Mit dem Aufnehmen anfangen - Was brauche ich?

  • Hallo Leute,


    Ich hatte vor mir in nächster Zeit Equipment fürs Aufnehmen zu kaufen, da ich mit meiner Band eine Demo CD aufnehmen möchte.
    Da ich ein absoluter Grünschnabel im Bereich Drumrecording bin, wollte ich mich zuerst einmal erkundigen.
    Ich wollte mir das "the t.bone DC1500" Mikofonset kaufen, über das ich nur positives gehört habe. (Laut Rezensionen Preiswert und Qualitativ hochwertig) Hier ein Link:
    http://www.thomann.de/de/the_t…c1500_drummikrofonset.htm


    Desweiteren kaufen wir uns gemeinsam eine Gesangsanlage mit Aktiv-Boxen anschaffen, die das Mischpult "Behringer Xenyx X1222 USB" beinhaltet.
    http://www.thomann.de/de/behringer_xenyx_x1222_usb.htm


    Nun wollte ich fragen ob ich sonst noch etwas an Equipment benötige? Und welches Computerprogramm ist für die Aufnahmen empfehlenswert?

  • (fast) Moin,

    Da ich ein absoluter Grünschnabel im Bereich Drumrecording bin, wollte ich mich zuerst einmal erkundigen.

    Dann lies dich mal durch unsere Recording-Abteilung durch. Das angestrebte Set ist nur bedingt tauglich, nämlich nur das BD-Mic.
    Besorg dir das BD-300 und dazu 2 SC-140 (Stereoset), das gibt ganz brauchbare Aufnahmen, vorausgesetzt die Positionierung stimmt ;)
    Ist ein Bisschen Probiererei, aber wenn Du's mal raus hast, wirst Du zufrieden nachdenken wofür man (am Anfang) die anderen Mikros überhaupt braucht ?(
    Such mal nach Recorderman und natürlich unser Aller Anfang ist schwer und teuer Thread ;)
    Kabel und Ständer wirst Du natürlich auch brauchen, bei 3 Mikros schon mal weniger als mit 7 :D Software ist wieder so ein Ding wo Du dich durchlesen musst.
    Tipp von mir für's BD Mikrostativ: Das billige 9,90€ Ding vom T und absägen, spart auch 5,-€ :thumbup:
    Greez, Josh

  • für n bisschen was aufnehmen wird das reichen, ganz bestimmt sogar um eine (hoffentlich) steile lernkurve bei dir und deinen experimenten zu erzeugen. vernünftig aufnehmen kann man mit diesem equipment aber garantiert nicht.

    sieg natur.

  • Erstmal danke für die schnellen Antworten.

    Dann lies dich mal durch unsere Recording-Abteilung durch. Das angestrebte Set ist nur bedingt tauglich, nämlich nur das BD-Mic.
    Besorg dir das BD-300 und dazu 2 SC-140 (Stereoset), das gibt ganz brauchbare Aufnahmen, vorausgesetzt die Positionierung stimmt ;)

    Also wenn ich das richtig verstanden hab sollte ich mir für brauchbare
    Aufnahmen, um die es mir ja hauptsächlich geht, nur das von dir angesprochene BD Mic holen + die beiden Overheads?
    Natürlich werd ich erstmal ein bisschen rumprobieren und ich weiß das es vermutlich etwas dauert bis ich den dreh raus hab. Ich werd mir aufjedenfall mal die Recordingabteilung anschauen, danke für den Tipp.
    Was ich vergessen hatte zu erwähnen, wir haben ein Shure PG58 im Proberaum, könnte man das auch irgendwo verwenden z.B. als Snaremicro oder ist das ungeeignet?

  • Ohje, wo fange ich an ?(
    Ok, . . . zunächst mal mit dem Misstrauen meinerseits, das Du in 45 Min. alles (der Anti-Ruinierungsthread hat 200 Beiträge) gelesen/überflogen und noch viel wichtiger "verstanden" hast :S
    Ich kenne zwar deine Auffassungsgabe nicht, halte dies aber für eher unwahrscheinlich. Hinweise zu meiner "Vermutung" finden sich hier:

    wir haben ein Shure PG58 im Proberaum, könnte man das auch irgendwo verwenden z.B. als . . .

    . . . z.B. als das, wofür es gemacht wurde? Vocal-Mikrofon :!: :?:
    Du/Ihr wollt doch aufnehmen, . . . und nicht nur "Lärm" über die PA (falls überhaupt brauchbar vorhanden) wieder in den Raum schicken, oder habe ich das falsch verstanden ?(

    Also wenn ich das richtig verstanden hab sollte ich mir für brauchbare
    Aufnahmen, um die es mir ja hauptsächlich geht, nur das von dir angesprochene BD Mic holen + die beiden Overheads?

    Offensichtlich nicht, dennoch ist der Begriff "brauchbare" Aufnahmen, ziehmlich schwammig.
    Die von mir gewählte Definition "brauchbar", bezog sich nur auf den Vergleich, mit dem von dir ins Auge gefassten Mikro-Set. Soll nur heißen, das Du für's gleiche Geld was bekommst, was "nicht ganz so schlimm" klingt.
    Slo77y hat es schon sehr treffend beschrieben, ich interpretiere das mal so: "Es funktioniert, . . . für Proberaummittschnitte" ;)
    Ich ziehe mich mal geschickt aus der Affäre und überlasse die "Feinheiten" den Profis :whistling:
    Du solltes dir erst mal über den Zweck und ganz wichtig, die "verfügbaren Mittel" (Budget/Geld/Kohle) im Klaren sein und dies hier mitteilen :!:
    Der "Problemfaden" zieht sich immer länger, u.A. auch durch das verlinkte Mischpult. Damit kannst Du halt nur die "Summe" über USB in den Rechner/Recorder schicken, eine Nachbearbeitung der einzelnen Spuren/Instrumente/Mikros ist damit nicht/nicht mehr möglich, nur in der Summe (Hall/Laut/Leise) :thumbdown:
    Und ein letztes "Gemecker" meinerseits:

    Ich wollte mir das "the t.bone DC1500" Mikofonset kaufen, über das ich nur positives gehört habe. (Laut Rezensionen Preiswert und Qualitativ hochwertig)

    Ach ja, . . . wo denn? Oder guggst Du nur Sternchen und glaubst auch noch dran, oder liest Du einfach nur nicht gerne?
    2te Bewertung (3 Sterne)

    Zitat

    Meine Empfehlung: kauft euch erstmal ein ordentliches Bassdrum Mic und zwei Overheads, evtl. noch ein Snare-Mic, und stockt dieses Set dann nach Belieben auf. Keine Kaufempfehlung meinerseits.

    Mit dem BD 300 Mikro erziehlt man mit etwas Probieren, durchaus passabele Ergebnisse (wieder so eine schwammige Definition) 8|
    So, das war's erst mal von mir.
    Greez, Josh


    PS: Nicht so eng sehen wie es da steht (eigentlich schon). Ja es nervt, aber lesen, lesen, lesen, . . . dann begreift man es auch, spart Geld und wird glücklich :thumbup:

  • Vorweg, ich bin auch einer der sich das ganze Recordinggeraffel Stück für Stück zugelegt hat bzw. weiter aufrüstet. Aber sicher nicht um "günstig" an ein Demo zu kommen sondern einfach aus Lust zu experimentieren, usw.


    Wieso schreib ich "günstig" in Anführungszeichen? Du hast schon Equipment für ca. 350,- aufgelistet. Dazu kommen Kabel, Stative, Kleinkram, etc. Sprich mit 500,- bist du für unten genannte Lösung dabei. Die Untauglichkeit (Mischpult schickt nur die Summe, die Mikros sind eher wenig optimal, ...) wurde schon aufgezählt. Um (mit Eigenmarken-Mics und viel Aufwand) zu einem halbwegs tauglichen Ergebnis zu kommen benötigt es schon das doppelte. Siehe dem Thread der hier auch schon von Josh genannt wurde. Dazu kommen etliche Tage um sich in die DAW und Effekte usw. reinzufuchsen. Und von der Raumakustik im Proberaum reden wir gar nicht.


    Zusammengefasst:
    1. Du nimmst 500,- in die Hand, bist unzufrieden und landest am Ende dennoch im Studio.
    2. Du nimmst 1000,- in die Hand, nimmst dir eine Menge (!) Zeit zu lernen und zu experimentieren und wirst womöglich zu einem halbwegs tauglichen Ergebnis kommen.
    3. Du nimmst 1000,- in die Hand und bekommst dafür je nach Studio zwischen 2 und 4 Studiotage. Die gesparte Zeit investiert ihr ins üben. Ihr werdet ein amtliches Ergebnis bekommen.


    Also rein Preis/Leistungs-technisch würde ich mich für Nr. 3 entscheiden.


    Falls du es trotzdem selbst probieren willst (kann ich dich nur zu ermutigen, weil es eine Menge Spaß macht und man viel dazu lernt. Aber die Ergebnisse werden grad zu Beginn nicht im Ansatz Studioqualität haben und es ist, und das merke ich wenn ich grade meine Investitionen im Kopf so überschlage, ein Fass ohne Boden) würde ich mit folgendem Equipment an den Start gehen (ich schmeiß einfach mal ein paar anerkannt taugliche Modelle hin, aber ich würd gern vermeiden in eine generelle Diskussion Mic X vs. Y. abzudriften):


    2x vernünftige Overheads (Kleinmembran Kondenser):
    Beyerdynamic MCE530, Rode NT5, Line Audio CM3


    1x Bassdrum-Mikro (kannste meist auch gut an den Bassamp stellen):
    AKG D112, Shure Beta52, Sennheiser e902, EV RE320


    1x Snare (die Standards hier passen auch gut für den Gitamp)
    Shure SM57 / Beta 57, Sennheiser e606 / e906, Beyerdynamic M201, Audix i5, Heil PR20


    1x Recording Interface mit mind. 4 Preamps und Phantomspeisung (4 Kanäle reichen mit Ach und Krach für das Drumrecording mit 2xOH / BD / Snare. Zum erweitern kannst du dann die 4 Line-Ins mit externen Preamps ansteuern)
    Focusrite Scarlett 18i8


    1x tauglicher Kopfhörer (hier bitte wirklich drauf achten. Die Alternative (bzw. wäre generell zu empfehlen, aber halt teurer) sind ordentliche Studiomonitore (Bsp: Yamaha HS8 ))
    Beyerdynamic DT-770, Sennheiser HD-25, AKG K-271, Shure SRH840


    + Kabel und Stative usw. Als Software (DAW) würde ich Reaper empfehlen. In Sachen Plugins einfach mal alle freien bzw. beim Interface mitgelieferten austesten.


    Preise kannst du dir selbst raussuchen. Aber das wäre imho ein vernünftiger Start und bietet jeweils eine gute Grundlage um bei vorhandenem Budget später weiter an einzelnen Punkten gezielt(!) aufzurüsten.


    Jetzt ist es doch länger geworden als geplant :D

  • Hallo,


    ich hatte mal das zweifelhafte Vergnügen, mich mit dem Koffer hören zu dürfen.
    Der Koffereigner fand es gar nicht so schlecht, ich musste mich sehr beherrschen
    und höre eigentlich nur meine parallel erstellte Stereo-Raum-Aufnahme, die ich
    aber dank "P. A" und "pdp" auch nicht so gerne habe.


    Was noch gar nicht gesagt wurde:


    1. Schöner, großer Raum
    2. Trommler, der stimmen kann bzw. 2a. Trommler, 2b. Stimmer,
    3. Anständiges Schlagzeug


    Grüße
    Jürgen

  • 3. Du nimmst 1000,- in die Hand und bekommst dafür je nach Studio
    zwischen 2 und 4 Studiotage. Die gesparte Zeit investiert ihr ins üben.
    Ihr werdet ein amtliches Ergebnis bekommen.


    Also rein Preis/Leistungs-technisch würde ich mich für Nr. 3 entscheiden.

    +1



    Ich habe auch vor gut einem Jahr angefangen und Stück für Stück eingekauft.


    Nach ca. 4000 € an Equipment (Mikros, Kabel, Ständer, Interface, Kopfhörer, Monitore),
    ca. 1300 € für einen neuen PC (der alte hats nicht mehr gepackt)
    ca. 2200 € für ein neues gebrauchtes Set plus rundum neue Felle und bisschen Hardware
    ca. 1200 € Optmimierung der Raumakustik


    und bestimmt einigen Kleinigkeiten, die ich vergessen habe mit einzurechnen... kann ich jetzt meiner Meinung nach "BRAUCHBARE" Aufnahmen machen.


    Und auch ich will dich nicht schocken. Mach es auch, es macht Spaß und man lernt wirklich unglaublich viel.


    Die Sache ist nur die... mein ganzes Equipment ist, naja, gehobene Einsteigerklasse, vielleicht auch schon untere Mittelklasse. Will sagen, günstiger würde ICH das Thema nicht unbedingt angehen.


    Und ich habe keine Gesangsanlage, ich habe kein Mischpult aber ich habe auch nichts wo Behringer, T-Bone oder Fame draufsteht.


    Ich benutze:
    Mikros von Shure und Electro Voice
    Tascam US-1800 und SM Pro Audio PR8E und ein Line6 UX1
    Adam Hall Kabel 4****
    K&M Ständer
    Shure SH840 und Yamaha HS8 zum Abhören
    Reaper und POD Farm2 (geile Software, nur ivm Line6 Geräten) am PC


    Von proffessionell ist das noch ein Stück entfernt, aber für wirklich GUTE Demos reicht es, auch für EPs die man als Band am Konzert verschleudert!



    Was die Auswahl an vernünftigem Equipment angeht kann ich die Liste von Motzi unterschreiben. (Ich würde aber ein Interface mit mehr Eingängen bevorzugen, mein Tascam hat gesamt 14, da geht auch die ganze Band drüber)
    Und die Liste vom Jürgen K übrigens auch!!

    21 is only half the truth!

  • Hi SwingFynn,
    +1 zu allem, was geschrieben wurde!


    Ein Aspekt noch, der von Anfängern immer unterschätzt bzw. nicht richtig verstanden wird (und daher zum Koffer greifen lässt):


    Nur Profis (oder sehr erfahrene Amateure) haben die Komplexität im Griff, die 8, 10, 12 Mikros mit sich bringen. Am Anfang ist man mit drei, max, vier Mikros schon heftig gefordert. Also, auch wenn es erst einmal intuitiv erscheint, dass 1 Mikro pro Trommel automatisch tolle Aufnahmen bedeutet: It ain't so. Ganz im Gegenteil, Du bekommst - selbst mit hochwertigen Mikros - erst einmal ätzenden Brei. Daher: Mikro für die Bass Drum, zwei brauchbare Overheads und der Spaß kann losgehen.


    Du solltest aber bei eifriger Beschäftigung mit dem Thema mal ein bis zwei Jahre rechnen, bis Du ein halbwegs vorzeigbares Demo produziert bekommst. Und auch dann brauchst Du heftig mehr Zeit pro Song als die Profis und das bei schlechterem Endergebnis. Kurz: Recording ist eine Entdeckungsreise, die man aus Leidenschaft macht, nicht um schnell und günstig zu einem guten Ergebnis zu kommen. Da ist der Weg ins Studio dramatisch besser.


    Grüße
    Hajo K


    P.S.: Wie so eine Aufnahme mit nur ein paar Mikros klingen kannst, findest Du in meinem BD-Mikrotest oder OH-Mikrotest .

  • Und ich habe keine Gesangsanlage, ich habe kein Mischpult aber ich habe auch nichts wo Behringer, T-Bone oder Fame draufsteht.

    Tja, dann entgeht Dir aber die Chance, mit kleinem Budget zu durchaus ordentlichen Ergebnissen zu kommen. Nur weil einige Produkte aus den Häusern gruselig sind, gilt das nicht für alle Produkte. Man muss halt nur eine Weile recherchieren, um hier die Spreu vom Weizen zu trennen.


    Gruß
    Hajo K

  • 3. Du nimmst 1000,- in die Hand und bekommst dafür je nach Studio zwischen 2 und 4 Studiotage. Die gesparte Zeit investiert ihr ins üben. Ihr werdet ein amtliches Ergebnis bekommen.


    Also rein Preis/Leistungs-technisch würde ich mich für Nr. 3 entscheiden.


    Mit etwas wertigen Mikrofonen, einem PC (PCI FireWire Karte für 20E) und z.B. einem FireWire Mixer hast du beliebig viele Studiotage Zuhause oder im Proberaum.


    Zudem wage ich zu behaupten, das die meisten Recordinganfänger auch musikalisch noch in der Entwicklungsphase sind. Zudem die Band. Studiotage bedeuten somit eine Momentaufnahme die nach einiger Zeit vielleicht schon technisch und musikalisch "veraltert" ist.


    Grüsse Jörg

  • Ein professionelles Studio liefert klanglich sicherlich ein besserers Ergebnis als alles, was man mit Bordmitteln mittelfristig erreichen kann. Allerdings sorgt das Bewusstsein der hohen Studiokosten für einen hohen mentalen Druck, der sich negativ auf das Spiel und die Kreativität auswirken kann. Letztlich ist es also eine Frage der Präferenz (Klang vs. Kreativität), der Übung (wieviel Headroom ist bei den Bandmitgliedern vorhanden, um auch unter Druck noch was ordentliches Einzuspielen) und der Coolness (Bandmitglieder Druckunempfindlich?), was zu einem insgesamt befriedigerendem Ergebnis führt.

  • Hi drummerjoerg,

    Mit etwas wertigen Mikrofonen, einem PC (PCI FireWire Karte für 20E) und z.B. einem FireWire Mixer hast du beliebig viele Studiotage Zuhause oder im Proberaum.


    Zudem wage ich zu behaupten, das die meisten Recordinganfänger auch musikalisch noch in der Entwicklungsphase sind. Zudem die Band. Studiotage bedeuten somit eine Momentaufnahme die nach einiger Zeit vielleicht schon technisch und musikalisch "veraltert" ist.

    stimmt schon, guter Punkt! Da muss man als Band genau abwägen, wieviel Aufwand, Nerv und Geld einem so eine Momentaufnahme wert ist. Das ändert aber nichts daran, dass mit den wertigen Mikros und dem PC/Mixer eben keine beliebig vielen Studiotage herauskommen, sondern beliebig viele Basteltage. Meist mit Frust und mageren Ergebnissen. Und das lenkt von der nötigen musikalischen Arbeit ab.


    Wer vom musikalischen bzw. technischen Stand noch nicht vom Studio profitiert, hat auch nix vom Pseudostudio (es sei denn es ist die Recording-Leidenschaft). Der ist - meine ich - mit einem Handy-Recorder doch optimal bedient. Ist doch ein Segen, dass es die Dinger gibt


    meint und grüßt
    Hajo K

  • Ich sage mal: eine günstige "Eigenverkabelung" ist nur dann sinnvoll, wenn du nur hören willst, ob deine Schläge im Takt sind oder nicht, sprich für Lernzwecke. Für Demo-Aufnahmen mit der Band, die auch eine gute (!) Qualität haben sollen, würde ich immer ein Studio aufsuchen, denn eine Aufnahme ist mehr als nur ein paar Mikros aufstellen und los geht der Spaß. Du brauchst, damit es auch gut (!) klingt, a) richtig gutes Equipment das b) richtig platziert und c) richtig abgemischt wird und das bedarf d) eines erfahrenen Tontechnikers. Das ist meiner Meinung nach nichts für "Laien". Und soooooo unendlich viel kostet es auch nicht, ein kleineres independent-Tonstudio mal anzumieten. Ist jedenfalls billiger, als etliche tausend Euro zu investieren und dennoch keinen guten Klang hinzubekommen.


    Wenn es aber nur für CDs unter Freunden ist, dann geht's natürlich auch mit günstigerem Kram. (Meine erste Aufnahme mit der Band war einfach ein eingeschalteter Kasettenrecorder. Brrrr.... war das gruselig...) Solche günstigen Lösungen klingen dann natürlich auch nicht im entferntesten wie eine brillant abgemischte Herbie Hancock-CD. Dessen muss man sich bewusst sein.


    Das ist aber nur meine Meinung dazu. ;)

    "You don't have to show off" - Peter Erskine

  • aaaaaach was paperlapapp!
    Lass dich von den ganzen Teich-Nerds ( :) mich eingeschlossen), nicht verunsichern...leg los und lerne dran...wird ein wenig dauern, aber loslegen schadet nicht...wenn ich dran denke was ich in den letzten zwei Jahren an Mics ge- & wieder verkauft habe...


    Schau mal dem Buch: Recording Drums von Mike Major...ist zwar auf Englisch, wie ich finde aber sehr schon geschrieben und man kann ne Menge rausziehen!


    Aber ein guter Tipp hier war schon mal: weniger ist mehr, ein SM57, ein BD Mic zwei OH und los geht´s erst mal..da gibt´s ne ganze Menge zu entdecken! Ach ja und bitte schau dich in den Kleinanzeigen um, das spart ungemein viel Geld!!!


    Viel Spaß dabei und wenn Du Fragen hast und nicht weiter kommst: nur zu, raus damit, dafür ist so ein Forum ja da!!!

  • Interessante Diskussion.


    Diese bestärkt meine Annahme, dass weiterreichende Ausführungen beim Schlagzeug spielen wie etwa gut klingende Aufnahmen zu ermöglichen, dass simulieren einer hochwertigen Studio Umgebung zu erreichen um etwa komfortabel lehrreiche Playalongs (Ohne Zeitdruck) begleiten zu können, die Möglichkeiten kreative Momente mit einer guten Audioqualität festzuhalten und noch vieles mehr, mit herkömmlichen analogen Schlagzeug Instrumenten bisweilen äußerst schwierig, sehr kompliziert und auch sehr kostenintensiv werden kann. Von geeigneten Räumlichkeiten möchte ich hier erst gar nicht sprechen wollen.


    Wer im Jahre 2014 bezüglich (möglichst) qualitativ hochwertiger Schlagzeug Abnahme quasi von Null beginnen muss, der sollte sich gut überlegen hierbei noch auf herkömmliche Methoden zu setzen. So oder so: Ein Computer wird bei diesem Vorhaben eigentlich immer zum Einsatz kommen. Warum dabei also nicht gleich moderne VST Instrumente mit in die Erwägungen einbeziehen?


    Wenn man die Entstehungsphase heutiger VST-Schlagzeug Instrumente in den verfügbaren Videotrailern betrachten möchte, dann wird wohl Jeder von Uns ausnahmslos bzw. unweigerlich "Pippi" in den Augen bekommen! Gigantisches und sündhaft teures Studio Equipment in den besten Aufnahmeräumen/Hallen dieser Welt! Unbezahlbar für den normal sterblichen Zeitgenossen. Und das wertvollste dabei: Jene Kollegen welche diese Techniken dabei zu bedienen haben sind absolute Profis und meistens auch mit zahlreichen Referenzen ruhmreicher Künstler ausgestattet. Der Aufwand ist dabei häufig enorm. Hochwertige und nicht zuletzt seltene Schlagzeug Raritäten (Perlen) werden teilweise mit bis zu 30 (unbezahlbaren) Mikrofonen aufgenommen! Da stecken Millionen Beträge dahinter und ein bisweilen unerreichtes Knowhow!


    Sicherlich, auch VST Instrumente können komplex und schwer in der Bedienung werden. Aber dafür gibt es vorproduzierte Presets welche auf Knopfdruck zur Verfügung stehen und jederzeit individuell anpassbar sind und gute Ergebnisse sind dabei fast schon garantiert. Leider kann man so ein modernes VST Schlagzeug noch nicht als "Ready To Go" Gesamtpaket in den einschlägigen Fachgeschäften austesten und bei gefallen auch dort beziehen. Trotzdem: Für mich wäre das heutzutage der richtige Weg um das ambitionierte Musizieren "demokratisieren" zu können. Sicherlich, man kann sich immer noch in so einem tollen Studio Einmieten. Aber bei dem oben erwähnten Kaliber können das schon mehrere Tausende Euro pro Tag betragen. Natürlich gibt es auch preisgünstigere Varianten. Aber der Zeitdruck und wohl möglich auch der interne Druck auf die einzelnen Bandmitglieder kann dabei zur einer deutlichen (unerwünschten) Einflussnahme führen und den kreativen und inspirierenden "Wohlfühl" Charakter bei den Aufnahmen damit wohl möglich verringern.


    Und wie oben schon trefflich formuliert werden konnte: Der normale herkömmliche Aufbau und die erfolgreiche Umsetzung einer guten analogen Schlagzeug Abnahme/Aufnahme kann recht kompliziert, teuer und sehr zeitaufwendig werden. Jedenfalls dann, wenn entsprechend gute Resultate erwünscht sind.


    Ich würde mir also als absoluter Neueinsteiger in diese Materie, dass mit der modernen virtuellen VST Variante durchaus einmal gedanklich durchspielen wollen. Übrigens gilt das natürlich auch für andere Instrumente. Virtuelle Gitarren Amps etwa gibt es wie Sand am Meer usw.


    Gruß


    Trommeltotti









    Einmal editiert, zuletzt von trommeltotti ()

  • Übrigens gilt das natürlich auch für andere Instrumente. Virtuelle Gitarren Amps etwa gibt es wie Sand am Meer usw.

    Das ist völlig richtig, was du schreibst. Und, siehe Zitat, bei Gitarre und Bass UND auch beim Gesang nehmen wir bei uns in der Band nur virtuelle Amps, Kompressoren usw usw


    Nur die Drums nehmen wir direkt auf, verändern aber auch den Sound hier und da mit ein wenig EQ usw. (Kein Mikro/Lautsprecher der Welt nimmt genau das auf und gibt genau das wieder was der Mensch selbst hört)


    Gerade bei Gitarre kann man schön aus hunderten, ach was, tausenden Amps wählen und dann noch ob direkt oder über eins der unzähligen Mikros abgenommen...
    Um Drums hab ich mich was VST angeht ehrlich gesagt nie gekümmert :rolleyes: :D




    Zitat

    Tja, dann entgeht Dir aber die Chance, mit kleinem Budget zu durchaus
    ordentlichen Ergebnissen zu kommen. Nur weil einige Produkte aus den
    Häusern gruselig sind, gilt das nicht für alle Produkte. Man muss halt
    nur eine Weile recherchieren, um hier die Spreu vom Weizen zu trennen.

    Hajo K:


    Da magst du durchaus Recht haben. Ich habe meine Aussage möglicherweise mit zu viel Wertung geschrieben. Es gibt bei den "billigen" mit Sicherheit Produkte, die absolut i.O. sind.
    Ich habe nur was meine Konfiguration an Teilen angeht dort nichts "brauchbares" gefunden, das meinen Ansprüchen genüge getan hätte (und damit meine ich nicht die Qualität, sondern z.B. vorhandene Anschlüsse usw)

    21 is only half the truth!

  • Um Drums hab ich mich was VST angeht ehrlich gesagt nie gekümmert


    Könnte aber möglicherweise von Vorteil sein. ;) Gerade wenn man in Sachen Schlagzeug Abnahme/Aufnahme nunmehr bei "Null" beginnen wird und eventuell weder ein entsprechendes Budgetvolumen aufbringen möchte/kann noch entsprechende Erfahrungswerte mit analogen Aufnahmetechniken vorweisen sollte. Diesbezüglich haben sich die Möglichkeiten gerade in den letzten Jahren halt erheblich verändert.


    Gruß


    Trommeltotti

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