Click/Metronom für Bandprobe

  • Liebe Schlagler,


    ich habe bis jetzt nie mit einem Click gespielt und werde das nun ändern.


    Zu Hause benutze ich selten, wenn überhaupt, mal mein smartphone um auf den oberschenkeln zu klopfen.


    Ich will aber gerne bei der Bandprobe was im Ohr haben.


    Was benutzt ihr? Wie funktioniert das, wenn man mal jammt, wie spontan kann ich da das tempo ändern und wie macht ihr das mit dem gehörschutz?


    Ich spiele mit regulären "Oropax" aus der apotheke.


    Cheers,

    Flow

  • ich nutze die app "pro metronome" am handy bzw. ipad, mit in-ear Kopfhörer (oder auch over-ear, wenns nicht zu heiß ist).

    Tempo ändern geht recht flott, entweder mit tap-Funktion oder mit dem Einstellrad der app. Beim Jammen aber weniger, da ich da ja noch nicht das Tempo weiß und ich auch meist nicht beginne. Wenn wir uns aber bei einem Song mal aufs Tempo geeinigt haben und ich einzähle, dann nutz ich es schon meist/oft/ab und zu ;)

    Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3 xxxx Love life, and live! - It's worth it.


    “You are never too old to set another goal, or to dream a new dream.” ― C.S. Lewis


    Don‘t waste your time or time will waste you. (Muse - Knights of Cydonia)

  • ich verwende stagediver SD2 oder shure SE215, die dichten eigentlich mindestens genauso ab wie die ganzen gehörschutzstöpseln. als over-ear hab ich VicFirth sih1 und beyerdynamic DT-770M

    edit: dass es geschlossene over-ears sind, hab ich verausgesetzt, meine sind geschlossen :) danke an burned_destroyer für den wichtigen Hinweis

    Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3 xxxx Love life, and live! - It's worth it.


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  • Ich würde sagen es kommt darauf an wie genau das Szenario aussieht. Wenn es wirklich nur ums alleine Üben geht, dann reichen bei mir handelsübliche In Ear Kopfhörer und eine beliebige Smartphone App, zB Metronomerous für Android. Ansonsten kann man auch einfach die Website benutzen:

    Online metronome | FREE interactive METRONOME | imusic-school

    Over Ear Kopfhörer funktionieren auch, würde da aber eher zu geschlossenen Modellen raten, ansonsten könnte es sein das man den Click nicht mehr hört.


    Beim Jammen so wie danyvet geschrieben hat, ist das Tempo das geringste Problem, da gehts eher darum wer was wann warum spielt.


    Ist das Lied fertig und soll mit Click von der ganzen Band geprobt werden, ist meiner Meinung das beste Szenario wenn jeder einen In Ear Mix mit allen Instrumenten inklusive dem Metronom welches im Idealfall bereits in einer DAW erstellt wurde mit etwaigen Tempoänderungen auf den Kopfhörern hat. Das praktizieren wir schon seit einigen Jahren so, funktioniert wunderbar. Bei Proben (und das liegt vielleicht auch an meinen Mitmusikern) verhindert das jegliche Diskussion wenn alle den Click hören, so weiß jeder welche Teile er vielleicht detaillierter üben sollte. Das nur ein Musiker den Click hört halte ich für nicht besonders zielführend.


    lg

  • Das nur ein Musiker den Click hört halte ich für nicht besonders zielführend.

    ich finds auch besser, wenn alle den klick haben, aber was soll ich machen, wenn die anderen keinen wollen :rolleyes:

    Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3 xxxx Love life, and live! - It's worth it.


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  • Also bluetooth inears hab ich. Was sind geschlossene?

    Bluetooth würde ich bei allem was irgendwie mit live oder sonstwas zu tun hat nicht nehmen, das hat immer eine Latenz. Ich mag meine Kabel. :D


    Ich zitiere von der Teufel Homepage, da ist der Unterschied meiner Meinung recht gut erklärt:

    Zitat

    Offene Kopfhörer

    Bei dieser Variante ist das Gehäuse der Kopfhörermuschel perforiert und somit luftdurchlässig. Offene Kopfhörer sind dadurch leichter, wodurch sie angenehmer zu tragen sind. Zudem werden deine Ohren gut belüftet und du hörst einen leicht offenen Klang mit sehr guter räumlicher Darstellung. Allerdings ist die Musik nach außen hin hörbar, und auch Geräusche von außen werden kaum gedämpft. Daher empfiehlt es sich, offene Kopfhörer eher zu Hause oder in ungestörter Umgebung zu nutzen – und zum Beispiel nicht in Bus und Bahn.

    Geschlossene Kopfhörer

    Diese Kopfhörer sind komplett geschlossen, daher weniger luftdurchlässig und auch etwas schwerer. Dafür werden Außengeräusche deutlich stärker gedämpft und die Musik ist in der Regel für andere nicht oder nur minimal hörbar. Für eine noch stärkere Isolierung der Außengeräusche bieten manche Kopfhörer das sogenannte Active Noise Cancelling. Ein klanglicher Unterschied zur offenen Variante macht sich vor allem durch den Bass bemerkbar, der bei der geschlossenen Bauweise noch kräftiger zu hören ist. Geschlossene Kopfhörer solltest du nur dort tragen, wo du nicht auf Umgebungsgeräusche achten musst – also auf keinen Fall im Straßenverkehr.


    ich finds auch besser, wenn alle den klick haben, aber was soll ich machen, wenn die anderen keinen wollen :rolleyes:

    Steter Tropfen höhlt den Stein oder so. Ich würde in klassisch österreichischer Manier so lange mit den Mitmusikern "sempern" (gibts da eigentlich ein vernünftiges deutsches Wort dafür :D ) bis sie einlenken. ^^


    lg Alex

  • Alle guten Tipps schon gemacht: Vielleicht trotzdem noch zur Abrundung eine Bemerkung zum Solo-Click:


    Bei Live Konzerten ist es wirklich zuweilen übel, als einziger den Klick zu haben, da erfahrungsgemäß das Adrenalin alle nach vorne treibt, selber lässt man dann als einziger Disziplin walten und ist am Ende dann doch der Dumme, weil es sich alles so anhört, als wenn man schleppen würde. Und das nur, weil alle anderen vorwärts drängen. Live würde ich es daher nicht machen.


    Aber für die Probe ist es ein sehr guter Bildungseffekt auch für die gesamte Band. Wenn du das dauerhaft machst, bremst du zugleich die wilden Gitarristen und fahrigem Keyboarder ein, die sich an ein Steady Beat mit der Zeit dann besser gewöhnen (wobei die Keyboarder meistens das beste Timing haben).

    "Pommes/currywurst hat einfach seine eigenen Gesetze."
    (c) by frint / 2008


    "Es macht so viel Spaß, ein Mann zu sein, das können sich Frauen gar nicht
    vorstellen!" (c) by Lippe / 2006

  • Ich habe mir das komfortabel eingerichtet. Als Basis ein kleiner Mixer, ein Behringer Xenyx 802. Raummikro drauf, das gute Dr. Beat DB90 Metronom angeschlossen, Shure SE215 In-ears, das ich mit einem Fischer Amps Mini Bodypack kopple. Mit dem Bodypack (am Gürtel) kannst du wesentlich besser die Lautstärke aller angeschlossenen Komponenten justieren. Wenn du den Basser noch drauflegst, ist das fast schon die Krönung.


    Beim Jammen spiele ich ohne jegliche Rhythmusunterstützung. Das ist ja freies Spiel und dient hauptsächlich dem musikalischen Verständnis als dem tempoorientierten Spiel.

    Ein Mann vom Schlag eines Zeugers!

  • Bei Live Konzerten ist es wirklich zuweilen übel, als einziger den Klick zu haben, da erfahrungsgemäß das Adrenalin alle nach vorne treibt...

    Es war im Sommer 2019 - bei einem Gig fing unser Gitarrist "Sex on fire" dermaßen schell an, dass ich froh war, den Click im richtigen Tempo im Ohr zu haben. So konnte ich für die Sänger*innen ein singbares Tempo erzwingen.

    Im Nachhinein ärgere ich mich allerdings darüber. Hätte ich das Turbo-Tempo beibehalten, wären die Sänger*innen möglicherweise so dermaßen böse auf den Gitarrero gewesen, dass sie auch den Click für alle gefordert hätten... Alles Spekulation. ^^

  • Bei Live Konzerten ist es wirklich zuweilen übel, als einziger den Klick zu haben,

    Das ist in einer ungeübten Band sicher richtig.
    Wir spielen ausschließlich mit Klick, bei jeder Probe und Live sowieso.
    Allerdings bin ich der einzige der den Klick hat. Die Kollegen spielen ausschließlich nach mir.
    Live kann es bei mehrtaktigen Breaks schon passieren das sie mir in die ein oder andere Richtung leicht weglaufen.
    Aber wir sind da so gut eingespielt das ich sie mir innerhalb eines Taktes wieder einfange, das bleibt unhörbar.
    Im Extremfall spiele ich in meiner Rumpelkapelle einfach die getretene HH durch, aber das ist bei uns selten bis gar nicht mehr nötig.


    Ansonsten wurden schon alle Tips gegeben sowas preiswert und einfach umzusetzen.
    Ich kann trotzdem nur jedem InEar Monitoring empfehlen.

    don´t panic

  • Das Metronom ist auch während der Lieder mein bester Freund. Ich ändere beim Spielen je nach Stimmung und Tagesform der Band immer mal das Tempo um +- 1 bis 2 bpm. Außerdem stoppe ich es zwischendurch immer mal, wenn es die Kollegen in Soloteilen nicht so eng mit dem Raster nehmen oder ich ihnen gerne mehr Freiheit geben möchte, und starte es später auf einer gemeinsamen Zählzeit dann wieder. Dann muss ich uns nicht wieder in das alte Raster schieben.

    Dafür brauche ich aber ein Metronom, dass beim Tastendruck keine Latenz hat. Damit fallen alle Stimmgerät-Metronome und einige Apps, die ich getestet habe, für mich leider raus. Ich bin da einfach gerne flexibel.

  • Das ist in einer ungeübten Band sicher richtig.
    Wir spielen ausschließlich mit Klick, bei jeder Probe und Live sowieso.
    Allerdings bin ich der einzige der den Klick hat. Die Kollegen spielen ausschließlich nach mir.
    Live kann es bei mehrtaktigen Breaks schon passieren das sie mir in die ein oder andere Richtung leicht weglaufen.
    Aber wir sind da so gut eingespielt das ich sie mir innerhalb eines Taktes wieder einfange, das bleibt unhörbar.
    Im Extremfall spiele ich in meiner Rumpelkapelle einfach die getretene HH durch, aber das ist bei uns selten bis gar nicht mehr nötig.

    Ich glaube das hängt auch viel vom Wesen und der Sturheit der einzelnen Mitmusiker ab. Dabei rede ich oft gar nicht von Temposchwankungen (die tragen wir meist ohnehin alle mit), sondern es passiert oft ganz gern das jemand vielleicht irgendwo eine Viertel oder Achtel unterschlägt oder zuviel gibt. Da ists dann eher blöd wenn nur ich den Click habe, wenn der eine Takt auf einmal zum 7/8 degradiert wurde und ich den Click plötzlich als Offbeat habe wenn ich dem oder der Anderen den Arsch rette, oder der Mitmusiker die Achtel vor mir ist. Da ists einfacher wenn alle den Click am Ohr haben und der dann auch weiß das er nicht mehr auf Schlag war. (Liegt vielleicht auch an meinen Leuten :D )



    Ansonsten wurden schon alle Tips gegeben sowas preiswert und einfach umzusetzen.
    Ich kann trotzdem nur jedem InEar Monitoring empfehlen.

    In Ear Monitoring kann ich voll und ganz unterschreiben.


    Vielleicht noch ein kleiner Zusatz zu den Kopfhörern. Im Prinzip reicht jedes günstige In Ear Modell mit verschieden Aufsätzen damit du deine richtige Größe findest für den Anfang vollkommen aus. Da würde ich einfach die nächstbesten nehmen die mir zwischen die Finger kommen.


    lg Alex

  • Danke für die weiteren antworten!



    Ich habe jetzt mal mit Click probiert.


    Bassist hat auf mein einzählen begonnen und mein metronom war innerhalb des ersten taktes verschoben, dass ich gar nicht mehr einsteigen konnte.


    Also ohne, dass alle musiker ein click im ohr haben, schaut das für mich unmachbar aus

  • Bassist hat auf mein einzählen begonnen und mein metronom war innerhalb des ersten taktes verschoben, dass ich gar nicht mehr einsteigen konnte.


    Also ohne, dass alle musiker ein click im ohr haben, schaut das für mich unmachbar aus

    Nein, dein Metronom war bestimmt nicht verschoben, sondern der Bassist.

    Zähle halt stur weiter ein, auch wenn der Bassist schon spielt und mache ihm damit klar, dass er gefälligst auf DEINEM zu bleiben hat. Irgendwann klappt das schon. ;)

    Gleich aufgeben ist die schlechteste Option für dich.

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