Also beim BD 300 stimme ich dir uneingeschränkt zu. Das geht maximal als Floor Tom Mikro, aber sicher nicht für die Bass Drum. Das BD 500 (Grenzfläche) braucht sich aber aus meiner Sicht für seinen Preis nicht vor seinen Vorbildern verstecken.
Am Floortom geht das BD300 m.E. noch viel weniger als für die Bassdrum (alles schon probiert). Aber ich halte von Bassdrum-Mikros an Floortoms sowieso nichts. In einer "moderaten" Reihe mit z.B. 10-12-14-16 nehme ich lieber gleiche Mikros, um alle Toms gleich zu "färben". Kommt halt auf die Mikros an. SM57 klingen dünner als e604 und eignen sich daher aus meiner Sicht weniger für Toms als für die Snare. Der Nahbesprechungseffekt "peakt" beim SM57 bei etwa 200 Hz, bei vielen anderen dynamischen Mikros wie auch MD421, e604, MB85 Beta eher bei 100 Hz. Grundtöne von 14er Snares liegen meist bei um die 200 Hz (entspricht einer mittleren Stimmung), Grundtöne von Toms eher bei 100 Hz (in diesem Fall hier etwa 78 Hz und 116,5 Hz).
Es gibt natürlich immer wieder Ausnahmen. Bei den Beispielen hier liegt die Behringer-Grenzfläche in der Bassdrum. Ein Shure Beta 52a im Resoloch. Habe noch ein Audix D6 da, das ich sonst immer mit dem Beta 52a kombiniert hatte (drinnen + draußen vorm Reso), aber will gerade mal das Live-Setup simulieren. Da wird dann die Shure oder Beyerdynamic Grenzfläche drin liegen.
Grenzflächen klingen halt relativ unnatürlich und haben viel "Knack". Kommt immer drauf an, welchen Sound man will.
Die SC-140 gehen so. Nutze ich auch aktuell als Overheads. Habe aber gemerkt, dass ich bei meinen letzten Drumaufnahmen sehr viel mehr Raummikro (SC-1100 Großmembran Kondensator) als Overheads im Mix habe. Die Overheads gehen mittlerweile praktisch unter und die Raummikros stellen das Gesamtbild bei mir.
Besonders bei Kondensator-Mikros, die ja i.d.R. eine viel natürlichere und genauere Höhendarstellung als dynamische Mikros haben, spielen "China-Höhen" halt oft eine Rolle. Es macht einfach keinen Spaß, wenn die Höhen trotz sehr gut und weich klingender Becken und eines ausgefeilten Mixes mit guten EQs usw. einfach nicht "schön" klingen - wegen billigen Mikros ...
Raummikros lohnen sich nach meiner Erfahrung nur in großen, hohen und gut klingenden Räumen. Der übliche Ansatz ist dann, die Raumspuren stark gesättigt und/oder komprimiert dazu zu mischen. Wenn der Raum aber eh schon nicht gut klingt, ist man besser damit beraten, den im Mix nicht so vordergründig werden zu lassen. Ich verzichte z.Z. komplett auf Raummikros.
Mit dem CD 55 habe ich dagegen gar keine Erfahrung, würde das Stand jetzt aber auch gar nicht in Betracht ziehen.
Waren zwar nicht meine eigenen, aber ich hatte mal im Rahmen eines Bandprojektes mit denen aufgenommen. Geht natürlich zur Not alles irgendwie.