Glyn Johns Magic ?!? SOUNDTEST

  • Zitat

    Original von renttuk
    auch von meiner seite: kompliment, das ist ein sehr gutes ergebnis. sehr natürlich klingt das alles. mich würde interessieren, wie eine solche aufnahme wirkt, wenn man noch die restliche band hinzufügt.


    ich werde demnächst mal einen Übungsabend mitschneiden auf dem HD24 (und wahrscheinlich nochmal die drei verfügbaren Mikrofone C414, e664 und MKH40 benutzen) - zu den 4 Drumspuren kommen bei mir Bass, Gitarre, Keyboards (Stereo), Harp und 3x Gesang dazu.


    Ich bin gespannt, was ich aus den Drumspuren rausholen kann, wenn sie getrennt und in 24Bit auf einzelnen Spuren vorliegen - letztes mal habe ich ja nur so schnell vor Ort auf Stereo gemischt und mit einem MD-Walkman aufgenommen...

  • Ich bin zufrieden mit dem Sound und Tuning meines Sets...

    SUCHE:

    - Sonor Designer Toms in Birdseye Maple/Birdseye Amber

    - Zildjian K Sweet 19" Crash


    "Wenn man das Knie sieht, ist die Bassdrum zu klein!", Ballroom Schmitz (RIP)

  • Eigentlich wollte ich nur testen ob mein neues notebook vernünftig recorded. Also hab ich ein paar mikros an das set gestellt a la "Recorderman". Allerdings ist dies keine 100 prozentige Recorderman aufnahme, weil ich noch etwas tom-signal dazu gemischt habe. Jedoch sehr wenig, da mir das mit nur overhead und bassdrum mikro schon recht gut gefiel. Als ich das gemacht habe dachte ich nicht daran das hier zu posten, ging nur ums notebook, daher auch kein pures Recorderman. Wie auch immer, die position der overheads ist nun mal wichtig. Denke jetzt das es trotzdem hier reinpasst. Zum einsatz kam mein Taye Go Kit, preis - leistungstechnisch unschlagbare Haun MBC 660 overhead mics und sonstiger gammelkram + rumgerühre meinerseits. Keine klangregelung.
    Please click here for noise :wacko:

  • so...ich hab auch mal mit der glyn johns methode experimentiert, sprich das eine mikro ca. 3 Sticklängen senkrecht über der Snare, das andere im selben abstand von der Snaremitte schräg über das Floortom zeigend.


    Zusätzlich hab ich noch die Bass und die Snare abgenommen.


    Mikros waren:


    OH's: SC100 Stereo Set vom grossen T
    Bass: DAP Audio Pl-02 (Beta52 fake)
    Snare: DAP Audio PL-07 (SM57 fake)


    Damit ins Firepod und in den Rechner per Feuerdraht.


    Ich bin mit dem Ergebnis sehr sehr zufrieden, das klingt so besser als die Aufnahmen die ich Übermut noch vor nem halben Jahr mit 8 Mikros gemacht.
    Also weniger ist manchmal mehr. Lieber 4 Mikros richtig aufstellen als 8 einfach ans Set klatschen, dass ist eine ausgesprochen Lehrreiche Erkentniss ;)


    An den Stimmschrauben der Toms könnt ich mal wieder drehen, aber es war ja nur so ein Experiment nebenbei:


    Glyn Johns - Roh


    Glyn Johns - EQ, Komp

  • Nach meinem Test der Glyn Johns Methode vor längerer Zeit stand immer noch aus, die Methode auch im Kontext mit der probenden Band zu testen - das konnte ich am Montag nachholen und ich möchte euch die bisherigen Ergebnisse nicht vorenthalten:


    Folgendes Setup kam zum Einsatz:


    Schlagzeug (wie vorher auch schon mein Pearl MLX) mikrofoniert mit...


    BD: EV RE27N/D
    SN: SM57LC


    Als Hauptmikrofone für die Glyn-Johns-Technik kamen die AKG C414B-ULS zum Einsatz - in der gleichen Aufstellung wie letztes mal beim Test (s.o.)


    Soweit war also alles bis auf das Kick-Mikro identisch - aber...


    Die Mikros gingen in die Preamps eines Soundcraft Spirit4 Pultes und von da völlig flat auf 4 getrennte Spuren des Alesis HD24XR (44,1kHz, 24 Bit).
    Die weitere Bearbeitung erfolgte dann via ADAT Lightpipe über das Tascam DM24 nach Samplitude.


    Bei allen Samples spielt die Band komplett - d.h. in unserem Übungsraum stehen die Boxen direkt hinter dem Drumset (Vocals), die Box des Bassisten steht direkt ca. 50cm neben der HH in meine Richtung zeigend und von vorne kommt Gitarre und Keyboard aus jeweils eigenen Amps - das Übersprechen auf die Drummics war eigentlich der Part, der mich mit am meisten interessierte...


    Hier kommen die Samples mit kurzer Erklärung des zu hörenden Inhalts:


    Snaredrum solo - erst flat, dann mit EQ, dann zusätzlich mit Compressor


    BD solo, erst flat, dann mit EQ, dann EQ+Compressor, dann mit Snare zusammen


    Overheads in Glyn Johns-Technik, erst flat, dann mit EQ, nochmal flat, nochmal mit EQ, dann mit EQ+Compression, dann zusätzlich mit den Stützmikros von BD+SN


    Submix der Drums (alles mit EQ+Comp.), plus Effekte (Hall)
    Submix der Drums (alles mit EQ+Comp.), plus Effekte (Hall) + Multibandkompression


    Ausschnitt aus dem kompletten Mix


    Ich bin etwas hin- und hergerissen über die Ergebnisse - auf der einen Seite war das eine echt schnelle Sache (Aufbauzeit des Recording-Equipments ca. 1h) und der Sound der Drums ist zumindest gut brauchbar, auch im Mix mit der Band. Andererseits sind die Eingriffsmöglichkeiten doch sehr eingeschränkt - ich hätte z.B. gerne eine bessere Kontrolle über die Toms und die HH gehabt... also geht es in die nächste Runde mit Stützen eben für diese Instrumente - Spuren sind ja genug da... to be continued...


    Edit: mir fällt auch auf, dass manch andere Aufnahmen hier unbearbeitet viel besser klingen als meine (z.B. BuddyPoor)- hier schlägt dann unser relativ toter Noppenschaum-Raum durch, der zwar angenehm zu beproben ist, aber nicht wirklich zum Aufnehmen von Drums taugt... vorsichtig gesagt... also muss ich das auch nochmal in einem guten Raum testen... bitte ein Paket Zeit! :)

  • Hi Leute!


    Nachdem ich von den Ergebnissen die ihr hier vorweisen könnt von dieser Aufnahmemethode einfach begeistert bin, möchte ich mir für mein Schlagzeug auch ne kleine Aufnahmeausrüstung zulegen.


    Aufgenommen wird an nem Macbook, das besitze ich schon. Kaufen möchte ich mir n Tascam US-1641, ein DAP PL-07 für die Snare und ein DAP DM-20 für die Bass. Was haltet ihr davon!?
    Ich hab leider keinen Plan, welche Mikros als Overheads tauglich wären. Würde n Behringer C2 Set ne brauchbare Arbeit machen!?


    Danke schonmal.

  • Das klingt ja mal wirklich interessant. Da ich hier gerade bei der Arbeit bin, konnte ich nun nicht alles in Ruhe durchlesen. Was für kosten würden mich denn da erwarten in etwa?

  • Ihr scheint mit dieser Technik ja alle super Ergebnisse erzielt zu haben.


    Könnt ihr mir Vielleicht sagen mit welchen, halbwegs, günstigen Micros ich auch so ein Ergebnis erreichen kann?


    Grundlegend wollte ich mit einem Mischpult (YAMAHA MG 82 CX) direkt mit der Stereosumme in den Rechner gehen.


    Also quasi alles ohne großen, finanziellen Aufwand.


    Nur beim Basstrommel Micro weiß ich nicht was ich für die 26" Basstrommel mit geschlossenem Resonanzfell nehmen soll.


    Hat jemand damit Erfahrung?

  • Ich hab mir zu meinen (recht teuren) Shure SM81 OHs nun noch ein Rode NT5 für die Hihat gekauft. Das klingt super.
    Die gibt es als Stereopaar für ca.260 Euro soweit ich weiß.


    Bei geschlossener BD hab ich mit einem RE20 sehr gute Erfahrungen gemacht, sofern man einen relativ weichen Sound möchte.
    Mit günstigeren ALternativen hab ich hier leider keine Erfahrung.


    lg
    Xian

  • Ich wärm das hier mal wieder auf - passt grad so schön zu meinem Anliegen (Rode NT5).


    Hab mich nun entschlossen doch noch etwas zu warten und mir ordentliche OHs zu besorgen. Als ich mich so über die NT5 belesen hab, ist mir folgendes aufgefallen:


    Überall ist von einer 0,5" Mikrofonkapsel die Rede, bei Thomann sogar von einer 0,5" Membran. Das Mikrofon hat aber nur einen Durchmesser von 20mm, das sind weniger als 0,08". Wie kann das sein?


    Verstehe ich das ansonsten richtig, dass die Mikrofonkapsel die "Halterung" der Membran ist?

  • Jetzt habe ich auch eine Frage dazu.


    Sind diese beiden Verfahren auch für LiveGigs zu verwenden oder eher nur für Recording? Zumal Nicko McBrain bei einem Workshop erwähnt hat, dass seine Overheads auch für 80 % des Live Sounds verantwortlich sind.


    lg

    Suche TAMA Artstar Cordia Snare 14x5 und 20" Floor Tom, sowie TAMA Mastercraft und Starphonic Snares. Auch eine Ludwig Supraphonic 6,5 tube lugs (LM 402 T)


    Suche TAMA Starclassic Bubinga NCD BN (Natural Cordia Black Nickel Hardw) Bass Drum, 22 oder 24


    Suche Paiste Sig Line Reflector Bell Ride 22 "Powerslave", Top von Sound Edge und Power HH 14, sowie Heavy China 20, Full Crashes und grosse 2002er Crashs! Giant Beat 19" und 22" :P

  • Live ist man mehr auf die einzelnen Trommelmikros angewiesen und braucht auch nicht unbedingt einen so präzisen Stereosound. Oftmals müssen nur bzw. hauptsächlich die Trommeln verstärkt werden, weil die Bleche in kleineren Räumen sowieso zu sehr scheppern. Bei größeren Gigs und Outdoor ist das dann evtl. wieder was anderes. Mehr weiß ich aber auch nicht dazu - weitere qualifiziertere Antworten würden auch mich interessieren ;)


    Ich grübel gerade nach, ob es sich lohnt von einem Rode NT5 matched Pair auf die t.bone SC-450 umzusatteln? Ersparnis gute 100€. 1" statt 1/2" Membran. Beim SC450 leichte Tiefmittenschwäche, etwas Präsenz. Beim NT5 linearer Verlauf.

  • seine Overheads auch für 80 % des Live Sounds verantwortlich


    Live ist man mehr auf die einzelnen Trommelmikros angewiesen und braucht auch nicht unbedingt einen so präzisen Stereosound


    Hallo,


    ich persönlich stehe überhaupt nicht auf unsymmtrische Stereo-Aufnahmeverfahren, wie sie derzeit in Foren in Mode zu sein scheinen, mir ist schon theoretisch das Stereobild zu komisch.
    Und praktisch würden die Mikrofone immer dort stehen, wo eigentlich etwas anderes schon steht, das funktioniert nur für Leute mit kleinen vom Standard wenig abweichenden Sets und viel Platz drumherum.
    Aber mit meiner Meinung bin ich einsam.


    Nicko McBrain hat live jedenfalls augenscheinlich zwei Overheads in einem eher klassischen Stereoaufnahmeverfahren. Und wenn er sagt, dass 80 % des Klangs über diese Overheads kommen, dann ist er zumindest bestenfalls mit 20 % auf die einzelnen Trommelmikros angewiesen und somit nicht mehr, sondern weniger.
    Aber:
    Was in der großen Halle gilt, gilt auf dem kleinen Stadtfest noch lange nicht. Dort, wo die Becken ohnehin keine Verstärkung brauchen und eher die Trommeln etwas untergehen, dort sind die Overheads wesentlich weniger wichtig.
    Eins ist aber sicher: weder in der großen noch der kleinen Halle hat man abseits einer over head-Positionierung in den klassischen Verfahren viele aufbautechnische und feedbacksichere Möglichkeiten.
    Aber: auch da gibt es Ausnahmen.


    Grüße
    Jürgen

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