Beiträge von sixstrokeroll

    Super. Hast Du auch Deine BD aufgenommen und ist es eine 18er ? Ich hab' ne 20er und habe da immer Probleme dass wirklich Tony-like zu tunen...


    Ich hab eine 18“ BD. Aufnahmen von mir hab ich aber leider keine, da hab ich kein Equipment für.


    Meinst du Tony Williams? Ich kann ja mal versuchen, eine Aufnahme zu finden, wo die BD gut zu hören ist. Ist aber generell schwierig bei so tiefen Frequenzen, wenn dann auch noch Dämpfung dabei ist. Außerdem scheint er ja von 18“ bis 24“ alles schon mal gespielt zu haben.

    Da in diesem Thread Interesse diesbezüglich bekundet wurde, möchte ich euch hier mal ein Tuning vorstellen, welches sich so nah wie möglich an Jeff Hamilton (JH) orientiert (die aktuellen Aufnahmen mit dem Mapex Cherry Bomb Drumset) und sowohl für Jazz Combo (Trio) als auch Big Band gut geeignet ist.


    Dazu habe ich versucht, aus diversen Videos und CD-Aufnahmen das Tuning möglichst genau herauszuhören. Trotzdem übernehme ich keine Verantwortung für die Korrektheit der Tonhöhen-Angaben ;)


    Felle bei JH sind

    • Bassdrum: Diplomat Fiberskyn auf beiden Seiten (kein Powerstroke!)
    • Toms: Diplomat Fiberskyn Schlagfell, Ambassador Clear Resonanzfell
    • Snare: Diplomat Fiberskyn Schlagfell, Ambassador Snareside Resonanzfell


    Umrechnungstabelle zwischen Tönen und Frequenzen:

    • Bei den Tonhöhen werden die englischen Bezeichnungen benutzt. Das heißt, das englische "B" in der Tabelle entspricht dem deutschen "H".
    • Die angegebenen Frequenzen bzw. Tonhöhen von "Oberton Schlagfell" und "Oberton Resonanzfell" bezeichnen den tiefsten (ersten) Oberton, der entsteht, wenn die Trommel am Rand (nahe an den Schrauben) angeschlagen wird und das gegenüberliegende Fell abgedämpft wird.
    • Der "Grundton" ist der tiefste Ton, der entsteht, wenn die Trommel normal in der Mitte angeschlagen wird und beide Felle frei schwingen können.


    14" SnareStandardhöhere Stimmung (**)
    Oberton SchlagfellC#4 (280...285)D#4
    resultierender GrundtonF#3G3
    Oberton ResonanzfellF4 (*)F4

    (*) Wenn man ganz genau aufpasst, kann man hier (40:09) beim Abspannen des Snareteppichs das Resonanzfell raushören


    (**) In einigen Aufnahmen ist die Snare etwas höher gestimmt.


    Auf dem Schlagfell ist nahe am Rand noch ein ganz normales Pflaster (engl. "Band-aid") für ein wenig Dämpfung angebracht. Bei JH auf der Unterseite des Schlagfells (damit es beim Spiel mit Besen nicht stört), hier zur Veranschaulichung die gleiche Position auf der Oberseite:




    Toms14" Floor Tom12" Tom
    Oberton SchlagfellE3 (D#3...F3)B3 (A3...C4)
    resultierender GrundtonG2 (…100)D3 (...D#3)
    Oberton ResonanzfellF3C4


    Das 12" Tom ist üblicherweise ca. eine Quinte (7 Halbtöne) höher als das 14" FT. Die Schlagfelle variieren etwas je nach Setting (Big Band…Trio)



    Bassdrum18"20"
    Oberton SchlagfellA#2A2
    resultierender GrundtonC#2 (68)B1
    Oberton ResonanzfellB2A#2


    Für größere Ensembles, und wenn eine Orgel dabei ist, benutzt JH eine 20"x14" Bassdrum statt der 18"x14".


    Das Schlagfell der Bassdrum ist ca. 1 Halbton tiefer als das Resonanzfell.


    Sowohl für die 18" als auch für die 20" Bassdrum wird ein dünner 10" x 3" (25,4 x 7,6 cm) Filzstreifen 4" (10 cm) vom unteren Rand entfernt auf das Schlagfell getaped (JH macht das wegen der Optik auf der Innenseite, hier zur Veranschaulichung die gleiche Position auf der Außenseite). Sonst keinerlei Dämpfung.



    Außerdem wird ein sog. "Moleskin" (zu deutsch: ein gepolstertes Druckstellen-Pflaster, z.B. von Scholl oder Balea) außen auf das Schlagfell geklebt, an der Stelle, wo der Beater auf das Fell trifft. Das nimmt ein bisschen den Attack und gibt noch mehr Boom.


    • Filzstreifen ist z.B. der hier (von Gibraltar, der von Sonor ist etwas zu dick).
    • Tape ist z.B. das hier, der Länge nach halbiert (sonst gibt's zu viel Dämpfung).
    • "Moleskin" ist z.B. das hier, oder eine dünnere Version hier, einfach beides mal testen

    Die eingestempelte „timbre note“ bei DW soll der Ton des reinen Holzkessels sein, ohne Bohrungen, Gratung, Lackierung und angebauter Hardware, also allenfalls als grobe Orientierung zu verwenden, da sich der Grundton mit angebauter Hardware verändert. Siehe diverse Posts von nils.


    Jede Trommel hat einen Bereich, in dem sie am besten klingt. Muss man manchmal auch einfach ausprobieren. Die Tabelle von Fl0gging ist zwar etwas kompliziert, aber korrekt. ^^


    Oder einfach die tunebot-App nutzen.

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    Interessehalber: welche timbre notes sind denn bei dir eingestempelt?


    Der Kollege hier hat sein Set auf die timbre notes gestimmt (beide Felle gleich hoch)… ist doch gar nicht so schlecht.

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    Beim Nachmachen musst du nur darauf achten, daß du auf die richtige Oktave des Tons stimmst, die ist ja auf den Plaketten nicht angegeben.

    Hier gibts auch was abseits der Massenproduktion, handgefertigt in Deutschland… in unterschiedlichen Preisniveaus

    Cajon - handgefertigt - MANUFAKTUR KLANGspiel
    KLANGspiel – der Name steht für klanglich und konstruktiv hervorragende Cajones und innovative Trommeln mit Holzspielflächen.Profi-Cajones, wie auch…
    klang-spiel.eu


    Der war damit auch mal in der SWR „Handwerkskunst“

    Handwerkskunst: Wie man eine Cajon baut - hier anschauen
    Eine Cajon gleicht auf den ersten Blick einer einfachen Holzkiste. Doch die handgefertigten Kistentrommeln von Christoph Franzen sind Handwerkskunst zum Hören:…
    www.ardmediathek.de

    Wow… echt tolle Beiträge dabei.

    Bei Jazz hätte ich diesmal auch liebend gerne mitgemacht, habe es aber leider zeitlich nicht geschafft und hätte mir auch bzgl. Aufnahmetechnik erst mal was überlegen müssen.

    Wäre schön, wenn bei der nächsten Challenge nochmal sowas dabei wäre.


    Vielen Dank an m_tree und Niop für die Mühe.

    Einen guten Vergleich von unterschiedlichen Gratungen gab es mal bei St drums, da hört man schon einen signifikanten Unterschied, finde ich


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    Squonk

    Spielst du die Bassdrum echt so wie auf dem Foto? Wo ist denn da jetzt vorne und hinten? Sieht für mich eher so aus, als ob es jetzt genau falschrum ist. Oder die Beine stehen nur in die falsche Richtung.


    Kann mir auch ehrlich gesagt nicht vorstellen, daß Gretsch ab Werk die Löcher falsch bohrt, auch wenn es die frühen 70er sind. ^^


    So wäre es doch eigentlich richtig (gewesen):



    Außerdem klingt eine Bassdrum besser, wenn sie nicht komplett auf dem Boden aufliegt ;)


    Abgesehen davon: schöne Idee mit der Abdeckung

    Hast du das Alesis mal direkt über USB nur mit dem Lightning Adapter mit dem Phone verbunden ohne Umweg über die Docking Station? Dann kannst du z.B. in GarageBand oder der MyGroove App mal schauen, ob überhaupt was an MIDI-Signal ankommt und dann weiter eingrenzen.

    deutsche Bedienungsanleitung

    https://www.musicstore.de/INTERSHOP/web/WFS/MusicStore-MusicStoreShop-Site/de_DE/-/EUR/ViewProductAttachment-ResolveManualURL?File=DE_DRU0028557-000.pdf


    Würde auch auf Lautstärke tippen. Klingt die Bassdrum denn, wenn man auf die entsprechende Taste am Modul drückt?


    Ansonsten das Gerät vielleicht mal auf Werkseinstellung zurücksetzen. Wer weiß, was der Vorbesitzer alles so verstellt hat.


    Zitat

    Schalten Sie Ihr Fame DD 6500 Modul aus.
    Drücken und halten Sie die Minus (-) Taste und die Plus (+) Taste gleichzeitig.
    Halten Sie beide Tasten gedrückt und schalten Sie das Modul ein.
    Warten Sie kurz, bis "FAC" (Factory) kurz auf dem Display erscheint.
    Lassen Sie die Tasten los; das Modul ist nun auf Werkseinstellungen zurückgesetzt.
    Dieser Vorgang löscht alle gespeicherten Sounds, Einstellungen und Konfigurationen.

    Seit Jahren lass ich einfach nur eine Musiccam bei jeder Probe mitlaufen. Da kann man dann wegen der auf Bandsound spezialisierten Mikrophone der Cam nicht nur jedes Instrument sehr gut hören, sondern sich selbst auch noch beim spielen zuschauen.

    Was ist denn bitte eine Musiccam? Bei der Google-Suche kommt da bei mir nur so eine Headset-Actioncam auf Kickstarter.com