Fußtechnik

  • @ nicouh


    Also war alles nicht bös gemeint. Es ist manchmal ganz gut auf den boden der tatsachen hingewiesen zu werden ;) .


    Um nochmal zu verdeutlichen was ch meine ein satz, der von mir stammt und den ich als sehr wichtig erachte um mit meiner technik vorranzukommen.
    Wenn du ihndir mal auf der zunge zegehen lässt ist er eine Rechtfertigung für autodidaktisches üben und gleichzeitig die begründung warum das was du im anfangspost wissen wolltest
    ins leere läuft:


    Die unterschiede zwischen schlecht und perfekt sind bei jeder technik so gering, dass man den unterschied optisch meist nicht wahrnehmen kann!


    Soll heißen: Es ist nicht so schwer eine technik vom ablauf intellektuell zu verstehen (youtube, lehrer, DVD), aber von da an ist dein gehör und dein eigenes gefühl der beste wegweiser an den du geraten kannst.
    Ein aussenstehender sagt vielleicht: Sieht gut aus....klingt gut! Aber wenn dir dein gefühl sagt "ich fühl mich noch leicht verspannt, dann ist noch bedarf da zum üben.
    Und hier ist ausprobieren angesagt. Was andere tun ist egal. Du wirst nur eine gewisse perfektion erreichen, wenn du dich dabei wohlfühlst und du nicht gegen deinen körper anarbeitest. Auf die signale hören und pause machen...nicht mit der brechstange....kein bodybuilding.
    Und diese kleine aber feinen unterschiede hängen mit der Feinmotorik und dem Muskelgedächtnis zusammen. Du kannst Bewegungsabläufe durch regelmäßiges ruhiges üben in das muskelgedächtnis einbrennen und nur wenn das geschehen ist, kannst du auf Geschwindigkeit kommen. Denn irgendwann ist es so schnell, dass dein kopf sich aufhängen würde.
    Dann brauchst du den automatismus um nicht schwindelig zu werden. Ganz neben bei trainierst du durch regelmäßige wiederholung dinge, die du nicht bewusst trainieren kannst:
    Feinmotorik. Man kann sich vielleicht noch über eine bewegung aus dem fuß gelenk bewusst sein, aber wie viele muskeln dran beteiligt sind und welche es sind weist du nicht und kannst sie deshalb nicht bewusst ansteuern. Un hier musst du geduldig bleiben und weiterüben. Diese dinge kommen nicht über nacht, aber dafür ganz nebenbei. Der Körper findet von selbst einen weg und die muskulatur schult sich von selbst. Es ist auch vollkommen ok wenn du erstmal eigene wege gehst. So lernst du was für dich funktioniert und was nicht.
    Und ob du es willst oder nicht auch das hilft dir am ende, denn du lernst zwischen besser und schlechter zu unterscheiden und irgenwann laufen deine bewegungen von selbst in die richtige richtung weil dein körper die optionen kennt und nicht freiwillig den schwereren weg wählt. Ich hab mit einem gewissen pedalabstand angefangen weil es sich besser anfühlte.
    Mir fehlte aber die feinmotiorik/kontrolle. Die pedale wanderten näher ran weil die kontrolle zunächst besser war. jetzt stehen die pedale wieder da wo ich begonnen hatte. Die feinmotorik/kontrolle ist nun soweit vorhanden, dass ich diese position spielen kann und sie nun besser als alle anderen funktioniert. Soll heißen: Wenn andere sagen so und so funktioniert es, dann muss man damit am anfang nicht unbedingt was anfangen können. Es ist ok wenn man erstmal das tut was am besten für einen selbst funktioniert und es passiert nicht selten dass man irgendwann von selbst dort ankommt und feststellt: der typ hat doch recht, nur hat er nicht gesagt, dass man nicht direkt dorthinkommt weil es am anfang aufgrund mangelnder kontrolle oft nach hinten losgeht wenn man die tipps umsetzen will.


    Beispiel: Tommy igoe sagt auf seiner DVD: Wenn die Schläge schneller werden kommen wir ein bischen näher zum fell und der stockwinkel ist ein bischen mehr nach vorne gekippt"
    Dachte ich mir: cooler tipp.... probiern wir mal direkt aus und ich hab mich direkt aufgehangen dabei als ich die stöcke bewusst und optisch wahrnembar etwas nach vorn gekippt habe.
    Idee dirket verworfen und als blödsinn abgetan. Stattdessen hab ich einfach weitergeübt auf einem guten sound geachtet und darauf, dass es entspannt bleibt. Ich hab meine bewegungen dahin treiben lassen wo sie hinwollen, damit es entspannt bleibt. 3 monate später spiel ich entspannt 30 bpm schneller und stelle fest: tommy hat recht!
    Wo war das problem? Antwort: Tommy hat beschrieben wie es sich anfühlt. Und als es bei mir funktionierte fühlte es sich auch so an als ob die stöcke immer mehr nach vorne kippen.
    Welchen unterschied konnte ich im Spiegel ausmachen?--> keinen sichtberen unterschied im Anschlagwinkel. Und damit sind wir wieder bei dem fettgedruckten satz oben.
    Es ist vollkommen egal ob es Hände oder füße sind. Das konzept bleibt das gleiche. Also immer dran denken, dass die, die erklären sich auf das Gefühl beziehen und ihre Ausagen nicht durch nachmessen mit dem Zollstock gebildet haben.


    Nun frag dich mal was würde passieren wenn dir jemand sagen würde "heb die hacken mehr an"?...naaa? :D ;)


    Das war jetzt von Autodidakt zu Autodidakt Die lange version vom standartspruch "Üben, Üben, Üben"


    LG

  • Da lass ich mal den Meister sprechen ;)
    Hier erklaert Jojo ganz nett die ersten Schritte fuer ne gute Fusstechnik, und zeigt dann wo man damit hinkommt.
    [video]

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    Wenn du da was effektiv aus den beiden Videos rausziehen willst, dann stell dich drauf ein, dass du sehr lange sehr sauber langsam die Basics, die er am Anfang zeigt, ueben musst (nein, nicht Wochen, eher Monate ;)

  • toller beitrag. :thumbup:

    Die pedale wanderten näher ran weil die kontrolle zunächst besser war.

    aber wie meinst du das genau? du hast das pedal näher an die trommel geschraubt? ich habe es immer bis zum anstatz also so nahe wie mögich festgeschraubt.

  • toller beitrag. :thumbup:

    aber wie meinst du das genau? du hast das pedal näher an die trommel geschraubt? ich habe es immer bis zum anstatz also so nahe wie mögich festgeschraubt.


    Moin. Ich meine nicht näher an die trommel schrauben, sondern die fußstellung. Also fersen/fuß tendenziell mehr nach vorne (größerer winkel zwischen ober-und unterschenkel).
    Ich rede da jetz nicht über unterschiede von 15cm sondern eher um die 5cm. Bitte nicht einfach kopieren. Jeder ist anders gebaut, gelle ;) .

  • Was mir nun jetzt fehlt, ist jemand, der mir sagt solche Dinge sagt wie "ne, so nicht, mach das und das anders, halt den Stick anders, sitz anders, heb dein arm höher,
    heb deinen arm garnicht" etc.

    vs.

    Ich habe mir schon andere, nicht wirklich einfachere, Dinge selber beigebracht. An meinen Qualitäten als Autodidakt zweifel ich nicht wirklich.

    Sorry nicouh,


    aber sowohl mit dem Tonfall wie auch mit der in den Posts im Ansatz erkennbaren Beratungsresistenz (DF: "Bitte nur Fuß, sonst können wir nix sagen." TS: "Nee, es ging ja nicht um "oben" - ja eben!) hätte ich keine Lust, für Dich Lehrerersatz zu spielen. Wenn Du so ein begnadeter Autodidakt bist, dann stell einen Spiegel hin, nimm die Kamera und dann mach's halt selber.


    Nicht, dass Du mich falsch verstehst: Natürlich kann und soll man hier solche Fragen stellen. Aber bitte nicht vergessen, dass unter den Antwortenden vielleicht erfahrenes Lehrpersonal sein könnte und da macht es verdammt wenig Sinn a) die Posts nicht richtig zu lesen und b) gleich mal die Gegenmeinung rauszuhauen. Und: Nein, ich bin kein Lehrer, nur ein DF-User, der guten Rat wertschätzt.



    Viel Erfolg wünscht
    Hajo K

  • Also ganz ehrlich...
    Vielleicht liegt es daran dass ich so Sachen wie Free Jazz und so nie wirklich verstanden habe. Oder dengelst du nur so aus Spaß sowas daher.
    Aber für mich hört sich das ganze Video an wie wenn man ein Kleinkind zu einem Schlagzeug setzt.


    Probiers einfach mit einem Puff Tschack. Dann könnte man zumindest objektiv beurteilen ob deine Grundtechnik passt.
    Für mich siehts jetzt so aus wie mein Gitarrist der ab und zu aus Spaß am Schlagzeug sitzt... :D


    Also bitte beschränke dich mal auf einfache Sachen.
    Ich hab am Anfang mal ein paar Monate nur den normalen Puff Tschack geübt bis ich den gerade und sauber spielen kann und das
    stundenlang wenn ich will.

  • Ich denk, ich benötige zu diesem Thema ebenfalls Hilfe.
    Seit einiger Zeit hab ich ne IronCobra dofuma und ich muss dazu sagen, dass ich vorher ca. 2 Jahre mit nem Singlepedal gespielt hab. Da hab ich immer alles richtig hinbekommen und mir war nen guter Rebound mit recht viel Schwungpotential recht.
    Jetzt versuche ich schon seit einiger Zeit, das doublebass spielen auch mal nen wenig auf mehr als nur 4 oder 6 Hits hintereinander auszubauen und auch mal längere Zeit nen bisschen mit doublebass zu unterlegen. Mein Problem ist, dass ich dann immer wieder rauskomme und es einfach nicht wirklich regelmäßig hinbekomme. Außerdem is das ganze recht anstrengend, da ich hauptsächlich Heel-Up spiele und die Beine immer komplett mitbewegen muss.
    Was ich fragen wollte ist nun, ob ich vielleicht einfach nur die falsche Einstellung gewählt habe. In welchem Winkel sollte z.b. der Beater zum Fell stehen (bei mir sinds 45°), wie hoch sollte die fußplatte sein, wie stark die Federn gespannt?
    Wie habt ihr das bei euch, sodass es auch möglichst ökönomisch läuft? ...bei den meisten leuten sieht das immer wenig angestrengt aus und ich brech mir da schon seit Monaten einen ab.
    habt ihr irgendwelche Empfehlungen für mich, ohne mich gleich zu lynchen, weil ich keinen Lehrer habe und die Antwort auch einfach lautet "ausprobieren und üben üben üben" ? Wie ist eure Fuma-Einstellung?


    Ich wär' dankbar für Antworten!

  • Ich denk, ich benötige zu diesem Thema ebenfalls Hilfe.
    Außerdem is das ganze recht anstrengend, da ich hauptsächlich Heel-Up spiele und die Beine immer komplett mitbewegen muss.


    Ich wär' dankbar für Antworten!


    Meine Antwort:
    Du hast das Heel Up Prinzip nicht richtig verstanden...

  • Beater im 45° Winkel hört sich schonmal nicht ganz falsch an. Ich habe bei der IC (auch Doppelhuf)das Pedal so tief wie möglich eingestellt, dass es gerade nicht unten aufschlägt. Dazu die Federspannung so lose wie möglich, ohne dass der Beater im Fell "kleben bleibt".


    Doublebass-Abläufe übe ich meist an einem Practice Pad für die BD (Pearl oder HQ, sind glaube ich baugleich), und zwar abwechselnd in verschiedenen Dynamikstufen, sowohl HeelUp als auch HeelDown, und vor allem erst mal l a n g s a m. Zunächst suche ich mir mit Metronom das Tempo raus, welches ich am schlechtesten hinbekomme und übe, bis ich sicherer werde und mich wohl fühle. Auf die schnelle kann ich es nicht besser beschreiben, als dass es meist irgendwo zwischen langsam und schnell liegt. Wenn das gar nicht besser wird, dann gehe ich so 5 - 10 Bpm nach unten und fange nochmal an.


    Esotherisch ausgedrückt versuche ich mental "in meine Füße zu kriechen" und jede einzelne Bewegungsphase bewußt zu analysieren, ob sich da was hakelig anfühlt (was es meist erst mal tut) und ob beide Füße den gleichen Ablauf haben (was sie oft nicht haben). Hilfreich ist auch, Patterns mit dem schwächeren Fuß zu führen, aber das ist alter Schnee.


    Entscheidend für den Trainingseffekt ist nicht, kurzzeitig möglichst schnell zu sein, sondern lieber etwas langsamer und dafür beständig zu sein. Du merkts es am besten daran, wenn eine Figur sich über Minuten mühelos anfühlt. Als Spitzentempo würde ich immer nur das wählen, welches gerade eine Spur zu schnell dafür ist, denn diese Hürde erklimmst du bald.


    Ich hoffe, es sind ein paar Anregungen für dich dabei, auch wenn ich dir keinen Standard-Tip bezüglich richtiger Einstellung des Pedals geben kann.


    Grüße
    Jan

  • Bei mir sind die Pedals quasi das Gegenteil. Vielleicht ists deswegen so verdammt anstrengend. Ich hab die Federspannung verdammt hoch und das Board steht, würd ich sagen, auch recht hoch. Ich probiers mal aus... Das wäre sicherlich ne umstellung, aber wahrscheinl. ne investition für die zukunft ;)
    Danke für die Tips, ich werd mal versuchen, so zu üben.. Und so nen Practice pad wäre auch seeehr praktisch. danke schonmal.



    Wenn jemand mehr weiß, bitte mal Pedalkonfiguration posten! danke! ;)

  • Bei mir sind die Pedals quasi das Gegenteil. Vielleicht ists deswegen so verdammt anstrengend. Ich hab die Federspannung verdammt hoch und das Board steht, würd ich sagen, auch recht hoch. Ich probiers mal aus... Das wäre sicherlich ne umstellung, aber wahrscheinl. ne investition für die zukunft ;)
    Danke für die Tips, ich werd mal versuchen, so zu üben.. Und so nen Practice pad wäre auch seeehr praktisch. danke schonmal.



    Wenn jemand mehr weiß, bitte mal Pedalkonfiguration posten! danke! ;)


    Zu meiner Einstellung bei der Kick:
    Ich habs halt ein bisschen lockerer weil ich nicht ständig das Pedal am Fuß kleben haben will,
    sondern mehr das Pedal arbeiten lassen möchte.
    Mir kommts halt so vor als ob ich dann auf Dauer nicht sooo schnell sein kann.


    Da siehts mit härterer Federspannung schon anders aus. Da klebt das Pedal mehr am Fuß aber
    dafür kann man schneller und exakter spielen, dafür gibts dann wahrscheinlich auch Direct Drive etc.


    Aber da lass ich mir gern was neues erzählen weil ich als Rock schlagzeuger sowieso keine ahnung
    von BD Gewitter habe...

  • Ich habe nirgendswo etwas geschrieben wie "Ich bin ein begandeter Autodidakt". Ich habe auch nur "Qualitäten" gesagt, aber das sagt nichts über die Qualität an sich aus. Schlussendlich ist mit "zweifel ich nicht wirklich" auch nicht gemeint "ist so", sondern wirklich "zweifel ich nicht wirklich". Zu denken man hätte nach nur 4 Monaten irgendeine Ahnung von dem Instrument ist wirklich albern und genau deshalb bin ich hier, weil ich mir meiner Unwissenheit bewusst bin.
    Ich bin für jede Erfahrung offen und freue mich auf Fehler hingewiesen zu werden. Das beinhaltet immer Selbstzweifel, die bei mir natürlich auch vorhanden sind. Sonst könnte man sich nur schwer verbessern und sonst wäre ich ja garnicht erst hier hingekommen.
    Das einzige was ich will ist lernen, und das geht oft besser mit Hilfe. Natürlich könnte ich auch einfach alleine weiter machen, aber ich habe auch keine Scheu davor mir helfen zu lassen - damit komm ich einfach schneller dahin, wo ich hin will.
    Nur weil ich frage, heisst das nicht, dass ich mir nicht zutraue dort auch allein hinzu kommen. Nur weil ich denke, dass ich es alleine schaffen kann, heisst das nicht, dass ich mich nicht auch selber während der "Reise des Lernens" vom Gegenteil überweisen kann.
    Vielleicht komm ich später an eine Stelle, wo ich selber nicht mehr weiter komme, vielleicht aber auch nicht.


    Was ich mir sonst noch selber beigebracht habe? Steht auf der Rückseite von Obamas Geburtsurkunde ;)


    Sei mir nicht böse, aber Deine autodidaktischen Versuche haben beim Schlagzeuglernen offenkundig schon genug Schaden angerichtet. Was Du da in dem Video fabrizierst, sieht so aus und hört sich so an, als würdest Du gleichzeitig unter einer spastischen Lähmung und dem Tourette-Syndrom leiden. Allerdings hab ich spastisch gelähmte Menschen schon wesentlich kontrollierter spielen sehen, und bei den meisten Tourette-Patienten werden die Symptome durchs Musizieren unterdrückt.


    Danke für diesen unendlich qualitätbehaftetn Beitrag. ?(




    Danke! Das Feature ist mir bereits bekannt und ich verwende es auch schon für andere Videos. Ich habe das Video ja nicht wirklich richtig getaggt oder betitelt, so dass es kaum ein anderer zufällig finden wird. Und wenn doch, dann stört mich das auch nicht. Über ein Video aus so einer Perspektive freue ich mich persönlich immer, egal von wem!








    Zitat von »nicouh«Um das "Rumgedengel oben" ging es ja auch nicht, genauso wenig um die Fähigkeit das Tempo zu halten


    *facepalm*


    Was nützt einem die Technik, wenn an Timing und Groove überhaupt nix passt? Selbst mit penibel eingeübter Technik kann man noch lange keinen AC/DC-Song zum klingen bringen.





    Andere Leute haben andere Prioritäten und Reihenfolgen um an gewissen Dinge ranzugehen, dass ist weder schlecht noch gut, einfach nur anders. Ich fühle mich mit dieser Reihenfolge am wohlsten.


    Zum *facepalm*: Ja, ich sehe schon wie auf einer Lehr-DVD die Heel-toe technik beigebacht werden will und der Lehrer sagt "Und bitte achtet auch auf die tollen Grooves und Fills die ich auf der HIhat und snare spiele während ich jedes Metronom verblassen lasse!" und der Lehrer die Kamera dann einfach auf die Snare auslenkt ;)


    Zitat von »nicouh«
    Ich habe mir schon andere, nicht wirklich einfachere, Dinge selber beigebracht. An meinen Qualitäten als Autodidakt zweifel ich nicht wirklich.


    Sorry, aber nach 4 Monaten kann sowas kein Mensch sicher von sich behaupten. Im Video bekommt man streng gesagt wahlloses Gedengel auf einem Drumset zu hören. Wenn ein komplett Instrumentfremder am Set sitzt und ein wenig herumklopfen will, hört sich das genau so an.


    Ich habe es auch an sich nicht sicher von mir behauptet. Ausserdem bezieht sich das auch nicht grundlegend aufs Schlagzeug, d.h. ich habe nicht vor 4 Monaten das Erste Mal versucht mir selber etwas beizubringen.







    Ich möchte damit sagen, bevor das Gesamtbild in punkto Timing und Groove nicht stimmt, macht es gar keinen Sinn, groß über spezielle Techniken zu reden. Was willst du überhaupt können? Heel-Toe-Technik? Was für Rhythmen willst du spielen können?


    Ich könnte mit beiden Füßen z.B. auch locker eine Frequenz von 800 Schlägen pro Minute hinbekommen, aber sicher nicht kontrolliert in konstant gleichmäßigen Abständen, also für Musik völlig unbrauchbar.


    Es geht mir natürlich an sich nicht um nur Schnelligkeit. Ich mag auch garkeine Doppelbass!
    Soweit ich das sehe, habe ich die Heel-Toe Technik im Video verwendet. Mein Lieblingsdrummer ist aktuell Zach hill (link, laut Wikipedia u.a. Math, Noise, progressive und experimental rock), d.h. seine Rhytmen würde ich gerne spielen können.

  • Mich würde sehr interessieren, in welcher Stimmung du warst, als du das aufgenommen hast, bzw. was für einen Groove du im Kopf hattest.


    Hast du selbst eine Vorstellung/Idee, was du gerade spielst, wie du das Set klingen lassen willst?

    Danke, die Frage ist wirklich sehr gut! Ja, ich habe eine Vorstellung davon. Natürlich heisst das nicht, dass ich das dann auch direkt umsetzen kann, davon bin ich noch weit entfernt. Trotzdem war es kein sinnlosses Rumgedängel. Im 2. Teil des Videos hab ich sogar zu einem Lied von Zach hill mitgetrommelt (Kopfhörer). Damit meine ich kein Cover, sondern eher das, was mir während des Liedes eingefallen ist. Davor habe ich auch viel Zach hill gehört/dazu gespielt, vielleicht erklärt das die Grundstimmung des Videos.




    Danke, der Tipp ist gut! Das habe ich auch schon bemerkt und habe mich beim Spielen heute auch schon auf mehr einfachere Sachen beschränkt! Das fällt mir noch relativ schwer, aber ich versuch erstmal dabei zu bleiben.




    Offtopic:


    Wenn ich anhand seiner anderen Videos von Youtube richtig kombiniere, ist der Fragesteller ein Sambista, der sämtliche Rhythmiken auf der Caixa gut beherrscht. Sogar der Groove/ das Feeling stimmt! Sowas lernt man normalerweise nur selber mit Übung, das zum Thema Autodidakt... (Spielst du in einer schwedischen Bateria?!)


    Für mich klingt das so, als würde sich ein Sambista einfach mal an ein Schlagzeug setzen...

    Danke für das Vertrauen, aber das bin nicht ich! ;) Ja, ich spiele Caixa in einer Bateria (Samba Sao Miguel), hatte heute sogar "Training". Der nächste Gig ist diesen Samstag.
    Mein Freund auf dem Video ist mein "persöhnlicher Lehrer" und hat mir die äh Patterns alle persönlich beigebracht bzw. während wir in der ganzen Bateria gespielt haben. Heute hat er mir während des Spielens noch nen Thumbs-Up gegeben und nach dem Spielen gesagt "Everything was spot on and sounded like it was supposed to!". Also auch wenn ich das nicht auf dem Video bin, habe ich dennoch seinen Segen ;) Ich habe hatte aber auch die Idee mit den Videos, damit ich auch alleine üben kann - was ich auch getan habe.




    hyalso ich hab jezt hier nicht jeden beitrag gelesen und weiss ned ob es shcon erwähnt wurde aber:so schlimm finde ihc deine fußtechnik jetzt nicht. tue erstmal das was für dihc am bequemsten ist.


    allerdings: versuche mal erheblich weniger dafür aber sauberer zu spielen und konzentriere dich darauf, die schläge die du spielst sauber und akkurat zu spielen


    nur keine hektik

    Danke euch Beiden! Ja, ich werde den Fokus etwas von meinem Fuss runternehmen und auf das Zusammenspiel setzen.


    Spricht irgendwas dagegen mit Backingtracks zu üben? Bevor ich zu Liedern mitgespielt habe, habe ich oft Guitarpro für einige Lieder benutzt. Ich hatte dann den Drumtab in Guitarpro, hab den auf Repeat gestellt und dann einfach ne halbe stunde immer wieder das Gleiche bei verschieden Tempi gespielt (nachdem ich den erstmal in Abschnitte unterteilt hatte und den Beat dann auch wirklich irgendwie spielen konnte).



    schlimm finde ich da gar nichts, eher für 4 monate beachtlich. und die fuss technik ist doch ok, sag ich mal (sehe jedenfall nichts falsches). und wenn es nur darum ging, meine ich, weitermachen!!, du weisst ja selber was anliegt - was du nicht kannst - so wie ich herauslese - hoffentlich - zumindest bist du ja autodidakt (was man auch immer darunter verstehten kann) - wenn du es nicht weisst, dann können wir von da unten (kameraperspektive und mikrofon) aus nur schwer helfen, ausser dich zu demotivieren. ich finde du kannst dich beruhigt anderen dingen zuwenden, die auch wichtiger sind. ich glaube, das war ja die frage.

    Danke! Ich mag deine Antwort ;) Es macht Sinn (auch im Zusammenhang mit den anderen Antworten) was du sagst. Eigentlich wollte ich ja nur wissen, ob irgendwas mit meinem Fuss grundsätzlich nicht stimmt... jetzt, wo ich das OK bekommen hab, kann ich wieder weiter machen ;)




    Kein problem! Nichts anderes habe ich erwartet. Die Videos werden gründlichst studiert! Gute Dinge brauchen immer ihre Zeit, das ist auch gut so ;)


  • Da ich von mir selber denke, dass ich ein absoluter Neuling auf dem Schlagzeug bin, denke ich auch, dass ich eigentlich noch garnichts kann. Daher weiss ich nicht, wie ich micht nicht schon vorher auf dem Boden der Tatsachen befunden haben soll.


    Dir auch danke! Mir war nicht bewusst, dass es so schwierig ist bzw. dass der Unterschied zwischen gut und schlecht so klein ist! Aktuell ist bei mir sehr viel verspannt. Ich versuch mich zwar zu entspannen, aber das klappt meistens nicht. Gibt es da einen Zwischenweg? Z.b. "Ich übe solange so hart, bis sich meine Muskulatur daran gewöhnt hat und es ihr nichts ausmacht, wenn sie etwas verspannt ist"?


    Im falle der Heel-Toe Technik fühle ich mich z.b. sehr wohl und bin auch garnicht verspannt. Am Anfang war es auch so, wie du sagtest, dass ich es noch aktiv gemacht hatte, aber inzwischen rutscht oft einfach nen doublestroke raus, ohne dass ich drüber nachdenke. Doublestrokes ohne Heel-Toe allerdings sind dann eben wieder sehr verspannt.


    Ich hab heute dem ersten Tip Folgegeleistet und die Bassdrum aufgerichtet... danach ging erstmal garnichts mehr und ich musste das Pedal verstellen. Ist zwar jetzt auch noch anders als vorher, aber ich nehme es einfach in Kauf. So bekomm ich einfach ein neues Szenario an dem ich wieder von "Vorne" anfangen kann und somit hoffentlich meine Gesamttechnik gleichzeitig mitverbesser.


    Das was du mit Tom Igoe beschrieben hast, ist mir auch schon passiert. Hab versucht etwas nachzumachen und es ging nicht. Dacht ich auch "So ein Unsinn, der Stick rutscht mir immer aus der Hand. wie soll das gehen?". Ne Woche später machte ich es dann von ganz alleine ohne es zu merken :P





    Kein Problem! Wäre ich wirklich Beratungsresitent, würde ich kaum von alleine darauf kommen, andere Leute um ihre Meinung fragen. Auch habe ich nirgendswo geschrieben, dass ich von mir selber denke, ich wäre ein begnadeter Autodidakt.
    Ich fühle aber eine deutliche Resistenz gegen Antworten mit einem unnütz gewählten gewissen Ton und Leuten, die nach einem Post und einem kurzen Video denken, sie könnten die ganze Person oder die ganzen Fähigkeiten beurteilen. Ich würde niemals irgendwo hingehen und sagen "hallo! ich bin ein toller autodidakt" oder grundsätzlich "guckt mich an wie toll ich bin". Aber wenn mir jemand nach meinem Post meint "es gibt leute die sind autodidakten, und andere nicht" schreiben zu müssen, finde ich es durchaus im Rahmen des Angebrachten, wenigstens zu nebenbei und am Ende des Posts erwähnen, dass ich von mir selbst denke, dass ich das relativ gut kann, mich denn noch vom Gegenteil überzeugen lassen würde und dass ich damit sogar auch schon Erfahrung gemacht habe! Wenn irgendwas mit meinem Ton nicht stimmt, dann war das nur eine Reaktion auf eine Antwort! Vergleich einfach mal den Ton in meinen ersten 2 Posts mit dem des Dritten wenn du willst.
    Das "Was mir nun jetzt fehlt, ist jemand, der mir sagt..." sollte nur als Interpretationshilfe zu dem Video gelten. Nicht gemeint war "ich ignoriere jede Antwort, die mir was anderes sagt, als ich vorher erwartet habe zu hören."
    Zu dem "DF: "Bitte nur Fuß, sonst können wir nix sagen." TS: "Nee, es ging ja nicht um "oben"" habe ich bereits oben was geschrieben. Hätte man in nem normalen Ton darauf hingewiesen, wäre ich auch "normal" darauf eingegangen.


    Grundsätzlich:
    Wie bereits oben irgendwo geschrieben, ist mein aktueller Lieblingsdrummer Zach hill. Er spielt eigentlich in sehr vielen Bands/projekten, ist aber bekannt für Math/Noise/Experimental/progressive Rock. Wer sein Spiel Stil kennt, wird dann vielleicht nicht mehr ganz so verwundert auf mein Video gucken (nein, ich denke nicht von mir selber, dass ich so spiele wie Zach hill... werde ich auch niemals in meinem Leben, ausser ich hör auf zu studieren und übe ab jetzt 50 jahre lang jeden tag schlagzeug, und dann auch nur vielleicht). Ich mag nunmal etwas chaotisch klingende Sachen... Taktwechsel, synkopische Beats, viele tripplets, Tempi Wechsel, Krumme Takte, pausen, etc. nunmal keine straighten beats.


    Ich hab heute beim Spielen nochmal was aufgenommen, diesesmal nicht von/zu Zach Hill, sondern eher gemischt. Ausserdem hab ich versucht keine Heel-Toe Technik zu benutzen und meinen Fuß so ruhig wie möglich zu halten.
    Vielleicht gelingt es nun in Verbindung mit dem Video, was ich bereits verlinkt habe, einen besseren Überblick über meine derzeitigen "Fähigkeiten" zu erhalten. Ich hoffe auch, dass es das ist, was ihr, die mehr sehen wolltet und speziell auf Groovigkeit etc hingewiesen haben, verlangt hatten.


    Ich habe die Originaltracks und mein gespieltes auf die Stereo kanäle aufgeteilt (nicht vollständig; links: original, rechts: ich, 50/50) und die Originaltracks leiser gestellt (ca -16dB und mehr). Wenn das zuviel ablenkung ist und ihr nur mein Gespieltes haben wollt oder auch nur etwas, wo ich ganz ohne andere Musik spiele, kann ich das auch hochladen. Ein 10-Minuten Übungsjam hab ich auch aufgenommen... vielleicht findet sich darin auch ein Ausschnitt.


    Es sind auch keine Covers, sondern Play-a-longs.


    Simply Red - Holding back the Years (Hier hab ich am Ende doch wieder Bass geübt): http://soundcloud.com/nicouh/sr-hbty


    Snoop Doogy Dog & Justin Timberlake (:D) - Signs: http://soundcloud.com/nicouh/sdjts


    Omar A. Rodriguez Lopez - Un Burite Amable Me Pico: http://soundcloud.com/nicouh/oarl-ubamp (Wenn ihr nur eins der 3 hören wollt: Das hier gefällt mir am besten.)
    Das hab ich 6 Mal hinternander aufgenommen, ich weiss nicht, ob die Version jetz die "Beste" ist.



    und schon 1-2 Wochen alt, und was vermutlich eher auf dem Niveau von dem Video aus dem ersten Post ist (falls ihr doch neugierig seid):
    Zach Hill - Momentum.
    http://soundcloud.com/nicouh/momentum



    Grüße,
    Nicolai

  • Hi Nicouh,


    erstmal klasse, dass Du ausführlich und sachlich auf die Beiträge antwortest. Ich kann auch verstehen, dass einem bei manchem Post (und dessen Tonfall) hier der Hut hochgeht.


    Inhaltlich lese ich aus Deinen Beiträgen aber nach wie vor ein "Danke. Schon klar, ABER ...". Das nenne ich Beratungsresistenz. Es geht dabei eben nicht darum, wie Du schriebst, ob jemand Fragen stellt. Es geht darum, wie er mit den Antworten umgeht.


    Beispiel: Du magst im Kopfhörer Dein Idol gehört haben. Das, was später auf dem Video landete war in keiner Weise musikalisch nachzuvollziehen. (Das ist meine höfliche Formulierung für "sinnloses Rumgedengel".)


    Schon besser:

    Simply Red - Holding back the Years (Hier hab ich am Ende doch wieder Bass geübt): http://soundcloud.com/nicouh/sr-hbty

    Der Groove ist gut zum üben und gleich hier merkt man, wo Du stehst. (Am Anfang, logisch nach der kurzen Zeit.) Wenn Du über Deinen Schatten springen könntest, und einige Monate lang Stunden bei einem Lehrer nehmen würdest, um von Anfang an die richtige Technik zu erlernen und um die Baustellen in der richtigen Reihenfolge anzugehen, dann würdest Du enorme Entwicklungssprünge erleben. Und vielleicht in drei, vier, fünf Jahren schon überzeugend komplexe Rhythmen spielen. Ich habe 10 Jahre ohne Lehrer gespielt (allerdings eben auch nicht geübt). Mit Lehrer konnte ich dann erst einmal den Technikschrott der vergangenen Jahre beiseite schaffen.


    Aber ... jeder wie er mag.
    Dir viel Erfolg
    Hajo K

  • Du denkst, kalkulierst, prüfst und beschreibst viel und drückst dich dabei eifrig aus.
    Das ändert aber nichts daran, dass du definitv gar nichts kannst. Im Video sitzt jemand auf einem Bürodrehstuhl und dengelt wahllos vor sich hin. Das ist FAKT. Eine Differenzierung ob das "obenrum/untenrumgedengel" ist, ob es gerade um Arm, Bein, Leber oder Niere geht, ist nicht angebracht.
    Das ist nicht böse gemeint und musst auch nicht perönlich nehmen.
    Verschwende nur nicht die Zeit um irgendetwas in Textform in das rechte Licht zu rücken. Wer deine "Heroes" sind, was deine Intention ist um zu trommeln und ob du es dir dabei selbst machst- oder machen lässt- ist völlig schnuppe. Alles Zeit, Konzentration und Energie, die du gerade als "Autodidakt" verstärkt brauchst.


    Fang mal an! Einmal Rechts, einmal links..
    Viel Erfolg!

  • Nicouh,


    Du scheinst ja ein freundlicher und intelligenter Mensch zu sein, daher werde ich mich an dieser Stelle bemühen, meine "Diagnose" und die entsprechende Empfehlung in einem milderen Tonfall zu wiederholen: Deine bisherigen autodidaktischen Bemühungen haben Dich nicht auf einen Erfolg versprechenden Weg geführt. Wie man an Deinem Video und Deinen Beiträgen erkennen kann, fehlt Dir noch das Verständnis dafür, welche Prioritäten Du beim Lernen und Üben setzen solltest, um richtig Schlagzeug spielen zu lernen. Das ist aber angesichts Deines frühen Entwicklungsstandes völlig normal! Darum solltest Du zu einem guten Lehrer gehen, der Dir dieses Verständnis vermitteln kann.


    Mit dem Verweis auf meine Assoziationen zu spastischer Lähmung und Tourette-Syndrom wollte ich Dich nicht verletzen, sondern nach Deinem Beharren auf Deinen autodidaktischen Fähigkeiten darauf hinweisen, dass die bisherigen Ergebnisse Deiner Lernmethode Anlass zur Sorge geben. Was Du da vor Dich hin dengelst, hat einfach nichts mit Trommeln zu tun, weil Du versuchst, den vierten oder fünften Schritt vor dem ersten zu machen.


    Aber diese Probleme lassen sich mit fachkundiger Hilfe schnell abstellen, so dass Du sehr bald echte Fortschritte machen kannst. Dann gibt es einen guten Schlagzeuger mehr, und wir sind alle glücklich.


    Besser so?


    .

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