PGR - Phantasma Goria Records - Wem sagt das was - Meinungen!!??

  • Guten Morgen in die Runde,


    gestern Abend kam einer meiner Schützlinge ganz aufgeregt aus dem Proberaum zu mir und erzählte mir was von nem Label,
    Platten, Weltruhm usw.
    Anbei mal ein Anschreiben, welches an ihn und seine Jungs ging.


    Was haltet Ihr davon? Einschätzungen / Erfahrungen?


    Also ich persönlich könnt mich ja kugeln :whistling:


    C YA Marc


    HERE IT IS:


    Ein Wort zu uns.
    Das Musikbusiness ist in unseren Augen reichlich verkommen. Da aber jammern nicht hilft haben wir uns entschlossen, ein Exempel zu statuieren.
    Wir können nicht die ganze Industrie revolutionieren, aber wir können innerhalb unseres Genres dafür sorgen, dass die Künstler die uns Vertrauen wissen, dass wir mehr sind als nur eine Plattenfirma.
    Im Umkehrschluss bedeutet das natürlich, dass wir keine halbgaren Sachen machen, Hauptsache es kommt schnell viel Geld in die Kasse.
    Da wir selbst Musiker sind die den großen Schritt nie geschafft haben –und trotzdem noch immer gerne und oft Musik machen- haben wir uns Gedanken gemacht, wie man Rock- und Metalbands aus der Industriemaschine bekommt und sie trotzdem bekannt machen kann.
    Dazu kam der Gedanke, was denn die modernen Medien für Rock und Metal hergeben. Herausgekommen ist Phantasma Goria.
    Wir stehen abseits irgendwelcher Castingshows, HITradios und sonstigen Einrichtungen, die uns ein Stirnrunzeln verpassen.
    Vielmehr stehen wir für ehrliche Arbeit, ehrliche Musik und Transparenz.
    Wir sitzen nicht auf Geld, aber wir sind bereit Bands, bei denen es sich lohnt, zu helfen wo es geht. Auch wenn das bedeutet, dass es nicht kostenlos geht. Aus diesem Grund sagen wir nicht pauschal: Los ein Album muss her. Aus diesem Grund hören wir Eure Songs an und kommen zu Euch in den Proberaum. Oder zu einem Gig. Wir wollen das Feeling kennen, mit dem Ihr Musik macht.
    Wenn das rüberkommt dann steht einem Album nichts im Weg. Und die Probleme kommen: braucht Ihr die GEMA? Wie viel Geld bekommt Ihr pro verkauftem Album? Wie viele Alben werden als Promotion an Radiostationen geschickt? Wie ist das bei einem Auftritt?
    Da sind wir dann wir und nicht eine der Industriefirmen: wir setzen uns mit Euch bei einem Drink hin und kalkulieren das fair durch.
    Dadurch, dass Ihr offenen Einblick in unsere Kosten habt, seht Ihr was Ihr verdient und was wir verdienen.
    Ist natürlich Zukunftsmusik und keiner weiß, in welche Richtung Euer und unser Weg geht. Aber so langer er zusammen geht, werdet Ihr Euch auf uns verlassen können.
    Vorab steht für Euch: hart arbeiten, gute Musik machen, professionell denken. Für uns: hinter Euch stehen, Euch promoten, Euch bekannt machen.
    Solltet Ihr den richtigen Kracher landen und das Interesse der Industrie wecken, dann bleibt es Euch überlassen, wie Ihr weiter vorgeht. Wir stellen Euch gegen Deckung unserer Kosten frei. Diese Kosten tragt nicht Ihr, sondern das andere Label.
    Auch darüber werden wir reden. Knebelverträge sind nicht unser Ding. Der Vertrag sichert Euch und uns ab, allerdings nachvollziehbar und vor allem ohne verdrehte Klauseln.
    IHR seid die Künstler, wir ‘nur‘ Euer Label.
    Wir wissen, dass sich das utopisch anhört. Wir wagen es trotzdem. Von nichts kommt nichts.
    Rock On! Dirk & Andi für PGR


    Unser Angebot an Dich:
    Phantasma Goria Records (im folgenden PGR genannt) verpflichtet sich gegenüber Dir und Deiner Band zu den folgenden Dingen:
    (Anmerkung: “Songs“ die hier angesprochen werden beschreiben Eigenkompositionen von Euch. Bei Covern bestehender Lieder sieht die Vermarktung natürlich anders aus, da diese Werke möglicherweise Urheberrechtlich geschützt sind!)
    In der Annahme, dass Eure Musik und Ihr als Menschen zu PGR passt werden wir Euch besuchen. Sei es im Proberaum, im Jugendhauskeller, im Hobbyraum oder sonst wo.
    Wir möchten Euch hören und hoffen, dass der Funke überspringt.
    Wenn der Funke sozusagen gesprungen ist, werden wir gemeinsam mit Euch Eure Songs ordnen und anfangen diese unters Volk zu bringen.
    Hierzu brauchen wir natürlich Eure schriftliche Erlaubnis, genau dazu gibt es dann auch den Vertrag.
    Um Euch zu promoten haben wir ein Street Team, das an definierten Daten nur und ausschließlich in Eurem Namen unterwegs ist und Promo CDs von Euch an das richtige Publikum verteilt. Und dazu Eure Shirts trägt.
    Gleichzeitig wird unser Admin eure Seite einrichten, ebenso Facebook, Twitter und Myspace.
    Natürlich nur, falls Ihr noch keine Accounts habt.
    Auch die Optik und Professionalität des Internetauftritts wird angepasst.
    Je nachdem wie Ihr Zeit findet dürft Ihr entscheiden, ob PGR Eure Präsenzen mit Updates versorgen soll, oder ob Ihr das selbst machen möchtet.
    Innerhalb PGR bekommt Ihr einen Shop für Eure Shirts, Lanyards usw. usw. Diesen Shop haben wir aus Kostengründen über Spreadshirt realisiert. Hier legen wir zusammen die jeweilige Provision fest.
    Soll heißen: wenn Euer Shirt im Verkauf 19.- Euros kostet, da bereits 5 Euro Provision drin sind, dann bekommt Ihr von diesen 5 Euro 3 Euro und wir 2 Euro. Ines ist die Frau, die das ganze Merchandising in der Hand hat.
    (Zukunftsmusik: wenn absehbar ist, dass bei Eurem Gig Shirts verkauft werden, lassen wir sie natürlich vorproduzieren, dann ist auch die Provision höher)
    Zurück zur Musik.
    Mit Euch zusammen hören wir Eure Songs an. Im Idealfall habt Ihr schon einige geschrieben und aufgenommen. Aus diesen Songs wählen wir die beiden besten aus und nehmen sie in einem Professionellen Studio auf und lassen sie von unserem Toningenieur –Dirk- mischen.
    Diese Songs gehen dann direkt zu den passenden Radiostationen, MP3 Bases (wie MP3.com usw), sowie an alle Internet Radiostationen, deren Genre Eurem entspricht.
    Gleichzeitig gehen wir zu den lokalen Veranstaltungen und schauen, dass wir euch unterbringen. Sei es als Opener, sei es als 20-Minuten-Gig. Oder länger.
    Natürlich, auch für ein kleines Label wie wir es sind geht es absolut nicht ohne Beziehungen. Darum haben wir selbige auch zu den einschlägigen Lokationen und Discotheken, in den Rock, Metal und Alternative gespielt wird. Wir wollen, dass Ihr gehört werdet.


    Wenn Eure Musik die entsprechende Resonanz hat, die Airtime und das Feedback seht Ihr natürlich ein, werden wir Euch ermöglichen eine EP oder Album aufzunehmen.
    Wir wissen, dass wir Euer Verständnis haben, dass wir zuerst abwarten müssen, wie Ihr ankommt.
    Uns ist –als Musiker- klar, dass Musik Kunst ist und Kunst nicht erzwungen werden kann.
    Darum habt Ihr jeden vertretbaren Zeitraum (wird auch vertraglich geregelt) um Eure Arbeit gut zu machen.
    Die Kosten der Produktion trägt PGR.
    Wenn dann der im Text zuvor angesprochene Punkt kommt und ein großes Label Euch will, dann werden wir –versprochen- miteinander sprechen.
    Wenn Ihr den Weg mit einem großen Label gehen wollt, dann ist das nicht risikolos, aber verständlich.
    Wir werden Euch keine Steine in den Weg legen. Wenn das andere Label unsere Kosten beglichen hat, dann steht es Euch frei.
    Wenn Ihr euch dafür entscheidet mit uns weiter zu machen, dann werden wir auch weiterhin das Beste für Euch geben.
    Zusammengefasst:
    Die besprochenen Punkte und Vereinbarungen werden vertraglich festgehalten.
    Ihr könnt den Vertrag Eurem Anwalt oder einer Person Eures Vertrauens zur Prüfung vorlegen.
    Die Kosten einer anwaltlichen Prüfung können wir verständlicherweise nicht übernehmen.
    Vertraglich werden auch die jeweiligen Provisionen an verkauften Artikeln festgelegt.
    Alles was wir für Euch machen ist und bleibt für Euch vorkostenfrei!
    Wir verdienen nur dann, wenn Ihr selbst auch verdient. Denn nur dann hat PGR gut gearbeitet und es verdient. Auch dieser Punkt wird vertraglich abgesichert.
    Somit seid Ihr auf der sicheren Seite –das ist in unserer Definition: Fairness!
    Wir garantieren volle Transparenz: über Kosten, Spielzeiten in den Radios, durchgeführte Aktionen, Verkaufszahlen und alle sonstigen Faktoren. Ihr habt zu jeder Zeit den vollen Überblick, was in Eurem Namen geschieht.
    Wir freuen uns auf Euch
    Rock on, Rock forever!
    P.S.:
    PGR trifft auf so viel positives Feedback, dass wir uns entschlossen haben im Frühjahr einen Sampler zu produzieren. Dieser wird quasi eine Promo für PGR und beinhaltet absichtlich einen Querschnitt aus Rock / Hardrock / Metal.

  • Also wenn das stimmt und zumindest keinerlei Kosten für die Jungs entstehen (und genau
    das würde ich wie empfohlen von einem Rechtsgelehrten prüfen lassen und auch aus eigener Tasche bezahlen) -
    warum nicht.
    Berichte bitte wie es weiter geht/gegangen ist.

  • Positiv finde ich die Sache "wir wollen euch besuchen". Das das nicht nur über email, Telefon usw. abgehandelt werden soll. Da scheint ein ernsthafteres Interesse dahinter zu stecken. Allerdings ist die Sache mit den Kosten echt genau zu prüfen. Man darf niemals in Vorleistung gehen. Das ist wichtig.


    Interessant wäre noch wie der Kontakt genau zustande kam.... Wenn die blind Bands anschreiben ist das merkwürdig. Wenn man sich beworben hat sieht das schon wieder anders aus. Der Name des Labes sagt mir nichts, aber ein renomiertes, gut arbeitendes Label wird derart mit Bewerbungen überschüttet, dass die kaum einfach so das Internet durchforsten würden.....

    Freizeit Moderations-Arschloch

  • Ich habe neulich schon einmal etwas zu dieser Thematik hier geschrieben, das könnte ich hier so direkt reinkopieren. Es scheint eine Mode zu sein, dass gealterte Musiker, die es selber nicht geschafft haben und Geld brauchen, auf die Idee kommen, mit jüngeren Kollegen Geld zu verdienen.


    Schon der Schreibstil, Aufbau und Rechtschreibung wirken eher wie ein Brainstorming als ein Konzept. Vertrauen erweckend auch, dass diese Firma (?) selbst offenbar nicht im Internet vertreten ist. Vielleicht warten sie auch erst, bis sie genug Bands zusammenhaben, damit sie eine Website bezahlen können? Möglicherweise laufen sie auch erst mit ihren T Shirts vor Radiostationen herum.


    Und immerhin ist auch Ines bereits abgeklärt, denn die scheint die einzige zu sein, die mit den T-Shirts was verdienen wird. Knebelverträge wird es auch nicht geben, alles wird ganz transparent. Aber warum muss "die Industrie" die Band denn rauskaufen, um Kosten zu decken? Und wer deckt diese Kosten, wenn keine Industrie zum rauskaufen anklopft? Die Band scheint sich also verschulden zu müssen, um die Kontakte, die Webseiten, die Albumproduktion bezahlen zu können.


    Ganz unprofessionell ist auch das Niederreden der "Industrie". Wer ist denn im Metalbereich die Industrie? Und wenn das Feeling stimmt, steht einem Album nichts im Weg? Was bedeutet das denn? Dass die dann der "Hobbykeller" (s. Text)- Band ein Album produzieren, welches konkurrenzfähig ist? Und wer aus der meist jungen Metalzielgruppe kauft heute noch Alben?


    Solche Sätze zeugen entweder davon, dass die Sache mit der Transparenz glatt gelogen ist oder dass da jemand keinen Schimmer hat.


    Fazit: Finger weg von solchen Angeboten!


    lg
    max

  • @ HOHK:
    Den Gedanken dieser tollen Welt hatte ich auch!!


    @ KC:
    Klar, keinerlei Kosten und es werden junge Nachwuchsbands angeschrieben, welche noch nicht mal nen Zeh auf dem Boden haben - von
    einem Bein auf der Erde wollen wir erst gar nicht sprechen!!
    Was die Internetseite angeht, so ist da was in Berlin, die Referenzen sind, so finde ich, SEHR dünn und der Inhalt der Page recht mager.


    @ Alex:
    Sie wollen nen Besuch machen bei ner kleinen Nachwuchsband, kommen extra aus Berlin ins Ländle!!?? Und genau das ist es - BLIND Bands anschreiben! ?(


    @ Luddie:
    An dieser Denkweise ist meiner Meinung nach ne Menge dran - so gehts mir auch.
    ZITAT: Da wir selbst Musiker sind die den großen Schritt nie geschafft haben .........................


    Auch der Stil und der kumpelhafte Umgangston machten mich stutzig.
    Auch die besagte Ines, die bereits genannten VK Preise für Merch, ne grobe Teilung der Provision - is für mich sehr seltsam!


    Liebe Grüße Marc

  • Anschreiben wie diese sammeln sich bei mir eigentlich schon zu duzenden im Ablageordner. Ich würde mir nicht besonders viel davon erhoffen. Ich kenne leider selbst jemanden der nach dem Durchlesen einiger Fachbücher und einer gehörigen Portion Selbstvertrauen ein "Label" gegründet hat und genau auf die Art und Weise auf Bandsuche ist. Viel dabei herauskommen tut da wirklich nicht, auf der einen Seite fehlt das nötige Fachwissen und die Erfahrung auf der anderen Seite ist er auch nicht in der Lage großartige Summen in irgendwas zu investieren. Dann läufts im Endeffekt auch darauf hinaus, dass die Bands in Vorleistung gehen müssen wenns ums Geld ausgeben geht.

    2077 wurde eine neue Version der Nuka-Cola, die Nuka-Cola Quantum, eingeführt. Der Werbung nach hatte sie das doppelte an Kalorien, Kohlenhydraten, Koffein und Geschmack.

  • Also so wie ich das seh, haben sich deine Jungs bei denen auf der Seite angemeldet und dann den Schrieb bekommen (frag mal nach!).
    Und sie schreiben ja expilzit NICHT das sie jeden nehmen ("In der Annahme, dass Eure Musik und Ihr als Menschen zu PGR passt werden
    wir Euch besuchen. Sei es im Proberaum, im Jugendhauskeller, im
    Hobbyraum oder sonst wo. Wir möchten Euch hören und hoffen, dass der Funke überspringt.").


    Nochmal, mit Kosten und allem habt ihr ja alle Recht und das man wie ein Lux aufpassen muss um nicht über den
    Tisch gezogen zu werden dürfte ja auch allen klar sein.


    Aber ich bin noch ein (meist) positiv denkender Mensch und hab die Hoffnung an das Gute noch nicht ganz aufgegeben -
    und vielleicht meints mal jemand ehrlich, und das die auch irgendwas damit verdienen wollen ist doch klar.


    Irgendwo muss es in dem Buisness doch auch vernünftige Menschen geben, die ehrlich mit einem sind. Sonst würden doch niemals
    irgendwelche Profibands entstehen können?


    Mit der Internetpräsentation geb ich Dir aber voll recht - da hätte ich auch ein wenig mehr erwartet.
    Anderseits kann im Internet aber auch viel geklappert werden ohne das was dahintersteckt - da mag manchmal weniger mehr sein (?).

  • Wie ich schon gesagt habe. Oft entsteht so ein Unternehmen nur aus einer spontanen Idee heraus die am Stammtisch ausdiskutiert wurde. Da fehlt es dann sehr oft am eigentlich dringend notwendigen Fachwissen. Gerade auch was rechtliche Sachen angeht.


    Die von mir angesprochene Person hatte beispielsweise schon 2 Jahre auf Rechnung mit Künstlern gearbeitet und wusste nicht mal Ansatzweise was GVL und GEMA sind....

    2077 wurde eine neue Version der Nuka-Cola, die Nuka-Cola Quantum, eingeführt. Der Werbung nach hatte sie das doppelte an Kalorien, Kohlenhydraten, Koffein und Geschmack.

  • Man muss sich einfach mal überlegen, was so eine Firma eigentlich tun soll. Und - davon unabhängig - was es kostet, zumindest die allergrundlegendsten Dinge zusammen zu bekommen, die es braucht, um sich als Band bekannter zu machen. Dann überlegt man sich, wie teuer das ist und wieviel Zeit es in Anspruch nimmt.


    Und da wird dann jeder, der mal ansatzweise Rock oder Metal-Musik gemacht hat, Folgendes feststellen:


    - es kostet extrem viel Zeit, als unbekannte Band Auftritte zu organisieren. Es erfordert viele Kontakte, viel Telefoniererei, ein dickes Fell dank vieler Absagen.


    - es ist sehr schwer, in dem Bereich Geld zu verdienen, welches über die Deckung der Unkosten hinausgeht.


    - eine Webseite, die den Namen verdient und mithalten kann mit den teils sehr aufwenigen Seiten der Konkurrenz, kostet mindestens 1000 Euro (wenn es ein Freund nicht billiger macht).


    - die Pflege von Webseite, FB-Account, Twitter sowie den mp3-basierten Plattformen, Netzradios usw. kostet enorm viel Zeit und Geld, zumindest, wenn es jemand Externes macht. (deswegen verweisen diese "Labels" ja auch immer darauf, dass die Band mitarbeiten muss)


    - die immer gern in Aussicht gestellte Produktion eines "Albums" welches nicht der heute üblichen "ich habe keine Ahnung von Recording, produziere aber trotzdem wie Rick Rubin, weil ich mir das Waves Platinum Bundle umsonst aus dem Netz gezogen habe"- Qualität entspricht, kostet mindestens 2000 Euro, eher deutlich mehr, gerade im Metal-Bereich.


    Da diese Angebote alle diese Dinge enthalten, muss man sich fragen, wie das gehen soll. Ich kenne einige Bands, die in ihren Bereichen schon relativ weit sind. In der ein oder anderen habe ich auch schon ausgeholfen, zudem habe ich frühere jahrelang Konzerte veranstaltet und sehr viele Kontakte aus allen Bereichen gesammelt. Und ich habe noch NIE von einer Band gehört, die auf die oben beschriebene Weise bekannt geworden ist.


    Die Bands, die es im weiten Feld der Rockmusik geschafft haben, dauerhaft auf gutem Niveau Musik zu machen, Konzerte und Festivals zu spielen und ein bisschen Geld einzuspielen, bringen alle folgende Voraussetzungen mit:


    - sie beherrschen ihr Instrument
    - sie verstehen sich sehr gut
    - sie haben eine funktionierende Arbeitsteilung, die alles, was ich oben aufgeführt habe, abdeckt
    - Labels, Bookingagenturen oder Management (es hat übrigens seinen Grund, dass das normalerweise getrennt wird!) haben bei diesen Bands klar abgegrenzte Aufgaben.


    Eine Band, die Punkte 1-3 nicht erfüllt, wird es nicht schaffen. Eine Band, bei der diese Punkte funktionieren oder in Entwicklung sind, braucht keine Firma, die vorgaukelt, für 69 Euro plus T-Shirt Produktion plus CD-Aufnahme würde sich alles schon richten.


    Insofern ist das tatsächlich eine Utopie, was aber auch kein Wunder ist.


    lg
    max

  • Gesunder Menschenverstand sagt genug zu solchen Angeboten.
    Das ist quasi Nigeria-Connection Niveau.


    Aus meiner eigenen über 8 Jährigen Tätigkeit bei im Verlag- und Labelbereich kann ich nur sagen, Bands werden dann Kontaktiert, wenn sie bereits einen Ordentlichen Erfolg haben, oder besonders viel Potenzial haben. Gerade bei der Potenzialsache überschätzen sich viele Bands.

    "Man muss das Grundgesetz vor seinen Vätern schützen und die Verfassung vor ihren Schützern."
    "Der Faschismus ist eine Spielart der freien Marktwirtschaft."
    Wolfgang Neuss

  • Hab mir das auch mal angeguckt.
    Egnever, die Seite die du gepostet hast ist was anderes.
    Hat mE nichts mit Phantasma Goria mit Leerzeichen zu tun...schonmal ne blöde Namenswahl.
    Wird mir auch sehr suspekt langsam.

  • Hab mir das auch mal angeguckt.
    Egnever, die Seite die du gepostet hast ist was anderes.
    Hat mE nichts mit Phantasma Goria mit Leerzeichen zu tun...schonmal ne blöde Namenswahl.
    Wird mir auch sehr suspekt langsam.


    Genau das ist es!! Und ganz durch Zufall geht es in ne ähnliche Richtung :whistling: - also wir reden bei der anderen Page nicht von nem Taubenzüchter!

  • Zitat

    Aber ich bin noch ein (meist) positiv denkender Mensch und hab die Hoffnung an das Gute noch nicht ganz aufgegeben


    Das finde ich löblich. Allerdings ist kritisches Denken im Musikzirkus eher angebracht, was deine Sichtweise aber nicht zwingend ausschliesst. Während den paar Jährchen, in denen ich mich Dank dem Gewinn eines Nachwuscontests, meinen Träumen eines Rockstardaseins hingeben durfte, habe ich folgenden Mensche kennengelernt: 1. zugekokste Labelmitarbeiter, die einem eine blendende Zukunft prophezeien; Fotografen, die mit der im voraus bezahlten Kohle abhauen und Produzenten, die ihre Arbeit nicht wie vereinbart abliefern, aber den vereinbarten Betrag dafür einkassieren. Warum das mit meinen Rockstarträumen dann doch nichts geworden ist, kann man oben in Luddies Post unter "Voraussetzungen" lesen. Von dem her will ich den Herren der Arschlochfraktion auch keine grossen Vorwürfe machen. Für eine unerfahrene Band klingt vieles halt sehr verlockend und man vertraut jedem blind.


    Ich bin froh, dass ich mich nicht mehr mit solchen Typen abgeben und soviel Zeit und Geld in ein Hobby investieren muss. Darum bin ich mit meinen Keller- und Wohnzimmerprojekten ausgesprochen glücklich und geniesse es, einfach nur Musik machen zu können, die kein Schwein interessiert.


    Nach der Selbsthilfetherapie zurück zum Thema. Meine einzige Frage ist, warum dieses Label davon ausgeht, dass Rock-/Metalmusik von grossen Firmen beherrscht wird? Genau in diesen Sparten gibt es doch viele Klein- und Kleinstlabels, die eine sehr engagierte Arbeit machen.


    Edit: Ich hoffe, wir werden hier von dem Theater verschont, dass in einem anderen Thread mit einem ähnlichen Thema stattgefunden hat.

  • Mahlzeit,


    eigentlich habe ich mich über einen unterhaltsamen Text gefreut, aber der war ja so langweilig, dass ich dabei eingeschlafen bin.
    Die Homepage (egal, welche) ist offenbar von Top-Profis gemacht. Die Marketing-Strategie hatten wir ja erst neulich und irgendwann davor und so weiter. Es kann halt heutzutage jeder eine Homepage basteln und kleine Leute anschreiben, die vom großen Ruhm träumen. Wenn man dann noch etwas vernebelt und umschweifig daher reden kann, bekommt man schnell ein bisschen Kleingeld, später vielleicht auch mal Haue.


    Schön finde ich es immer, wenn gescheiterte Musikanten dem Nachwuchs zeigen wollen, wie es geht.
    Das finde ich sehr vorbildlich.


    Grüße
    Jürgen
    Music Manager bei Jürgen K Records
    Senior Director vom Label Etikett GbR & Co. Ltd. i. L.
    Oberplattendealer von Die Musikplatte International
    1. Vorsitzender des Kleinkaninchenunzuchtverbandes zur Nidda i. Gr.

  • i. L.


    Oh oh... - Jürgen, was haste denn wieder angesetllt?!


    Zum Thema: ich bin froh, einen ordentlichen Job gelernt zu haben und dass ich mir als gescheiterter Hobby-Musiker keine Gedanken mehr zu ebenjenem machen muss...


    Viele Grüße


    Jens

    Galerie


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