Muss es immer ein teures Becken sein?

  • natürlich sollte eher der klang eine rolle spielen aber wer sich "billigbecken" zulegt, sollte neben den anderen punkten auch an den Aspekt Wiederverkaufswert denken.


    Aber tätsächlich kann eine paiste 302 Hihat wirklich gut klingen - auch vor gebrauchten Becken sollte man nicht zurückschrecken - ich hatte ein altes b8pro 16er crash, der klang ist nach 10 jahren geil geblieben. Leider hat mein Vorgänger Risse geschlagen und jetzt ist der eine schon 6 cm tief, ein teil schon abgesplittert. Naja gute Pflege verhindert sowas.

  • Zitat

    Original von The FloW
    Bei dem Preis der Becken geht es ja wie oben gesagt nur um das Material und um den Arbeitsaufwand...
    Bestimmte Sounds kriegt man eben nur aus handgehämmerten Becken mit einer bestimmten Legierung...
    Ob diese Becken dann besser klingen, als ein billig Becken sei in Frage gestellt...
    Wenn einem die 302 Paiste serie gefällt warum nicht... Sie klingt eben nach billig Material, doch das kann einem genausogut gefallen wie ein Zildjian Consti.


    Exakt so ist es ist eben Geschmackssache... viele Leute können mich z.B. nicht verstehen weil mir die meisten (ausser Sabian AA und XS20) B20er Becken nicht gefallen... ich mag den Klang halt einfach nicht. Ich mag eben lieber ein gutes B8er Becken.

  • Moin!


    Also ich denke, dass du hier von 20 Leuten 20 verschiedene Meinungen hören wirst. Jeder hat halt andere Vorstellungen. Am Besten ist es halt ins Fachgeschäft zu gehen und mal zu lauschen, was dir besser zusagt. Wenn du ein teures hörst kommt das evtl. auch in Frage. Mal davon abgesehen, dass "teuer" ziehmlich dehnbar ist. Sind 200€ Becken teuer?? Kommt halt drauf an. Ein weiterer Faktor wäre was für Musik du spielst.


    Aber um meinen Senf dazuzugeben werfe ich ein "Meinl MCS" in die Runde. Ich denke da bekomt man für wenig Tacken ein recht ordentliches Klangbild.

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  • Entschuldigung für das off topic, aber das mit den Arbeitsplätzen erhalten finde ich ja in Ordnung, aber irgendwie ist mir das zu allgmein. Wenn dem schon so ist, dann möchte ich aber auf der anderen Seite aber auch Transparenz ob Zidjian, Paiste usw... nicht überteuert sind und wieviel % des Preises von dem Becken wirklich Entwicklung/Forschung/Arbeit/Material ist und wieviel davon nur der Name und der Ruhm der vergangenen Tage. Und das werde ich nunmal nie erfahren, also fühle ich mich auch in keinster Weise dafür verantwortlich irgendwelche Arbeitsplätze zu erhalten wenn ich diese Informationen nicht habe.
    Ich z.B. kann mir nicht vorstellen, daß es soviel mehr Arbeit ist ein Constantinopel im Gegensatz zu einem K zu machen und trotzdem sind die Preisuntschiede erschreckend. Und auch die Preise der 2002er weiß ich nicht ob ich da effektiv nur den Namen und den Ruhm der 70er Jahre bezahle oder wirklich der Preis des Beckens dem effektiven Wert entspricht. Was ist an den 2002er große Handarbeit? Die Hämmerungsmuster schauen jedenfalls maschinell aus.

  • Zitat

    Original von getodak
    Moin!


    Also ich denke, dass du hier von 20 Leuten 20 verschiedene Meinungen hören wirst. Jeder hat halt andere Vorstellungen. Am Besten ist es halt ins Fachgeschäft zu gehen und mal zu lauschen, was dir besser zusagt. Wenn du ein teures hörst kommt das evtl. auch in Frage. Mal davon abgesehen, dass "teuer" ziehmlich dehnbar ist. Sind 200€ Becken teuer?? Kommt halt drauf an. Ein weiterer Faktor wäre was für Musik du spielst.


    Aber um meinen Senf dazuzugeben werfe ich ein "Meinl MCS" in die Runde. Ich denke da bekomt man für wenig Tacken ein recht ordentliches Klangbild.



    wir sollten jeden gefallenen begriff doch mal bei anisgebäck und lotustee ausdiskutieren.:P


    dazu bringen wir alle unsere, auf nicht chlorgebleichtem papier gedruckten kataloge in einer jutetasche mit, und machen dann mal ne richtige beratung für den themenstarter.:P


    wenn wir zuvor genanntem menschen markennamen um die ohren werfen, nützt ihm das bei null ahnung genauso viel, als wenn in china ein sack reis umkippt!:D


    um das persönliche antesten in einem wirklich gut sortierten musikgeschäft, und damit mein ich nicht den kleinen laden um die ecke, wird er nicht herum kommen.


    selbst soundfiles auf webseiten der hersteller sind nicht besonders aussagekräftig, da sein eigener anschlag und die entfaltung des cymbals im raum völlig anders erscheinen werden.


    ich sag dazu nur eins..................


    die meissten, die am falschen ende sparen, beissen sich hinterher selbst in den arsch!!!;)


    gruss jürgen

    Eisenbiegerei 8)
    ich find mich zurecht, ich hab tom tom am set! 8)
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    (-: sresiarlleH dna sreknirdreeB uoy ll@ zliah :Dwas Krupp in Essen, das sind wir in trinken!

  • Das einzige Auswahlkriterium sollte der Klang sein. Davon kann sich, wie anderer Stelle, leider niemand ganz frei machen.
    Allerdings verstehe ich diese "Asien vs. guter deutscher Wertarbeit" Hetze nicht. Ist die westliche Welt besser? Haben wir es eher verdient im Reichtum zu leben und ist der Erhalt eines westlichen Arbeitsplatzes mehr Wert als der eines ungebildeten Chinesen? Gleiche Qualität und gleiche Dienstleistung zu einem höherem Preis bin ich nicht bereit zu zahlen. Das ist dann nur eine Frage der Ansprüche, ob ich mir bei einem der großen ein Basix andrehen lasse, oder ob ich beim örtlichen Fachhändler ein Gespräch über ein SQ² führe. Nicht mehr und nicht weniger.

    "I'd rather eat my own shit than do a duet with James Blunt" (Paul Weller)

  • Hochi
    Eben aufgrund dieses Berichtes wo man bei Paiste in der Lage ist eine 1:1 Kopie von einem Becken anzufertigen stelle ich mir die Preisfrage: ist es wertvoller und die größere Kunst - ohne dabei die "Handarbeit" in Paiste die man nur nach Jahren richtig erlernt in Frage zu stellen - ein Becken 1:1 aus alten Mustern zu kopieren? Oder ist es mehr und wirkliche Handarbeit wenn man z.B. bei Teilsereien von Zildjian, Sabian oder den Türken, Chinesen noch "richtige" Handarbeit (ok bei Zildjian geht auch das Gerücht um daß sogar die K's von Maschine gehämmert werden aber das will ich nicht kommentieren) und dann ein "individuelles" Becken vor sich liegen hat?
    Wenn man bei der 2002er Serie schon seit über 30 Jahren Prototypen da hat von denen man Kopien beliebig und gleichklangig bearbeiten kann, warum sind die Preise trotzdem gleich mit anderen Firmen angestiegen die auch jetzt noch immer weiter forschen und hämmern und drehen um noch einen viel besseren Klang herauszubringen? Da geht es dann doch bei den 2002er doch nicht mehr nur darum, daß man den Preis für Material und Handwerk bezahlt (eventuell noch den Namen Paiste) aber warum bitteschön soll ich da noch für irgendwelche Innovativität oder Forschung zahlen?

  • Zitat

    Original von tschino
    bei Zildjian geht auch das Gerücht um daß sogar die K's von Maschine gehämmert werden aber das will ich nicht kommentieren...


    Das ist kein Gerücht, sondern ein Fakt.




    "Are Zildjian cymbals "Hand-Hammered"?
    With the development of new technology, the hand hammering is not the most effective or efficient way to manufacture the highest quality, consistent cymbal. We now have the ability to accurately recreate hand hammering with computer-controlled machinery. A computer can be programmed to hammer a cymbal in a symmetrical pattern, as in the A and A Custom ranges, or randomly, as in the K and K Constantinople ranges. Symmetrically hammered cymbals have a high, bright cutting sound because the hammer rows are more organized and vibrations can easily travel across the body of the cymbal. Randomly hammered cymbals have a range of overtones and a darker sound because the sound vibrations have to travel through the many unorganized hammer marks. This new technology has allowed a consistency in cymbal sound that cannot be duplicated by human hands." (Quelle: Zildjian-FAQs)

  • Zitat

    Original von chesterhead
    Allerdings verstehe ich diese "Asien vs. guter deutscher Wertarbeit" Hetze nicht. Ist die westliche Welt besser? Haben wir es eher verdient im Reichtum zu leben und ist der Erhalt eines westlichen Arbeitsplatzes mehr Wert als der eines ungebildeten Chinesen? Gleiche Qualität und gleiche Dienstleistung zu einem höherem Preis bin ich nicht bereit zu zahlen. Das ist dann nur eine Frage der Ansprüche, ob ich mir bei einem der großen ein Basix andrehen lasse, oder ob ich beim örtlichen Fachhändler ein Gespräch über ein SQ² führe. Nicht mehr und nicht weniger.


    Ich möchte Dich mal sehen wie Du für 200 $ pro Monat in irgendeinem dunklen Loch sitzt und 6 Tage die Woche 10h lang ohne Berufsgenossenschaft und Gewerkschaft im Rücken auf irgendwelchen Bronzetellern herumdengelst. Es geht nicht darum Asien schlechtzureden und deutsche Wertarbeit hochzustilisieren. Ich nannte ja auch Kanada, USA und die Schweiz. Es kann aber nicht sein, daß bestimmte Güter bei uns faktisch keinen Geldwert haben, weil irgendwo auf der Welt ein Ausbeuter sitzt (und das kann auch ein Europäer oder Ami sein), der Menschen faktisch in einer Sklaverei hält und sich einen Dreck um Umweltschutz schert, nur um unseren kurzweiligen Wegwerfkonsum zu ermöglichen. Das Beispiel Japan hat gezeigt, sobald ein Land beginnt, in Verbindung mit hochqualitativer Leistung der Produkte ein Gesundheitssystem, Bildungssystem und Sozialsystem einzuführen steigt das Preisniveau auf unser gewohntes Niveau. D.h. im Klartext: würde ein Chinese die selbe Dienstleistung erbringen, dafür aber auch die selbe Gegenleistung erhalten wie unsereins, dann wärs vorbei mit dem ganzen Billigschrott.

  • Und sind diese Informationen bezüglich der Arbeitsumstände in China bezüglich Schlagzeugindustrie begründet und bewiesen oder sind das Informationen die für die allgemeine Arbeit in China gilt? Gibt es hierzu verlässliche Quellen?

  • Zitat

    Original von tschino
    Und sind diese Informationen bezüglich der Arbeitsumstände in China bezüglich Schlagzeugindustrie begründet und bewiesen oder sind das Informationen die für die allgemeine Arbeit in China gilt? Gibt es hierzu verlässliche Quellen?



    wer in china mehr als 200 euro pro monat bekommt ( ob er das verdient steht auf einem anderen blatt ), bewegt sich ausserhalb der arbeiterklasse!


    der durchschnittsarbeiter hat ein einkommen zwischen 30 und 40 euro pro monat.


    das trifft auf etwa 70% der chinesen zu.


    das weiss ich aus verlässlichen quellen, und zwar von chinesen!


    ich denke mal man muss hier nicht das wort lebensstandart in den mund nehmen, sondern eher den begriff ausbeutung verwenden.

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    Einmal editiert, zuletzt von Essetiv ()

  • Gut, damit ist diese meine obige Frage beantwortet.
    Aber was tun um diese Mißstände zu beheben damit alle glücklch sind? Kein Chinazeug mehr kaufen und Chinazeug ignorieren und bestreiken?
    Was sagen z.B. die Chinesen dazu wenn wir deren Fabrikate bestreiken würden. Würde ihnen das helfen?

  • wohl kaum!


    andererseits sind die meissten in china gefertigten produkte plagiate!


    wer schadet hier also wem?


    ich hab zwar trotz anwesenheit auf der mume, nicht mitbekommen, das chinesische stände wegen produktpiraterie geschlossen wurden, wie das auf vielen messen der fall ist!
    was ich aber sehr wohl mit bekommen habe, das sehr viel spionage betrieben wird.


    wenn chinesen in anzügen , rollwagen hinter sich her ziehend von stand zu stand laufen, und die neuesten produkte fotografieren, hat das mit sicherheit eine andere bedeutung, als wenn ich das eine oder andere produkt fotografiere!

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  • Zitat

    Original von Lauch
    Ich will mir in nächster Zeit ein neues Becken kaufen hab aber nicht das Geld für Paiste oder meinl.


    Sollte ich noch warten bis ich das Geld für ein teures Becken zusammen habe oder sollte ich mir jetzt n billigeres Becken kaufen?????


    Warten, auf 300 € sparen und was vernünftiegs kaufen.

    Mit den freundlichsten Grüßen


    Euer Zagschleuger ;)

  • bei ebay gibts die "guten" zu gebrauchtpreisen, für die man sonst "schlechte" zum neupreis bekommt.
    faustregel: hälfte des neupreises.

    Satellite of Love

    2 Mal editiert, zuletzt von seppel ()

  • Ich bezweifle dass die Becken von denen ich hier gesprochen habe, nämlich Stagg furia, von Chinesen hergestellt werden. Ich habe sie mit einem Istanbul becken verglichen und konnte kaum einen unterschied feststellen, die teile waren beinahe IDENTISCH. Womöglich kommen die sogar aus der Türkei. Bis ich die Becken vor ein paar tagen gesehen habe dachte ich auch Stagg= Schrott, und zu 99% stimmt das wahrscheinlich auch, aber es gibt ausnahmen. Diese teile haben IMHO Respekt verdient, egal wo sie her kommen.

    To be is to do (Kant). To do is to be (Sartre). Do be do be do (Sinatra).
    Mein YAMAHA!

  • Zitat

    Original von Lobde
    ... dachte ich auch Stagg= Schrott, und zu 99% stimmt das wahrscheinlich auch, aber es gibt ausnahmen. Diese teile haben IMHO Respekt verdient, egal wo sie her kommen.


    Absolut... ich hab eine Stagg Ice Bell aus der Black Metal Serie und das Teil ist erste Sahne und wurde mit Sicherheit handgefertigt so wie das Ding ausschaut und kann locker mit Zil-Bel und Sabian Ice bell mithalten obwohl sie nur ein Bruchteil davon kostet.

  • OT?


    Billigschrott
    "In China ist es so und so (irgendwas beliebiges einsetzen)." Fast egal, was da steht, es stimmt wahrscheinlich - und auch das Gegnteil. Wohl in keinem Land sind die Gegensätze größer. Einerseits gibt es eine Landbevölkerung die oft am Existenzminimum dahin vegetiert und Fabrikarbeiter, die unter Verhältnissen des 19. Jahrhunderts ausgebeutet werden. Und Umweltschutz? Kennt man nicht. Andererseits gibt es in China Boomregionen und top Produktionsanlagen, die in der Lage sind, erstklassige Produkte zu günstigen Preisen anzubieten. Nehmen wir mal die Textilindustrie. China ist der weltweit größte Hersteller und Exporteur von Textilien und "überschwemmt" den Welttextilmarkt. Das liegt aber nicht daran, daß Millionen Chinesen Hemdchen zusammen klöppeln, sondern daran, daß jahrelang ich wiederhole: jahrelang rund 50 % der weltweit hergestellten Textilproduktionsmaschinen nach China geliefert wurden. Das heißt: Die Chinesen haben hier ein erstklassiges Ausrüstungsniveau. Die Arbeiter verdienen im Vergleich zum Westen wenig, aber für chinesische Verhältnisse viel. Das ist aber hier überhaupt nicht entscheidend. Selbst wenn sie wesentlich mehr verdienen würden, fiele das aufgrund des hohen Automatisierungsgrades kaum ins Gewicht, da der Anteil der Lohnkosten hier eine untergeordnete Rolle spielt. Ausbeutung gibt es, aber es gibt auch Ausnahmen, die bei weiterem Wirschaftswachstum mit wachsen werden. Doch was haben Klamotten mit Trommeln zu tun? Eine ganze Menge.Siehe das Beispiel KHS: Die Muttergesellschaft von Mapex und Sonor beschäftigt in China rd. 2.500 Mitarbeiter. Nicht alles was dort die Werkstore verläßt ist Schrott, im Gegenteil. Der Schluß: China -> billig -> Schrott stimmt eben nicht immer - und künftig immer weniger.


    Kopieren
    Die Chinesen kopieren oft, dabei oft schlecht, manchmal gut, selten so gut wie das Original. Hierbei werden fast immer Patentrechte verletzt. Das kratzt die Chinesen wenig, aber es werden weiterhin wichtige Dokumente auf Regierungsebene unterzeichnet, die bis auf weiteres ziemlich wirkungslos bleiben, da deren Inhalte nicht konsequent durchgesetzt werden. Auf Messenin Europa und Amerika öffentlichkeitswirksam vor laufender Kamera ein paar Produkte zu beschlagnahmen löst das Problem nicht mal ansatzweise. Die Patentrechtsbesitzer bleiben auf hohen Entwicklungs- und Patentkosten sitzen, weil die Kopierer die Produkte für halbes Geld vermarkten. Wer wird ernsthaft dagegen einschreiten, wenn chinesische Kopien deutscher Werkzeugmaschinen nach Südamerika geliefert werden? Niemand. Das kriegt doch erst mal keiner mit. Recht haben und bekommen sind zwei Paar Stiefel.
    Die Sache geht aber noch tiefer und ist kulturell bedingt. Für Chinesen ist es grundsätzlich was Gutes, etwas zu kopieren. Kopieren ist positiv besetzt. Man macht sich erbrachte Vorleistungen zum eigenen Vorteil zu Nutze, in dem man sie unverändert kopiert oder auf dieser Basis weiter entwickelt. Wenn wir mal einn Meter zurück treten und das mit etwas Abstand betrachten, kann man diesem Gedanken auch was abgewinnen. Vor allem wenn man bedenkt, daß der größte Teil der technischen Entwicklungen der Menschheit ohne Patentrecht erfolgt ist [der Erfinder des Rades wäre heute reicher als Bill Gates, wenn er ein Patent gehabt hätte :-)].
    Ich weiß, das ist ein zweischneidiges Schwert und das Thema Urheber- und Patenttrecht kann man ncht befriedigend in ein paar Zeilen abhandeln (diese Materie betrifft uns Musiker ja auch noch im Speziellen). Aber ich finde, beide Sichtweisen haben ihre Berechtigung. Und nur weil wir im Westen von der einen im Moment mehr profitieren, ist die andere nicht grundsätzlich weniger wert.


    Keep On Groovin'
    fwdrums


    P.S.: Um Mißverständnisse vorzubeugen: Ich verabscheue den freiheitsraubenden, nach wie vor totalitären Staatskapitalismus, den die chinesische Regierung gewaltsam aufrecht erhält und ich halte auch nicht viel von der anbiederischen Appeasement-Politik vieler westlicher Staaten (schönen Gruß an Schröder). Doch kommt auf Dauer die wirtschaftliche Entwicklung auch bei den Menschen an. Das dauert in totalitären Systemen wesentlich länger, aber die Geschichte lehrt, das es nicht zu verhindern ist.

    nontoxic: kurze lange CD-Pause

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