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dewwel

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21

Donnerstag, 15. August 2013, 09:41

danke thomastrommelt, ich hatte es auch kurz übersehen.

ich beschreibe ja mit nem "ping" oder "paff" keinen rhythmus! bei dongtsedongtse...bla ging es mir auch nicht um den rhythmus sondern um die klangannähernde umschreibung eines trommel- bzw. blechartigen instrument.
dongtse und uffta im 4/4 bleiben trotzdem dongtse und uffta im 4/4 :)
*es muss clippen!
*wer einschlafe mit popo die kratz, der aufwache mit finger die stink...!

Death Metal: Souldevourer
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Jürgen K

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22

Donnerstag, 15. August 2013, 10:47

Hallo,

das Problem ist dasselbe beim Wein und anderen geistigen Genüssen.

Ich meine schon, dass das grundsätzlich geht. Es erfordert aber viel Erfahrung und vor
allem eine ähnliche Sozialisation. Bei Paiste habe ich gelesen, dass die dort Jahre
gebraucht haben, um ihre Klangbeschreibungen zu entwickeln und offenbar gibt es
auch heute noch Leute, die sie überhaupt nicht verstehen.

Unter "wuchtig, offen und natürlich" hätte ich mir Bonham vorgestellt oder anderes altes Zeug.
Das Youtube-Zeug ist extrem bearbeitet, da klingt doch gar nichts natürlich oder klingt
irgendjemandem sein Set tatsächlich so?

Eine tight (eng) klingende Trommel hat ein eingeschränktes Frequenzspektrum und einen kurzen
Klang, das ist das Gegenteil von wuchtig und natürlich und es ist vor allem (tight!) nicht offen.
Eine offen klingende Trommel hat Obertöne und klingt daher eben nicht fett, sondern eher luftig
und groß.

Die Snare Drums auf den Videos klingen dünn und mit Hall aufgeplustert. Die klingen wie ein kleiner
Hund, der bellt.

Im konkreten Fall würde ich eher mit konkreten Beispielen und erläuternder direkter Konversation
arbeiten.

Für die grundsätzliche Frage stelle ich mal fünf Jahre in den Raum, wo man ein Gremium bildet, das
Klänge sammelt und auswertet. Zum Schluss gibt es dann das Buch "Klänge des Schlagzeugs in der
Popularmusik" mit international nachvollziehbaren Begriffen, z. B.
Fett: Schlag in Butter
Halbfett: Schlag in Margarine
Halbtrocken: Schlag auf Hamburger-Brötchen
Trocken: Schlag auf Baguette
Staubtrocken: Schlag auf altes Brot

Grüße
Jürgen
frisch gefrühstückt mit dezenten fruchtig, leicht angeschärften Röstaromen, einer cremigen Konsistenz mit leichter Struktur und glibberiger Masse mit kernigem Rand. Na, was war's?

rubeatz

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23

Freitag, 16. August 2013, 16:43

Jetzt in Englisch, dafür mit einem großen Kundenstamm, der dieses Vokabular schon verwendet...

2te Runde. Jetzt in Englisch, dafür mit einem großen Kundenstamm, der dieses Vokabular schon verwendet...
Mir fällt ein, dasse eigentlich zu diesem Thema schon Vorarbeit geleistet wurde, nämlich von Native Instruments und ihrer KORE Oberfläche.
Als ich im Jahre 2006 für Native Instruments deren Kore Launch auf der Messe begleiten durfte, begeisterte mich vor allem die Idee, durch geschickte Eingrenzung im Soundbrowser (in den Rubriken „Instrument“, „Source“, „Timre“, „Articulation“ und „Genre“) schnell zum gewünschten Klang finden zu können.


Also verwende ich jetzt mal deren Vokabular und modifiziere sie für die „Drum Sound Cloud Tag“: ungeeignete Posten werden gestrichen, eigene Ergänzungen in eckige Klammern gesetzt).
„Timbre“ aus NI Kore:
High, Low, Distorted, Clean, Bright, Dark, Warm, Cold, Fat, Thin, Hard, Soft, Muted, [Resonant], Detuned, Dissonant, Noisey, Metallic, Wooden, Exotic, [Dry], [Wet/Processed], [Sizzling/Rattling],

„Articulation“ aus NI Kore:
Slow Attack, Decaying, Sustained, Long Release, Percussive, Long/Evolving, Pulsating, Echoing, Pad, Lead, Monophonic, Chord, Glide/Pitch Mod, Sweep/Filter, Arpeggiated, Tempo-synced, [Not-Tempo-synced], Expressive, Multiple, Randomized, [No Dynamics], [Cut]

„Instrument“ aus NI Kore:
Synth, [E-Drums], Drums [Kick], [Snare], [Tom], [Cymbal], Percussion, Mallet Instruments, Vocal, Soundscapes, Sound Effects, Multitrack, Other [DIY]

Dazu noch einen Zeitverweis (60s, 70s, 80s) oder ein Genre (aus NI Kore): Avantgarde, Ambient /Electronica, Drum&Bass/Breaks, Industrial, Jazz, Pop, Rock, Soul/Funk, Latin/Afro-Cuban, Reggae/Dub, Disco, House, Techno/Electro, Hiphop/Downbeat, Breakbeats, Folk/Country, Ethnic/World, Orchestral/Classical; 60s, 70s, 80s
// mein Blog zum Buch und Thema e-Beats überhaupt. Und die Online-Klangsuchmaschine für's akustische Drumset: the drum sounds !

pbu

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24

Donnerstag, 4. Mai 2017, 13:01

Adjektive zur Klangbeschreibung (mit Vertiefung zu "perkussiv")

Ich hätte da mal gern ein Problem ...
Oft, wenn nicht meistens, habe ich Schwierigkeiten, mir unter abgegebenen Klangbeschreibungen etwas vorzustellen.

Wie klingt etwas "warm"? Temperatur wird ja eher taktil wahrgenommen, nicht auditiv.
Oder wie hört sich "dunkel" an? Das ist doch eher etwas Visuelles?
Und "scharf" oder "fade"? Oflak- oder gustatorisch?
Drückt "fat" eine bestimmte Klangeigenschaft (etwa im Unterschied zu "thin") aus oder lediglich einen aufgerichteten Daumen?
Was bedeutet "crisp"? Handelt es sich um das Gegenteil von "matschig"?

Es geht wohl oft um assoziative Empfindungs-Umschreibungen außerhalb eines zu eingeschränkten Hör-Vokabulars.
Ich erkenne das an, nur ist es wenig eindeutig, weil Assoziationen ja etwas sehr Individuelles sind.
  • Kann mir jemand die Begriffe greifbarer anschaulicher nachvollziehbarer machen? Selbst die Frage ist schwierig auszudrücken ...
  • Vielleicht anhand von Hörbeispielen?
  • Welche begrifflichen Beispiele fallen euch noch ein?
  • Aktuelle Problematik bei mir: Ich habe erhebliche Schwierigkeiten mit "perkussiv".
    Duden | Pons | Leo
    Es wird oft benutzt, auch in "Fachzeitschriften", aber klingen nicht alle Schlaginstrumente perkussiv? Was ist gemeint?

Vielen Dank für wohlmeinende Hilfeversuche. :-)

Edit: Gesammelte Ausdrücke
Nass, trocken, luftig, wuchtig, offen, natürlich, knallig, tight, eng, attacklastig, mehlig, klickig, schiebend, pappig, gedämpft, resonant, räumlich, hallig, abgeschnitten, direkt, indirekt, anschwellend, dezent, dominant, verzerrt, gepitched, scheppernd, raschelnd, rauschend, weich, erdig, delikat, silbern, voll, rauchig, schimmernd, heiser, neblig, vereist, sprühend, (kristall-)klar, explosiv, ausgewogen, brillant, roh, voluminös, lebhaft, exotisch, dreckig, trashy, lieblich, tragend, offen, straff, locker, spritzig, bestimmt, prägnant, frisch, artikuliert, präzise, spritzig, funky, kraftvoll, schneidend, (messer-)scharf ...
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MS-SPO

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25

Donnerstag, 4. Mai 2017, 13:06

Geht mir genauso. Danke für die Frage.
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gwmatthias

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26

Donnerstag, 4. Mai 2017, 13:26

"perkussiv" wird oft eingesetzt um einen facettenreichen (fuck - schon wieder so ein Wort) Klang zu beschreiben.
Wenn z.B. bei einem Drum-Set jedes einzelne Instrument einen deutlichen individuellen Klang hat und sich somit alle Toms gut von einander ebenso die Becken gut voneinander unterscheiden lassen und einen individuellen Charakter haben - am Besten noch mit hohem Wiedererkennungswert - dann wird oft von perkussiv gesprochen.
Percussiv lässt sich in manchen Texten auch mit "musikalisch" austauschen - was ungefär das selbe meint.
Ein Beispiel:
Es gibt Abmischungen von Rock-Musik wo man bei einem Drumset einen Fill über alle Tomms nur als tiefes Gebrabbel hört und keine Ahnung hat, ob das nun 2 oder 4 unterschiedliche Toms waren. Die Becken klingen einfach alle schrill und vor allem Laut, aber so dass sich unmöglich aus dem Mix heraushören lässt, ob es 1 oder 3 oder gar 5 unterschiedliche Crashbecken waren und in welcher Reihenfolge.
Das wär das Gegenteil von percussiv.

zumindest hab ich das immer so herausgelesen und verstanden.

Eine Liste mit Begriffen und dazu 2-3 Klangbeispiele wären tatsächlich ein Traum ...
Infos zu meinem "Custom E-Drum Projekt"

Korki

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27

Donnerstag, 4. Mai 2017, 13:27

Ich meine, dass wir hier dazu schon mal einen Thread (mit "Definitionen", oder eher Erklärungsversuchen) hatten, kann ihn aber auf die Schnelle gerade nicht finden.
edit: Könnte das gewesen sein:
Drumsound beschreiben- Begriffe
"Wer nicht vom Weg abkommt, bleibt auf der Strecke."

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Korki« (4. Mai 2017, 13:36)


MS-SPO

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28

Donnerstag, 4. Mai 2017, 13:53

IDEE: Am Ende dieser Erörterung sollten die Ergebnisse, etwa Begriff, Bedeutung, Klangbeispiel, noch einmal geeignet zusammengefasst werden, so als Klang-Almanach. Die Wenigsten mögen nochmals durch alle paar Dutzend Beiträge durchackern .. :huh:
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Fit

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29

Donnerstag, 4. Mai 2017, 13:56

Hey,

"Crisp": ist für mich ein in den Obertönen eines Instrumentes komplexeres Klangverhalten. Ich sage dazu immer "knusprig", oder "feinkörnig". Bsp: Messingsnare oder "Paiste Signature dark crisp Hi Hat". Das Gegenteil wäre die Sound Edge Variante.


So in der Art ist das gemeint, oder?

Gruß
André
Wenn bei Stiftung Wahrentest ein Dildo mit Befriedigend bewertet wird, ist das dann Sehr Gut?


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30

Donnerstag, 4. Mai 2017, 14:17

Ich glaube es ist einfacher, wenn man die Begriffe jeweils im Vergleich sieht ("X klingt wärmer als Y.")
Was ich meine wenn ich die folgenden Begriffe verwende:

Wie klingt etwas "warm"?
Warm klingt für mich etwas, das im Grundtonbereich (und frequenztechnisch darunter) ein relativ (zu höheren Frequenzen) ausgewogen klingt bzw. auch im Grundtonbereich (und darunter) dezent betont wird. Wärme ist für mich durchweg positiv besetzt.
Wärme siedle ich frequenztechnisch (ganz grob) bei 120-360 hz an. Kommt natürlich immer auf die Signalquelle an.
Eine tief gestimmte Holzsnare mit dünnem und tiefem Kessel klingt für mich in der Tendenz wärmer als eine Stahl-Snare mit hoher Stimmung und geringer Kesseltiefe.

Oder wie hört sich "dunkel" an?
Dunkel klingt für mich etwas, wo Obertöne oder Frequenzen der oberen Mitten und Höhen weniger stark ausgeprägt zu hören sind. Dunkel ist für mich aber nicht negativ besetzt. Eine Steigerung von dunkel wäre für mich "dumpf",
was dann durchaus negativ besetzt ist.
Zildjian K klingen für mich dunkler als A-Custom.

Und "scharf" oder "fade"?
Scharf ist für mich etwas im Mittelhochton bzw. Hochtonbereich, was in einem Signal besonders gut wahrnehmbar ist und sich somit gut durchsetzt gegenüber anderen Signalen. Eine dezente "Schärfe" ist für mich durchaus (noch) positiv. Aber es wird schnell zuviel und dann wird es unangenehm.
Fade habe ich noch nie benutzt und glaube ich auch nicht bewusst wahrgenommen als klangbeschreibendes Adjektiv.

Drückt "fat" eine bestimmte Klangeigenschaft (etwa im Unterschied zu "thin") aus oder lediglich einen aufgerichteten Daumen?
Fat ist für mich "warm" sehr ähnlich. Wobei "fat" für mich durchaus etwas mit "Druck" zu tun hat. Eine Snare oder Stromgitarre mit sehr ausgeprägten unteren Mitten ist für mich irgendwann nicht mehr nur warm sondern "fat". Fat ist für mich positiv besetzt.
Fat sind für mich diese typischen 80er Jahre Snaresounds. (Asia-Heat of the Moment)

Was bedeutet "crisp"? Handelt es sich um das Gegenteil von "matschig"?
Crisp würde ich als Vorstufe von "Scharf" sehen und auch positiv belegen.
Eine 13" Zildjian Z/K Hihat ist für mich crisp.

Perkussiv
Perkussiv ist für mich ein Signal mit einem sehr ausgeprägtem Attack, bzw. eventuell auch einem kurzen Ausschwingverhalten. Und der Attack liegt in der Regel frequenztechnisch meisten im Bereich der Mitten.
--> Perkussives Gitarrespielen: https://www.youtube.com/watch?v=JioKi2zA4GA

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Seven« (4. Mai 2017, 18:29)


pbu

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31

Donnerstag, 4. Mai 2017, 14:17


Ich meine, dass wir hier dazu schon mal einen Thread (mit "Definitionen", oder eher Erklärungsversuchen) hatten, kann ihn aber auf die Schnelle gerade nicht finden.
edit: Könnte das gewesen sein:
Drumsound beschreiben- Begriffe
Ahh, danke, da lese ich direkt mal weiter, vielleicht dranhängen, aber konkret zu "perkussiv" würde ich gern noch eine 2. Meinung einholen. ;)

Ein Beispiel:
Es gibt Abmischungen von Rock-Musik wo man bei einem Drumset einen Fill über alle Tomms nur als tiefes Gebrabbel hört und keine Ahnung hat, ob das nun 2 oder 4 unterschiedliche Toms waren. Die Becken klingen einfach alle schrill und vor allem Laut, aber so dass sich unmöglich aus dem Mix heraushören lässt, ob es 1 oder 3 oder gar 5 unterschiedliche Crashbecken waren und in welcher Reihenfolge.
Das wär das Gegenteil von percussiv.
Bei Beschreibung von Abmischungen ergibt das Sinn. Ich lese aber zuweilen in Zeitschriften z.B. etwas wie: "Das Pearl-Testmodell klang vergleichsweise lebendiger, perkussiver."
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arti

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32

Donnerstag, 4. Mai 2017, 14:24

Mahlzeit zusammen, halte ich für ein aussichtsloses Unterfangen, das Ganze. Ich denke, man muss sich in die Materie vertiefen, dann bekommt man ein Gefühl für diese Ausdrucksweisen. "Writing About Music is Like Dancing About Architecture"; wird oft Zappa zugeschrieben. Beste Grüsse, arti :)

pbu

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33

Donnerstag, 4. Mai 2017, 14:47

Mahlzeit zusammen, halte ich für ein aussichtsloses Unterfangen, das Ganze. Ich denke, man muss sich in die Materie vertiefen, dann bekommt man ein Gefühl für diese Ausdrucksweisen. "Writing About Music is Like Dancing About Architecture"; wird oft Zappa zugeschrieben. Beste Grüsse, arti :)
Genau das Vertiefen ist das Unterfangen, demnach nicht aussichtslos, auch wenn die Fragestellung etwas naiv erscheint.
Das Zitat passt natürlich herrlich zu Frank Zappa, aber auch zu den anderen Leuten, denen es untergejubelt wird (es war wohl Martin Mull): http://quoteinvestigator.com/2010/11/08/writing-about-music/
Nähme man es zu ernst, wäre man hier wohl nicht angemeldet. ;)

IDEE: Am Ende dieser Erörterung sollten die Ergebnisse, etwa Begriff, Bedeutung, Klangbeispiel, noch einmal geeignet zusammengefasst werden, so als Klang-Almanach. Die Wenigsten mögen nochmals durch alle paar Dutzend Beiträge durchackern .. :huh:
Das könnte an greifbarer Ergebnislosigkeit scheitern (dennoch freue ich mich ernsthaft über die individuellen Auslegungsansätze, danke, bleibt dran :thumbup: ).

Edit:
Perkussiv ist für mich ein Signal mit einem sehr ausgeprägtem Attack, bzw. eventuell auch einem kurzen Ausschwingverhalten. Und der Attack liegt in der Regel frequenztechnisch meisten im Bereich der Mitten.
Danke dir. Das bedeutet aber in diesem Fall, dass etwas gemeint ist, was mit dem eigentlichen Wortsinn nichts zu tun hat, oder?
Ja, unter "warm" z.B. kann man sich schon eher etwas vorstellen, das Wort erzeugt eher angenehme Vorstellungen, nicht etwa die von schweißtreibender, heller [sic] Hitze. Waaarme Trommeln ... hätt ich gern.
À propos ... könnte es sein, dass auch Marketingpsychologie einen Anteil an positiv belegten Vokabularkreationen hat?
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »pbu« (4. Mai 2017, 15:19)


arti

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34

Donnerstag, 4. Mai 2017, 15:07

:)

Crisp: wie wenn Knäckebrot bricht

Trocken: sehr kurz und hoch gestimmte Toms mit etwas Dämpfung (keine Obertöne)

Nass: resonant gestimmte Toms (viele Obertöne)

Warm: Kesselpauke (bassig, tiefmittig)

Kalt: sehr billiges Keyboard; billige Becken (hochmittig)

:wacko:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »arti« (4. Mai 2017, 15:31)


Zunge

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35

Donnerstag, 4. Mai 2017, 15:12

Unter "scharf" fällt mir mein HHX Fierce Crash ein. Noch schärfer wird's nur mit Löchern oder einer Kante (Chinabecken).

Unter warm verstehe ich einen sauberen, linearen An- und Ausklang, wie man ihn von gut gestimmten Ahorn- oder Buche- Toms kennt.

Kalt klingt eine Stahlsnare im nackten Keller.. wo wir beim Raum wären, der diese ganzen Merkmale erstmal zur Geltung bringen muss.

SquEaler

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36

Donnerstag, 4. Mai 2017, 15:17

Ich finde Sevens Erklärung (für mich) ziemlich zutreffend. Fat / fett vielleicht noch ergänzend, dass in einem breiteren Frequenzspektrum eine große Laustärke gegeben ist.
Im allgemeinen sind die Begriffe ja auch lautmalerisch bzw. bildlich und meistens kann ich mir etwas darunter vorstellen. Das ist wie beim Wein. Ob jeder das gleiche unter "Johannisbbeernoten" versteht, bezweifle ich. Aber es gibt eine grobe Richtung vor, die ich nachvollziehen kann.
Wie bin ich jetzt schon wieder beim Alkohol gelandet?! :whistling:
+++ my heart beats in seven +++

a_d_x

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37

Donnerstag, 4. Mai 2017, 15:19

Writing About Music is Like Dancing About Architecture
Off - Topic: damit habe ich mich vor Jahren in meiner Diploarbeit lange beschäftigt und habe festgestellt, dass gerade die Choreographie / der Tanz die beste Möglichkeit ist über das Verhältnis von "Architektur und Musik" zu reflektieren ... auch so eine "Grenzerfahrung" über deren Sinn man sich streiten könnte ... Wittgenstein meinte "Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen" Schön, dann wäre das damit auch geklärt ... :D

Vielleicht macht sich der Eine oder Andere ja die Mühe und stellt hier ein kleines Klangbeispiel seiner "fetten" Snare oder seines "trockenen" Beckens ein ...

ich finde den Thread durchaus interessant ... gerade darüber zu sprechen über was man nicht sprechen kann ...

Stefan
"e tudo isso, que é tanto, é pouco para o que eu quero" Fernando Pessoa

Hörnix

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Donnerstag, 4. Mai 2017, 15:25

Hallo, im Bläserbereich den Begriff perkussiv einzusetzen, ist mir schon gelungen. Sevens Beschreibungen diesbezüglich decken sich mit meinen Vorstellungen. Auch dessen Beschreibungen der anderen Begriffe. Aber sehr oft kann man sich nicht einigen. Schon meine Frau besetzt "dunkel" im akustischen Kontext anders als ich.

Die KreuzUndQuer-Nutzung ist eine Krücke, aber es scheint schon Verwandschaften zwischen den Sinnen zu geben, das Wort "Klangfarbe" lässt das erahnen. Synästhesie (Klänge riechen etc.) ist vielleicht nur eine Steigerung der durchschnittlichen Verknüpfung.

Ich erwarte jedenfalls nicht, wenn ich etwas beschreibe, dass es jeder gleich empfindet. Aber wenn eine Phrase entweder düsterer, ferner, poetischer oder sehnsüchtiger vom Dirigenten verlangt wird, meint er nicht einfach nur, ich solle leiser spielen.
Das ist auch beim einzelnen Ton/Klang nicht anders.

Das Unklare in den Begriffen scheint mir wesentlich zu sein.

Andererseits wird kaum jemand, der mal eben einen warmen Klang erzeugen soll, ein splash wählen. Da ist die Richtung klar: tiefe Frequenzen betonen.

Ohnehin: Manchmal erreicht eine scheinbar unsinnige Anweisung, etwa 16tel Singlestrokes auf der Snare im Legato zu spielen, überraschende klangliche und im Bewegungsablauf sichtbare Ergebnisse, wenngleich immer noch perkussiv...



Grüße, Hörnix

trommla

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39

Donnerstag, 4. Mai 2017, 15:29

Ich lese aber zuweilen in Zeitschriften

Ich habe mir abgewöhnt, dieses Geschwurbel allzu ernst zu nehmen, und von Objektivierbarkeit will ich mal gar nicht reden.

Aber ist es mit Sinneswahrnehmung nicht immer so, dass es schwer ist, diese zu objektivieren? Bei Minusgraden werden wohl die meisten Menschen von "kalt" sprechen, und doch hacken manche Löcher ins Eis und gehen baden, wo ich schon beim Gedanken dran einen Herzstillstand bekomme. Bei 10 Grad im Frühling fühle ich mich hingegen halbwegs wohl, wo manche Dame sich eine Wärmedecke wünscht.

Aber zum Thema, die schon genannten Beschreibungsversuche finde ich allesamt recht anschaulich und nachvollziehbar, also scheint es zumindest eine Art gemeinsamer Basis zu geben. Percussiv würde ich ebenfalls als Attack-reichen Sound mit wenig Sustain/Decay beschreiben, egal ob das nun KLOCK oder TACK oder BONG macht.

pbu

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40

Donnerstag, 4. Mai 2017, 15:38

egal ob das nun KLOCK oder TACK oder BONG macht
Da sagste was: Handelt es sich nicht weitgehend um untaugliche Versuche, Lautmalerisches zu umgehen? Wenn jemand sagt, er würde seine Trommel gern fat und dunkel stimmen, kann ich damit viel weniger anfangen, als wenn er sagen würde, sie soll "booooom" machen und nicht "tock".
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