Die alte Leidenschaft elektrisch neu entfachen

  • Hi ihr Lieben,


    ich habe in meiner Jugend ein bisschen Schlagzeug gespielt (akustisch) und mit den Kumpels in einer kleinen Band geübt.


    Leider hat damals die Distanz zum Proberaum, aber auch der fehlende Biss dazu geführt, das Thema erstmal an den Nagel zu hängen.


    Viele Jahre später möchte ich die Leidenschaft wieder entfachen. Man merkt einfach, wie man bei jedem Konzert nur den Drums folgen kann, bei jedem Lied im Auto zum Takt mit den Fingern trommelt etc. Ihr kennt es sicher...


    Da mittlerweile die Ausgangsparameter etwas besser liegen als damals (mehr Platz zuhause und auch etwas mehr Geld in der Brieftasche), möchte ich nochmal angreifen.


    Auch wenn ich glücklicherweise ein Eigenheim besitze, so kommt ein A-Set für mich nicht in Frage. Thema Trittschall kann ich jedoch fast vernachlässigen.


    Ich bin also auf der Suche nach einem guten E-Drum, dass mich auch die nächsten Jahre begleiten kann.


    Man sagt ja, mit dem Alter kommt die Weisheit.. ich sage eher, dass Erfahrung die Summe aller Fehler ist. Und so habe ich für mich einfach gelernt: Wer billig kauft, kauft zweimal. Wie häufig hat man sich für die günstige Variante entschieden (PC, Sportgeräte etc.) und sich nachher geärgert, weil plötzlich die Lust daran vergangen ist (aufgrund fehlender Qualität etc.).


    Jetzt stellt sich für mich folgende Frage: In welche Richtung sollte ich meine Suche lenken? Wenn man sich die großen Musikhäuser ansieht, so stellt man fest, dass die Hausmarken Drumsets anbieten, die optisch sehr cool aussehen, mich aber skeptisch machen (wie hoch ist die verbaute Qualität?).


    Wie sieht es mit Alesis aus? Kann man damit anfangen, oder sollte man direkt Richtung Roland gehen?


    Da ich wirklich nicht weiß, ob ich auch dauerhaft am Ball bleiben werde, würde ich mein Budget gerne unter 1.000€ ansetzen.


    Hier im Forum habe ich gelesen, dass gerne auf gebrauchte Roland-Drums verwiesen wird. Hierzu mal eine Frage: Macht es sinn, ein "altes" gebrauchtes Roland-Set zu kaufen, welches vielleicht schon 7-8 Jahre alt ist? Hat sich die Technik seither nicht weiterentwickelt und man könnte dann vielleicht doch eher auf ein neues Hausmarken-Set zurückgreifen, da hier vermutlich eher neuere Technik verbaut ist?


    Ich scheue nicht zurück bei Kleinanzeigen und co. zu schauen, wüsste aber gerne vorher, auf welche Marken und Baureihen ich mich fokussieren soll.


    Falls die Musikrichtung von Bedeutung ist: Es darf schon eher die härtere Gangart sein (Punk, Metal, Hardcore etc.). Somit würde ich ein Set auch um eine Doppelfußmaschine erweitern wollen.


    Ich bitte um Entschuldigung für den etwas ausschweifenden Thread und freue mich auf Eure Rückmeldungen!


    Es grüßt,


    Nick Mc. Gurk

  • Ich bin mit Roland mega zufrieden. Was man da unter 1000€ gebraucht bekommt, weiß ich nicht.

    Ein jahrealtes Set würde ich nicht kaufen. Wie du selbst sagst: die Technik hat sich weiter entwickelt, und ein aktuelles Set kann extrem viel Spaß machen. Ich denke da gerade an eine digitale Snare und ein digitales Ride-Becken.

    "Ambition is a dream with a V8 engine" - Elvis Presley

  • Zunächst stellt sich die Frage, wie technikaffin du bist.

    Schwebt dir ein übersichtlicher plug and play - Aufbau vor, oder bist du experimentierfreudig und offen für Softwaredrumming?


    Im ersten Fall sind amtliche Sounds vom Modul schon wichtig, ansonsten gehen einem die Sounds früher oder später auf den Zeiger.


    In der technisch aufwändigeren Variante spielt das Modul eine fast untergeordnete Rolle, da es nur als MIDI-Erzeuger dient, welches dann die Daten zum Computer schickt, auf dem beispielsweise EZdrummer3 installiert ist. Das Modul muss nur "schnell" arbeiten - die Roland-Module sollen hierfür angeblich am besten geeignet sein. Aber es würde beispielsweise auch ein älteres TD-1 dafür reichen. Am PC kannst du dir dann munter ein nahezu realistisch klingendes Drumset zusammenstellen. Oder mehrere. Der Sound kommt dann aus deinem Rechner. Um diesen dann noch weiter zu optimieren, kann man ein externes Interface einsetzen. Das kann man auch noch später nachrüsten.

    Fragen und Beiträge zu E-Drums können zu heftigen Reaktionen und Nebenwirkungen führen.

  • Spontane Antwort an die Ausgangsfrage: Gebrauchtes Roland TD-17KVX Set suchen. Mit Glück für 1000€ machbar und meiner Meinung nach ein Rundumsorglospaket mit sehr gutem Preis/Leistungsverhältnis und technisch noch am Puls der Zeit.


    Für digitale Snare und ein digitales Ride-Becken inkl. passendem Modul reicht das Budget halt leider nie und nimmer.


    Edith: Und bei Nichtgefallen kriegt man das Set zumindest mittelfristig auch wieder um eine ähnliche Summe los.

  • Danke für Eure Antworten!


    Zum Thema Experimentierfreudigkeit:


    Zu meinen "aktiven" Zeiten hatte ich mir mal aus alten Komponenten ein eigenes E-Drum gebaut (Piezo-Elemente angelötet etc. und über einen Midi-Converter in EZ-Drummer angebunden). Das Ergebnis war natürlich wie zu erwarten: ich war total begeistert, dass es funktioniert hat, jedoch ist die Qualität eher ernüchternd gewesen, sodass die Schießbude schnell auseinandergefallen ist :D

    Aber zumindest bin ich offen und auch sehr interessiert an Experimenten. Hatte auch kurz überlegt, ob es (wirtschaftlich) sinnvoll sein könnte, das Set komplett selbst aus hochwertigen Einzelkomponenten zusammenzustellen.



    Wenn man den Weg des Software-Drumming mit z.B. EZ-Drummer gehen würde, wäre dann die Hausmarke wieder im Rennen, oder ist die Trigger-Qualität bei den Teilen als eher schlecht zu bewerten?



    Ich werde mir das TD-17KVX mal ansehen, danke!

  • Wenn schon Hausmarkenset, dann ohne Modul. Die taugen leider wegen ihrer hohen Latenz nicht für VSTi.

    Zum Miditriggern würde ich ein edrumin nehmen, das ist mit das schnellste und komfortabelste Gerät und um ein vielfaches preiswerter als zb ein Rolandmodul.
    Problem ist halt bei den Hausmarken vor allem die Hardware der HH. Aber da sich edrumin mit allen versteht kann man da ja noch nachrüsten.

    Vielleicht hat man ja auch Glück und bekommt ein Roland Set mit defektem Modul.

    don´t panic

  • Ich hab mein E-Set auch selbst zusammen gestellt (und früher die Pads selber gebaut). Die sind allerdings nicht auseinander gefallen ^^


    Ich hab die DIY-Pads dann aber doch über die Jahre still gelegt, schon wegen der Optik. Anstatt einem Rack benutze ich alte Doppeltomständer von Tama aus den Kleinanzeigen für meine Roland-Pads, weil man es dann flexibler aufstellen kann. Software habe ich allerdings noch nie benutzt, weil es mir zu viel ist, noch mit einem PC verbunden zu sein. Bei den neueren Modulen klingts auch viel besser ohne Softwaredrums als früher.


    Ich habe ein TD-17 mit der Drum-Trec Life und der zugekauften Rock-Edition. Vor allem die Rockedition macht mir richtig Spaß. Die Sets könnte ich selbst so toll nie programmieren, obwohl ich mich mit Rolandmodulen wirklich ganz gut auskenne.

    Aufnehmen mach ich mich mit einen Zoom Q8, in das ich direkt aus dem des Ausgang des Moduls über Klinkenkabel reingehe. Das Modul verbinde ich dann per Bluetooth mit meinem Tablet. Und dann spiel ich zu allem, was mir gefällt, meistens Youtube, und freu mich über meine Videos (und manchmal auch nicht).

    Der Kopfhörer spielt natürlich eine Rolle. Ich hatte schon viele, aber ich bin dann beim Sony wh-1000xm4 gelandet (one for all) und was anderes kommt jetzt für mich am E-Drum nicht mehr in Frage. Wegen der Latenzen über Bluetooth verbinde ich den mit einem dünnen Kabel direkt mit dem Kopfhörerausgang des Zoom Q-8.

    Das TD-17 als Modul ist eine Superbasis, um sich drum rum was aufzubauen. Dann kann man auch die Kosten so regulieren, wie man es gerad hat. Alle Tompads (Roland PD-105) habe ich über die Kleinanzeigen gekauft. Gerade neulich habe ich mir z. B. ausnahmsweise eine "neue" Snare geholt (13" Diabolo 3 von Drum-Tec). Mein altes Snarepad (Roland PD-125 BK) ist jetzt das 3. Tom. So schiebe ich dann immer mehr Qualität ins Set rein.


    Viel Spaß beim zusammenstellen

  • Ich habe mir zuerst ein gebrauchtes Roland Set mit:

    TD 9 Modul

    3x PD 8 (TT)

    1x PDX 8 (SN)

    2x CY 8

    1x CY 5 (HH)

    1x FD 8 (HH Pedal)

    1x KD 8 (BD).


    Nach kurzer Zeit habe ich ein gebrauchtes 4. Tom Pad (PD 8) und ein fast neues Ride Becken (CY-12R/C) gekauft.
    Jetzt hatte ich alle Komponenten die ich haben wollte. :)


    Irgendwann später habe ich dann die 4x PD-8 Gummi Pads gegen 4x PD 85 Mesh Pads getauscht und die PD 8 Pads mit und mit wieder verkauft.

    Dann die HH Kombination CY 5 - FD 8 gegen ein VH 11 gewechselt.

    Als letztes dann noch das KD-8 Kick Pad gegen ein günstig erworbenes KD-9 ausgewechselt und das KD-8 wieder verkauft.


    Jetzt bin ich sehr zufrieden mit meinem Set so wie es jetzt ist und alles in allem hat es nicht die Welt gekostet da ich die Teile die ich ersetzt habe wieder verkauft habe. =)

    Mann muss nur etwas Geduld haben und regelmäßig die Kleinanzeigen studieren.

  • Ich trommle seit Jahren zuhause auf einem Roland TD-9 Modul von 2008 (mit Drumtec-Sets, die ich auch niemals selbst so hätte programmieren können). Die Pads habe ich alle nach und nach durch größere/bessere Roland-Pads ersetzt. Das ist fast alles gebraucht gekaufte Technik aus den späten Nullerjahren, die aber unverwüstlich ist und einfach ihren Job tut. Für’s Zuhause üben bin ich damit sehr zufrieden; im Proberaum steht ein amtliches Gretsch-Set aus den 70ern.


    Hätte auch noch ein TD-4 Modul, drei PD-85 Meshhead-Pads und zwei CY-12R/C Becken abzugeben...

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