Billiges Akkustikkit umbauen fürs Üben

  • Hey Drummer,


    ich bin stolzer Besitzer eines tollen, hochwertigen Akkustikkits. Voll Mikrofoniert, alles top aber - das steht natürlich 15 min. entfernt im Studio.

    Fürs tägliche Üben wollte ich mir jetzt im Keller (Mietwohnung - sollte also Zimmerlautstärke nicht überschreiten) ein edrum kit aufbauen, wobei ich von den kleinen Meshpads etwas abgeschreckt bin. Also, habe ich das XDrum DD 670 gefunden... mit vernichtenden Kritiken was die Verarbeitung etc. angeht.

    3000 Euro für ein Profikit von Roland will ich aber nicht ausgeben.


    Meine Idee jetzt war, bei Ebay ein gebrauchtes Yamaha Stage Custom zu kaufen - kriegt man ab 300 € und Yamaha hat ne gute Verarbeitung, Meshheads rauf und Trigger in die Kessel einbauen (anbohren etc. kein Problem bei dem billigkit). Bei den Triggern würde ich wohl nicht das billigste nehmen, denn ghostnotes, akzentierungen etc. muss er schon aufnehmen.


    Der Sound ist für mich erstmal sekundär, denn das Kit dient wirklich nur zum Üben. Was denkt ihr? Ich glaube, da könnte man ein gutes Kit für weniger als das XDrum kostet bekommen. Soundmodul ist erstmal auch nicht so wichtig, solange es etwas nach trommel klingt. Handwerklich begabt bin ich auch. Was würdet ihr für trigger empfehlen? Vor allem für die snare bräuchte ich da schon was hochwertiges. Und was haltet ihr generell von der Idee?

    Gibt es da Showstopper? Wenn ich das Zeug erstmal gekauft habe, ist es ja zu spät.


    Gruß,

    Jan

  • Klingt doch nach einem guten Plan. Allerdings darf man die Kosten einer Selbstbaulösung auch nicht unterschätzen, da kommen am Ende schon einige Teile zusammen. In deiner Auflistung fehlen auf den ersten Blick ja noch Becken (und Beckenständer), Hihat (Controller und Pad oder eine Lösung auf Hihat-Ständer), ein ordentliches Modul (und Kopfhörer) und noch einige Kabel, eventuell noch eine Fußmaschine. Bei den Meshheads lohnt es sich auf jeden Fall auch, etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

  • Hallo


    Genau das habe ich soeben realisiert. Gebrauchtes Roland TD-9 geschossen für Becken und Modul. Altes Sonor Action/Swinger mit Meshheads bestückt und 2box-Trigger. Für meine Zwecke, sprich ab und zu Übungseinheiten zuhause reicht das aus. Wenn Du höhere Anforderungen an die Snare hast, wird es halt etwas teurer.

  • Ein gutes/authentisches Kick-Spielgefühl wird nur mit entsprechender Dämpfung möglich sein. DrumTec-Real-Feel-Bassdrums arbeiten da mit speziellem Visco-Schaumstoff, und das Ergebnis ist wirklich seht gut und läßt alles andere blaß aussehen. Man kann nicht einfach auf eine A-Kick ein Meshhead aufziehen und los geht's. Ohne adäquate Dämpfung absolut ungenießbar. Und die Qualität der Dämpfung ist etscheidend ob es dann Bock macht oder nicht.

  • Ich hatte sehr gute Triggerergebnisse mit einem einfachen Meshhead auf der 22er Trommel und jede Menge Decken von innen gegen das Fell gedrückt. Keine Fehltrigger und auch nichts verschluckt. An das Spielgefühl wollte ich mich aber nicht gewöhnen.

  • Ich hatte sehr gute Triggerergebnisse mit einem einfachen Meshhead auf der 22er Trommel und jede Menge Decken von innen gegen das Fell gedrückt. Keine Fehltrigger und auch nichts verschluckt. An das Spielgefühl wollte ich mich aber nicht gewöhnen.

    Jupp, so sieht's aus. Kann wirklich jedem empfehlen das DrumTec-Gefühl mal testweise im Fuß zu haben. Nochnichtmal die teuersten Roland-Kick-Pads kommen da ran.

  • Klingt doch nach einem guten Plan. Allerdings darf man die Kosten einer Selbstbaulösung auch nicht unterschätzen, da kommen am Ende schon einige Teile zusammen. In deiner Auflistung fehlen auf den ersten Blick ja noch Becken (und Beckenständer), Hihat (Controller und Pad oder eine Lösung auf Hihat-Ständer), ein ordentliches Modul (und Kopfhörer) und noch einige Kabel, eventuell noch eine Fußmaschine. Bei den Meshheads lohnt es sich auf jeden Fall auch, etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

    Gut, in meiner Nachricht fehlte, dass ich bereits ein Modul von Alesis, D4 glaube ich, habe. wurde wohl knapp nach dem zweiten Weltkrieg gebaut, aber es tut seinen Job. Wie gesagt - sound ist erstmal sekundär. Double Fussmaschine ist vorhanden und für mein Akkustikkit wollte ich eh nen neuen Hihat Stand - dann kann ich den alten für das neue Projekt nehmen. LowNoise Becken werden sicher noch ein paar hundert kosten... aber das ist dann halt so.


    Das mit der Dämpfung ist interessant.

  • ein gebrauchtes Yamaha Stage Custom zu kaufen - kriegt man ab 300 € ....

    Da würde aber auch ein billiges, abgeranztes Millenium, Black Horse etc. tun - die bekommt man schon für 50€.

    Dann hast du mehr Geld für ordentliche Becken und Trigger übrig.

    So wäre zumindestens meine Priorität - habe mir auch schon mal ein E-Drum Set aus durchgesägten Toms (ein Billig-Tom = 2 Trigger-Toms) gebaut.

  • Hallo und danke für die vielen Anregungen. Das Projekt wurde so eben gestartet - hab mit ein DW PDP X7 gekauft.


    22er Bassdrum

    8er, 10er und 12er Racktom

    14er und 16er Floor

    14er Snare


    Jetzt geht es um die Auswahl der Trigger. Dache an sowas in etwa:


    E-Drum-Trigger-System Einbau / Truss-System Spar-Set für 5-teiliges Akustik-Set | eBay


    Fünfteilig reicht natürlich nicht, aber die beiden fehlenden kriwgt man auch.


    Oder besser was für sen Spannreifen holen? Hab nicht höchste, aber doch gewisse Ansprüche.


    Gruß,

    Jan

  • X7 sind absolute Preisknaller, wenn man ein gutes, günstiges und gut aussehendes Set mit vielen Trommeln sucht.

    Um es als E-Set zu nutzen wäre es mir persönlich zu gut...


    Für dein Vorhaben hätte ich auf irgend ein Set für ca. 100-150€ gesetzt. Pear Forum, Mapex Mars etc...


    Was hast du für das X7 gelöhnt?

  • Hi,


    650 € plus zwei döner ;)


    Mit Snare, mit haufen Hardware - war ein hammer Angebot und Teile der Hardware (u.a. zwei echte DW Beckenständer) kann ich für mein Studiokit nutzen - das hat bei der Entscheidung alles ne Rolle gespielt. Ein Foto von meiner neuen Errungenschaft findet ihr anbei.

    Jetzt will ich es aber auch gut machen und ordentliche Trigger verbauen. Aber vielleicht nicht die 430€ Teile von R-Drums. Dachte an

    etwa 400 Euro für alle Trigger. Der Drum-Doc würde das hergeben.


    Hat denn jemand Erfahrung mit den Triggern vom drum-doctor?

    eTrigger-Einbausysteme | drum-doktor.de


    Eingebaute Trigger müssen doch Vorteile gegenüber den Triggern, die man an den Spannreifen klemmt, haben, immerhin sind sie teurer und "schwierigER" zu montieren.

  • Eingebaute Trigger müssen doch Vorteile gegenüber den Triggern, die man an den Spannreifen klemmt, haben, immerhin sind sie teurer und "schwierigER" zu montieren.

    Spätestens > 12 Zoll solltest du nur noch Mitten-Triggern nehmen.

  • Eingebaute Trigger müssen doch Vorteile gegenüber den Triggern, die man an den Spannreifen klemmt, haben, immerhin sind sie teurer und "schwierigER" zu montieren.

    Spätestens > 12 Zoll solltest du nur noch Mitten-Triggern nehmen.

    Diese Empfehlung solltest Du unbedingt beherzigen. Ich habe es bei meiner 20" BD mit einem Randtrigger versucht, zwecklos. Als Zwischenlösung hatte ich so einen Kick-Beater-Trigger. Jetzt kommt ein EInbau-Trigger in die Bassdrum und dann ist Ruhe.

  • Ich hab auf 22, 14, 12, 16 alte Ddrum Redshot Drum Trigger mit einlagigen Mesh Fellen in einem Roland TD7, welches vermutlich hergestellt wurde bevor meine Eltern überhaupt an mich gedacht haben.

    Sehr einfach und Low Level: Funktioniert. Klar ists nicht perfekt, ich investier da jetzt allerdings auch nicht übertrieben viel Zeit damit. Zum Üben reichte es, mit Fehltriggern oder Aussetzern hatte ich fast keine Probleme, habe dann einfach ein wenig mit den Modul Settings herumgespielt. Das Ergebnis klingt hin und wieder dann doch angenehmer als ein Pad. Habe auf den Trommeln sogar noch echte Resonanzfelle drauf, so klingt das auch ohne Modul sogar noch ein bisschen. :D


    Die Frage ist was du erreichen willst, und ich sag nicht das mein Weg ratsam ist. Ich weiß nur das ich möglichst wenig Geld dafür ausgeben wollte, weil mich E-Drums auf lange Sicht ohnehin nicht fesseln können, auch wenns echte Kesselgrößen sind. Für mich reichts. Für viele andere vermutlich nicht.


    lg

  • Ok, Mitteltrigger, gerne. Da ich keine zwei linken Hände habe, würde ich die gerne selbst bauen - also das Stativ dafür. Eine runte Blechplatte mit einer selbstklebenden Seite in unterschiedlichen Durchmessern bekommt man für 1 Euro. Dann bräuchte ich noch U-Profile aus Aluminium für die Streben zu den Spannbackenschrauben. Dort nen 90° Winkel und das sollte passen.


    Nicht selbst würde ich natürlich die Trigger bauen (können). Man bekommt auf Ebay die Trigger mit Schaumstoffspitze:

    E-Drum Trigger-Kegel / Cone PRO + Piezo-Sensor, 35 mm, Sparset | eBay


    Was mir jetzt noch fehlt, ist der Entkoppler - also das Teil, auf dem das Piezo sitzt.

    Den Aufbau eines Triggers habe ich mal skizziert und dem Post angehängt. Auf Youtube gibts auch ne Anleitung zum selbst bauen von Triggern.

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    Würde von der Anleitung aber etwas abweichen und nicht den kompletten Querschnitt mit einer Platte verdecken. Will auch ein Reso Fell haben.


    Wisst Ihr, worauf man besonders achten muss und vor allem, aus welchem Material der "Entkoppler" sein muss?


    Vielen Dank und Grüße,

    Jan

  • Ein wirklich schönes Set hast du dir da für den Umbau zugelegt. Da könnte ich fast neidisch werden, aber ich denke mein Mars ist auch nicht so verkehrt.


    Auf die Umsetzung und die Erfahrungen bin ich jedenfalls sehr gespannt.

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