Gehörschaden ja o. nein

  • Zitat

    Original von seppel
    ohrstöpsel sind wichtig. wichtig, wenn man paiste 302 spielt.


    in zusammenhang mit diesem thema finde ich das weniger lustig...

    per i tuoi larghi occhi, per i tuoi larghi occhi chiari...

  • das ganze leben ist irreperabel.


    leute, mal im ernst:
    hörschutz ist richtig, wichtig und gut.


    aber niemand bekommt nen hörschden, wenn er mal alle paar wochen auf ein lautes konzert geht.
    die ganze problematik wird hier angegangen wie das waldsterben anfang der achtziger; völlig überzuckert.
    für was sollen die lauscher denn dienen? soll ich sie unbelastet mit ins grab nehmen, ohne jemals dem klang eines gedigenen meinl rakers ohne gehörschutz gelauscht zu haben?
    klingen die modernen becken heute vielleicht deshalb so schrill, weil die mit gehörschutz gut klingen sollen? wird der gehörschutz den sound neuer instrumente bestimmen?


    wir zollen alle unseren tribut, für das was wir im leben treiben. wer 50 jahre lang musiziert wird nicht mit jungfräulichen ohren auf der bahre liegen.
    wollen wir das?


    auf seine lauscher zu achten ist wirklich wichtig. panik zu verbreiten, zu hypochondrieren und ein konzert mit ordentlich phon so zu behandeln als wäre es der untergang des ewigen hörerlebnisses, ist ausgemachter unfug.


    ja, ich hab nen tinnitus, und ich weiss auch woher ich ihn habe.


    edit:


    Zitat

    in zusammenhang mit diesem thema finde ich das weniger lustig...


    was findest du schon lustig? ;)

    Satellite of Love

    Einmal editiert, zuletzt von seppel ()

  • OK, danke.
    Aber noch ne Frage:
    Ich hab gerade meiner Mutter gesagt, ich würde mir bald diesen Schutz kaufen und dann hat sie gesagt, ich solle doch einfach meinen Kopfhörer aufsetzen. Wo ist der Unterschied zwischen Kopfhörer und "richtigem" Gehörschutz?


    Ausserdem sagte sie, das reiche doch für den Anfang. Wo soll da der Anfang sein? Also ich schätze einfach mal, dass normale Kopfhörer nicht reichen, sonst würde es nicht professionelen Schutz geben, oder?

    Mein Schlagzeug:


    Snaredrum - Vorhanden
    Bassdrum - Vorhanden
    ...und noch so'n paar Sachen...


    Fazit: Irgend so'n Trommelschrotthaufen

  • Irgendwie hab ich mit so einer Antwort gerechnet.

    Mein Schlagzeug:


    Snaredrum - Vorhanden
    Bassdrum - Vorhanden
    ...und noch so'n paar Sachen...


    Fazit: Irgend so'n Trommelschrotthaufen

  • der unterschied zwischen einem "normalen" kopfhörer und einem gehörschutz liegt in der reduktion des schalldrucks. ein geschlossener kopfhörer der hifi-klasse liegt da um einiges unter den werten die ein entsprechender gehörschutz bietet. das hab aber zb. 00schneider alles schon prima erklärt. suche hilft .

  • Zum guten Schluss:

    Gehoerschutz - ja - im Prinzip befuerworte ich den auch - aber Ohrstoepsel? Nur als allerletztes Mittel. Letztlich ist das ja keine rein medizinisch/hygienische Frage sondern in diesem Kontext auch eine aesthetisch/philosophische..

    Im Uebrigen:
    Wenn es Musik war, die mich eines Tages taub macht, wuesste ich nicht was daran bereut werden muesste - denn es wird ein Genuss gewesen sein - und fuer Genuesse muss man immer zahlen - je groesser der Genuss desto hoeher die Zeche - War freilich bloss Laerm die Ursache, dann war's fuer die Katz - und mehr als nur aergerlich ..

    P.S. Auch mit Gummi kann poppen Spass machen - es wird aber automatisch zu einer aeusserst unfruchtbaren Angelegenheit, weshalb man, wo immer man Fruchtbarkeit wuenscht, den Gummi besser weglassen sollte ..:D

  • Erst antworten alle auf einen Thread, den es schon tausendmal gab und dann heisst es "Suche hilft". Aber ok, dann benutze ich jetzt die Suche.

    Mein Schlagzeug:


    Snaredrum - Vorhanden
    Bassdrum - Vorhanden
    ...und noch so'n paar Sachen...


    Fazit: Irgend so'n Trommelschrotthaufen

  • Zitat

    Erst antworten alle auf einen Thread, den es schon tausendmal gab und dann heisst es "Suche hilft". Aber ok, dann benutze ich jetzt die Suche.


    das ist die eigendynamik eines jungen samstagmorgens. dagegen ist kein kraut gewachsen.


    im allgemeinen hilfts auch, nicht nur den inhalt eines beitrages zu bewerten, sondern auch zu berücksichtigen wann dieser verfasst wurde.


    bisher hab ich aber nach dem aufwachen noch alles vertreten können, was ich vor dem einschlafen schrob.

    Satellite of Love

  • Nur mit. Anders wär nämlich schlecht.


    So viel ich weiß, sind Gehöhrschäden irreversibel. Was einmal kaputt ist, wird also nie mehr funktionieren. Warum geht ihr dieses Risiko ein?


    Das Schlimme ist, dass das Nachlassen des Gehörs schleichend -und nicht schlagartig- verläuft. Deshalb merkt man es selbst zunächst kaum, sondern erst mit dem Älterwerden.


    Versucht mal Folgendes:
    Spielt ein, zwei Songs mit Gehörschutz. Dann einen rausnehmen und noch ein Lied spielen. Und dann den zweiten rausnehmen. Und dann feststellen, dass sich beide Ohren seeeeeeeehr unterschiedlich anfühlen ;)


    Abgesehen davon stellen gute Gehörschütze (?) eine erhebliche Klangverbesserung dar. Ab einem gewissen Verhältnis Schallpegel / "Einwirkdauer" hört man nur noch Brei.


    Eigentlich sind unsere Ohren dazu da, durch leises Rascheln in den Büschen wilde Tiere zu orten oder sich ein wenig zu unterhalten. Das was unsere Lauscher aber seit ein paar Jahrzehnten aushalten müssen ist einfach zu viel. Darum macht es nicht noch schlimmer. Lärm ist gesundheitsschädigend und schlicht und einfach Stress.


    Es gibt nichts entspannenderes als RUHE. Aber nicht bei euch im Schlafzimmer, sondern draußen, in der Natur. Nur Hügel, Wäldchen, Äcker und blauer Himmel. keine autos, keine autobahn züge hubschrauber müllwagen baustellen kaum flugbetrieb. einfach RUHE. nur ganz wenig wind und sonst nichts. Das ist einfach geil.


    aber ich schweife vom thema ab....;-)


    nichts für ungut
    englishman

  • das mit dem schleichen ist quatsch. es ist das ansammeln von bösem, das das fass zum überlaufen bringt. erst passiert garnix, dann kommts mit einem schlag.


    um diesen pool mit bösem zu füllen braucht es ausreichend böses. dieses böse wird über die jahre angesammelt, bei discobesuchen z.b..
    die grosse frage lautet:


    wie haushaltet man mit dem bösen, das unzweifelsfrei diversen leuten enorme freude bereitet, ohne das man schaden davon trägt?


    hilfreich wäre es sicherlich zu wissen, ob die kacke schon bis zum hals steht, oder erst am kniechen angekommen ist.
    soweit ist die forschung in sachen ohren aber wohl noch nicht.


    fazit: sich nicht in die hose pissen. wenns geht stöpsel benutzen, und wenns mal krachen soll: raus mit den dingern!


    wir sind doch alle keine profis, die 50 jahre lang 150 tagen auf der bühne stehen.


    im übrigen propfe ich mir mit diesen stöpseln einen hörschaden ins ohr. beschnittene frequenzen, ob durch stöpsel oder hörschaden sind irgendwie beides scheisse.

    Satellite of Love

  • Zitat

    Original von seppel
    beschnittene frequenzen, ob durch stöpsel oder hörschaden sind irgendwie beides scheisse.


    da hast du mit sicherheit recht, allerdings kann ich die stöpsel auch mal rausnehmen...
    kann man das pfeifen auch mal kurz abstellen? oder mal kurz wieder besser hören, wenns mal nicht mehr so gut ums gehör steht?

    per i tuoi larghi occhi, per i tuoi larghi occhi chiari...

  • Zitat

    Original von seppel
    im übrigen propfe ich mir mit diesen stöpseln einen hörschaden ins ohr. beschnittene frequenzen, ob durch stöpsel oder hörschaden sind irgendwie beides scheisse.


    Das Prinzip jeder funktionierenden Versicherung: Sie versichert sicher zustellen, dass die befuerchtete Katastrophe 100%ig eintritt. Allerdings wird diese dann freundlicherweise in "vertra(e)glichen" Raten geliefert. :D


    Ohne Versicherung koennte die Katastrophe mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit hingegen enttaeuschenderweise ganz ausbleiben .. 8)

  • Zitat

    da hast du mit sicherheit recht


    ja

    Zitat

    allerdings kann ich die stöpsel auch mal rausnehmen...


    richtig

    Zitat

    kann man das pfeifen auch mal kurz abstellen?


    nein

    Zitat

    oder mal kurz wieder besser hören, wenns mal nicht mehr so gut ums gehör steht?


    nein


    wenn mein obiges posting lediglich diese fragen bei dir aufgeworfen hat, unterstelle ich dir mal ganz locker voreingenommenheit.


    offen ist immer noch die frage nach dem bösen pool. der rest ist kaffeekränzchen.


    ich schrob bereits mehrfach, das ohrstöpsel gut sind; ich habe ja selber welche.
    ich kapiere die intention deines postings nicht wirklich.


    edit:
    und das liegt nicht an der uhrzeit.

    Satellite of Love

    Einmal editiert, zuletzt von seppel ()

  • Zitat

    Original von RogerBeathacker
    Im Uebrigen:<br>
    Wenn es <b>Musik</b> war, die mich eines Tages taub macht, wuesste ich nicht was daran bereut werden muesste - denn es wird ein <b>Genuss</b> gewesen sein - und fuer Genuesse muss man immer zahlen - je groesser der Genuss desto hoeher die Zeche - War freilich bloss <b>Laerm</b> die Ursache, dann war's fuer die Katz - und mehr als nur aergerlich .. <br><br>


    "Eines Tages" ist gut... Wenn du oder sonst jemand mir versichern kann, dass "eines Tages" in ca. 50-60 Jahren sein wird - wunderbar! Aber was ist, wenn "eines Tages" schon mit Mitte 20 oder früher eintritt? Ich kenne mehr als eine Person weeeeit unter 30 die nen dauerhaften Tinnitus oder erheblichen Gehörverlust (bis hin zur Notwendigkeit eines Hörgerätes) zu beklagen haben. Ganz schöne Scheiße würde ich da mal sagen.
    Ich selber hab schon 4 Hörstürze hinter mir (allerdings eher allgemein stressbedingt, als speziell durch Lärm verursacht). Ist sehr unangenehm, keine Schmerzen zwar, aber ein Rauschen mitten im Bewusstsein (Kopf). Wenn´s im linken Fuß wäre - okay, da kann ich evtl. mit leben. Aber so ist´s sehr belastend, vor allem weil man nicht weiß ob´s wieder weg geht. Nicht weiterzuempfehlen. Wie Cata schon sagte - die Stöppsel kann man rausnehmen, den Hörschaden nicht. Und so wichtig ist mir Musik jetzt auch nicht, dass ich deswegen den Teil meines Lebens, den ich nicht mit Musik verbringe, mit einem lustigen Geräusch (oder noch besser keinen Geräuschen) im Kopf verbringen will. Und glaubt mir, Musik ist mir verdammt wichtig...


    Aber zur ursprünglichen Frage: "Gehörschaden ja o. nein?"


    --> Klar, immer her damit! Davon kann man eigentlich nie genug haben! :)

    Einmal editiert, zuletzt von sixstringsting ()


  • Rofl. Dich will ich sehen wenn du taub bist. Mich kotzt es jetzt schon an wenn ich bei jedem zweiten Satz "hä?" sagen muss. Das ist keine Musik die auf dieser Welt existiert wert.

    Musiker? HANDWERKER! (Mein Ding is von Tama!)

    Einmal editiert, zuletzt von Harteware ()

  • @ Roger: Okay, du als alter Sack hast da natürlich gut lachen... :D Aber mal im Ernst: Wenn jemand mit 25 nach jedem zweiten Satz mit "Hä?" antwortet, dann kann man das schon ganz objektiv als erschreckend bezeichnen! Man weiß halt nie, ob und wann es einen trifft. Deshalb lieber den Ball flach halten...

  • Zitat

    Original von Harteware
    Rofl. Dich will ich sehen wenn du taub bist. Mich kotzt es jetzt schon an wenn ich bei jedem zweiten Satz "hä?" sagen muss. Das ist keine Musik die auf dieser Welt existiert wert.


    ich in 17, is bei mir auch schon so ähnlich. sobald 3 geräusche oder gespraäche gleichzeitig auf mich eindringen m,uss ich mich sehr konzentrieren um eines zu verstehen. oder auch wenn ich nur mal eben wo anders hinhöre is das erste geräusch das ich eigentlich mitkreiegen will für mich in der zeit weg.
    und um das vorweg zu nehmen: ich habe genau ein mal schlagzeug gespielt ohne ohrenstöpsel drin zu haben, als ich in der schule spontan was spielen musste. aber das war auch nicht laut, es war total abgedämmt.




  • Leute,Leute,


    der Thread wurde von einem Schüler reingestellt. Es wäre verantwortungslos, ihm zu empfehlen, auf Gehörschutz zu verzichten.
    Natürlich bekommt nicht jeder, der laute Musik hört oder spielt, automatisch einen Tinnitus oder wird taub. Da kommen schon mehr Faktoren zusammen, wie Allgemeinzustand, ggf. genetische Veranlagung usw.


    Gerade bei Schlaginstrumenten sind die Spitzenwerte gravierend. Ich möchte nicht wissen, wieviel dezibel ein sauber ausgeführter Rimshot auf die Snare hat.


    Druplist


    Sprech am Besten mal mit Deinem Ohrenarzt - der kann da sicher die kompetenteste Auskunft geben.

    PG - Wenn nur die besten Vögel singen würden, wär es verdammt still im Wald.

    Einmal editiert, zuletzt von PG ()

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!