (a) nicht nötig und (b) zu aufwändig für uns.


    Ich möchte lediglich die BD unterstützen und VIELLEICHT die Floortom.


    Ich würde mich über Meinungen freuen und bitte dabei zu beachten, dass wir nicht auf hohem Niveau spielen, was das Equipment betrifft und dass das ganze eine geschlossene Gesellschaft ist. Wir spielen just for fun für uns und die anderen.


    Vielen Dank für eure Meinungen und netter Gruß,


    sony

  • Hallo sony, grundsätzlich geht es m.e. schon, nur die Bass Drum zu mikrofonieren. Becken und Snare tragen meist weiter und kommen auch "direkt" beim Hörer an.
    Allerdings halte ich es für keine gute Idee, nur einen Subwoofer einzusetzen.. Das wird dann vermutlich sehr mulmig und unangenehm drückend, weil Du alle Frequenzen oberhalb von 150-250Hz abschneidest.
    -> spätestens wenn Du mehrere Mikes einsetzt, brauchst Du ein Mischpult, um die unterschiedlichen Pegel anzugleichen, für EQ und Summe.
    Herzlichen Gruss.

  • moin,


    singt da auch jemand? falls ja, braucht wohl auch der gesang ein wenig "nachhilfe" ... dazu brauchts auf jeden fall auch eine "normale" box
    wenn auch der gesang (fsoweit überhaupt vorhanden) unverstärkt bleibt, würde ich auch keine bassdrum verstärken


    alternativen: geschlossenes resofell für ein bisschen mehr ton und halt sorgfältig auf den raum stimmen


    grüssle


    ps: 18er bassdrums sind cool :thumbup:

  • 18er bassdrums sind cool :thumbup:


    :thumbup:


    Das Standtom abzunehmen, macht vermutlich so keinen Sinn, weil (aller Wahrscheinlichkeit nach) zwar lauter wird, aber die Homogenität des Sounds geht total flöten. Wenn alle Toms aus der gleichen Serie und nicht defekt sind, dann sollte das Problem mit Stimmen zu lösen sein. Meine Floortoms sind je nach Location eher etwas zu dominant und müssen gebändigt werden ;)
    Die BD alleine abzunehmen, finde ich auch sinnvoll und mache das bei kleinen BD immer mal wieder. Aber nicht über Subwoofer!!! Durchsetzungsfähigkeit heißt, man muss den Attack wahrnehmen, und der liegt nun mal deutlich oberhalb von 150 oder 200 Hz.

  • Bassdrum Einzelabnahme ist gängige Praxis und völlig ok.


    Allerdings bringt das nicht viel, wenn das Signal dann NUR auf Topteile gelegt wird. Ohne Sub fehlt der Druck, den man ja hauptsächlich verstärken will. Ohne Hochtöner fehlt zwar der Kick, aber ich wage zu behaupten, dass es dann live doch eher um den Druck bzw. den Bassanteil geht. Live will man den Bass spüren. In einem Mixdown auf einer Hifi Anlage spürt man den Bass nicht - da verhilft der Kick zu besserer Wahrnehmbarkeit in einem u.U. sehr dichten Mix. Aber wie gesagt gehts live doch erstmal um den Druck.


    Ein einzelner Sub könnte dir also durchaus schon helfen. Je nach dem mit welchem Mikro und WO du die Bassdrum abnimmst hast du ohne EQing dann sehr viel bis garkeinen Kick. Das darf man dabei auch nicht vergessen.


    Notfalls tuts auch ein SM58 und ein einzelner Sub ohne Topteile, um eben etwas mehr Druck zu kriegen. Bei kleinen Gigs sollte das nicht all zu eng gesehen werden. Wenn kein "dedizierter Mischer" vorhanden ist sowieso nicht - dann ist der Sound nämlich meistens sowieso suboptimal.


    Kick bekommt man eigentlich nur mit Mikrofonierung im Innern der Bassdrum oder vorne am Schlagfell. Letzteres ist nicht optimal. Ohne Resoloch hat man also schlechte Chancen den Kick rüberzubringen - zumal gerade live, wenn man keine Möglichkeit hat Gates zu nutzen, eine Mikrofonierung im Innern dem ganzen Mix zu mehr Transparenz verhilft. Dass BD Mikro nimmt dann einfach viel weniger vom Rest mit auf.

  • 1. Nur die Bassdrum abzunehmen ist aus meiner Sicht absolut legitim und wird oft praktiziert.
    2. Das insbesondere die Toms als nächstes untergehen im Gesamtkontext deckt sich auch mit meiner Wahrnehmung. Daher nehme ich Toms auch ganz gerne ab, bevor ich an Overheads oder Snare denke.
    3. Ich würde aber nicht nur das Standtom abnehmen. Entweder alle Toms oder ein Overhead.


    4. Die Bassdrum nur auf einen extra Sub legen würde ich nicht machen. Ein Bassdrumsound besteht aus viel mehr als nur tiefen Bassfrequenzen. Dann würde ich eher hingehen und die Bassdrum ganz dezent auf die Gesangsanlage
    packen und mir den Sub schenken. Dann gibt es natürlich keinen Schub der Bassdrum, aber man kann diese dezent dazuschieben, damit die Bassdrum überhaupt wahrgenommen wird. Alternativ kann man die Gesangsanlage natürlich um einen Sub erweitern. Dann bekommt man auch einen ordentlichen Bassdrumsound hin und eventuell auch etwas Druck in den Sound. Du hast allerdings nichts geschrieben, ob ihr sonst überhaupt eine Anlage am Start habt bzw. was überhaupt musikalisch und technisch passiert.

  • Bei kleineren Gigs nehme ich oft BD-Mikro und 2 Overheads, und das kommt dann sehr leise auf die Gesangsanlage.


    Alternativ zu den OHs, funktionieren aber auch 2 gut positionierte, seitliche Mikrofone (Abstand ca. 50cm-1m) neben dem Set, etwas über den Toms aber unterhalb der Becken. Die Positionierung braucht etwas Feinarbeit, nimmt aber den Raumklang und eben etwas mehr Tom-Sound mit, als echte OHs. Eins der Mikros steht dann vermutlich besser vor dem Set und zielt auf die hohen Toms - so knallt auch die Snare etwas weniger mit rein - das andere zielt seitlich auf das FT. Das ganze relativ leise halten, und als Mono-Mix mittig mit auf die PA oder Gesangsanlage.


    Ein fetter Tiefbass mit Druck ist zwar sehr nett, aber vor allem möchtest du erstmal, dass man die Bass "hören" kann. Das sollte auch ohne zusätzlichen Subwoofer funktionieren. Wenn du wirklich NUR die BD verstärken willst, spar dir den Subwoofer und leg das direkt auf die Gesangsanlage. Wenn ihr keine Gesangsanlage oder PA habt (??? was ist das für ne Schülerband?), dann würde ich dir eher zu ner Fullrangebox oder nem Monitor raten, als nur zu nem Sub.

  • Bei kleineren Gigs nehme ich oft BD-Mikro und 2 Overheads, und das kommt dann sehr leise auf die Gesangsanlage.


    Alternativ zu den OHs, funktionieren aber auch 2 gut positionierte, seitliche Mikrofone (Abstand ca. 50cm-1m) neben dem Set, etwas über den Toms aber unterhalb der Becken. Die Positionierung braucht etwas Feinarbeit, nimmt aber den Raumklang und eben etwas mehr Tom-Sound mit, als echte OHs. Eins der Mikros steht dann vermutlich besser vor dem Set und zielt auf die hohen Toms - so knallt auch die Snare etwas weniger mit rein - das andere zielt seitlich auf das FT. Das ganze relativ leise halten, und als Mono-Mix mittig mit auf die PA oder Gesangsanlage.


    Das mach ich auch oft so, funktioniert optimal, aber nur bei einem akustisch wohlklingenden Schlagzeug...

    “If you end up with a boring miserable life because you listened to your mom, your dad, your teacher, your priest, or some guy on television telling you how to do your shit, then you deserve it.”
    Frank Zappa (1940-1993)

  • Hallo,


    ich würde statt dem Elektrokrückenkram einfach eine echte Bass Drum hin stellen.
    So ein Suppwuffer kostet ja auch Geld, dazu noch Mikrofon, Kabel, Ständer, Zeitaufwand ...
    eine Bass Drum kommt da schon fast wieder billiger.


    Aber ich bin ja auch konservativ.


    Grüße
    Jürgen


    PS
    Und morgen wird wohl eine meiner Hupen abgenommen, da bin ich mal gespannt, ob das Signal dann wirklich über die Anlage gejagt wird, der Laden soll auch ziemlich klein sein ...


    PPS
    Früher hatte ich meistens gar nichts und selten die Hupe abgenommen. Vollmikrofonierung gab es nur, wenn der Veranstalter da investiert hat.


    PPPS
    Mit nem Holzklöppel, einem Falam Slam und einem guten Bleifuß und natürlich projektionsfreundlicher Stimmung und Befellung müsste aber auch aus dem umgelegten Standtom etwas heraus kommen, was man auch hinten noch hört.

  • Wir haben das oft mit einem AKG D112 + reserve Bass Comboamp gemacht. Hat immer hervorragend geklappt und Mitten wie Höhen waren da auch immer raus gedreht.


    Toms einfach mal höher stimmen! Das macht mir selber zwar nie Spaß, aber im Publikum klingt das immer noch nach Tom und ist gut ortbar.

    "Man muss das Grundgesetz vor seinen Vätern schützen und die Verfassung vor ihren Schützern."
    "Der Faschismus ist eine Spielart der freien Marktwirtschaft."
    Wolfgang Neuss

  • Wow - was für ein Feedback :D


    Zunächst mal vielen Dank für die vielen Tipps und Hinweise.


    Zur Ergänzung:


    (a) - klar , wir haben eine kleine PA ( 2 x 800 W Max- Leistung) mit 2 x Fullrangeboxen für das Publikum.


    Darüber läuft Gesang, Keybord, und diesmal zum ersten mal vielleicht die beiden E-Gitarren.


    E-Bass läuft nur über den Bassisten-eigenen- Bassverstärker.


    Bei den letzten Malen lief die E-Gitarre auch nur über den Gitaristen-Eigenen Verstärker, was weniger optimal war. (Ihr kennt eine der großen Lügen der Gitaristen? "Ich habe doch leiser gemacht ?!?!") . Nun haben wir zwei E-Gitarren und da sollte schon jemand am Mischer etwas regulieren können ;) )

    Monitor für die Sängerinnen ist vorhanden (aber das ist nicht das Thema)

    (b) leuchtet ein: alle Toms abnehmen oder keine - ich denke, da entrscheide ich mich für "keine" - die beiden Hänge Toms kamen sehr gut durch , das Standtom muss ich anders stimmen oder fester kloppen ;)


    (c) ok, leuchtet auch ein, BD NUR über SUB klingt vielleicht zu matschig.


    (d) BD NUR über Fullrangeboxen der PA: Das habe ich mal bei einer vergleichbaren (Konkurenz-) Band gesehen, gehört habe ich so gut wie nix, da kam gar nix rüber...


    (e) Neue BD kaufen: Mmmh, hab ich auch schon überlegt, aber dann brauch ich gleich wieder Ständer für die Toms etc etc, das geht wieder ins nicht vorhandene Geld, deswegen dachte ich auch einen SUB mieten denn in der Größenordnung spielen wir nur 1 x im Jahr.


    (f) gewonnene Erkenntnis: nur BD mikrofonieren (mit Reso-Fell mit Schallloch nur Mikroabnahme), das ganze über die PA laufen lassen und an die PA einen aktiven SUB mit anschließen, dann kommt der "Rums" durch und gleichzeitig der (hoffentlich vorhandene) Kick.


    Was haltet ihr davon? Allerdings fehlt beim Resofell mit Schallloch dann gleich wieder ein hoher Anteil "von der BD selbst erzeugter Rums". Deswegen spiele ich meine BD Drum mit geschlossenem Resofell - eben wegen der nicht praktizierten Mikrofonieren und damit hier mehr rüberkommt.

    Und am Ende nochmals Danke für die vielen tollen Kommentare.


    Gruß,


    sony

    Einmal editiert, zuletzt von sonycom007 ()

  • unter den gegebenen umständen würde ich plan "f" zustimmen ... den eigenanteil an "wumms" bei einer 18er bassdrum im bandkontext kannst du bei mikroabnahme vernachlässigen (dafür gibts ja dann den sub), während die vorteile von resofell MIT loch deutlich überwiegen dürften, das ist einfach wesentlich unkomplizierter zu handeln


    dann mal viel erfolg und viel spass

  • Aus eigener Erfahrung bei rein akkustischen Spielereien möchte ich folgendes dazu sagen.


    - Bezüglich Toms: Um die Hörbarkeit zu steigern nützt es ungemein, wenn mann die Toms wesentlich höher stimmt, als man das vll. gern hat. Höhere Frequenzen setzen sich besser durch.


    - Maximale Lautsärke bedeutet rein physikalisch, dass ich mir so wenig wie möglich Energie weg nehmen darf. Ergo: Keine Dämpfungen in/ auf den Trommeln, möglichst ungedämpfte Felle verwenden.


    - BassDrum: Versucht die BassDrum so zu stimmen, dass sie ein Frequenz hat welche der Raumeignen Frequenz entspricht. Dann wirk diese auch lauter. Zugegeben, das ist ein bisschen Spielerei.


    - Un dich kann nur empfehlen. Lasst euer Set von jemandem anderen anspielen und geht selbst in den Zuhörerraum. Denn dieser Sound ist wichtig. Bsp.: Bei der Blaskapelle haben wir eine 20" Bassdrum, einlagiges Fell mit einem Dämpfungring, ansonsten komplett ungedämpf. Wenn man alleine hinter dem Set sitzt dann wummert das etwas, es knackt nicht. Wenn man allerdings in den Zuhörerraum geht, dann knakct die wie Sau!

  • Lösung d funktioniert normalerweise ganz gut. Ich tippe eher drauf, dass bei der Konkurrenzveranstaltung niemand wirklich auf den Sound geachtet hat.


    Bassdrumresos ohne Loch nehme ich normalerweise einfach mittig vorm Reso ab. Da hast du dann kaum Kick, aber den wolltest du ja mit dem Sub auch nicht hervorheben, oder? Wir reden hier doch über einen relativ kleinen Raum und eine angepeilte Lautstärke irgendwo im Bereich des Naturklangs der Drums? Da sollte das zur Angleichung absolut hinreichen.

    Bei den letzten Malen lief die E-Gitarre auch nur über den Gitaristen-Eigenen Verstärker, was weniger optimal war. (Ihr kennt eine der großen Lügen der Gitaristen? "Ich habe doch leiser gemacht ?!?!") . Nun haben wir zwei E-Gitarren und da sollte schon jemand am Mischer etwas regulieren können ;) )

    Aus Sicht eines leidgeprüften Mischers, kann ich dir vorher sagen, dass das nix bringen wird, solange sie ihre eigenen Amps trotzdem auf der Bühne haben. Leiser machen, kann man nen Amp am Mischpult leider nicht wirklich. Bei 2 Gitarristen konkurrieren sie auch noch um Hörbarkeit... "Ich MUSS mich so laut machen, sonst hör ich nur die andere Gitarre!" Da kann der Mischer dann nur Prügel androhen, und sie auffordern ihre Amps leiser zu machen (oder sie einfach leiser drehen und den Lautstärkeregler anschließend abbrechen!). Auf die PA wird er das nicht noch zusätzlich legen.


    Es funktioniert, wenn sie ohne Amp (z. B. direkt aus dem EFX ins Pult) spielen. Dann brauchen sie ihre Gitarre allerdings auf dem Monitor, was das Ganze von der Richtung her im Zuschauerraum schon etwas angenehmer macht, aber unter Umständen (z. B. in kleinen Räumen) trotzdem sehr laut in den Raum schallt und dann sehr mulmig und indirekt klingt. Wenn ihr nur einen Monitorweg habt, wird sich der Gesang freuen, denn er hat gegen 2 E-Gitarren im Monitorsound praktisch keine Chance - das Keyboard soll da auch noch irgendwie mit drauf, nehme ich an?


    Gitarrenamps stehen leider meist in ner schlechten Position, so dass der große Lärm an den Gitarreros vorbei geht, und erst im Raumklang wirklich zu laut wird. Es hilft schon ne Menge, die Amps auf nen Stuhl oder Tisch am Bühnenrand zu stellen, je näher an der Ohrhöhe des Gitarristen, desto besser.

  • Hab ja auch schon gemeint, dass man den Kick der Bassdrum in der Größenordnung nicht unbedingt braucht. Es geht bei der zusätzlichen BD Abnahme nur darum, dass das Schlagzeug runder und voller klingt und untenrum eben einfach mehr Druck da ist. Auch eine 22" BD kann sich des öfteren nicht genug durchsetzen - gerade, wenn sie tief gestimmt ist. Das liegt daran, dass tiefe Frequenzen mehr Energie brauchen, um gleich laut wie höhere zu wirken.


    Insofern: BD Mikro vors geschlossene Reso (wenn ein Loch drin ist sollte es natürlich rein) und im EQ die tiefen Frequenzen, die der Sub übernimmt (50-100Hz ca.), nochmals hervorheben. Kick findet sich bei um die 4-7kHz, je nach dem ... den Rest kann man rausdrehen (v.a. die Mitten zwischen Bass- und Kickbereich).
    Ohne Sub wäre der Sound damit definitiv matschiger. Dann müssten die Tieftöner der Topteile sowohl den Gesang, Gitarren, Bass (?) und noch den "Druckanteil" der Bassdrum Schläge rüberbringen.


    Bevor ich die Toms übrigens total hoch stimme, würde ich auch erstmal mit weniger Dämpfung experimentieren. Direkt am Set klingen die Toms dann zwar evtl. etwas "ungebändigt", sind dann aber insgesamt wirklich lauter und kommen beim Zuschauer besser an, wobei sie im Gesamtkontext nach wie vor fett klingen. Ohne Dämpfung sind mehr Anteile höherer Frequenzen vorhanden, was auch zur besseren Hörbarkeit führt.

  • ...inzwischen sind wir hier für eine einfache Frage zu einem geringen Problem schon recht ausschweifend geworden. Mal ehrlich - die Bassdrum gibt den Drums die nötige Würze, im Endeffekt ist sie aber nicht so wichtig, wie z. B. der Gesang oder ein ausgewogener Gesamtsound - jedenfalls wenn man mal den "normalen" Zuhörer befragt.


    Deine eigenen Vorschläge (@ Threadstarter) sind kein Blödsinn, sondern schlimmstenfalls etwas naiv - man merkt aber, dass du ne klare Vorstellung bezüglich der Problematik und möglicher Lösungsansätze hast, deshalb glaube ich, dass du es in den Griff bekommen wirst. Unsere Vorschläge kommen vermutlich etwas mehr aus der Praxis, aber vor allem nur aus den Erfahrungen, die wir mit ÄHNLICHEN Situationen gemacht haben. Soweit ich das überblicke, war niemand von uns hier in DEM Raum, und auch nicht mit DER Band oder DER Bassdrum.


    Mach es so, wie du es für tauglich hältst. Probier es aus und wenn es passt, ist deine Lösung absolut richtig! Scheißegal, was man möglicherweise anders hätte machen können! Guter Sound hat recht!

  • Tipp zu dem alten Gitarristenproblem:
    Amps vom Bühnenrand Richtung Gitarrist aufstellen und dabei so anwinkeln oder hochstellen, dass die Box auf die Ohren des Gitarristen ballern. Die machen dann in der Regel schnell leiser.


    BD auf Gesangsanlage selbst mit SUB kann allen anderen Signalen SEHR an Kraft nehmen! Da würde ich zusehen, dass die BD per AUX an den SUB rausgeht oder per Direct Out.

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    Wolfgang Neuss

  • Wenn ihr nur einen Monitorweg habt, wird sich der Gesang freuen, denn er hat gegen 2 E-Gitarren im Monitorsound praktisch keine Chance - das Keyboard soll da auch noch irgendwie mit drauf, nehme ich an?


    Echt eine witzige aber treffende Aussage zu den Gitarren :D


    Na ja, zwei Monitorwege hätten wir - aber dann wir die ganze Mischerei ja immer aufwendiger, ich weiß nicht, ob das unseren Rahmen sprengt. Ich persönlich würde das am liebsten so machen- so "RICHTIG" . Aber da stoßen wir halt an unsere Grenzen.


    Aber wir werden man den Tipp beachten, die Gitarren Amps möglichst in Ohrnähe der Gitarrenreiter zu platzieren.


    Keybord läuft über PA - auch für denKeyboarder brauchen wir in jedem Fall einen Monitor ...


    -------------


    Zitat: Hab ja auch schon gemeint, dass man den Kick der Bassdrum in der
    Größenordnung nicht unbedingt braucht. Es geht bei der zusätzlichen BD
    Abnahme nur darum, dass das Schlagzeug runder und voller klingt und
    untenrum eben einfach mehr Druck da ist.


    Genau das meine ich


    --------------
    Zitat: Insofern: BD Mikro vors geschlossene Reso


    Habe noch gar nicht daran gedacht, BD mit geschlossenemResofell zu mikrofonieren. Wie weit soll der Abstand etwa sein?


    ------------------


    Zitat: Mal ehrlich - die Bassdrum gibt den Drums die nötige Würze, im Endeffekt
    ist sie aber nicht so wichtig, wie z. B. der Gesang oder ein
    ausgewogener Gesamtsound - jedenfalls wenn man mal den "normalen"
    Zuhörer befragt.


    Mag stimmen. Ist halt schlecht, wenn die eigenen Ansprüche zu hoch sind und das Umfeld (und man selbst) in der falschen Liga spielt ;)


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    Zitat: ...inzwischen sind wir hier für eine einfache Frage zu einem geringen Problem schon recht ausschweifend geworden.


    Stimmt. Aber meine Frage wurde noch von niemand so umfangreich beantwortet. Ich bin begeistert.


    --------------

    Zitat: Unsere Vorschläge kommen vermutlich etwas mehr aus der Praxis,


    Ja, das merkt man. Und gerade da mir hier die Praxis fehlt bin ich für diese umfangreichen tipps :thumbup: von euch allen wirklich sehr dankbar !!


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    Hättet Ihr noch eine Faustregel oder Orientierung, wie kräftig der (aktive) SUB für unseren Zweck sein sollte? Ich denke 500 Watt RMS dürften reichen. Oder liege ich hier falsch?


    Nette Drummergrüße,


    sony

  • Die Gitarrenverstärker nicht zu Nah an die Gitarristen. Direkt vor dem Amp ist der Bereich, in dem man gut hört, relativ eng, und sobald der Gitarrist sich etwas bewegt, hört er nix mehr. Nach etwa 2-3m hast du aber schon nen recht großen Bereich, in dem sich der Gitarrist wohlfühlt, und auch genug platz für artgerechten Auslauf findet. Am besten stellst du ihm da noch ein Bier hin, um ihn an diese Position zu ködern. Jetzt musst du nur dafür sorgen, dass die beiden Gitarristen sich nicht aus versehen vor den falschen Gitarrenamp stellen, und während des Gigs die Finger vom Verstärker lassen. Da hilft Clicker-Training mit Bier als Leckerli.


    Wenn eure PA mit 800w genug Dampf für den Raum hat, reichen beim Sub 500W vermutlich hin.


    Das BD-Mikro setze ich ca. 1-3cm mittig vors geschlossene Resofell. Möglichst nah, ohne dass es anstößt, wenn du die BD spielst.
    Alternativ, kann man es (mit nem sehr kleinen Stativ oder einer anderen Halter-Konstruktion) auch in die Bass einbauen - also Reso runter, Mikro von innen wie immer aufs Schlagfell richten, Kabel durch die Tomhalterosette (wenn es durchpasst und kein Tomhalter drinsteckt) und das Reso wieder ganz normal davor. Den Aufwand würde ich mir aber normalerweise nicht machen. Außen ans Reso sollte absolut ok gehen.


    Freut mich, dass dir geholfen werden konnte. Wie gesagt, du schaffst das schon irgendwie! :thumbup:


    ...und ja, die ganze Mischerei kann schon mal recht aufwändig werden. Nach dem, was du schreibst, kann man bei dem Lineup aber ganz gut damit zurechtkommen. Ein "so richtig machen" gibt es nicht. Du hast immer nur ein gewisses Material, und das musst du irgendwie mit Band und Raum in Verbindung bringen, um möglichst gute Ergebnisse zu bekommen. Es gibt natürlich Standardlösungen, aber andere Ideen können trotzdem funktionieren. Irgendwas muss man eigentlich immer improvisieren.

    Einmal editiert, zuletzt von Jalokin_b ()

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