Klar oder Weiß aufgeraut? Anwort: Klar und gedämpft

  • Ich würde ja gerne mal zur Kontrolle ein anderes Set mit den Frostfellen hören. Meine einzige Erfahrung damit (Proberaumset, vom Eigner frisch befellt) war so traumatisierend, dass ich keinem Menschen diese Empfehlung antun würde. Man möchte meinen, dass ein vorgedämpftes Fell Stimmfehler etwas großzügiger verzeiht. In dem Fall war es einfach nur grausig, wie dickes Butterbrotpapier, raschelig und leblos. Bin ja bekanntermaßen kein Evansfan, aber seitdem stehen die EC2 auf meiner Blacklist.

    Kann dem trommla nur zustimmen, der Vorbesitzer meines ehemaligen Ludwig Legacy hatte diese Frostfelle aufgezogen.

    Worst drumheads ever, keine Ahnung was sich Evans dabei gedacht hat.


    Ich habe auf meine Acryl Trommeln immer die Kombi 2-lagig clear als Schlagfell (Remo Emperor oder Aquarian Super 2) und als Resos klare Remo Diplomat aufgezogen.

    Durch die dünnen Resos klingen die Toms etwas lebendiger/offener.

  • Ich würde ja gerne mal zur Kontrolle ein anderes Set mit den Frostfellen hören. Meine einzige Erfahrung damit (Proberaumset, vom Eigner frisch befellt) war so traumatisierend, dass ich keinem Menschen diese Empfehlung antun würde. Man möchte meinen, dass ein vorgedämpftes Fell Stimmfehler etwas großzügiger verzeiht. In dem Fall war es einfach nur grausig, wie dickes Butterbrotpapier, raschelig und leblos. Bin ja bekanntermaßen kein Evansfan, aber seitdem stehen die EC2 auf meiner Blacklist.

    Wundert mich etwas, da ich mit denen eigentlich zufrieden bin. Alle meine Videos von diesem Jahr habe ich mit denen auf den Toms gemacht. Liegt aber vielleicht auch an den Diplomats als Resos.

    Ich war jedenfalls nie ein Freund von viel Dämpfung. Allerdings auch nicht von viel Sustain und "Oouum".


    Ich sehe auch immer wieder Drummer, die mit kompletten Moon- oder Skygel-Pads dämpfen. Wenn man so ein ganzes Ding irgendwo drauf klebt, ist der Klang ganz schnell tot.

  • Alle meine Videos von diesem Jahr habe ich mit denen auf den Toms gemacht.

    Gut, von deinen Videos her bist du aber auch ein Powerdrummer, der auf den Toms wenig Dynamik braucht. Mag klappen. In akustischen Settings und deutlich mehr dynamischer Bandbreite Richtung Pianissimo war ich sehr schnell sehr genervt.

    Ich sehe auch immer wieder Drummer, die mit kompletten Moon- oder Skygel-Pads dämpfen. Wenn man so ein ganzes Ding irgendwo drauf klebt, ist der Klang ganz schnell tot.

    Kann ich nicht pauschal bestätigen, wenn man sich die Zeit nimmt, die richtige Stelle für so ein Gelpad zu finden. Die Bandbreite zwischen tollem und totem Sound ist da recht groß. Allerdings sind mir kleinere Stücke auch lieber. Find dieses Set mit verschiedenen Größen recht praktisch, da hat man die Wahl auch ohne Messer oder Schere:


    iu (600×600)

    Aber anderes Thema...

  • Gut, von deinen Videos her bist du aber auch ein Powerdrummer, der auf den Toms wenig Dynamik braucht. Mag klappen. In akustischen Settings und deutlich mehr dynamischer Bandbreite Richtung Pianissimo war ich sehr schnell sehr genervt.

    Grundsätzlich ja. Ich spiel die Toms aber schon auch dynamisch (die Snare mit lauten Backbeats und Ghostnotes sowieso). Allerdings mit einer recht hohen Grundlautstärke - ok. Beispiel: https://youtu.be/EU92vhyhmJQ


    Kann ich nicht pauschal bestätigen, wenn man sich die Zeit nimmt, die richtige Stelle für so ein Gelpad zu finden. Die Bandbreite zwischen tollem und totem Sound ist da recht groß. Allerdings sind mir kleinere Stücke auch lieber. Find dieses Set mit verschiedenen Größen recht praktisch, da hat man die Wahl auch ohne Messer oder Schere:

    Na ja. Wenn man die 4-fache Masse auf ein Fell klebt macht das schon einen deutlicheren Unterschied. Und wo sonst soll man es auch hinkleben als an den Fellrand? Spannreifen, Fellmitte? :/

  • Beispiel:

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    Danke, Beispiele gibst du uns ja überall und ständig. Für mich geht's gut auch mal ohne.

  • Erstens hatte ich das Video extra nicht eingebettet, sondern nur verlinkt und zweitens mach ich das nicht überall und ständig.

    Du unterstellst mir auch mit solchen Aussagen halt Sachen, die einfach nicht stimmen.


    Aber was diskutiere ich hier überhaupt ... die EC2S sind grundsätzlich brauchbare Felle. Vielleicht nicht ganz so für Jazz geeignet.

  • die EC2S sind grundsätzlich brauchbare Felle.

    Sicher, sonst wären sie wohl längst vom Markt. War selbst damals überrascht, wie übel die klangen. Das war allerdings KEIN Jazz ;)

    Bei dir tönen sie ja auch mehr als ok, allerdings bezog ich mich auf die gefrosteten. Vielleicht gibt's da Unterschiede, klare EC2 fand ich immer passabel, wenn ich mal draufklopfen durfte.


    Du unterstellst mir auch mit solchen Aussagen halt Sachen, die einfach nicht stimmen.

    Ich möchte dir nix unrechtes unterstellen, du weißt dass ich dich und deine Beiträge sehr schätze. Videos von dir sehe und höre ich auch gerne - in deinem eigenen Thread. Find's bei Themen anderer allerdings inzwischen manchmal zu viel des Guten. Hat was von Guerilla-Marketing in eigener Sache.

  • N'abend, der Zufall kam mir bei der Entscheidung zur Hilfe, da beim lokalen Händler ein Satz EC2 Clear für unter 50 Euro mit einem vierten Fell (für eine Snare) zu haben war. Leider muss ich jetzt doch die Paketboten mit einer Bestellung belasten, aber das natürlich erst nach der Wintersonnenwende.

    Wer leichter glaubt, wird schwerer klug!

  • Moin, ich hatte die Möglichkeit bei einem anderen Händler in Lübeck die fehlenden Felle bestellen zu können, sodass der Paketmensch nicht zu uns musste!

    Der Wechsel auf Evans EC2S Clear ist vollzogen. Habe einen kleinen Vergleich aufgenommen, der natürlich nicht ganz fair ist, da die Remo Empeor nicht gerade neu sind.

    Nur Tommics Remo

    http://www.ipo-drums.de/files/ReTom.mp3

    Mit Allem Remo

    http://www.ipo-drums.de/files/ReAll.mp3

    Nur Tommics Evans

    http://www.ipo-drums.de/files/EvTom.mp3

    Mit Allem Evans

    http://www.ipo-drums.de/files/EvAll.mp3

    Wer leichter glaubt, wird schwerer klug!

  • Super, danke für die Soundbeispiele. Ich finde es veranschaulicht ganz gut das vorher diskutierte. Bist du denn zufrieden? Ich weiß nicht genau was, aber bei den Aufnahmen passt für mich intuitiv was mit den Intervallen nicht so recht für meine Ohren.

  • Gude Evening,


    habe nun ach, Kloßbrüh', Klarglas und Schneestaub studiert,

    hier steh' ich nun ich arme Tür und bin so klug als wie zuvür.


    Irgendwie haben die Eimer die falschen Größen und sind viel zu hoch gestimmt oder sie sind zu klein oder beides?


    Was die Interwalle betrifft, ja zwischen Aschenbecher/Sektkühler und den drei Trommeln ist irgendwie eine Schallgrenze eingebaut, wirkt fast als fehlte eine Trommel - bei Re. Bei Ev scheinen die Dinger näher beieinander zu sein, da sind dann die Größeren gerade nach hintern heraus schon arg nah.

    Davon abgesehen: die Ev klingen viel dumpfer/komprimierter, dennoch wirken sie frischer.

    Das China macht müde Gesichter munter.


    Grüße

    Jürgen

  • Alt gegen neu finde ich immer schwierig. Nach deinen Audios liegen die Emperors für mich klanglich vorne, allerdings vermute ich, dass die EC2 unter Closemikes für manchen Drummer ihre Stärken ausspielen. Sind sicher gut kontrollierbar und liefern ein leicht zu handelnden Eingangssignal.


    Für mich, der überwiegend live und nur sporadisch im Studio spielt, isses doch eher der etwas lebendiger Klang der Emps, denen ich bei Bedarf mit etwas zusätzlicher Dämpfung zu Leibe rücken kann.

  • allerdings vermute ich, dass die EC2 unter Closemikes für manchen Drummer ihre Stärken ausspielen.

    Definitiv.


    Das hat aber nix mit Studio oder live zu tun. Ich bin tatsächlich wegen des Closemikings im Livebetrieb auf die EC2S umgestiegen. Im Proberaum habe ich weniger Probleme mit ungenauen Stimmungen und langen Sustains. Außerdem kann man die Tomspuren bei Aufnahmen in der Lautstärke automatisieren.

  • Das ist nachvollziehbar. Closemiking ist definitv 'ne Sache für sich. Und Live auch noch mal was anderes als im Studio. Da kann man im Nachhinein noch viel machen. Auch wenn der Techniker faul ist und Gates für die Toms benutzt, kann man da noch mal auf unpassend eingestellte Thresholds hinweisen. Live geht das nicht. Daher sehe ich mittlerweile zu, Livetechnikern grundsätzlich brauchbare Signale anzubieten. Ein nicht benutztes Gate entscheidet u.U. darüber, ob leise Schläge (also die, die sowieso schon schlechter hörbar sind und schnell untergehen) auf der PA sind oder nicht.

  • Ein paar Bilder sind in der Galerie zu finden. Nach ein paar Mal trommeln habe ich die Toms nachgestimmt und bin sehr zufrieden. Die Intervalle gefallen mir so und das Ziel, ohne Dämpfung beim Aufnehmen auszukommen, ist erreicht.

    Wer leichter glaubt, wird schwerer klug!

  • braindead-animal

    Hat den Titel des Themas von „Klar oder Weiß aufgeraut?“ zu „Klar oder Weiß aufgeraut? Anwort: Klar und gedämpft“ geändert.
  • Ist eine total interessante Tendenz. Während meine Gitarristen sich nur um ihren eigenen Sound kümmern und dabei winzigste Nuancen diskutieren, die auch nach ihrer Aussage mehr fühl- als hörbar sind, tendieren Schlagzeuger doch tatsächlich häufig dazu, es den Techniker*innen recht machen zu wollen.

    Ich zum Beispiel hab ein Loch im Resofell der Bassdrum, obwohl ich Sound und Gefühl mit geschlossenem Frontfell viel besser finde. Das mach ich nur, weil ich das Gemaule der Livetechniker nicht mehr hören kann.

  • Während meine Gitarristen sich nur um ihren eigenen Sound kümmern und dabei winzigste Nuancen diskutieren, die auch nach ihrer Aussage mehr fühl- als hörbar sind, tendieren Schlagzeuger doch tatsächlich häufig dazu, es den Techniker*innen recht machen zu wollen.

    Drummer sind halt eher mit der Vorstellung groß geworden, ihr Job sei es, die Band gut klingen zu lassen. Viele Gitarristen halten sich dagegen ne Band, damit diese sie gut klingen lässt. Und damit sie zwischen zwei Gitarrensoli mal nen Schluck trinken können, dürfen manchmal auch Sänger*innen mitmachen.

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