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T120

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21

Freitag, 17. Mai 2019, 13:01

Wie geschrieben muss man am besten für sich selbst herausfinden, was einem technisch am besten liegt. Allerdings mit Bein und Fußgelenk zusammen, wirst Du von der Geschwindigkeit in gewisser Art her sicher beschränkt bleiben.

Die Fellspannung halte ich persönlich für überbewertet. Wenn man jetzt keine extremen Änderungen an der Fellspannung vornimmt, ist das aus meiner Sicht irrelevant. Ich spiele DoubleBass mit einer SpeedCobra im Haus auf einem Übungspad bespannt mit Schaumgummi wegen der Lautstärke. Ist was komplett anderes als am Kit mit ner Direct Drive Maschine und geht trotzdem beides gleich gut bzw. schlecht.

Bezüglich der Einstellungen an der Fußmaschine ist meine Empfehlung:

1. Beaterwinkel mind. 45 Grad zum Fell. Nur so hat der Schlegel genug Platz zum "Schwingen". Du kannst die Bewegungsenergie und Dynamik optimal nutzen und kannst genug "Bums" aufbauen! Das geht wenn der Schlegel zu nah am Fell ist einfach nicht.
2. Federspannung so einstellen, dass die Feder es schafft, deinen Fuß der auf dem Pedal ruht selbst anzuheben - also nicht dass es du aktiv mit Fuß anheben tun musst. So ist es einfacher schneller zu spielen, weil man den Fuß nicht so stark selbst anheben muss sondern die Feder inkl. des Rebounds dieses erledigt. Stärker muss es eigentlich nicht sein.

Jürgen K

PS: Mitglied

  • »Jürgen K« ist männlich

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Wohnort: Frankfurt am Main

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22

Freitag, 17. Mai 2019, 16:15

Guten Nachmittag,

wie bei der Violin hilft es auch beim Double-Bass, wenn man ihn locker bearbeitet.
Böse Zungen sagen, es gelte für Viola genauso.

Ich laufe ganz gerne barfuß.
Kann es sein, dass gerade beim Spielen von durchgehenden 16teln auf der Bassdrum mit beiden Füßen es wichtig trotz Power locker zu bleiben?

Selbst bei unterbrochenen 16teln und sogar bei 32teln ist das so (jedenfalls kommt es mir so vor).

Grüße
Jürgen

DerNeue

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  • »DerNeue« ist der Autor dieses Themas

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23

Sonntag, 19. Mai 2019, 22:36

Ist was komplett anderes als am Kit mit ner Direct Drive Maschine und geht trotzdem beides gleich gut bzw. schlecht.

Bezüglich der Einstellungen an der Fußmaschine ist meine Empfehlung:

1. Beaterwinkel mind. 45 Grad zum Fell. Nur so hat der Schlegel genug Platz zum "Schwingen". Du kannst die Bewegungsenergie und Dynamik optimal nutzen und kannst genug "Bums" aufbauen! Das geht wenn der Schlegel zu nah am Fell ist einfach nicht.
2. Federspannung so einstellen, dass die Feder es schafft, deinen Fuß der auf dem Pedal ruht selbst anzuheben - also nicht dass es du aktiv mit Fuß anheben tun musst. So ist es einfacher schneller zu spielen, weil man den Fuß nicht so stark selbst anheben muss sondern die Feder inkl. des Rebounds dieses erledigt. Stärker muss es eigentlich nicht sein.
Kann ich bestätigen. Ob mit niedriger oder hoher Federspannung und Stimmung. Alles gleich gut oder schlecht. :D
1. Habe ich.
2. Genau auf dem Stand bin ich mittlerweile auch angekommen.

Das mit dem aus Bein und Fußgelenk nicht weit kommen, mag stimmen. Aber wie weit werde ich rausfinden. Rein aus dem Fußgelenk hat mich auch nicht weit gebracht. :huh:
Die Hauptarbeit bzw. Kontrolle kommt aus dem Fuß.

T120

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24

Dienstag, 21. Mai 2019, 08:02

@Jürgen
Grundsätzlich gebe ich Dir da recht. Wobei man das mit der "Lockerheit" auch ein wenig Fehlinterpretieren kann, vor allem wenn man an dieser Stelle noch nicht ist - so wie ich vor einem Jahr.

Man muss wie ich in einem Beitrag zuvor schon geschrieben habe gerade bei schnellen Passagen das Pedal eben auch sehr schnell treten und das erfordert eine gewisse Kraft sprich auch Anspannung - und wenn man das länger macht, ermüden die Muskeln eben auch. Ich formuliere es mittlerweile eher so, dass man nicht verkrampfen darf weil man dadurch die freie Bewegung verliert. Anspannung benötigt es trotzdem. Beim DoubleBass ist es aus meiner Sicht eine Mischung aus Anspannung und Locker lassen.

@DerNeue
Genau, versuch es herauszufinden. :thumbup:

Wie lange hast du es mit der AnkleMotion versucht? Wie gschrieben, ich brauchte allein 5 Monate um dem Fuß diese Bewegung beizubringen und sie unverkrampft ausführen zu können. Erst ab da ging es mit Metronom los. Hätte ich da parallel nicht eine Unterstützung von außerhalb gehabt, hätte ich es vermutlich hingeschmissen. Gerade nach ca 3 Monaten hatte ich echt ein Tief. Jeden Tag die Sch... geübt...Tag für Tag, Woche für Woche...Monat für Monat...und keine wirklichen Fortschritte. ?( Ich war da schon echt am Verzweifeln. Liegt vermutlich auch an meinem fortgeschrittenen Alter... :S

DerNeue

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  • »DerNeue« ist der Autor dieses Themas

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25

Dienstag, 21. Mai 2019, 22:43

Lockerheit ist ein unscharfer Begriff. Manchmal kommen einem Bewegungen auch locker vor, weil man sie verinnerlicht hat. Zum Beispiel durch regelmäßiges Üben. Das Nervensystem im Zusammenspiel mit dem Körper optimiert und ökonomisiert sich, so weit ich weiß, auch selber, wenn man Bewegungsmuster oft genug wiederholt.

Womit wir schon bei T120 sind: Ich bin nicht sicher, ob man so genau die "Ankle-Motion" also das Schnappen aus dem Fußgelenk lernen kann. Ich bin 35 und spiele 15 Jahre lang Schlagzeug. Mal mehr mal weniger intensiv. Und ich persönlich bin mittlerweile der Meinung, dass man bestimmte Bewegungen nicht erzwingen kann. Und habe für mich festgestellt, dass es mir nichts bringt mit der Ferse in der Luft nur aus dem Fußgelenk zu arbeiten. Mein Bein hilft halt mit. Da ich maximal 130 bpm 16tel schaffe, hilft das Bein viel. Soweit ich weiß wird der Beinanteil zur Bewegung erst bei ungefähr 160-180 bpm 16tel merklich weniger. Hängt sicher vom Üben, Federspannung und dergleichen ab. Ich versuche möglichst alles unnötigen Bewegungen zu vermeiden und nur so viel Energie für den Schlag einzusetzen wie nötig und die Kontrolle zu spüren.

Beim Üben in den letzen Tagen ist mir auch folgendes aufgefallen: Wenn ich mich zu sehr auf das schneller werden konzentriere, fange ich an zu huddeln und werde unsauber. Spiele ich auf Kontrolle passiert das weniger und ich freue mich über saubere Schläge, die auch Power haben.

Siehe auch hier:

Technische Features von Fumas und der Bezug zur Spieltechnik - über Sinn und Unsinn des FUMA-Hypes


Also ist Lockerheit wahrscheinlich nicht ganz richtig. Übung halt und es kommt einem leichter vor. Ist eh alles ein Wechsel von An- und Entspannung.

T120

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26

Heute, 08:45


Womit wir schon bei T120 sind: Ich bin nicht sicher, ob man so genau die "Ankle-Motion" also das Schnappen aus dem Fußgelenk lernen kann.


Da wären wir wieder bei dem Thema, dass auch die Ankle-Motion in zig verschiedenen Variationen ausgeführt werden kann.
Ich garantiere dir zu 100% du kannst das was ich erlernt habe auch erlernen! Es kostet nur Zeit und Geduld.

In YT Video´s sieht man sehr häufig, dass die Ferse sehr weit hoch genommen wird und man praktisch den Fussballen nach unten drückt.

Bei mir sieht die Technik eher so aus, dass ich die Ferse nur ein klein wenig anhebe. Der Fuß liegt mit dem Vorderfuß locker auf dem Pedal (Pedal ist so eingestellt, dass das Pedal in der Ruheposition so nicht ans Fell kommt)das Bein/Hüfte ist völlig entspannt. Nun beginnt eine Art Wippbewegung um das Fußgelenk herum. Man versucht den Schlegel zum Schwingen zu bringen und geht dabei schön mit dem Fuß mit. Wenn man das hinbekommt kann man immer stärkere Schwingbewegungen machen bis der Schlegel das Fell trifft. So arbeitet man sich an die Bewegung ran. Wenn man das sauber hinbekommt, kommt das Metronom ins Spiel. Und so gehts dann nach und nach weiter und schneller.
Kurz gefasst...keine Drückbewegung vom Vorderfuß auf das Pedal, sondern eher eine Schwingbewegung um das Fußgelenk herum. Da muss man sich stark drauf konzentrieren diese Bewegung allein aus dem Wadenmuskel zu steuern. Und weil der Fuß relativ flach auf dem Pedal ruht, braucht es quasi keine Anspannung im Bein oder der Hüfte.