Beiträge von sixstrokeroll

    Rick Beato interviewt Anika Nilles


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    Hast du von Hans auch das Tuning rausgehört?

    Hans Dekker habe ich vor längerer Zeit tatsächlich auch mal analysiert anhand dieses Videos


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    Ich such's demnächst nochmal raus.

    Da erkennt man auch, dass es in dem Fall die größere Bassdrum war

    Genau. Mir ist das an dem Abend erst gar nicht aufgefallen, bis du es gesagt hast ^^


    JH hatte eigentlich (wie sonst auch immer fürs Trio) eine 18" erwartet, hat aber vom Veranstalter irrtümlich eine 20" hingestellt bekommen. War aber anscheinend kein Problem für ihn: "I tuned it a little higher" ;)


    Nochmal danke für den Thread, ich probier das auch mal aus.

    Ja mach mal. Würde mich interessieren, wie es dir gefällt.

    Es gibt ein Update im Startpost.


    Die 30. Jazztage in Hilden waren übrigens klasse. Ich durfte JH nach dem Konzert sogar kurz Backstage treffen und die Hand schütteln (Danke nochmal an Hans Dekker). Allerdings war ich in dem Moment so geflasht, daß ich plötzlich alles vergessen hatte, was ich ihn eigentlich fragen wollte ^^


    Super. Hast Du auch Deine BD aufgenommen und ist es eine 18er ? Ich hab' ne 20er und habe da immer Probleme dass wirklich Tony-like zu tunen...


    Ich hab eine 18“ BD. Aufnahmen von mir hab ich aber leider keine, da hab ich kein Equipment für.


    Meinst du Tony Williams? Ich kann ja mal versuchen, eine Aufnahme zu finden, wo die BD gut zu hören ist. Ist aber generell schwierig bei so tiefen Frequenzen, wenn dann auch noch Dämpfung dabei ist. Außerdem scheint er ja von 18“ bis 24“ alles schon mal gespielt zu haben.

    Da in diesem Thread Interesse diesbezüglich bekundet wurde, möchte ich euch hier mal ein Tuning-Schema vorstellen, welches sich so nah wie möglich an Jeff Hamilton orientiert und sowohl für Jazz Combo als auch Big Band gut geeignet ist.


    Dazu habe ich versucht, aus diversen Videos und Tonaufnahmen das Tuning herauszuhören und zu analysieren (ich bin da ein klein wenig nerdig, ich weiß). Trotzdem übernehme ich keine Verantwortung für die Korrektheit der Angaben :P


    Und schon geht's los. Hier sind die Werte für ein (mittleres) Jeff Hamilton Jazz Drum Tuning, angelehnt an aktuelle Aufnahmen mit dem Mapex Cherry Bomb Drumset. Viel Spaß beim Nachmachen und Ausprobieren.


    Umrechnungstabelle zwischen Tönen und Frequenzen:

    • Bei den Tonhöhen werden die englischen Bezeichnungen benutzt. Das heißt, das englische "B" in der Tabelle entspricht dem deutschen "H".
    • Die Frequenzen bzw. Tonhöhen von "Oberton Schlagfell" und "Oberton Resonanzfell" bezeichnen den tiefsten (ersten) Oberton, der entsteht, wenn die Trommel am Rand (nahe an den Schrauben) angeschlagen wird und das gegenüberliegende Fell abgedämpft wird.
    • Der "Grundton" ist der tiefste Ton, der entsteht, wenn die Trommel in der Mitte angeschlagen wird, und beide Felle frei schwingen können.


    14" SnareFrequenz in HzTonhöhe
    Oberton Schlagfell285C#4/D4
    resultierender Grundton191F#3/G3
    Oberton Resonanzfell380F#4/G4


    Die Snare ist ziemlich konsistent im Tuning mit minimalen Schwankungen.

    Das Resonanzfell ist eine Quarte höher als das Schlagfell.



    12" TomFrequenz in HzTonhöhe
    Oberton Schlagfell247A3...B3...C#4
    resultierender Grundton147C#3...D3...D#3
    Oberton Resonanzfell247B3


    Das 12" Tom ist normalerweise eine Quinte (manchmal 6...8 Halbtöne) höher als das 14" FT. Das Schlagfell variiert in einem Bereich plus/minus zwei Halbtöne um B3, abhängig von der Größe/Art des Ensembles (?)

    • tiefste Variante (A3) in der Big Band, z. B. hier
    • höchste Variante (C#4) im Trio, z.B. hier (man beachte: hier ist das Schlagfell sogar höher gestimmt als das Resonanzfell)



    14" Floor TomFrequenz in HzTonhöhe
    Oberton Schlagfell165E3 (...F3)
    resultierender Grundton98G2
    Oberton Resonanzfell185F#3


    Das 14" Floor Tom ist auch ziemlich konsistent im Tuning mit minimalen Schwankungen.

    Das Resonanzfell ist zwei Halbtöne höher als das Schlagfell.



    18" (bzw. 20") BD*Frequenz in HzTonhöhe
    Oberton Schlagfell92E2…F#2…G#2
    resultierender Grundton62A1…B1…C#2
    Oberton Resonanzfell123A2…B2…C#3


    Das Resonanzfell bzw. der Grundton der Bassdrum korreliert anscheinend mit dem Schlagfell des 12" Tom (eine bzw. zwei Oktaven tiefer).

    Das Schlagfell der Bassdrum ist eine Quarte tiefer als das Resonanzfell.


    *) Für größere Ensembles, und wenn eine Orgel dabei ist, benutzt JH eine 20" Bassdrum statt der 18".

    Die eingestempelte „timbre note“ bei DW soll der Ton des reinen Holzkessels sein, ohne Bohrungen, Gratung, Lackierung und angebauter Hardware, also allenfalls als grobe Orientierung zu verwenden, da sich der Grundton mit angebauter Hardware verändert. Siehe diverse Posts von nils.


    Jede Trommel hat einen Bereich, in dem sie am besten klingt. Muss man manchmal auch einfach ausprobieren. Die Tabelle von Fl0gging ist zwar etwas kompliziert, aber korrekt. ^^


    Oder einfach die tunebot-App nutzen.

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    Interessehalber: welche timbre notes sind denn bei dir eingestempelt?


    Der Kollege hier hat sein Set auf die timbre notes gestimmt (beide Felle gleich hoch)… ist doch gar nicht so schlecht.

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    Beim Nachmachen musst du nur darauf achten, daß du auf die richtige Oktave des Tons stimmst, die ist ja auf den Plaketten nicht angegeben.

    Hier gibts auch was abseits der Massenproduktion, handgefertigt in Deutschland… in unterschiedlichen Preisniveaus

    Cajon - handgefertigt - MANUFAKTUR KLANGspiel
    KLANGspiel – der Name steht für klanglich und konstruktiv hervorragende Cajones und innovative Trommeln mit Holzspielflächen.Profi-Cajones, wie auch…
    klang-spiel.eu


    Der war damit auch mal in der SWR „Handwerkskunst“

    Handwerkskunst: Wie man eine Cajon baut - hier anschauen
    Eine Cajon gleicht auf den ersten Blick einer einfachen Holzkiste. Doch die handgefertigten Kistentrommeln von Christoph Franzen sind Handwerkskunst zum Hören:…
    www.ardmediathek.de

    Wow… echt tolle Beiträge dabei.

    Bei Jazz hätte ich diesmal auch liebend gerne mitgemacht, habe es aber leider zeitlich nicht geschafft und hätte mir auch bzgl. Aufnahmetechnik erst mal was überlegen müssen.

    Wäre schön, wenn bei der nächsten Challenge nochmal sowas dabei wäre.


    Vielen Dank an m_tree und Niop für die Mühe.

    Einen guten Vergleich von unterschiedlichen Gratungen gab es mal bei St drums, da hört man schon einen signifikanten Unterschied, finde ich


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    Squonk

    Spielst du die Bassdrum echt so wie auf dem Foto? Wo ist denn da jetzt vorne und hinten? Sieht für mich eher so aus, als ob es jetzt genau falschrum ist. Oder die Beine stehen nur in die falsche Richtung.


    Kann mir auch ehrlich gesagt nicht vorstellen, daß Gretsch ab Werk die Löcher falsch bohrt, auch wenn es die frühen 70er sind. ^^


    So wäre es doch eigentlich richtig (gewesen):



    Außerdem klingt eine Bassdrum besser, wenn sie nicht komplett auf dem Boden aufliegt ;)


    Abgesehen davon: schöne Idee mit der Abdeckung