Beiträge von trommla

    Wer sich mit dem Feeling schwertut, spielt halt dann diese Fassung: 😉

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    Gehört für mich zu den "Dingen, die die Welt nicht braucht"

    da ich sie die meiste zeit sowieso sehr tot gestimmt spielen werde. den throw off benutze ich auch so gut wie nie.

    Der aufmerksame Leser fragt sich natürlich nun, weshalb der Protagonist sich denn überhaupt eine neue Snare leisten möchte. 😉


    Es gibt m.E. neben unter Musikern nicht ganz seltenem irrationalem G.A.S. genau 2 Punkte, in denen man sich durch Austausch verbessern kann:

    1. Besserer Klang (bei totgedämpfter Snare tuts auch ein Schuhkarton)

    2. Besseres Handling durch besserer Hardware (wenn du s.o. eh nicht stimmst und den Strainer nicht nutzt, für dich vermutlich irrelevant)


    Ob ne geile Optik ein Kaufgrund sein kann, lasse ich mal offen, fällt aber wohl eher unter G.A.S.


    Auf jeden Fall kann man dir nur raten, bei knappen Finanzmitteln auf jegliche Investition zu verzichten, bis du dich mit den technischen Grundlagen deines Instruments vertraut gemacht hast. Selbst wenn du sagst, daß das eben dein Wunschsound ist, funktioniert so eine Stimmung eigentlich nie im Bandkontext, sondern klingt immer wie Pizzakarton mit Rascheln.

    Ich habe aber den Eindruck, dass meine 22x14 Buchentrommel mehr schiebt als die 22x18 Hyperdrive Birke. Liegt aber wahrscheinlich an vielen anderen Dingen und ist am Ende subjektiv.

    Das liegt vor allem am Badge ;)

    Irgendwie fand ich Sonor-Bassdrums schon immer besonders fett. Da ist auch meine Vinage Series keine Ausnahme.

    Das Spielen zu Musik lenkt nur von dem Kern des Ganzen ab, einer sauberen Technik und einem präzisen motorischen Ablauf.

    Sorry für's Widersprechen, ich glaube, es funktioniert genauso anders herum. Erst mal zur Musik spielen, um den Bewegungsablauf allgemein zu verinnerlichen, und wenn dann noch bezüglich der Präzision Verbesserungsbedarf erkennbar ist, mittels Metronom Feintuning. Denn ums Musik spielen geht es doch, die Technik sollte kein Selbstzweck sein.

    weil mir das Zeitgefühl für das Mini-Päuschen fehlt.

    nö, es ist nicht das Zeit"gefühl", denn die Länge ist bei ternären Rhythmen genauso klar definiert wie bei binären. Es ist wie Dany schreibt der Bewegungsablauf, den du erst mal intus haben musst. Denn genauso, wie du bei höheren Tempi nicht mehr zählen kannst, kannst du nicht mehr die Länge jeder einzelnen Pause nach Gefühl festlegen.


    Ohne irgendwem zu nahe treten zu wollen, ich glaube Tipps mit unterschiedlichen Handsätzen oder gar Quintolen bringen dich nicht weiter. Hör einfach deine Lieblingssongs, die halbwegs in deinem Wohlfühl-Tempo sind, und spiel dazu, immer und immer wieder. Versuch nicht zu verkopfen, sondern einfach beim Spielen das Feeling wachsen zu lassen. Shuffle ist eine Stilistik, bei der man primär keine besondere Technik braucht, sondern das Feeling der Musik erfassen muss. Und das gelingt am besten durch Hören und Spielen. Und wenn deine Bewegungen beginnen, geschmeidig zu werden, wagst du dich ans nächste Level und steigerst das Tempo.


    Nur Geduld, das geht nicht innerhalb von Tagen oder Wochen. Ich bilde mir ein, recht passabel zu shufflen, und ich hab das nicht durch Kopf verrenken und losgelöstes Technikgedöns geschafft, sondern indem ich die Songs halt gespielt habe. Hat sich vermutlich auch nicht gleich perfekt angehört, ist aber im Lauf der Jahre immer besser geworden. Dass ich mich heute bei Shuffles um Tempo 200 bpm wohlfühle, war jedenfalls kein Ergebnis nervender Techniketüden, sondern vieler Stunden Musik spielen.

    Ich selbst spiele 22x18 und 22x14, hatte zudem letztens im Studio eine nagelneue 22x16 in den Fingern bzw. dann unter den Füßen. Wenn ich ehrlich bin, halte ich die Diskussion mittlerweile für akademisch. Ich finde zwar definitiv meine 14 Zoll tiefe Sonor klanglich am besten, die 16 Zoll Recording Custom machte mir bezüglich Reboundverhalten (mit fremdem Pedal) die meisten Probleme, und die 18er Drumcraft hatte gestern auf der Bühne nen hohen Spaßfaktor. Bei 3 unterschiedlichen Fabrikaten in unterschiedlichen Tiefen erkenne ich keinen linearen Zusammenhang zwischen Kesseltiefe und Sound bzw. Spielgefühl. Interessieren würde mich daneben jetzt noch ne 20 Zoll tiefe BD, die angeblich durch die Luftverdrängung immens nachteilig sein müsste. ;)


    Wenn überhaupt, dann könnte es für Studioequipment ne sinnvolle Fragestellung sein, wo man die Nuancen rauskitzeln kann/möchte. Im Grunde halte ich tiefe Bassdrums aber auch für eine Entwicklung mit dem Ziel, Kaufanreize zu setzen. Hat sich im Gegensatz zur 23" Bassdrum von DW nur besser etabliert. :D

    Für mich bleibt als entscheidender Faktor die Transport(un)freundlichkeit, die mir gestern bei gleichem Durchmesser schon zwischen 14" und 18" Tiefe wieder deutlich aufgefallen ist. Der andere ist die Optik, wo ich flachere Bassdrums von 14 oder max. 16 Zoll deutlich hübscher finde.


    Wenn ich mir deine Größen ansehe, bist du aber doch eh nicht auf der ganz tiefen Seite der Macht, schließlich sind das 24" Hupen. Und mit ner 26x14 hättest du ja die Luftmasse im Innern nicht wirklich verkleinert. Also mal so unter Kerlen: ich würde den Quatsch lassen ;)

    zähle ich 1-und-e, 2-und-e usw.

    Die Zählweise ist kontraproduktiv, da "und" schwerer ist als "e". Die leichteste Note beim Shuffle ist aber der oft stumme mittlere Schlag. Zähl mal entweder "1 - e - und - zwei - e -und" etc., oder "einerlei - zweierlei - dreierlei - viererlei". Beides unterstützt das Shuffle-Feel besser, gerade die zweite Version dürfte jedem Muttersprachler leicht von der Hand, äh Zunge gehen.

    was ich tun müsste oder muss, um alleine voran zu kommen?

    Die Frage ist nicht was, sondern wieviel davon. Wenn du stagniert, reicht einfach dein zeitlicher Aufwand nicht.


    Rampens Ansatz finde ich sehr sinnvoll, denn bei geeigneter Songauswahl hast du beste Bedingungen, deinen Fortschritt zu quantifizieren, denn "Song XY kann ich inzwischen fast fehlerfrei durchspielen" ist ein messbarer Erfolg. Gleichzeitig sind gängige Rocksongs meist im mittleren Tempobereich angesiedelt und technisch songdienlich einfach gehalten vom Drumming her.


    Jede andere Form von "Benchmarking" ist natürlich auch denkbar. Eher trockene Typen nehmen sich vielleicht vor, alle Rudiments zu lernen. Wer Action will, übt nur nen Standard-Blastbeat und dreht an der Temposchraube bis zur "Lächerlichen Geschwindigkeit" ;)


    Frei spielen würde ich nicht als Maßstab nehmen. Ist mit das schwierigste überhaupt, dabei halbwegs gut zu klingen war - jedenfalls bei mir - ein weiter Weg. Große Teile das Wegs liegen gefühlt auch nach 40 Jahren noch vor mir.

    Dass Leute, die Vokabeln wie "Empörungsmainstream" verwenden es auch als legitim erachten, unter dem Deckmantel der "Meinungsfreiheit" einfach nur belanglosen Hate ins Internet zu rotzen, wundert mich überhaupt nicht, sorry.

    Hehe, ruhig Brauner. Hab nicht gehatet, sondern völlig sachlich (und stellenweise sogar begründet ;) ) meine Meinung dargestellt. Dass ich nicht bei jeder Drummerin in Euphorie verfalle, ist nun mal so, ist ja bei Männern auch nicht anders. Ich persönlich - und da mögt ihr mich jetzt gerne zerfleischen - finde es sexistischer, ne Frau als Musikerin zu erwähnen, nur weil sie ne Frau ist. Mir ist es nämlich völlig egal, was ein Drummer zwischen den Beinen hat, und genausowenig interessiert mich, vieviel Prozent aller Drummer Frauen sind, so lange niemand versucht, Frauen das Spielen zu verwehren o.ä.!!!

    Ansonsten interessiert mich nur, ob ein*e Drummer*in mich inspiriert. Ganz einfach. Und da braucht mir niemand vorschreiben wollen, was ich gefälligst nicht zu äußern habe. Ups, jetzt hab ich mich selbst aufgeregt ... ;)

    hat jemand Eine(r) um ne Stellungnahme, Was haltet ihr von.... Geschweige denn um negative Kritik gebeten.


    Einfach mal nur Gucken bei gefallen was positives Da lassen ansonsten mal einfach schweigen, funktioniert nett.

    Mag für manche schwer erträglich sein, nennt sich Meinungsfreiheit und ist glücklicherweise in Deutschland immer noch ein Grundrecht. ;)

    wieso Männer, und davon gibts in den letzten Beiträgen leider einige, sich einbilden anderen (lustigerweise immer nur Frauen) vorschreiben zu können, was sie zu tun und lassen und wie sie sich zu kleiden haben.

    Jetzt musste ich gerade nochmal nachlesen. Außer Poet hat sich zu Raja und ihrer Selbstdarstellung exakt noch 1 Person geäußert, interessanterweise eine Frau. Nicht immer gleich reflexhaft dem gesellschaftlichen Empörungsmainstream verfallen, tät unserer Debattenkultur sicher nicht schaden.


    Ich hatte im Gegensatz zu meinen beiden Vorpostern den Eindruck, dass hier recht klar unterschieden wird, wer dem Anschein nach vor allem von der Selbstinszenierung lebt, und wer tatsächlich als Musiker relevant ist. Dass es in diesem Thread überwiegend um Frauen geht, impliziert der Titel und war daher nicht völlig zu vermeiden ;)

    ich glaube, du unterschätzt Dorothea Taylor. Optisch gibt ihre Technik zwar wenig her, aber in einem rudimental drumming contest gegen sie würden viele wohl eher schlecht abschneiden

    Da hast du Recht, der Durchnitt bezog sich auf den Durchschnitt unter den bekannteren Namen. Ich liebe sie ja und mag auch ihre Workshops bei Drumeo. "Put the Diddle in the Middle" ist schon ähnlich legendär wie der Happy Little Tree von Bob Ross :D

    Was kann so ne Datenbank, was Google nicht kann? Für mich steht der Aufwand für Einrichtung und Pflege der Datenbank in keinem Verhältnis zum Nutzen. Zumal "Musikalienhändler vor Ort" ja keine stetig wachsende Boombranche ist. ;)

    Hm. Was meinst du mit weniger können? War/ist Ringo ein guter Techniker, oder ist er unglaublich musikalisch und setzt seine Defizite gekonnt ein

    Es geht NICHT um Technik, wüßte nicht, dass Ringo jemals im Leben nen Paradiddle gespielt hätte :D

    Ringo hat mit seinem kreativen Drumming aber durchaus Beatles-Musik und als einer der ersten bekannten Matched-Spieler das Rockdrumming allgemein geprägt.


    Leute, die nur durch YT-Videos bekannt wurden, habe ich - vielleicht auch fälschlicherweise bzw. aus Desinteresse - mit keiner mir bekannten Form künstlerischer Kreativität in Verbindung bringen können. Der Kern der Fragestellung ist dabei eigentlich immer, was der "Markt" sehen will, und wie wir wissen, stehen der Markt und die Kunst sagen wir in einer gewissen Konkurrenz zueinander ;)

    Danke Moritz für diesen tollen Link. Da geb ich dir recht, solche Sachen hätte man gerne häufiger bei Orchestern im Programm :)


    Nur sagt das Video rein gar nichts über Sina aus, denn mit der kreativen Umsetzung dieses Projekts hat sie mal gar nichts zu tun, wenn ich das richtig lese. Man macht sich nur ihre Popularität zu nutze, Logische Überlegung, wenn man mehr Reichweite erzielen möchte, schließlich will man ja den unzähligen Sponsoren was zurückgeben. Aber genau genommen sagt das nicht einmal aus, ob sie gut genug wäre, um irgendwo Schlagzeug zu studieren. Zumindest habe ich im Netz keinen Hinweis finden können, dass sie tatsächlich Musik studiert. Und selbst der Drehort suggeriert nur, dass die alle dort gemeinsam an einer niederländischen Uni studieren, ohne dass es sich überprüfen lässt. Zumindest mir kam es eigenartig vor, dass das Making Of eine sehr "deutsche" Produktion zeigt, was ich an einer internationalen Schule so nicht erwarte. Alles "Fake"? Sicher nicht, aber es zeigt deutlich, dass entscheidender für YT-Erfolg das Verkaufstalent der Protagonisten ist, ne Story oder ein Image zu kreieren, welches Reichweite erzielt.


    Insofern bleibt als "Verdienst" weiblicher Trommelstars, dass dadurch andere Mädels das Schlagzeug auch als "weibliches" Instrument wahrnehmen. Bestenfalls. Wäre ein toller Erfolg.

    Überspitzt negativ ausgedrückt zeigen alle, die Mädels wie die Jungs, dass man heute viel weniger können muss als früher und trotzdem damit berühmt werden kann, so lange man jung und hübsch ist. Ein interessantes Beispiel dazu ist allerdings Dorothea Taylor. Als Drummerin bestenfalls Durchschnitt und bis zu ihrer Entdeckung im Internet Hobbydrummerin wie viele andere. Aufgrund ihrer Rolle als "Trommelomi" ein krasser Gegenentwurf zu den jungen hübschen, aber mit einem Alleinstellungsmerkmal, was offenbar in den Online-Medien funktioniert.

    Ja mei, die besten Geschäftsleute sind nicht unbedingt die besten Musiker. Das Internet hat seine eigenen Gesetze, und da gehört (optisch) auffällig und smart zu sein mit Sicherheit mit zum Erfolgsrezept, ob man nun Handtäschchen, Concealer, Whisky oder Drumming präsentiert. Ich gönne es der jüngeren Generation, sich dadurch Karrieren aufbauen zu können, die wir alten Säcke nur durch herausragende Musikalität, viel Glück und langjähriges Durchhaltevermögen hätten erreichen können. Gleichwohl beeindruckt mich das bei keiner/keinem sonderlich. Musikalisch sind mir Drum Covers eh zu dünn, und technisch gibt es mehr als genug tolle Drummer, die den YT-Stars locker das Wasser reichen können und sich ihre Brötchen trotzdem großenteils mit Unterricht verdienen müssen.


    Die Frage, ob die nun was können oder nicht, ist m.E. völlig irrelevant, weil's darum im Grunde bei keinem der heutigen Internetphänomene geht. Oder anders ausgedrückt, für mich ist es völlig belanglos, was Sina und Co so machen, weil es unter Abwesenheit jeglicher Kreativität stattfindet. Gilt übrigens ebenso für die Männer der Zunft, oder erinnert sich noch wer an Klobus Pottschieter, oder wie hieß der gleich?


    Jazzerinnen wie Jas Kayser sind ne ganz andere Hausnummer, wo du einfach merkst, dass die auf ziemlich hohem Niveau oder sogar virtuos mit anderen musizieren können. Renommierte Preise räumt man alleine als YT-Sternchen halt nicht ab.

    Wenn du unbedingt etwas kaufen willst, kaufe dir ein Erlebnis anstelle einer Sache.

    Ganz schlechtes Gegenargument ;)

    Ich finde es ist definitiv ein Erlebnis, mit einer Tasche voller Geld in die Thomann-City zu fahren und dort nen Tag lang zu shoppen. Kann mich noch gut an meinen letzten Besuch erinnern, obwohl ich selbst gar nix ausgegeben habe.