• Musik muss mich berühren. Tut sie das nicht, dann isses nix für mich, gleichzeitig kann ich aber den Protagonisten, wenn es dolle Virtuosen sind, für das Dargebotene meinen Respekt zollen, aber das ist dann ziemlich genau so, wie ich Bayern München meinen Respekt zolle.


    Die Königsklasse bleibt, Menschen zu berühren.

  • So ganz den

    Zusammenhang zu Aristocrats, so wie Du ihn

    offensichtlich siehst, kann ich da nicht herstellen.

    Mir ging es tatsächlich nur um den Aspekt "zusammengebastelte oder verkopfte" Musik. Gibts heutzutage ja reichlich und von diversen

    Leuten, aber Zappa war der erste, der Rockmusik auf diese Art und weise verkrasste.

  • Ich finde es z.T. deutlich anstrengender, wenn Musik mich auf Biegen und Brechen berühren will.


    So instrumentale Sachen, die die Gedanken "befreien" und eine Atmosphäre und Stimmung ausstrahlen, die auch eigenen Interpretationsspielraum lässt, finde ich dagegen sogar oft entspannender.


    So ging's mir bei Tool oft auch.


    Von den Aristocrats kann man auch nicht behaupten, keine Liedstrukturen zu haben und auf Biegen und Brechen ihre Virtuosität zeigen zu müssen. Sie sind sich letzterem natürlich bewusst und kennen auch ihre Zielgruppe. Aber mein Eindruck ist dabei schon eher, dass sie das im großen und ganzen auch einfach "laufen lassen" und sich just for fun austoben.


    Diese Nummer hier vom neuen Album ist mir trotz ihrer vergleichsweise einfach gestrickten Struktur sofort aufgefallen. Wenn das kein Ohrwurm ist ... ;)


    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

  • Ich meinte damit vor allem Musik, die auf verkopfte Art und Weise Emotionen erzeugen soll und damit nur Mittel zum Zweck ist. Davon gibt's heutzutage nämlich mehr als genug, meistens mit dem Ziel möglichst viel Geld zu verdienen.


    Die Aristocrats haben nichts dergleichen im Sinn und sind halt einfach sie selbst. Das ist eigentlich ein schönes Gegenstück zu dem ganzen Einheitsbrei.


    Mir fällt in diesem Thread auch schon wieder das auf, was mir hier im DF häufiger auffällt: Grundsatzdiskussionen, die Threads ins Offtopic abdriften lassen.


    Die Band ist gerade auf Europa-Tour mit Start in Deutschland und das war der Aufhänger für mich, diesen 14 Jahre alten Thread auszugraben. Und statt sich einfach mal über die Band und die Tour zu unterhalten wird wieder mal alles auseinander genommen.


    Bei mir schwindet dadurch echt die Motivation hier überhaupt noch aktiv zu bleiben.

  • Diese Nummer hier vom neuen Album ist mir trotz ihrer vergleichsweise einfach gestrickten Struktur sofort aufgefallen. Wenn das kein Ohrwurm ist ...

    Ich glaube, wir Menschen unterscheiden uns halt einfach, wer welchen Emotionen im Leben zugänglich ist. Diese Nummer hat dich gleich angefixt, ich empfinde sie als überwiegend blutleer und trotzdem anstrengend. Vermutlich werden wir uns auf der Straße auch nicht nach den gleichen Frauen umdrehen, aber was solls?


    Nur verstehe ich deine Kritik nicht, weshalb man außergewöhnliche Musik nicht grundsätzlich diskutieren sollte. Es ging bislang über zwei Seiten jeder Post zum Thema Aristocrats, was ist daran OT? Ich finde es völlig legitim, angeregt vom Livebericht eines Users sich darüber auszutauschen, weshalb man die Musik der Aristocrats als verkopft empfindet, und was daran als Zirkusakrobatik wahrgenommen werden könnte.


    Ich glaube, OT kam erst mit Post #23 in Ansätzen rein, als es plötzlich darum ging, wie arg es ist, wenn Musik einen auf Biegen und Brechen berühren will. Da bestand nämlich faktisch keine unmittelbare Verbindung mehr zu den Aristocrats und ihrer Musik, sondern es wurde plötzlich eine Art Antithese aufgestellt.

    Dummerweise hab ich grad nicht parat, wer diesen Post verfasst hat ;)

  • Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


  • Das bringt es m.E. sehr gut auf den Punkt.


    Mich holt sowas aus den o.g. Gründen auch überhaupt gar nicht ab, auch wenn ich den Musikern ihr Genie bzw. ihre Virtuosität selbstverständlich auf keinen Fall absprechen wollen würde. Das ging mir z.B. auch immer schon bei Dream Theater und ähnlichen Dingern so.


    Grüße vom Johnny

  • Neues Gefrickel feat. MM (+ Guthrie Govan, Bryan Beller):

    Ganz nach meinem Geschmack.

    Warum mag man es und andere ergreifen in bei der ersten gespielten Note die Flucht?

    Den Begriff "Songdienlicheit" müsste man hier mal klar neu definieren bzw. man lässt ihn einfach mal draußen. Hier spielt man ganz deutlich über einen außergewöhnlichen Bogen. Hier lässt man ganz bewusst sein musikalisches Verständnis auf einer ganz anderen Ebene ordentlich durch massieren.

    Massieren und massieren lassen.

    Würde aber nie sagen, dass diese Art zu spielen keinem was mitteilen möchte.

    Man kann die Ablehnung noch so blumig umschreiben. Irgendjemand erreicht diese Musik.

    Der erlesene Kreis mag klein sein, aber es gibt ihn> da bin ich mir sicher.

    Mein letzten Beitrag (Reggae) mochte auch keiner und doch gibt es einige denen es gefallen hat. "euch" jetzt nicht, aber meiner Schwester und sogar meie Frau waren begeistert "endlich mal was man sich anhören kann" und das ist ist das hüpfende Komma. Da kann noch so einer ankommen und die Nase rümpfen und es als "sowas kann ich mir nicht anhören" hinstellen...es ist mir nahezu egal...

    Klar laufen Selbstzweifel immer mit>ich musste mich beinahe immer vernichtende Kommentare stellen und überlege mir jedesmal aufs neue, ob ich mein Beitrag abgebe.


    Die drei, speziell Marco, spielen mit so einer Freude, die man sieht und auch hören kann. Man muss die Sprache jedoch auch verstehen können.

    Ich kann mir das in Schleife anhören und entdecke jedesmal neue Dinge.


    Geht mir mit meinen Beitrag auch so. Ich verstehe ja was ich da spiele und weiß wie es sich anfühlt und angefühlt hat. Kann man das nicht, dann, so gebe ich zu, wird es schwer sich da reinzuhören.

    Die Frage ist, ob man sich die Zeit dazu nimmt.


    Die Frage, die ich denen gerne mal stellen würde wäre, ob die zu jeder Zeit sich bewusst sind was sie da spielen.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!