Schlagzeigunterricht mit 23?

  • Hallo,


    ich habe letztes Wochenende bei ienem Freund mal ein wenig auf seinem Schlagzeug gespielt und er hat mir versucht ein paar Grundkenntnisse beizubringen. Ich habe festgestellt, dass das ziemlich Spaß macht und nun spiele ich mit dem Gedanken einfach mal Schlagzeugunterricht zu nehmen.


    Das Problem oder der Fakt ist, dass ich bereits 23 bin. Ergibt es überhaupt noch Sinn, jetzt damit anzufangen? Mit welchen Fortschritten kann man wann rechnen? Außerdem habe ich weder das Geld noch den Platz für ein eignenes Schlagzeug. Ist es gängig, dass man am Anfang eher nur im Unterricht spielt oder gibt es noch andere Übungsmethoden?


    Ich komme aus Duisburg, vllt. kann ja jemand sogar jemanden für absolute Anfänger empfehlen;-)

  • Klar, mach was dir gefällt!
    Meine älteste Schülerin dürfte so um die 40 sein (hab nicht gefragt) und kommt auch vorwärts!
    Es gibt Übungsmöglichkeiten ohne Set, auf lange Zeit wirst du eines brauchen und auch wollen wenn es dir taugt ;)

  • Zum Anfangen ist es nie zu spät. Ich habe mit 14 auch gedacht, dass es zu spät wäre und dass mir viele voraus sind aber wen kümmert's? Solange man ein echtes Hobby für sich gefunden hat, ist das Alter egal. Du kannst ja erstmal den Unterricht ausprobieren und erstmal mit Übungspads beginnen, das reicht für's Erste aus. Wenn du davon überzeugt bist, dass du weitermachen willst, kannst du erstmal in eine Einsteigerkiste oder einem gebrauchten besseren Set loslegen, kommt dann ganz auf's Budget an.

  • Das Problem oder der Fakt ist, dass ich bereits 23 bin....


    Ja, so kurz vor dem Tod noch etwas neues zu lernen, das kann man natürlich vergessen. :whistling:


    Wenn es Dir Spass macht und Du Dich damit beschäftigen möchtest und kannst, dann mach es halt.
    Auch wenn Du 76 wärst.


    Als ich vorletztes Jahr mit dem Schlagzeugen angefangen habe, war ich 36.
    Ob ich jetzt wesentlich langsamer lerne, als ein jüngerer weiß ich nicht. Wenn man nicht gerade gesundheitliche Defizite hat,
    hängt der Fortschritt imho eher davon ab, wieviel man übt.


    Auch wenn Du kein Geld für ein eigenes Schlagzeug hast, kann man zu Hause viele Sachen mit einem einfachen Übungspad machen (Schlagtechniken, verschiedene Notenfiguren üben, Rudiments, usw.). Über kurz, oder lang, wäre ein Set, das man auch mal mehr als einmal alle 1-2 Wochen benutzt aber schon von Vorteil.


    Es gibt hier im Anzeigenteil teilweise günstige, gebrauchte Einsteigersets.

  • Servus,


    Es ist nie zu spät ein Instrument zu erlernen. Es bereit immer Freude, wenn die kleinsten Fortschritte sieht. Klar dauert es bist du erste richtige Erfolge siehst und eins deiner lieblingslieder durchspielen kannst. Aber lass dich davon nicht unter kriegen. Gut Ding will Weile haben. Daher übe jeden Tag ein wenig, da reichen schon 10 bis 20 Minuten. Es muss ja nicht gleich ein volles Akustik Schlagzeug sein. Schau dir mal die unteren links an, mit denen kann man am Anfang auch schonmal die Grundkoordination trainieren. Wenn deine Ansprüche und dein können steigen, dann kannst diese Sachen durch vielleicht ein besseres e-Set oder vielleicht auch durch ein Akustik Set austauschen, wenn es der Platz mal erlaubt. Hier noch zwei links, vielleicht helfen sie dir weiter, denn üben solltest du Zuhause auf jeden fall.


    http://www.thomann.de/de/dw_go_anywhere_practice_kit.htm


    http://www.thomann.de/de/roland_hd1_practice_edrum_set.htm


    Beste Grüße
    Chris

  • Hallo Bouley,


    gerade am Samstag hatte ich einen Gig mit einer Saxofonistin, die erst mit Ende 30 angefangen hat, Sax zu spielen. Anscheinend hat sie die Zeit seither gut und intensiv genutzt, auf jeden Fall konnte sie mit ihrem Instrument umgehen ;)


    Entscheidend ist nur, ob du selbst das Gefühl hast, dich musikalisch weiter zu entwickeln, und das kannst du nur rausfinden, indem du es versuchst.


    Das persönliche Ziel muss ja nicht immer Profimusiker sein. Ich hatte einen Schüler, der mit Ende 30 begonnen hatte, eher wenig talentiert war, aber für sich selbst erkannt hatte, dass das Trommeln für ihn ein Weg zu mehr Körperbewusstsein war. Und für sich selbst machte er deutliche Fortschritte, selbst wenn er nie in Bands gespielt hat.


    Grüße,
    Jan

  • Du wirst weder mit dem einen, noch mit dem anderen dauerhaft Spass haben.

    Ich denke was anderes wird für ihn kaum in frage kommen, da er unter Platz und Geld Mangel leidet. Beim Platzmangel scheidet schonmal ein Akustik Set aus. Aber wie immer ist das rein seine Entscheidung. Wir können ihm da nur Ratschläge geben.

  • Hallo,


    ich wollte in meiner Jugendzeit immer Schlagzeug spielen, habe mich aber aus Transportgründen :D dann doch für E-Gitarre entschieden. Jetzt mit 43 Jahren ist die Platz- und Transportfrage nicht mehr relevant und habe mir ein Drumset zugelegt. Macht einen Höllenspaß :thumbup: .


    Gruß
    Carsten

  • Schön zu lesen, dass nicht jeder als Kind anfängt ;) Ich war 31, als ich das Schlagzeug für mich entdeckt habe (nach diversen, auch schönen anderen Instrumenten) und gerade dabei immer wieder merke, dass ich bei diesem Instrument mal richtig vorwärts komme. Natürlich wäre früher noch schöner gewesen, aber was bei dir herauskommt, wirst du ja sehen ;) Ich hatte nach zwei Monaten ein Set und das war gut so...Rudiments und so am Pad habe ich erst spät bzw dann zusätzlich gemacht, aber das ist defintiv auch seeehr ratsam für den Anfang!


    Ich wünsch dir viel Spaß!!

    je langsamer desto schneller


    Uns interessiert ja nur das Spielen, nicht das Verzichten!
    (Hochi April 2019)

  • Wenn du bisher kein Schlagzeug gespielt hast, wirds Zeit, dass du damit anfängst! Unterricht ist immer gut. Für ne Karriere als Profi-Drummer ist es vielleicht etwas Spät, aber auch da solls Ausnahmetalente geben. Ich hab zwar mit 14 angefangen, meinen ersten Unterricht hatte ich aber auch erst mit über 20. Ich glaube, dass ich sofort mit Lehrer hätte anfangen sollen, weil der mich erst so richtig vorwärts gebracht hat. Ein Höchstalter gibts aber nicht wirklich, und ich kenne zumindest eine Posaunistin, die erst mit 70 angefangen hat. Da ist dann eher die Frage, wie weit man mit dem Instrument kommen kann, als ob man es überhaupt spielen soll.

  • Hi ich hab mit 21 angefangen und spiele jetzt 1.5 jahre (vorher 6 jahre gitarre gespielt) und bin froh über diese entscheidung!!!
    wie schnell man lernt liegt meiner meinung nach daran wie intensiv man sich damit beschäftigt!!!!


    ich hatte ein halbes jahr unterricht um von anfang an fehler zu vermeiden bzw anzugewöhnen!
    nach mir war beim unterricht immer ein rentner dran er meinte er habe jetzt erst dafür zeit und wollte sich einen lebenstraum erfüllen!!!(mein lehrer meinte später auch das er recht gut vorran kommt)


    hier mal 2 hörproben von mir


    http://www.youtube.com/watch?v=-L2FVIy5J9g


    http://www.youtube.com/watch?v…JE&feature=watch_response


    und next monat gehts auch wieder ins studio zu unserem debüt album!!!


    ps.: hab auch von anfang öfters nach klick gespielt (macht sich jetzt im studio bezahlt)


    grüße

  • Um den TS wirklich zu motivieren, spiel ihm besser eine echte Proberaumaufnahme mit Zoom vor. Auf eine Studioproduktion kann ich dank ausgefuchster Nachbearbeitung meine 6jährige Tochter so klingen lassen. Na ja, ein wenig übertrieben vielleicht, aber du verstehst denke ich, was ich meine.


    Übrigens, recht schön produziert :)


    Grüße,
    Jan

  • Ich bin mit Ende 40 ohne jegliche "Vorbildung" in die Musikschule gestolpert.
    Bin dabei geblieben, und Band kam auch bald dazu.


    Übungspad oder gar E-Drum können auch Zuhause gespielt werden.
    Proberaum mit A-Set wäre aber ideal. Das alles wäre aber der zweite Schritt.

  • Also wenn du nicht damals dein volles Töpfchen umgedreht hast, um darauf herumzutrommeln, wenn du nicht sämtlich Kochlöffel geliefert, Töpfe verbeult und deine Klassenkammeraden nicht mit Fingertrommeln auf der Bank genervt hast, dann ist es eh schon viel zu spät. Falls du trotzdem Bock auf laute Rhythmusgeräte hast, nimm ein Rüttelplatte, ein Maschinengewehr oder Knall die Resi :P 8)

  • Mein ältester Schüler hat mit 58 angefangen und spielt momentan schon in 2 Bands. Go for it! :)


    Möchte nur mal erwähnen, dass ich sowas absolut toll finde! Könnte mir nie vorstellen, dass meine Eltern das noch machen würden und die sind erst Ende 40/Anfang 50! :rolleyes:


    Btw: Ich war 19, also TU ES!!

    Wer schläft, sündigt nicht! Aber wer vorher sündigt, schläft nachher besser!

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