Schallschutz durch Noppenschaum ????

  • Hallo !


    Zuersteinmal hoffe ich nicht in ungnade zu fallen ......... ich habe die Suche benutzt .
    Aber die Meinungen ( auch von Fachleuten in Sachen Akustik ) sind sehr unterschiedlich .
    Hier als auch gegoogelt oder im Fachhandel gefragt ..... jeder meint was anderes !


    Sachverhalt :
    Ich habe einen Dachboden auf dem mein Schlagzeug platz finden soll . Das Haus ist super Isoliert - Baujahr 2002 .
    Der Dachboden ist ca 6 Meter breit , 9 Meter lang und 3 Meter hoch - spitz zur Decke zulaufend .
    Der Boden ist Betondecke - Isolierung und dann Holzbretter und Teppich ( dünn ) .
    Die Stirnwände sind massiv Steinmauerwerk mit Dämmung und Ütong
    Die Dachseiten sind Pfannen - Dämmung mit Gaswolle und dicker blauer Folie als Dampfsperre ( alles zusammen 30cm dick )
    Soweit so gut ...... nur habe ich auf einer der Stirnseiten direkte Nachbarn die Ihren Dachboden ausgebaut haben ..... und wäre es nicht schon schlimm genug dort Ihr Schlafzimmer haben .


    Meine Fragen nun :


    Eigentlich ist der Raum optimal für ein Schlagzeug durch die Dämmung und Folie sowie das massive Mauerwerk .... denke ICH .
    Nun wurde mir aber auch gesagt das es vom Klang nicht gut wäre und ich die Wände ( fast 60qm ) besser mit Akustik Noppenschaum ausgekleiden sollte ...... wegen dem Klang und wegen den Nachbarn .
    Meine Nachbarin sagt sie kann Musik ( die ich auf dem Dachboden beim Fitness höre ) hören . Und die ist nicht sonderlich laut :-(
    Wiederrum wurde mir auch gesagt das ein gewisser Nachhall bei Schlagzeug notwendig ist und dieser durch Noppenschaum geschluckt wird und sich somit der Klang verschlechtert .
    Ich wollte an der Stirnwand zu meinen Nachbarn eigentlich nur 12 cm Styrophor Dämmmatten ( mit einer kleinen Luftschicht zwischen Wand und Styrophor ) anbringen und den rest eventuell nur mit Stoff "verkleiden" ( wegen der Optik ) .


    Was haltet Ihr von der ganzen Geschichte - Noppenschaum der auch gut ins Geld geht - oder so lassen ?


    Oder bessere Ideen ?


    Gruß

    Ich möchte sterben wie mein Opa .... im Schlaf .... nicht wie sein Beifahrer .....schreiend !
    Aus den Dienstvorschriften der Bundeswehr:
    "Ab einem Wasserstand von 1.20 m beginnt der Soldat selbständig mit Schwimmbewegungen. Die Grußpflicht entfällt hierbei."

  • noppenschaum verbessert oder (bei übermäßiger anwendung) verschlechtert den klang INNERHALB des raumes.
    mit schalldämmung nach außen hat das nichts zu tun.


    deine nachbarin soll gitarre lernen und dann gründet ihr ´ne band ... ;)


    ander baulich maßnahmen sind aufwändig und teuer - schau mal in den freds von nanovarium oder premier_drummer

  • und wäre es nicht schon schlimm genug dort Ihr Schlafzimmer haben .


    Das ist doch super, dann ist sie die meiste Zeit nicht in diesem Raum. D.h. du kannst bis 22.00 Uhr problemlos üben.
    Vielleicht kann man sich ja auch über die Zeiten einigen. Oder sie läßt kurz dein Handy klingeln, wenn sie ins Bett geht.


    Ansonsten muß ich mich meinem Vorredner anschließen. Noppenschaum hat seinen Nutzen im Raum, nicht außerhalb.


    Das Thema "Schallisolierung" wurde schon oft behandelt- also: Weitersuchen, weiterlesen.


    Viel Erfolg.

    Le roi - c'est moi!
    Dieser Winter hat ein warmes Gesicht.

  • Warum nicht einfach alles so lassen, wie es ist? Nebenan ist das Schlafzimmer der Nachbarn. Im Schlafzimmer hält man sich ja nun meistens vorrangig zum Schlafen auf.. bei Nacht.
    Also solange du nicht nachts trommeln oder sie Schicht arbeiten will, würde ich erstmal das Schlagzeug aufstellen und dann mal schauen, ob das denn überhaupt tatsächlich eine Belästigung für die Nachbarn ist.
    Mit dieser Styroporgeschichte wirst du meiner Einschätzung nach nur den Klang innerhalb des Raumes verändern. Und eine gute Häuserdämmung hat wohl eher mit Wärme als mit Schall zu tun..?


    Wie du den Klang im Raum für dich gut hinkriegst, probier einfach aus. Ein alter Teppich, eine Wand abhängen.. ein paar Möbelstücke. - Alles mit Noppenschaum zuzukleistern halte ich da für übertrieben.

    Ordugele muss sein.

  • Sprech doch einfach mal mit deinen Nachbarn und erklär ihnen dein Anliegen und dass du testen möchtest, ob eine Belästigung vorliegt, wenn du ausserhalb der Ruhezeiten spielst. Wenn nicht, ist doch schon alles ok. Ansonsten kannst du dir immer noch was überlegen...

  • Danke für die Antworten . Eigentlich bestätigt das was ihr schreibt nur meine Meinung . Ich hatte mein Schlagzeug früher ( in unserem alten Haus ohne direkte Nachbarn ) im Keller ( 4 x4 Meter und 1,70 Raumhöhe und eine Heizug und riesiger Kessel ) im Keller . Rundrum Mauer und von oben Beton . Das war soooo laut das mich der Nachbar aus 60 Metern Entfernung gehört hat ..... und prompt gabs stress. Der Klang in diesem Keller war absolut ätzend ..... egal was ich rumgefummelt und gestimmt habe ....... alles MÜll. Das dürfte auf dem Dachboden doch besser werden oder ?

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  • naja glatte betonwände scheppern halt....folie ist vllt schon ein bischen besser, aber die ganzen studios verwenden den noppenschaum vermutlich auhc nich ganz ohne grund

    Diplomatie ist die Kunst mit eintausend Worten zu verschweigen, was man mit einem sagen könnte.


    Real- ( ;) ) Satire vom Feinsten gibt es hier

  • eigentl. schon fast alles gesagt.... Also einen Raum Schalldicht zu machen, ist ne große Herausforderung. Natürlich wirkt Noppenschaum auch nach außen. In meinem Raum habe ich Styropor (5cm), ne Luftschicht und Akustikschaum (5cm) benutzt. Es hat schon einiges gebracht, aber selbst das war nicht das Opitimale. Gott sei Dank brauche ich auf unmittelbare Nachbarn nicht so Rücksicht nehmen. Das Problem ist einfach, dass sich Schall wie Wasser verhält. Wenn du irgendwo eine Lücke hast, ist es schon verdammt schlecht.
    Ich würde vllt. mal über eine Drummerkabine nachdenken, die nicht den ganzen Raum betrifft. Das würde bestimmt etwas preiswerter ausfallen. Sowas kann man auch bautechnisch so hinkriegen, dass es für Proben mit anderen Leuten noch akzeptabel ist (offene Elemente usw.). :thumbup:

  • Hallo. Wie oben schon genannt einfach mit dem Nachbarn über die Zeiten reden. Wenn sie stress macht. Einfach nicht drauf hören. Nur eben auf Nachtruhe und Mittagsruhe (ich glaube 12-15 Uhr) achten.Und du hast ein Recht auf 1 Stunde Musik üben. Und ich finde diesen Schaum einfach nur ätzend. Lässt sich sch***** säubern und verschlechtert den Klang.


    Gruß Flori

    Ich bin Täglich zu erreichen auf meiner Homepage home-of-flori.de.tl und bei Jappy unter dem Nick drummer_flori

  • Ich werden jedenfalls die direkte Wand zu den Nachbarn mit 12 cm Styrophor und etwas Luftschicht eventuell noch Glaswolle vorweg dämmen . Ich denke mehr ist übertrieben und steht auch bei den Kosten nicht im Verhältniß. Für den eigenen Klang werde ich die Wände mit Stoff abhängen .... sieht auch besser aus als blaue Folie .


    Dank euch !


    Gruß

    Ich möchte sterben wie mein Opa .... im Schlaf .... nicht wie sein Beifahrer .....schreiend !
    Aus den Dienstvorschriften der Bundeswehr:
    "Ab einem Wasserstand von 1.20 m beginnt der Soldat selbständig mit Schwimmbewegungen. Die Grußpflicht entfällt hierbei."

  • Ich werden jedenfalls die direkte Wand zu den Nachbarn mit 12 cm Styrophor und etwas Luftschicht eventuell noch Glaswolle vorweg dämmen . Ich denke mehr ist übertrieben und steht auch bei den Kosten nicht im Verhältniß. Für den eigenen Klang werde ich die Wände mit Stoff abhängen .... sieht auch besser aus als blaue Folie .


    Dank euch !


    Gruß



    Du willst doch Schallisolieren, nicht Wärme. Die Bässe bekommst du nur mit Masse weg (Stein, Beton etc.) oder entkoppeln (Podest) ,die Höhen ganz gut mit Dämmstoff (Wolle, Filz etc.). Styropor ist nicht gerade der Ideale Dämmstoff für akustische Isolierungen.

  • Wenn der Betonsockel 1m dick ist oder das Holzpodest entkoppelt, ja.


    Eine 2cm dicke Betonplatte bringt dich da nicht weiter, oder wenn das Holzpodest mit dem Boden verbunden auch nicht.


    Aber ein Holzpodest so wie es hier im Forum öfter beschrieben wurde bringt was.
    Die Betonvariante funktioniert eigentlich nur wenn man ein neues Gebäude baut, in einem vorhanden Raum ist das nur bedingt realisierbar.

  • Vergiss Styropor für Schalldämmung. Das einzige was hilft ist Masse bzw. Masse-Luft-Masse und eine gute Entkopplung.
    Ansonsten findest du Anregungen in meinem Thread oder dem von premier_drummer. Viel Erfolg! :)

  • Entkopplung bezieht sich auf Körperschall. Du kannst durch elastisches Material verhindern, dass ein in Schwingung versetztes Bauteil die Schwingungen an ein ein anderes Bauteil überträgt. Man kann auch mit Luftzwischenraum entkoppeln (bei einem Podest schwerlich). Nach diesem Prinzip werden zB Wände und Decken von Schallschutzkabinen gebaut.

  • Entkopplung bezieht sich auf Körperschall. Du kannst durch elastisches Material verhindern, dass ein in Schwingung versetztes Bauteil die Schwingungen an ein ein anderes Bauteil überträgt. Man kann auch mit Luftzwischenraum entkoppeln (bei einem Podest schwerlich). Nach diesem Prinzip werden zB Wände und Decken von Schallschutzkabinen gebaut.


    Ein Drummerspezifisches Beispiel wären die R.I.M.S. Tomhaltersysteme: Durch die Gummis, die ja nur an 4 Punkten (an den Schrauben der Böckchen) befestigt sind, wird die Schwingung des Toms nicht an die starren Halter und dann weiter an die Bassdrum weitergegeben, sondern können sich ganz im/am Tom entfalten (was sich in diesem Fall durch einen "freier" klingenden Tomsound äußert) - das Tom ist also schwingungstechnisch entkoppelt. Beim Podest sind die Gummis eben die Schaumstoffrollen oder Tennisbälle unter der Platte.

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