Beiträge von sixstrokeroll

    Es gibt ein Update im Startpost.


    Nachdem ich ja die einmalige Gelegenheit hatte, Jeff Hamilton bei den Hildener Jazztagen im Juni 2026 hinter der Bühne die Hand zu schütteln, aber irgendwie kein richtiges Gespräch zustande gekommen ist (ich war mental etwas unvorbereitet ^^), hatte ich ihm daraufhin nochmal eine nette Email geschrieben.


    Und was soll ich sagen: er hat sich noch an mich erinnert und von sich aus direkt einen WhatsApp-Anruf angeboten und wir haben dann ca. eine halbe Stunde lang miteinander telefoniert und uns sehr nett unterhalten. Sagenhaft.


    Es gab einige neue Erkenntnisse und auch ein paar Anekdoten von ihm. Sehr lustig. Er stimmt übrigens wissentlich nicht nach bestimmten Noten/Tönen, konnte mir deshalb dazu nichts Genaues sagen. Aber er hätte auch schon von anderen (berühmten) Kollegen gesagt bekommen, daß er es eigentlich tut, und nur nicht weiß :P

    Rick Beato interviewt Anika Nilles


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Hast du von Hans auch das Tuning rausgehört?

    Hans Dekker habe ich vor längerer Zeit tatsächlich auch mal analysiert anhand dieses Videos


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Ich such's demnächst nochmal raus.

    Da erkennt man auch, dass es in dem Fall die größere Bassdrum war

    Genau. Mir ist das an dem Abend erst gar nicht aufgefallen, bis du es gesagt hast ^^


    JH hatte eigentlich (wie sonst auch immer fürs Trio) eine 18" erwartet, hat aber vom Veranstalter irrtümlich eine 20" hingestellt bekommen. War aber anscheinend kein Problem für ihn: "I tuned it a little higher" ;)


    Nochmal danke für den Thread, ich probier das auch mal aus.

    Ja mach mal. Würde mich interessieren, wie es dir gefällt.

    Es gibt ein Update im Startpost.


    Die 30. Jazztage in Hilden waren übrigens klasse. Ich durfte JH nach dem Konzert sogar kurz Backstage treffen und die Hand schütteln (Danke nochmal an Hans Dekker). Allerdings war ich in dem Moment so geflasht, daß ich plötzlich alles vergessen hatte, was ich ihn eigentlich fragen wollte ^^


    Super. Hast Du auch Deine BD aufgenommen und ist es eine 18er ? Ich hab' ne 20er und habe da immer Probleme dass wirklich Tony-like zu tunen...


    Ich hab eine 18“ BD. Aufnahmen von mir hab ich aber leider keine, da hab ich kein Equipment für.


    Meinst du Tony Williams? Ich kann ja mal versuchen, eine Aufnahme zu finden, wo die BD gut zu hören ist. Ist aber generell schwierig bei so tiefen Frequenzen, wenn dann auch noch Dämpfung dabei ist. Außerdem scheint er ja von 18“ bis 24“ alles schon mal gespielt zu haben.

    Da in diesem Thread Interesse diesbezüglich bekundet wurde, möchte ich euch hier mal ein Tuning vorstellen, welches sich so nah wie möglich an Jeff Hamilton orientiert (die aktuellen Aufnahmen mit dem Mapex Cherry Bomb Drumset) und sowohl für Jazz Combo (Trio) als auch Big Band gut geeignet ist.


    Dazu habe ich versucht, aus diversen Videos und Tonaufnahmen das Tuning herauszuhören (ich bin da ein klein wenig nerdig, ich weiß). Trotzdem übernehme ich keine Verantwortung für die Korrektheit der Tonhöhen-Angaben ;)


    Felle bei JH sind

    • Bassdrum: Diplomat Fiberskyn auf beiden Seiten
    • Toms: Diplomat Fiberskyn Schlagfell, Ambassador Clear Resonanzfell
    • Snare: Diplomat Fiberskyn Schlagfell, Ambassador Snareside Resonanzfell


    Umrechnungstabelle zwischen Tönen und Frequenzen:

    • Bei den Tonhöhen werden die englischen Bezeichnungen benutzt. Das heißt, das englische "B" in der Tabelle entspricht dem deutschen "H".
    • Die angegebenen Frequenzen bzw. Tonhöhen von "Oberton Schlagfell" und "Oberton Resonanzfell" bezeichnen den tiefsten (ersten) Oberton, der entsteht, wenn die Trommel am Rand (nahe an den Schrauben) angeschlagen wird und das gegenüberliegende Fell abgedämpft wird.
    • Der "Grundton" ist der tiefste Ton, der entsteht, wenn die Trommel normal in der Mitte angeschlagen wird und beide Felle frei schwingen können.


    14" SnareStandardVariation
    Oberton SchlagfellC#4 (281)D#4
    resultierender GrundtonF#3G3
    Oberton ResonanzfellF4 (*)F4


    (*) Wenn man ganz genau aufpasst, kann man hier (40:09) beim Abspannen des Snareteppichs das Resonanzfell raushören


    Auf dem Schlagfell ist nahe am Rand noch ein ganz normales Pflaster (engl. "Band-aid") für ein wenig Dämpfung angebracht. Bei JH auf der Unterseite (damit es beim Spiel mit Besen nicht stört), hier zur Veranschaulichung die gleiche Position auf der Oberseite:




    12" TomStandard (Trio)Variation
    Oberton SchlagfellC4A3...B3
    resultierender GrundtonD#3 (151)D3
    Oberton ResonanzfellB3B3


    Das 12" Tom ist üblicherweise ca. eine Quinte höher als das 14" FT. Das Schlagfell variiert je nach Setting in einem kleinen Bereich und scheint dabei manchmal auch höher als das Resonanzfell zu sein.

    • tiefe Variante (A3) Big Band z. B. hier
    • hohe Variante (C4) Trio z.B. hier


    14" Floor TomStandardVariation
    Oberton SchlagfellE3/F3 (170)D#3...F3
    resultierender GrundtonG2 (100)G2
    Oberton ResonanzfellF#3F#3


    Das Schlagfell beim 14" Floor Tom variiert um einen kleinen Bereich.



    Bassdrum18"20"
    Oberton SchlagfellB2A2
    resultierender GrundtonC#2 (70)B1
    Oberton ResonanzfellC3A#2


    Für größere Ensembles, und wenn eine Orgel dabei ist, benutzt JH eine 20"x14" Bassdrum statt der 18"x14". Die tiefere Stimmung bei der 20" (Big Band), die höhere bei der 18" (Trio). Das Schlagfell der Bassdrum ist dabei ca. 1 Halbton tiefer als das Resonanzfell.


    Sowohl für die 18" als auch für die 20" Bassdrum wird ein dünner 10" x 3" (25,4 x 7,6 cm) Filzstreifen 4" (10 cm) vom unteren Rand entfernt auf das Schlagfell getaped (JH macht das auf der Innenseite, hier zur Veranschaulichung die gleiche Position auf der Außenseite). Sonst keinerlei Dämpfung.



    Außerdem wird ein sog. "Moleskin" (zu deutsch: ein gepolstertes Druckstellen-Pflaster, z.B. von Scholl oder Balea) außen auf das Schlagfell geklebt, an der Stelle, wo der Beater auf das Fell trifft. Das nimmt ein bisschen den Attack und gibt noch mehr Boom.


    Filzstreifen ist der hier (von Gibraltar, der von Sonor ist dicker),

    Tape ist das hier, der Länge nach halbiert (sonst gibt's zu viel Dämpfung),

    "Moleskin" ist das hier, oder eine dünnere Version hier

    Die eingestempelte „timbre note“ bei DW soll der Ton des reinen Holzkessels sein, ohne Bohrungen, Gratung, Lackierung und angebauter Hardware, also allenfalls als grobe Orientierung zu verwenden, da sich der Grundton mit angebauter Hardware verändert. Siehe diverse Posts von nils.


    Jede Trommel hat einen Bereich, in dem sie am besten klingt. Muss man manchmal auch einfach ausprobieren. Die Tabelle von Fl0gging ist zwar etwas kompliziert, aber korrekt. ^^


    Oder einfach die tunebot-App nutzen.

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Interessehalber: welche timbre notes sind denn bei dir eingestempelt?


    Der Kollege hier hat sein Set auf die timbre notes gestimmt (beide Felle gleich hoch)… ist doch gar nicht so schlecht.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Beim Nachmachen musst du nur darauf achten, daß du auf die richtige Oktave des Tons stimmst, die ist ja auf den Plaketten nicht angegeben.

    Hier gibts auch was abseits der Massenproduktion, handgefertigt in Deutschland… in unterschiedlichen Preisniveaus

    Cajon - handgefertigt - MANUFAKTUR KLANGspiel
    KLANGspiel – der Name steht für klanglich und konstruktiv hervorragende Cajones und innovative Trommeln mit Holzspielflächen.Profi-Cajones, wie auch…
    klang-spiel.eu


    Der war damit auch mal in der SWR „Handwerkskunst“

    Handwerkskunst: Wie man eine Cajon baut - hier anschauen
    Eine Cajon gleicht auf den ersten Blick einer einfachen Holzkiste. Doch die handgefertigten Kistentrommeln von Christoph Franzen sind Handwerkskunst zum Hören:…
    www.ardmediathek.de

    Wow… echt tolle Beiträge dabei.

    Bei Jazz hätte ich diesmal auch liebend gerne mitgemacht, habe es aber leider zeitlich nicht geschafft und hätte mir auch bzgl. Aufnahmetechnik erst mal was überlegen müssen.

    Wäre schön, wenn bei der nächsten Challenge nochmal sowas dabei wäre.


    Vielen Dank an m_tree und Niop für die Mühe.