Charlie Watts ist tot!

  • Ich habs eben erst mitbekommen.

    Bin zwar auch kein Stones-Fan, aber vermissen werde ich ihn trotzdem ein bisschen.

    Als ich mein erstes selbstgebautes Set aus Waschmitteltrommeln auf dem Dachboden stehen hatte, war da dieser mit einem Einmachgummi reparierte Plattenspieler, auf dem u.a. eine alte Scheibe mit Stones-Hits ihre Runden drehte: Satisfaction, Honky Tonk Women, Gimme Shelter, Paint It Black, Street Fighting Man...... :thumbup:

    :(

  • ich war als Teenie ein glühender Stones-Fan, mein Jugend-Erinnerungs-Ich macht sein Tod schon ziemlich betroffen.

    80 ist jetzt auch nicht unbedingt ein hohes Alter, sicher sterben - vor allem auch Musiker - einige leider noch früher, aber ein paar Jahre wären da schon noch gegangen.

    Vor allem wird das möglicherweise das Ende der Stones bedeuten, und das ist auch nochmal sowas wie wenn wer stirbt.

    DIE Rolling Stones, so ziemlich eine der am längsten durchgehend bestehenden Bands der Rockgeschichte. Noch dazu mit nur 1 Drummer! Also da stirbt jetzt auch ein Stück Rockgeschichte...

    F*** Cancer! ;(

    Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3 xxxx Love life, and live! - It's worth it.


    “You are never too old to set another goal, or to dream a new dream.” ― C.S. Lewis


    Don‘t waste your time or time will waste you. (Muse - Knights of Cydonia)

    Einmal editiert, zuletzt von danyvet ()

  • Hier mal ein Nachruf auf der Tube, von einem nicht ganz unbekannten Herrn mit Musikverständnis:

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  • Guten Abend,


    aus meiner Sicht war die herausragendste Eigenschaft des Mannes der Umstand, dass er den Rock'n'Roll-Zirkus ignorierte.

    Anders als andere Leute aus der ersten oder zweiten Reihe, die jedes Jahr zur Tournee eine neue Ballerburg vom Ausstatter gestellt bekommen, hat der Mann einfach sein altbewährtes (und das war teilweise mal so richtig alt) Zeug benutzt, sogar bei einer der bekanntesten Kapellen der Welt auf den ganz großen Bühnen.


    Die Spielweise mag ihre Eigenarten gehabt haben, aber die Stones sind für mich Jagger/Richards, der komplette Rest ist austauschbar und man hat das ja auch schon erlebt.

    Wer meint, die müssten jetzt aufhören, der hat irgendwie nicht mitbekommen, dass die Kapelle eine neue Platte auf den Markt geworfen hat und die Single-Auskopplung ist nicht ganz unerfolgreich.


    Die Stones sind derzeit immer noch keine Cover-Kapelle von sich selbst.

    Auch zu den langen Zeiten mit Charlie Watts hat selbiger eben gerade nicht immer dasselbe gespielt, noch nicht mal beim gleichen Lied.


    Gelegentlich hat er ja sowieso ganz anders (oder doch ganz ähnlich?) Ausflüge in andere Gefilde gespielt:

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    Grüße

    Jürgen

  • Wir haben keinen eigenen Thread über Charlie Watts, außer diesen hier?

    Vielleicht könnte man den Titel von "Charlie Watts ist tot" auch einfach in "Charlie Watts" ändern.


    Nun denn, wie dem auch sei, selbst wenn ich kein Charlie-Watts-Fan bin, dieses Video hier habe ich von vorne bis hinten gesehen.

    Auf gewisse Art und Weise war er wohl besonders, und das in einer Zeit, in der die Rock-Musik in den Kinderschuhen steckte.


    Also:


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  • Sein Drumming zusammen mit der rohen aber groovigen Rhythmusgitarre von Keith haben mich absolut gepackt, da war ich gerade mal 13 Jahre alt. Der deutlich ältere Gitarrist unserer damaligen Schülerband stand auf die Stones und hat mich infiziert. Als ich die Stones das erste Mal live gesehen habe und Charlie nicht hinter einer modernen Ballerburg, sondern einem kleinen, uralten 4 teiligen Gretsch Set saß, hat mich das erneut umgehauen. Understatement vom Feinsten. Und das von einem, der wahrscheinlich alle drum companies hätte kaufen können.

    Keiner der Stones ist virtuoser Musiker, da sind Fehler, Temposchwankungen, Ecken und Kanten. Aber zusammen macht es plötzlich Klick, die Maschine stottert, aber nimmt Fahrt auf und rumpelrockt schließlich unverschämt dahin, dass es eine Freude ist. Das Unperfekte, Menschliche finde ich gerade so charmant. In den letzten Jahren vor seinem Tod hat sein Spiel aber doch viel des ursprünglichen Drive eingebüßt, leider auch das der anderen Stones. Der Höhepunkt war für mich um 1998 überschritten. RIP Charlie.

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