Doublebass Problem mit linkem Fuß

  • Verschiedene Federspannungen sind für zurückhaltende Doublebasser >>möglicherweise<< praktisch, wenn sie eher den leichten Trittwiderstand der HH gewöhnt sind, aber hier herrscht ein großes Risiko, dass der linke Fuß dann beim Wechsel auf das Slave Pedal nach längerer Zeit schlapp macht, wenn es darum geht mal schneller kontinuierlich DB zu spielen.


    Vor der letzten Probe hab ich mal grob gestoppt, wie lange der Linke Fuss die DB-Attacke mitmacht. Nach etwa 7 Min ohne abzusetzen gabs erste Beschwerden. Ab 8,30 wars akustisch dann nicht mehr zu ertragen und kuz drauf gabs nen Krampf ;) Hab noch nie nen Song gespielt, der diese Distanz wirklich brauchte. Bin aber auch sicher nicht in der Königsliga der DB-Player unterwegs.

  • Hallo,


    @Jalokin_b:
    a) was hast Du denn da gespielt und vor allem
    b) wie schnell?


    Wenn ich im Viervierteltakt durchgehend alternierende Sechzehntel spiel, dann kann ich das 8 Minuten lang mit einem Lächeln.
    Bei Minute 9 friert das Lächeln ein. Tempo = moderat.


    Bei Presto gefriert das Lächeln schon früher und der Sportarzt muss das Ganze überwachen.
    Daher: alles relativ.


    Grüße
    Jürgen
    Federspannung? - Ja, müsste ich mal nachgucken, ist aber eingestaubt, habe ich damals mal kurz gedreht, war so vor 10 Jahren ungefähr.

  • Wenn ich im Viervierteltakt durchgehend alternierende Sechzehntel spiel, dann kann ich das 8 Minuten lang mit einem Lächeln.

    Bis zu welchem Tempo denn? Acht Minuten lang würde ich sicher nicht mal 16tel auf 120bpm schaffen, obwohl ich in Songs Passagen bis etwa 175bpm sauber und laut spielen kann. DB-16tel sind auch in erster Linie einfach Sport. Zu meinen Thrasher-Zeiten konnte ich ganze Songs in 180 durchbrettern, jetzt fehlt mir dafür die Kondition.


    Den linken Fuß kann man trainieren, indem man einfach konsequent und geduldig DB-16tel und -Figuren übt, so einfach ist das. Wichtig ist, dass man dabei kontinuierlich auf die gleiche Lautstärke in beiden Füßen achtet. Mit Links zu führen ist sicher auch keine sinnlose Übung. Ich würde keine unterschiedlichen Einstellungen für Rechts und Links verwenden - man nimmt ja auch keinen anderen Stock für die linke Hand.

  • Also "moderat" ist nicht sehr präzise ausgedrückt. Für Blast-Metaller z.B. ist 180 auch noch moderat. Und mir fehlt es nicht an Übung, sondern an Ausdauer. Ich brauche zur Zeit Kein DB-Geschredder, aber wenn ich es bräuchte, würde ich nicht üben, sondern joggen gehen.

  • Joggen ist gut,
    üben ist besser.


    Du schreibst das mal wieder, als hättest du den endgültigen Plan von der ganzen Sache. Ich hab nach der Lektüre einiger deiner Beiträge hier, deren eloquente Formulierungen mich zum Teil sehr beeindruckt haben, in ein paar der Audio-Files von deinem Schaffen reingehört. Ich sag es mal so: Da besteht ein recht steiles Gefälle zwischen literarischer und musikalischer Performance. Oder positiv ausgedrückt: Als Kabarettist würde ich dich gerne auf der Bühne sehen wollen.


    Zum Thema: Joggen ist ein deutlich effektiverer Cardio-Workout als Trommeln und deshalb bei mangelnder Ausdauer als Problemlösung vorzuziehen. Das gilt natürlich nur für Leute wie mich, die zwar die richtige Fußtechnik draufhaben, aber schon nach dem Treppensteigen in den dritten Stock das Japsen anfangen.

  • Also ich bin kein Jogger, aber dennoch glaube ich nicht, dass Joggen mehr hilft... Ich denke, wohl dass das Üben, vor allem exakt der Bewegung, um die es geht, eigentlich das Sinnvollste sein muss, weil man nicht nur genau die entsprechende Muskulatur trainierst, sondern genau den Ablauf. Ich habe es zumindest so verstanden, dass es um den linken Fuß und nicht um Kondition allgemein geht, vielleicht habt ihr da aneinander vorbeigeredet ;)


    Und zu dem hier:


    Zitat

    Da besteht ein recht steiles Gefälle zwischen literarischer und musikalischer Performance


    Ach so, und Eltern, die selber Rauchen, dürfen also ihren Kindern auch nicht sagen, dass das schlecht ist? Und abgesehen davon: JEDER predigt einem, dass Üben das A und O ist, ich meine, Jürgen hat sich damit nicht sonderlich weit ausm Fenster gelehnt ;) Von dem, was Du da zwischen den Zeilen sehr vorsichtig formuliert hast, brauch ma auch nicht reden, denk ich ;) Ich jedenfalls würde auch nach wie vor Tips geben, auch wenn ich dies oder jenes selber nicht kann... solange ich aber mit Sicherheit weiß, dass das, was ich sage, richtig ist... oder ums mit Deinen Worten zu sagen: Zwischen Wissen und Können kann das Gefälle auch sehr steil sein ;)


    Aber wie gesagt, vielleicht meintest Du Ausdauer allgemein und Jürgen wohl die Ausdauer der Muskulatur des linken Fußes ;)

    Wer beim Üben gut klingt, wird nicht besser. - Sinngemäß nach Jojo Mayer



    Meine Spielsachen

    Einmal editiert, zuletzt von kride20 ()

  • Also ich bin kein Jogger, aber dennoch glaube ich nicht, dass Joggen mehr hilft...

    Ach so, ist das jetzt ein Religions-Forum?


    Zitat

    Ich habe es zumindest so verstanden, dass es um den linken Fuß und nicht um Kondition allgemein geht

    Sorry, mein Fehler. Meine Aussage war: DB-16tel sind Sport und erfordern Ausdauer. Um die zu verbessern, ist Joggen besser als Trommeln. Damit habe ich auf Jürgens Hinweis geantwortet, mir fehle Übung.


    Zitat

    Ach so, und Eltern, die selber Rauchen, dürfen also ihren Kindern auch nicht sagen, dass das schlecht ist?

    Super Beispiel! Zeig mir die Kids, die das den Eltern glauben, die qualmend vor ihnen stehen.


    Zitat

    JEDER predigt einem, dass Üben das A und O ist,

    Also tatsächlich Religions-Forum?


    Zitat

    Ich jedenfalls würde auch nach wie vor Tips geben, auch wenn ich dies oder jenes selber nicht kann...

    Ein Philosoph im antiken Griechenland (Demokrit? Thales von Milet? Hab's vergessen) hat mal gesagt, das Schwierigste sei es, sich selbst zu erkennen, das Einfachste, anderen Ratschläge zu erteilen. ;)


    Zitat

    solange ich aber mit Sicherheit weiß, dass das, was ich sage, richtig ist...

    Yepp. Das sollte man vorher prüfen. Und da ich nicht prüfen kann, ob es einer geprüft hat, glaube ich dem, der gezeigt hat, dass er es kann. Nix für ungut.

  • Zum Thema Joggen: Ist großartig für Ausdauer und Leistungsfähigkeit in einigen Lebenssituationen (patrischew: :thumbup: ), hilft aber nach meiner Erfahrung am Drumset wenig is garnix. Üben schon. Auf Ausdauer UND Technik versteht sich.


    Als Kabarettist würd ich Jürgen auch gern mal erleben, als Drummer macht er meiner Meinung nach keine schlechtere Figur.


    Achso: ich bin Atheist - glaube also nur an mich selbst und meine Fähigkeiten.

  • um 16tel überhaupt sauber auf 180 spielen zu können, braucht man eine solide technik und muss dafür sehr lange üben. (jahre)
    wenn man das kann und 16tel auf 180 über 45 minuten zocken will, ist joggen gehen mit sicherheit eine sinnvolle sache.

  • Jürgen: Naja, habs mir nicht unnötig schwer gemacht. Es ging ja nur um die Ausdauer im davor genannten Post, nicht um High-Speed, was ich eh nicht kann. Es waren 128 Bpm. Ein noch sehr nettes Tempo für 16tel, wie ich finde. Du hast aber Recht - in Zukunft halte ich bei DB-Fragen lieber meinen Mund, denn ich hab einfach im Vergleich zu den Anderen hier zu wenig Ahnung und bin grundsätzlich eh dagegen...


    @Patrichew: Joggen ist ein sehr guter Vorschlag. Ich halte Kondition für sehr wichtig, auch bei weniger DB-lastigen Stilen. Ein 4-Stündiges Top-40-Set im Bumm-Tschak-Modus zehrt ebenfalls an den Kräften. Joggen ist da immer ne gute Idee. Mach ich seit Jahren nur deshalb 3-4 mal die Woche. Kondition hilft einfach immer. Ich hasse aber sonst Sport, und übe viel lieber...

  • Zitat

    Ach so, ist das jetzt ein Religions-Forum?


    Den Zusammenhang musst Du mir erklären... zudem Du natürlich meinen Satz komplett aus dem Zusammenhang gerissen hast...


    Zitat

    Super Beispiel! Zeig mir die Kids, die das den Eltern glauben, die qualmend vor ihnen stehen.


    Wenn Du also qualmender Vater wärst, würdest Du Deinem Kind also nicht raten, es dennoch zu lassen? Klar isses besser, wenn man seine Tips vorleben kann, bzw. als Lehrer das demonstrieren kann, was man jemandem beibringen will, aber gar nicht zu helfen, obwohl man es weiß, ist glaub ich, auch nicht korrekt. Gut, gibt sicher geeignetere Beispiele, aber Du wirst schon verstehen, worauf ich raus will.


    Zitat

    Also tatsächlich Religions-Forum?


    Kannst Du, oder willst Du mich nicht verstehen?


    Zitat

    Yepp. Das sollte man vorher prüfen. Und da ich nicht prüfen kann, ob es einer geprüft hat, glaube ich dem, der gezeigt hat, dass er es kann. Nix für ungut.


    Wieso denn? Wenn ich beispielsweise mit 10 Drummern geredet habe, die ich alle schon spielen habe sehen und die mir alle sagen, dass Üben den Hauptanteil am Erfolg hat, dann meine ich, kann ich das, auch wenn ich selbst z.B. gar nicht spielen könnte, doch weitergeben, weil es ja erwiesen ist. Oder muss sich erst jeder die Hände an der Herdplatte verbrennen, bevor er jemandem raten "darf", dass es nicht gut ist, die Hände auf ne heiße Herdplatte zu legen?


    Zitat

    Meine Aussage war: DB-16tel sind Sport und erfordern Ausdauer. Um die zu verbessern, ist Joggen besser als Trommeln


    Ich glaube das dennoch nicht (und jetzt bitte net wieder die "Religionsnummer"), warum nicht einfach genau das üben, was man erlernen will? Ich mache doch, wenn ich die 16telgeschichten übe genau die Bewegungen, die ich lernen will und durch stetiges wiederholen bildet sich die Kondition doch, die ich genau dafür brauche. Ich will natürlich nicht sagen, dass Joggen nicht auch hilft, aber dennoch würde ich lieber gleich auch das üben, was ich lernen will, weil ich dann eben nicht nur Kondition bolze, sondern auch gleich die Technik mit ins Boot hole. Wenn einer gerne joggt, ok, dann steht dem nix im Weg, aber deswegen mit dem Joggen anzufangen, denk ich, muss net sein... so mein ich das ;)


    Zitat

    das Schwierigste sei es, sich selbst zu erkennen, das Einfachste, anderen Ratschläge zu erteilen.


    da hast Du natürlich Recht, aber ich will ja nicht Ratschläge erteilen STATT mich selbst zu erkennen... zudem ich jetzt nicht meine, dass das hierherpaßt... Ich will nur sagen, dass man eben Leuten schon Ratschläge geben kann, obwohl man nciht erst alles ausprobiert hat. Sicher aber sollte der Ratschlag vorher in irgendeiner Form belegt sein, wenn ich jemand anderem was rate, was der dann auch übernehmen soll ;)


    Also, nix für ungut ;)

    Wer beim Üben gut klingt, wird nicht besser. - Sinngemäß nach Jojo Mayer



    Meine Spielsachen

    Einmal editiert, zuletzt von kride20 ()

  • um 16tel überhaupt sauber auf 180 spielen zu können, braucht man eine solide technik und muss dafür sehr lange üben. (jahre)
    wenn man das kann und 16tel auf 180 über 45 minuten zocken will, ist joggen gehen mit sicherheit eine sinnvolle sache.

    Danke, so meinte ich das. Anscheinend habe ich mich sehr missverständlich ausgedrückt, wofür ich mich entschuldigen möchte; Üben lässt sich natürlich durch nichts ersetzen! Aber ich merke z.B., dass ich 16tel auf 160 superlocker, sauber und mit Wumms spielen kann - ganz easy, was mir sagt, dass meine Technik gut ist. Aber das funktioniert nur etwa eine Minute lang, und dann macht sich eben meine mangelnde Kondition bemerkbar. Es ist eben doch eine ganze Menge Muskelmasse, die bei diesen Bewegungsabläufen vom kardiovaskulären System versorgt werden muss, auch wenn die eingeübte Technik richtig ist. In meinem Fall ist es also das kardiovaskuläre System, das trainiert werden müsste, damit meine Beine nicht so schnell ermüden - daher bräuchte ich Ausdauertraining als Ergänzung.


    Denke ich jetzt an Kids, die täglich zwei Stunden ihr Doppelpedal malträtieren, dann dürfte bei denen kein zusätzliches Konditionstraining von Nöten sein. Die würden niemals ihre Zeit hinterm Set für langweiliges Joggen opfern (obwohl es nüchtern betrachtet effektiver wäre) und sollen das meiner Meinung auch nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von patrischew ()

  • Zitat

    Die würden niemals ihre Zeit hinterm Set für langweiliges Joggen opfern (obwohl es nüchtern betrachtet effektiver wäre)


    Ich weiß net, obs sinnvoller wäre, oder ich will mich anders ausdrücken: Ich würde immer üben und net joggen, weil die Kondition so eben sicher auch kommt und ich aber nebenbei gleich auch daran arbeite, die entsprechendne Muskeln für die geforderten Abläufe geschmeidig zu halten. Aber ok, in einer band die nur DB abfeuert werd ich nie spielen, also so ne Mordskondition muss ich eh net haben... hab schon genug damit zu tun (wenn ich halt net so a faule Sau wär;-)))) überhaupt mal ein anständiges Level zu bekommen :D

    Wer beim Üben gut klingt, wird nicht besser. - Sinngemäß nach Jojo Mayer



    Meine Spielsachen

  • Hallo,


    wer übt und joggt, ist klar im Vorteil.


    Für mich kommt Letzteres aus gesundheitlichen Gründen nicht in Frage.
    Daher muss ich üben, egal ob ich an den Waldlauf oder den Stepptanz
    glaube.


    Was mich dann aber doch interessieren würde:
    wenn der junge Pedalbesitzer 2 Stunden freie Zeit hat und wahlweise
    diese mit Üben, Waldlauf, Gitarre spielen, Kochen, Bügeln, Einkaufen
    verbringen kann, wie wäre dann die optimale Verteilung?
    Üben 10 Minuten, Waldlauf 30 Minuten oder so?


    Mein Plan wäre, wenn ich 45 Minuten lang treten können wollte, einfach
    ein Stunde lang treten. Kann ich das abkürzen durch 5 Minuten treten und
    10 Minuten laufen?


    Ich glaube es ja nicht, aber je nach Religionszugehörigkeit ...


    Und so ganz nebenbei: Vieles von dem was ich tue, rate ich anderen, nicht zu tun.
    Und damit sind sie gut beraten. Ich weiß (nix Glaube) das.


    Grüße
    Jürgen


    PS
    Ich bilde mir ein (kein Glaube, kein Wissen, reine Einbildung), dass der ein oder andere
    Muskel beim Pedaltanz (bei mir zumindest) etwas anders beansprucht wird wie beim Jogging.

  • Ich finds immer amüsant wie weit dieses Thema doch ausgebaut werden kann :D


    Nimmt man alles zusammen wird man laut diesem Thread ein guter Doublebass Spieler wenn man...
    a) religiös ist [der wohl wichtigste Punkt!!]
    b) joggen geht
    c) tatsächlich sogar übt [welch ein absurder Gedanke...]
    d) Krafttraining macht
    e) seine Pedale dreht und wendet, bis man einen Fehler findet der >bestimmt< für alles verantwortlich ist, das man nicht spielen kann


    ...und zuletzt solange durch alle Techniken klotzt, bis man eine gefunden hat, die einem das üben ersparen kann - womit man sich natürlich im Kreis dreht.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!