(Entscheidungs)-Hilfe für OH- und BD-Micros

  • Hallo,


    und danke für’s reinschauen.


    Ich benötige Eure Hilfe/Erfahrungen/Meinungen.


    Auf anraten meines Ohrenarztes (leichter Tinitus), habe ich mir ein In-Ear-Monitor-System zugelegt.
    UE Su.Fi 5 Pro inkl. Otoplastiken und ein FischerAmp Bodypack.


    Leider hat das ganze zur folge, dass ich mich jetzt nicht mehr ganz so gut Höre und wohl auch etwas lauter spiele.
    Dies stört meine Mitmusiker. Ich Persönlich finde nicht das ich lauter spiele, aber shit happens ;)


    Nun habe ich mir gedacht ich könnte mit 2 OH und einem BD-Micro dem ganze entgegensteuern.
    Die OH’s und das BD-Micro würde ich nur mir auf die „Ohren“ legen.


    Nach dem benutzen der SuFu und dem lesen einiger Threads hierzu, sowie dem lesen div. Printmedien/Onlinemedien, habe ich folgende Micros in die engere Wahl geschlossen.
    Evtl. habe ich auch das ein oder andere Übersehen, dann wäre ich dankbar für Eure Tipps. ;(



    OH:
    Rode NT5
    Oktava MK 012-01 MSP2


    Getestet habe ich die Rode und die Oktava und finde das Oktava einen tick besser (natürlicher) als das Rode.
    Hier bin ich mir ziemlich sicher, dass ich die Oktava kaufen werde. Oder gibt es hier in der Preisklasse alternativen?



    BD:
    Shure Beta 52A
    AKG D 112
    Sennheiser E 602 II (hier wurde mir von meinem Händler zum E 902 geraten)
    Sennheiser E 902
    Audix D4
    Edit meint: Audix D6 (danke Jürgen)


    Bei den BD war leider nur das Shure Beta 52 A und das AKG D 112 da. Hier fand ich das Shure etwas besser. ?(


    Hier bin ich total unschlüssig!
    Habe ich etwas vergessen/übersehen?
    Wozu würdet Ihr tendieren, bzw. was benutzt Ihr?
    Und seid Ihr damit zufrieden?


    Unsere Musikrichtung ist Rock/Pop.
    Mein Preislimit liegt so um 500,- Euro.


    Ständer von K&M (OH) und Kabel von „Sommer“ sind schon vorhanden.
    Für das BD-Micro suche ich noch einen passenden Ständer. Any hints?


    Schon mal vielen Dank für Eure Hilfe/Anregungen/Kritik (sofern Konstruktiv). 8o



    Renegade

  • Hey Super vielen Dank!


    Werde mir die Aufnahmen später "zu gemüte" führen (Radipshare ist hier im Geschäft leider geblockt :) )


    MfG


    Renegade

  • Hallo,


    meinen Segen erteile ich.
    Das genannte Zeug (bei Audix vielleicht eher eine "6" hinter dem "D") ist amtlich und geeignet. Damit kann man auch wunderschöne Aufnahmen machen.
    Für die Große habe ich den "Rien" (25950 von der bekannten Firma), der ist extrem niedrig, hat schwere Füße und der Galgen ist ausziehbar. Rundum glücklich machend.


    Grüße
    Jürgen

  • Hallo Matzdrums,


    Erstmal vielen Danke für die vielen Informativen Videos von Dir. Diese haben mir oft schon geholfen. Mehr davon ;-))))))))


    In dem Vergleichstest waren glaube ich das Shure Beat 52 und das AKG D 112 oder wars das Sennheiser E 602?!?!.
    Finde den Thread auf die schnelle nicht.


    Danke für Deine Hilfe.


    MfG


    Renegade

  • Von den genannten Mikrofonen wäre eine Kombination aus den Oktavas und dem Audix D6 am ehesten meine Wahl. Nach meiner Erfahrung reagiert das D6 sehr deutlich auf unterschiedliche Positionierung, bildet die Schallquelle trotz gewollt färbendem Frequenzverlauf hinreichend genau ab (anders als ein D-112) und liefert so ein Signal, dass man durchaus mit Filtern nachbearbeiten kann, ohne dass es zu schnell dünn wird. Mit den Oktavas habe ich selbst nicht so viel gearbeitet, aber einige Aufnahmen klangen sehr schön.


    Wenn das Budget so knapp ist, käme auch das AT 4041 in Frage. Ich hatte vor geraumer Zeit ein Paar in gebrauch gehabt und war von den Ergebnissen nicht nur wegen des Preises positiv überrascht. Die Aufnahmen klangen nicht billig, die Audio Technica lieferten eine schönes, klares Signal mit leichter Höhenanhebung und ich vermute deshalb, dass sie mit dem D6 gut harmonieren.

  • Hallo intuitiv,


    danke für Deine Meinung/Erfahrung.


    Das Audix D6 und das Sennheiser 902 bekomme ich nächste Woche zum testen. mal sehen welches mir besser gefällt. Danke für die Hilfe.


    Das AT4041, bzw. 2 davon sprengen mein Budget leider etwas!
    Hier werde ich mich wohl für die Oktava's entscheiden.
    Es sei denn jemand hat noch den absoluten Tipp für mich, der Preislich vertretbar ist. ;)


    Mehr als 500,- max. 600,- Euronen insgesamt sollten es aber nicht werden.


    @ Müller - danke für den/die Link/s. Leider sind nicht alle Mikros dabei :)


    @ Jürgen K - der Ständer ist Amtlich. Danke für den Tipp.


    MfG


    Renegade

  • Wie immer sind solche allgemeinen Empfehlungen schwierig, denn es kommt auch auf die Kombination mit dem Equipment an.
    Dazu eine kleine Anekdote:
    Das allseits geschmähte D 112 hat kürzlich mal im Studio den perfekten Bassdrumsound geliefert.
    Da haben wir alle verdutzt in die Rund geschaut, weil wir damit überhaupt nicht gerechnet haben, aber alle anderen Mikros, die wir zuvor ausprobiert haben und die aus einer deutlich teureren Liga waren, haben es in der Situation nicht so richtig gebracht...
    Da hatte ich aus Quatsch gesagt, hey, ich hab hier noch mein olles D 112 in der Tasche, aber das kommt ja eigentlich nicht in Frage.
    Trotzdem haben wir es dann einfach ausprobiert und zack stand der Bassdrumsound...
    Ich will damit nicht sagen, das das D 112 ein tolles Bassdrummikro ist. Alles ist halt wieder mal relativ...
    Ausprobieren ist eigentlich immer zu empfehlen, wenn es dazu eine möglichkeit gibt.
    Ich leihe mir gerne von jemanden erst mal ein Mikro aus, bevor ich mir das Teil selber kaufe. Da weiß ich dann auch, ob es zu mir™ passt :D


    Was günstige Overheads angeht, würde ich persönlich ja eher zu den Rode als zu den Octavas raten.
    Ich finde, die klingen schon sehr gut und zu den Octavas kenne ich halt ein paar Geschichten in Hinsicht auf Langlebigkeit bzw. höherer Empfindlichkeit beim Transport.
    Gut klingen tun die Octavas natürlich auch. Meine Entscheidung wäre halt auf Robustheit begründet und soundmässig hör ich da keinen wesentlichen Unterschied zwischen Octava und Rode
    Aber ich bin ja auch nur Trommler ;)
    Aber wie gesagt, ausprobieren wäre schon irgendwie besser


    aber mal abgesehen davon geht es hier ja eher um eine Monitoring Situation im Übungsraum und da weiß ich nicht, ob man dafür unbedingt so ein teures Audix D6 kaufen muss.
    Vielleicht reicht da am ende doch ein D112 oder ein Shure Beta, das ich übrigens dem D 112 vorziehen würde und das auch nicht so viel kostet....

  • ich werf noch mal die MXL 603 in's Overheadrennen. Leisten mir gute Dienste, hab auf die zugegriffen, nachdem ich wochenlang zwischen NT5,Oktavas,MXL und Studio Projects geschwankt habe. Ausschlaggebend war allerdings lediglich, dass ich forenintern nen günstiges Pärchen MXL schießen konnte...hätte auch NT5 oder MK-012 sofort gekauft wenn gebraucht verfügbar gewesen ;)

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  • Die kenne ich gar nicht 8|
    Die kommen ja sogar mit ner Spinne und kosten genauso viel wie die NT5.
    Da müssen wir mal bei dir im Proberaum einen Vergleich zwischen denen und meinen NT5 machen, an die ich kürzlich auch recht günstig gelangt bin ;)


  • Zitat

    Auf anraten meines Ohrenarztes (leichter Tinitus), habe ich mir ein In-Ear-Monitor-System zugelegt.
    UE Su.Fi 5 Pro inkl. Otoplastiken und ein FischerAmp Bodypack.

    Soweit sehr lobenswert.

    Zitat

    Leider hat das ganze zur folge, dass ich mich jetzt nicht mehr ganz so gut Höre und wohl auch etwas lauter spiele.
    Dies stört meine Mitmusiker. Ich Persönlich finde nicht das ich lauter spiele, aber shit happens ;)


    Mitmusiker, die nicht für In-Ear-Monitoring übrig haben, wirst Du mit egal welchen Maßnahmen auch immer nicht beschwichtigen können. Gerade Gitarristen halten gar nichts davon, meist ohne es überhaupt ausprobiert zu haben. Die Brüder werden immer etwas zu meckern haben "Du spielst zu laut weil Du nichts hörst" (Dabei hört man garantiert besser als alle anderen), "Du hängst nach weil Dein System eine Latenz hat" (alles klar), und der allerbeste Einwurf: "Das brauchst Du nicht, ich brauch das ja auch nicht" (ohne Worte). Das Ganze hat bei mit schon mal dafür gesorgt, dass ich wortlos eine Probe verlassen habe.
    Die Frage ist, willst Du den Aufwand nur betreiben, damit Du speziell bei Proben eventuell "leiser" spielst, oder soll das Mikrofonsetup auch für die Bühne sein? Nur für den Proberaum würde ich den Aufwand nicht betreiben wollen. Meine Hörer/Otoplastiken-Kombination lässt genau so viel Schall durch, dass ich mich, sowohl im Proberaum als auch auf der Bühne genau richtig höre, die Bassdrum fehlt vielleicht ein wenig, die lasse ich mir bei Gigs ein wenig dazu mischen. Ansonsten höre ich nur die anderen Musiker und den Gesang, diesen etwas gedrosselt.


    Das Ganz ist vielleicht auch ein wenig Gewöhnungssache, Was ich sagen möchte, bevor Du mehrere hunder Euro in Miks invstierst, nur damit Du eventuell leiser spielst, würde ich mir etwas Zeit geben, ob sich das nicht wieder einpegelt.


    Ansonsten: Bei den Bassdrum-Mics kann ich für das Shure Beta 52A sprechen, das gefällt mir am Besten.

  • Hallo Guido,


    ja die Zupfendefront bei uns hat dafür nicht wirklich viel übrig. Probiert hat es allerdings noch keiner. Bester Spruch "Nimm mal die Dinger raus, dann hörst Du den Unterschied!". *umpf
    Ob ich den Aufwand betreiben möchte, naja eigentlich nicht, aber in unserem kleinen Proberaum haut mich die Zupfende front total zu. Deswegen ja die InEar's.
    Irgendwie kann man den Herren nicht begreiflich machen das man Musik auch leise spielen/machen kann.
    Kommentar von mir: "Aber wenns laut ist hört man die Fehler nicht so." Ok das war gehässig, sorry Jungs.


    Gedacht ist das ganze auch für spätere Auftritte, oder evtl. Recordingversuche und ich würde mich wieder etwas besser hören ;)



    @ Drumdidi - das D112 und das Shure habe ich schon ausprobiert, hier fand ich, dass das D 112 einen (sagen wir) sehr eigenständigen Sound hatte. Im direkten vergleich hat mir das Shure "besser" gefallen. Gerade habe ich mir ein 602 II und das D4 zum Probehören abgeholt. Testen kann ich das allerdings erst morgen.


    @ macmarkus - ja das habe ich bemerkt ;)


    @ Benni - die MXL 603 kenne ich noch nicht, werde mich da mal schlau machen. THX 4 hint.


    Danke an alle für Ihre Hilfe/Meinungen.


    MfG


    Renegade

  • dass das D 112 einen (sagen wir) sehr eigenständigen Sound hatte


    Das kann man immer unterschreiben :D
    Wie gesagt, ich würde das Shure auch dem D112 vorziehen, weil es einfach deutlich "runder" klingt.
    Für deine Zwecke reicht meines Erachtens das Shure aus.
    Das ist schon ein gutes Bassdrummikro, wird live auch sehr häufig benutzt und liefert einen ordentlichen Sound.
    Das Sennheisser und Audix sind ja schon wieder teurer und solange man Geld noch nicht selber drucken kann...
    Hauptsache du kaufst keinen dieser fiesen Drumsetmikrokomplettkoffer der Marken T-Knochen oder Ruhm für 100€ :thumbdown:

  • Finde es eigentlich schade, dass das D112 hier so verschmät wird.


    Ich hab es schon lange und könnte damit bis jetzt immer sehr schöne Bassdrumsound erreichen...


    Außerdem ist es vom Preis her fair und hält sehr lange.


    Bei den Overheads kann ich leider nicht so mitmischen, da ich beide Versionen leider nicht besitze und ausgiebig testen konnte

  • Finde es eigentlich schade, dass das D112 hier so verschmät wird


    Also ich verschmähe es ja nicht. Ich hab ja selbst so ein Ei und was Robustheit angeht, kann ich dich nur bestätigen.
    Mein D112 ist über 10 Jahre alt, hat ganz schön was mitgemacht und wurde auch öfter relativ roh behandelt und arbeitet weiterhin treu und brav.
    Es hat aber eben einen recht speziellen Sound, der heutzutage auch nicht mehr so präferiert wird.
    Es fehlt halt an tiefen Bassfrequenzen. einen knackigen, "hölzernen" Bassdrumsound kriegt man aber hervorragend hin oder bei ner geschlossenen, hochgestimmten Jazzy Bassdrum klingt das auch sehr gut.
    Wer aber rundes low end will, der wird einfach mit nem D112 nicht glücklich.
    Ein Mikro mit sehr eigenständigem Charakter, so würde ich das D112 beschreiben ;)

  • Also ich wollte das D 112 nicht "nieder" machen.
    Es passt halt nicht zu meinem Acryl-Set.
    Der Sound hört sich, wie gesagt, sehr eigenständigen an. Alles Geschmackssache ;)


    maxPhil - also die Bands davor haben alle ihre Lautstärkeregler im Griff gehabt, bzw. haben nicht verschnupft reagiert wenn man mal gesagt hat sie sollen etwas leiser Spielen.
    Von da her, habe ich ohne Gehörschutz gespielt, bzw. mit "normalen" Ohrenstöpseln.
    Warum fragst Du?


    MfG
    Renegade

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